GreWi – Ein Vulkan auf dem Mars war möglicherweise noch in jüngerer Vergangenheit aktiv und hat heute noch Reste von Gletschereis an seinen Flanken.

Ein Vulkan auf dem Mars war möglicherweise noch in jüngerer Vergangenheit aktiv und hat heute noch Reste von Gletschereis an seinen Flanken.

Der “Noctis-Vulkan”, südlich des Äquators im östlichen Noctis Labyrinthus, westlich des Valles Marineris-Canyonsystems, ist Teil der Tharsis-Erhebung mit drei weiteren Vulkanen.

Gletschereis an der Oberfläche in einer relativ warmen äquatorialen Region macht ihn zu einem attraktiven Ziel für die zukünftige robotische und menschliche Erkundung.

GreWi – Juno-Messungen werfen Zweifel auf: Zu wenig Sauerstoffproduktion auf Jupitermond Europa für Leben?

Der Mond Europa gilt zwar als ein Kandidat für Leben, doch eine neue NASA-Studie dämpft die Euphorie.

Zwar entstehen Sauerstoff und Wasserstoff durch die Strahlung auf dem Eis, doch wie viel davon tatsächlich in den unterirdischen Ozean gelangt, ist unklar.

Forscher aber weisen jedoch darauf hin, dass Mikroben auf der Erde auch ohne Sauerstoff überleben können. Somit bleibt die Chance auf Leben im Europa-Ozean erhalten, wenn auch die chemischen Bedingungen als weniger günstig einzustufen sind als bisher vermutet.

PSO – Leben in der Matrix? Eine Computersimulation als philosophisches Gedankenexperiment

Die Frage, ob wir in einer Computersimulation leben, ist vielleicht nicht beantwortbar.

PSO glaubt, wenn wir in einer Simulation leben, werden wir dies nie erfahren.

Neue Konzepte wie virtuelle Realität inspirieren uns zu neuen Simulationsmodellen.

Der Philosoph Platon sah die Welt der Ideen als eigentliche Realität an.

Simulationsmodell helfen uns, mit dem Unbekannten umzugehen und Entdeckungen zu machen.

Die Entwicklung eines Simulationsmodells des Universums könnte sehr lohnend sein.

heise.de – Geoengineering durch “Austrocknung der Stratosphäre” kann Klimaerwärmung kaum bremsen

Künstliche Entfernung von Wasserdampf aus der Stratosphäre könnte nur etwa 1,5% der Klimaerwärmung durch menschliches CO2 seit 1750 abmildern.

Diese Methode wird “absichtliche Austrocknung der Stratosphäre” (ISD) genannt.

Ein US-Start-up soll eigenmächtig mit der Freisetzung von reflektierenden Partikeln begonnen haben.

ISD beinhaltet die Freisetzung kleiner Partikel in die Stratosphäre, damit Eiskristalle entstehen und Wasserdampf abtransportiert werden kann.

Die Hypothese, dass der Entzug von Wasserdampf aus der Atmosphäre die Erderwärmung stark verringern könnte, wurde nicht bestätigt.

Eine Forschungsgruppe um Joshua Schwarz von der NOAA in den USA warnt, dass die ISD-Methode nicht ausreicht, um die Klimaerwärmung substantiell abzumildern.

heise.de – Neue Monde bei Uranus und Neptun entdeckt

Der neue Uranusmond misst 8 km im Durchmesser und benötigt für eine Umrundung rund 680 Tage.

Die gefundenen Neptunmonde sind 14 und 23 km groß. Für ihre jeweiligen Umläufe brauchen sie 9 bzw. 27 Erdjahre.

Gefunden wurden die Monde mithilfe von erd- und weltraumgestützten Teleskopen in Chile und Hawaii.

Insgesamt kommen Uranus nun auf 28 und Neptun auf 16 bekannte Monde.

Mit den Entdeckungen sollten nun alle Uranusmonde über 8 km und alle Neptunmonde mit mehr als 14 km Durchmesser bekannt sein.

heise.de – La-Ola der Sterne – Riesige Gaswelle hinter der Sonne entdeckt

Hinter der Sonne wurde eine etwa 9000 Lichtjahre lange Gas-Welle namens “Radcliffe-Welle” entdeckt.

