Lars A. Fischinger – Der Arzt, der nach Rom flog – und in Don Quijote landete

Eugenio Torralba (ca. 1480 – nach 1531) war ein angesehener Arzt und Magier aus Spanien.

Er hatte in Italien studiert und brachte es bis zum Leibarzt hochgestellter Persönlichkeiten – unter anderem der Witwe des Königs von Portugal.

Ein Mann mit glänzender Karriere, gebildet, geachtet. Und mit einem Geheimnis.

Was er erlebte

Torralba behauptete, Umgang mit einem überirdischen Wesen zu haben, das er „Zekuil“ (auch „Zekiel“) nannte.

Dieses Wesen begleitete ihn ständig, schützte ihn – und angeblich konnte nur er es sehen.

Nach seinen Angaben war es ein guter Geist oder Engel, kein Dämon.

Von diesem Wesen will er erfahren haben:

Weisheiten über Kräuter, Pflanzen und Tiere und Prophezeiungen über die Zukunft.

Und schließlich: Flüge durch die Luft

Das spektakuläre Ereignis spielte sich im Mai 1527 ab.

Am 5. Mai habe ihm der Geist angekündigt, dass Rom am folgenden Tag fallen würde.

Torralba wollte das mit eigenen Augen sehen.

Also – so seine Erzählung – verließen er und das Wesen um 23 Uhr seine Heimatstadt, auf einem magischen Stock reitend, mit geschlossenen Augen durch die Luft.

Rund eine Stunde später sei er in Rom gewesen, habe die Glocken zur Mitternacht gehört und die Ereignisse des 6. Mai 1527 beobachtet: die Plünderung Roms, den „Sacco di Roma“, ein Schreckenstag für die Stadt.

Danach sei er zurückgeflogen.

Torralba schwieg nicht.

Er erzählte die Geschichte überall herum, prahlte mit seinen Flügen, mit den Dingen, die er „live“ gesehen hatte – bis hin zum Tod prominenter Persönlichkeiten.

Er wurde dadurch weit über die Landesgrenzen hinaus als Magier, Okkultist und Hexer bekannt.

Das blieb nicht ohne Folgen.

Ein Freund denunzierte ihn, und die Inquisition wurde aufmerksam.

Am 10. Januar 1528 begann sein Verhör.

Zeugen bestätigten, dass er schon seit etwa 1520 von seinen Kontakten und Flügen erzählt hatte.

Bemerkenswert: Torralba betonte immer wieder, er habe keinen Pakt mit dem Wesen geschlossen – es habe ihn aufgesucht, nicht umgekehrt.

Der Inquisitor scheint sichtlich ratlos gewesen zu sein, ob er einen Ketzer, einen Verrückten oder einen Erleuchteten vor sich hatte.

Er wurde gefoltert, kam ins Gefängnis, wurde aber nicht hingerichtet.

Nach kurzer Haft durfte er wieder als Arzt praktizieren, unter der Auflage, den Kontakt zu dem Wesen abzubrechen.

Was aufgeschrieben wurde

Die ganze Geschichte wäre wohl vergessen, hätte nicht ein berühmter Schriftsteller sie verewigt.

In Miguel de Cervantes‘ Don Quijote (Teil I: 1605, Teil II: 1615) findet sich eine beiläufige Passage:

Don Quijote warnt seinen Knappen Sancho Pansa, die Augenbinde nicht abzunehmen, und erinnert ihn an die „wahre Geschichte vom Lizentiaten Torralba“, den die Teufel auf einem Rohrstab reitend mit geschlossenen Augen durch die Luft geführt hätten – nach Rom und am Morgen zurück nach Madrid.

Der reale Arzt und seine Legende vom Teufelsflug lieferten Cervantes (Autor Don Quijote) von den Stoff für eine kleine, scheinbar nebensächliche Szene.

Lars A. Fischinger – Dwarfie Stane in Schottland: 5000 Jahre altes Steinmonument mit Gang und Nischen

Der Stein liegt auf der Insel Hoy, die zu den Orkney-Inseln vor der Küste Schottlands gehört.

Er befindet sich in einer baumlosen, abgelegenen Moorlandschaft und wirkt dort, so Fischinger, als läge er „wie vom Himmel gefallen“.

Der Findling sei der gängigen geologischen Erklärung nach in der Eiszeit aus der Klippe herausgebrochen und durch Gletscherbewegungen an seine heutige Stelle gelangt.

Der Name „Dwarfie Stane“ bedeute ungefähr „Zwergenstein“.

Fischinger nennt als ungefähre Maße:

– etwa 8,5 Meter Länge,

– rund 4 Meter Breite,

– ungefähr 2,5 Meter Höhe.

– Der Eingang sei nur etwa 90 Zentimeter hoch und breit.

– Die Nischen seien nur ungefähr 1,7 Meter lang.

Er wird meist als Kammergrab gedeutet, doch Alter und ursprüngliche Funktion sind nicht belegt.

Sagen über Riesen und Zwerge gehören zur Folklore.

Einer Erzählung nach habe ein Riesenpaar in dem Stein gewohnt.

Ein weiterer, böser Riese habe das Paar eingeschlossen, indem er den schweren Verschlussstein vor den Eingang schob.

Der gefangene Riese sei ausgebrochen, indem er ein Loch in die Decke schlug, und habe anschließend den bösen Riesen bekämpft, der Herrscher der Insel werden wollte.

Fischingers Bewertung: Er hält die Geschichte für abwegig, weil die Räume für Riesen viel zu klein seien.

Neben der Riesensage gebe es eine Erzählung, nach der der Stein der Lieblingswohnsitz eines Zwerges namens Trolly gewesen sei.

Lars A. Fischinger – Phantom-Luftschiffe von 1896-1915 waren die Vorboten der UFOs der Neuzeit

Die frühen „Phantom-Luftschiffe“ beschäftigten Zeitungen schon lange vor der modernen UFO-Welle.

Fischinger stellt mehrere Berichte aus Norwegen und Norddeutschland vor, darunter die Meldung von einem Luftschiff bei Moss im Juli 1909.

Zeitgenössische Berichte beschrieben einen Flug über dem Fjord, ein kurzes Verharren und teilweise sogar Menschen an Bord.

Am 8. Januar 1910 beobachteten zahlreiche Menschen an der norwegischen Westküste ein Licht, das laut Bericht 30 bis 45 Minuten lang über dem Meer zu sehen war.

Ende März desselben Jahres meldeten Zeugen bei Lindesnes ein tief fliegendes Objekt und einen tiefen, orgelartigen Ton.

Auch über Jever wurde im Oktober 1909 ein helles, rauschendes Objekt gemeldet.

scinexx – Babylonische Schulbildung: Götterverehrung durch Schreib- und Leseübungen

Babylonische Schüler lernten ihre Götter vor allem durch Schreib- und Leseübungen mit Götterlisten, Gebeten und Hymnen.

Die Lerninhalte variierten je nach Region und Schulniveau.

Die einfachere Liste *An* enthielt mehr als 200 Einträge.

Die fortgeschrittene Liste *An Anum* führte auf sieben Tafeln fast 2.000 Götternamen auf.

Die Schüler lernten dabei sowohl Schreibweisen als auch Entsprechungen und Beziehungen zwischen sumerischen und akkadischen Götternamen.

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