In seinem Vortrag stellte Dr. Joachim Güntzel den Philosophen Platon symbolisch vor Gericht.
Die Anklage: Er habe Atlantis frei erfunden, um sich selbst zu verewigen.
Als Kronzeuge gilt sein Schüler Aristoteles, der die Geschichte früh als Erfindung abtat.
Die Herkunft der Geschichte ist komplex: Sie soll auf Aufzeichnungen ägyptischer Priester beruhen.
Die Geschichte war schon damals 9000 Jahre alt.
Ägyptische Priester sollen im 6. Jahrhundert v. Chr. der Person namens Solon von Atlantis erzählt haben.
Diese Überlieferung gelangte über mehrere Generationen hinweg bis zu Platon.
Platons schildert Atlantis als ein Inselreichs jenseits der Säulen des Herakles (Gibraltar), das über ein ausgedehntes Handelsnetz verfügte.
Demnach erfuhr der Gesetzgeber Solon im 6. Jahrhundert v. Chr. in Ägypten von Atlantis.
Die ägyptischen Priester berichteten von einem Inselreich, das etwa 12.000 Jahre vor unserer Zeit untergegangen sein soll.
Atlantis sei laut Platon ein riesiges Handelsreich gewesen, größer als Libyen und Syrien zusammen, mit einem Hafen, der an das geschäftige Manhattan der Antike erinnere.
Das Urteil über Platons Wahrhaftigkeit bleibt auch nach 2000 Jahren offen.