Diese besteht aus miteinander verbundenen Gaswolken mit besonders vielen neu entstehenden Sternen.

Die Sternenhaufen in der Gas-Struktur bewegen auf und ab, “genau wie Menschen in einem Stadion” während einer La-Ola.

Über Ursprung und Entstehung der Radcliffe-Welle gibt es bisher nur Theorien, weitere Fragen sind noch offen.

LPIndie – Super-Quasar mit 500 Billionenfacher Sonnenhelligkeit entdeckt

Mit dem Very Large Telescope wurde der Quasar J0529-4351 entdeckt, der 500 Billionen mal heller ist als die Sonne.

Dieser Super-Quasar wird von einem supermassereichen schwarzen Loch mit etwa 10 Milliarden Sonnenmassen angetrieben, das pro Tag die Masse der Sonne in Energie umwandelt.

Der Quasar muss schon existiert haben, als das Universum gerade mal 1,8 Milliarden Jahre alt war.

heise.de – Galaxie im frühen Universum wirft Fragen auf: (Zu) massereich für die Kosmologie

Das Weltraumteleskop James Webb hat eine “unmögliche” frühe Galaxie namens ZF-UDS-7329 entdeckt.

Sie enthielt vor 11,5 Milliarden Jahren bereits viermal so viele Sterne wie die Milchstraße – viel zu früh und viel zu massereich für die gängigen Modelle der Kosmologie.

Der Fund deutet auf Lücken in unserem Verständnis hin, über der Entstehung von Galaxien.

LPIndie – Die Grenzen der Raumfahrt – Eine virtuelle Reise ans Ende des Universums

Die Simulation Space Engine lässt einen scheinbar mühelos durch das Universum reisen. Man kann unzählige computergenerierte Galaxien besuchen, die weit weg von der Milchstraße und Andromeda sind. Aber in Wirklichkeit ist Reisen zu anderen Sternen mit der heutigen Technik so gut wie unmöglich. Die Entfernungen sind einfach zu groß und man bräuchte zu viel Energie.

Space Engine bringt einen bis an den Rand des bekannten Universums mit vielen Galaxien. Aber dahinter könnte noch mehr leerer Raum sein, das wahre Ende des Universums. Obwohl die Simulation leichtes Reisen durchs All zeigt, werden Menschen in absehbarer Zukunft wegen der Grenzen unserer Technik wohl auf unser Sonnensystem beschränkt bleiben.

GreWi – Galileo Projects zeigen: Mikrokügelchen vom Meeresgrund haben Zusammensetzung, die weder zu irdischer Asche noch Mond/Mars/Asteroiden passt. Extrasolare Herkunft naheliegend.

Das “Galileo Project” um Avi Loeb hat weitere Analysen der vor Papua-Neuguinea gefundenen magnetischen Mikrokügelchen (Sphärulen) durchgeführt. Damit will das Team der Kritik entgegentreten, es handle sich um industrielle Kohleasche.

Da die Mikrokügelchen in der Nähe des Einschlagorts des ersten erkannten interstellaren Meteors von 2014 gefunden wurden, liegt eine extrasolare Herkunft nahe. Sowohl die unterschiedlichen Elementzusammensetzungen als auch die hohe Geschwindigkeit des interstellaren Meteors können so erklärt werden.

scinexx – Eisiger Saturnmond Mimas birgt flüssiges Geheimnis: Es gibt einen Ozean unter einem Panzer aus Eis

Entgegen bisheriger Annahmen hat der Saturnmondes Mimas wahrscheinlich einen Ozean aus flüssigem Wasser unter der 30km dicken Eiskruste.

Der entdeckte Ozean muss sehr jung sein, vermutlich nicht älter als 25 Millionen Jahre. Bisher galt Mimas wegen seiner geringen Größe und der fehlenden Risse in der Oberfläche als unwahrscheinlicher Kandidat für einen innern Ozean.

GreWi – Weltraumteleskop TESS: Super-Erde & eventuell erdgroßer Planet umkreisen Stern TOI-715 in habitabler Zone! Nur 137 Lichtjahre entfernt. Geeignete Bedingungen für Leben.

Das Weltraumteleskop TESS hat eine Super-Erde entdeckt, die den Roten Zwerg TOI-715 in dessen habitabler Zone alle 19 Tage umkreist.

