Lars A. Fischinger – 6.500 Jahre alte Kreisgrabenanlage in Tschechien ist älter als Stonehenge

Archäologen haben nahe Chleby in Tschechien eine bislang unbekannte neolithische Kreisgrabenanlage entdeckt.

Die Anlage ist nach bisheriger Datierung etwa 6.500 Jahre alt und besitzt einen Durchmesser von rund 230 Metern.

Sie bestand vermutlich aus einem bis zu 2,5 Meter tiefen Graben und mehreren hölzernen Palisaden.

Zwölf Eingänge sollen nicht zufällig angeordnet worden sein, sondern auf Sonnenwenden und bestimmte Mondpositionen weisen.

Möglicherweise wurde sogar der rund 18,6 Jahre dauernde Mondstillstandszyklus berücksichtigt.

Fischinger sieht darin einen Hinweis auf langfristige Himmelsbeobachtungen und ein über Generationen bewahrtes Wissen.

Er spricht von einem möglichen „tschechischen Stonehenge“, das nach der verwendeten Datierung ungefähr tausend Jahre älter als frühe Stonehenge-Bauphasen wäre.

Und er meint, sie als sensationell groß gewesen.

Auch Stierschädel und Hörner wurden gefunden; sie könnten Teil einer Toranlage oder ritueller Handlungen gewesen sein.

Ein sicherer Nachweis für einen Stierkult oder Menschenopfer liegt damit jedoch nicht vor.

In der Eisenzeit verlor der Ort offenbar seine ursprüngliche Bedeutung und wurde später als Siedlungsfläche genutzt.

Luftbildarchäologie machte die unterirdischen Strukturen sichtbar.

Wie die Anlage tatsächlich aussah und welche Rituale dort stattfanden, bleibt vorerst offen.

scinexx – 364-Tage-Kalender von Qumran war kurz praktisch im Einsatz – scheiterte aber an der Realität

Fast 20 Qumran-Schriftrollen befassen sich mit Kalendern oder Astronomie.

Der 364-Tage-Kalender regelte wahrscheinlich zunächst den religiösen Alltag und diente zugleich der Abgrenzung vom Jerusalemer Kalender.

Das Jahr war jedoch rund 1,25 Tage zu kurz.

Dadurch hatten sich die Festtage innerhalb von 20 Jahren um fast vier Wochen gegenüber den Jahreszeiten verschoben.

Ohne Schaltregel war eine dauerhafte praktische Nutzung nicht möglich.

Wladislaw Raab – Die Sage der 27 Mäher von 1559, die keine Köpfe hatten und lautlos ernten

1559 erschienen während der Erntezeit bei Cölln an der Spree 27 unheimliche Mäher.

Fünfzehn von ihnen sahen wie gewöhnliche Männer aus, zwölf weitere besaßen überhaupt keinen Kopf.

Mit ihren Sensen schlugen sie lautstark in den Hafer, doch kein Halm bewegte sich.

Auch die vielen Zuschauer konnten die Gestalten nicht anfassen.

Als man sie verfolgen wollte, glitten sie davon wie Schatten.

Die Prediger des Kurfürsten Joachim II. sahen darin den Tod selbst und kündigten eine Pest an.

Die Pest kam aber nicht.

Greyhunter vergleicht die Geschichte mit Berichten aus Russland über kopflose oder bucklige schwarze Wesen auf Feldern.

Seiner Ansicht nach handelt es sich bei diesen Berichten um halbmaterialisierte Wesen.

Die unterschiedlichen Erklärungen – Feldgeist, Spukgestalt oder UFO – seien laut Autor vom jeweiligen Zeitbild abhängig.

scinexx – Aborigines-Felskunst: Regenbogenschlangen

Australische Forschende haben 29 große Felsdarstellungen an 21 Fundorten untersucht, die möglicherweise zu Beginn der Kolonialzeit entstanden.

Da die Bilder meist nicht direkt datiert werden können, werteten die Forschenden unter anderem Überlagerungen, Malstile und Pigmente aus.

Im Mittelpunkt stehen monumentale Regenbogenschlangen, die in den Überlieferungen der Region als mächtige Ahnenwesen gelten.

Aborigines haben in der kolonialen Zeit besonders viel gemalt.

Ein Beispiel: 6 Meter lange Schlangen neben europäischen Schiffen gemalt.

ALIEN.DE