Der Stern befindet sich nur 137 Lichtjahre von der Erde entfernt und ist mit 6,6 Milliarden Jahren fast so alt wie unsere Sonne.

Möglicherweise gibt es geeignete Bedingungen für die Entstehung von Leben.

Zudem gibt es Hinweise auf einen weiteren, erdgroßen Planeten im Umlauf um TOI-715. Sollte sich dies bestätigen, wäre dies der bisher kleinste Exoplanet in der habitablen Zone eines Sterns, der mit TESS gefunden wurde.

heise.de – Forscher überrrascht: Daten legen nahe – Schwarze Löcher trieben Entstehung früher Galaxien voran.

Laut Beobachtungen des Weltraumteleskops James Webb (JWST) haben supermassereiche Schwarze Löcher schon ganz am Anfang des Universums eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Galaxien gespielt.

Bisher nahm man an, dass sich zuerst Sterne zu Schwarzen Löchern verdichtet haben und sich erst danach die ersten Galaxien gebildet haben.

Die Daten des JWST legen jedoch nahe, dass Schwarze Löcher und Galaxien in den ersten 100 Millionen Jahren des Universums koexistiert und sich gegenseitig beeinflusst haben.

Insbesondere das von den Schwarzen Löchern beschleunigte und fortgeschleuderte Material hat die Sternentstehung in den frühen Galaxien enorm beschleunigt.

LPIndie – Neue Juno-Aufnahmen zeigen atemberaubende Details des Jupiter-Vulkanmondes Io

Der Jupitermond “Io” ist ein Vulkanmond von Jupiter mit andauernden vulkanischen Aktivitäten.

Die Juno-Sondenaufnahmen zeigen Details der zerklüfteten Landschaft, wie beispielsweise ein Lavafeld mit größeren Felsbrocken. Die Vulkanausbrüche auf Io sind mitunter so heftig, dass Material im gesamten Jupitersystem verteilt wird und sogar auf dem Nachbarmond Europa Spuren in Form von Schwefelablagerungen hinterlässt.

Die Juno-Bilder verdeutlichen zugleich die Verschiedenartigkeit der Jupitermonde: Während Io die “Hölle” ist, besitzt Europa möglicherweise einen Ozean unter einer Eisdecke.

2023 startet mit dem Europa Clipper eine neue Mission zum Jupiter, die vor allem Europa genauer untersuchen soll.

heise.de – Schatzsuche erfolgreich: Über 20 Teile des Meteoriten von Berlin wurden geborgen

Nachdem am 21. Januar ein vorher entdeckter Asteroid als Feuerkugel nordwestlich von Berlin niedergegangen war, machten sich sofort Suchtrupps auf die Suche nach Überresten. Zunächst ohne Erfolg.

Erst als ein polnisches Team ein größeres Bruchstück des seltenen Aubrite-Meteoriten fand, gelang es, über 20 Teile zu bergen.

Aubrite sehen aus wie grauer Granit, enthalten kaum Eisen und haben eine spezielle Schmelzkruste.

Das Museum für Naturkunde Berlin wird einige der Stücke bald ausstellen.

PSO – Panspermie-Theorie: Wie das Leben durch Asteroiden und Kometen verbreitet wird. Neue Studie untersucht die Auswirkungen.

Das interstellare Objekt “Oumuamua” wurde 2017 entdeckt und gibt Rätsel auf. Eine neue Studie untersuchte nun, ob solche Himmelskörper Leben zwischen den Sternen transportieren und verbreiten könnten.

Die sogenannte Panspermie-Theorie besagt, dass grundlegende Lebensbausteine durch Asteroiden, Kometen und Meteoriten im All übertragen werden. Mathematische Modelle zeigen, dass Millionen erdähnlicher Planeten so besiedelt werden könnten.

scinexx – 300 Meter große Himmelskörper flog an der Erde vorbei

Der potenziell gefährliche Asteroid 2008 OS7 flog mit rund 66.000 km/h in 2,7 Millionen Kilometern Entfernung an der Erde vorbei.

Der bis zu 300 Meter große Himmelskörper wird aufgrund seiner beachtlichen Größe als potenziell gefährlich eingestuft.

Große erdnahe Asteroiden wie dieser werden generell intensiv beobachtet, um im Ernstfall geeignete Abwehrmaßnahmen einleiten zu können.