LPIndie – LHS 1140b: Erstmals Atmosphäre um Super-Erde mit Boden-Teleskop nachgewiesen

LHS 1140b ist der erste bekannte erdähnliche Planet, bei dem eine Atmosphäre sicher nachgewiesen wurde.

Die Super-Erde (5-fache Masse, 1,7-facher Durchmesser) umkreist einen roten Zwerg in der habitablen Zone.

Ein bodengebundenes Teleskop plus KI ermöglichte den Nachweis, indem die Erdatmosphäre rechnerisch entfernt wurde.

Dabei wurde Helium nachgewiesen, das der Planet als Schweif hinter sich herzieht.

Die restliche Atmosphärenzusammensetzung bleibt bisher unbekannt.

scinexx – Atmosphäre um Felsenplanet entdeckt – 48 Lichtjahre entfernt – könnte flüssiges Wasser haben

Zum ersten Mal wurde eine Atmosphäre auf einem felsigen Exoplaneten in der habitablen Zone eines anderen Sterns nachgewiesen.

Der Planet LHS 1140 b, etwa 48 Lichtjahre entfernt, umkreist einen Roten Zwerg und besitzt eine Helium-Atmosphäre.

Auf seiner Oberfläche könnte daher flüssiges Wasser existieren.

Der Schwesterplanet LHS 1140 c zeigte hingegen keine Atmosphäre.

Der Planet ist mehrere Milliarden Jahre alt und hat seine Atmosphäre offenbar über lange Zeit behalten.

Die Forscher wollen nun weitere Messungen durchführen, um die genaue Zusammensetzung zu klären und mögliche Ozeane zu untersuchen.

Bodengebundene Teleskope können also bei der Atmosphärenforschung felsiger Exoplaneten helfen.

heise.de – Trümmer einer Asteroidenkollision könnte Schneeball-Erde vor 800 Mio. Jahren ausgelöst haben

Vor etwa 800 Millionen Jahren kollidierten im Asteroidengürtel Asteroiden miteinander.

Deren Bruchstücke trafen später den Mond.

Auf der Erde und dem Mars sind die Spuren längst verschwunden, doch die Zahl der Einschläge war dort deutlich höher.

Für jeden Mondkrater aus dieser Zeit rechnet man mit rund 20 vergleichbaren Treffern auf der Erde.

Der Höhepunkt dieses Bombardements fällt mit dem Zeitpunkt einer globalen Abkühlung der Erde zusammen.

Ob die vielen Einschläge zur Entstehung der „Schneeball-Erde“ im Cryogenium beigetragen haben, bleibt eine plausible, aber unbewiesene Vermutung.

GreWi – Interstellarer Zucker nachgewiesen

Ein Forschungsteam hat den Zucker Erythrulose in einer Molekülwolke nahe dem galaktischen Zentrum entdeckt – der erste direkte Nachweis eines Zuckers im interstellaren Raum.

Die zwölf identifizierten Spektrallinien wurden mit dem 40-Meter-Teleskop von Yebes und dem IRAM-30-Meter-Teleskop gemessen.

Millionen Tonnen könnten vor 2-4 Milliarden Jahren auch auf die Erde gelangt sein – ein neuer Hinweis auf die kosmischen Ursprünge von Leben.

scinexx – Vorbeiflüge großer Himmelskörper könnten die Massenaussterben der letzten 600 Millionen Jahre erklären

Daniele Fargion von der Universität La Sapienza schlägt eine neue Ursache für die großen Massenaussterben der letzten 600 Millionen Jahre vor: Planeten- oder zwergplanetengroße Objekte aus dem äußeren Sonnensystem.

Bei einem nahen Vorbeiflug erzeugen diese durch ihre Gravitation extreme Gezeitenkräfte, die Tsunamis, langanhaltende Vulkanausbrüche, Meeresregressionen und starke Klimastörungen auslösen können.

Solche Körper, vergleichbar mit Pluto, bewegten sich vermutlich auf sehr elliptischen Bahnen und wurden gelegentlich ins innere Sonnensystem gelenkt.

Ihre Wirkung könnte gleichzeitig mehrere bekannte Begleiterscheinungen erklären – von Meteorschauern bis hin zu globalen Meeresspiegelschwankungen.

Mars Chroniken – Neues Nancy-Grace-Roman-Teleskop mit recycelte Spionagespiegel startet in ein paar Wochen

Das Nancy-Grace-Roman-Teleskop ist acht Monate früher fertig geworden als geplant und hat das Budget eingehalten – eine Seltenheit bei NASA-Großprojekten.

Es erreicht die Bildschärfe von Hubble, besitzt aber ein mindestens hundertmal größeres Sichtfeld.

Dadurch kartiert es den Himmel rund tausendmal schneller.

Roman erzeugt etwa 500 Terabyte Daten pro Jahr. Der 2,4-Meter-Spiegel stammt aus zwei stillgelegten Spionagesatelliten des National Reconnaissance Office.

Die NASA erhielt die Optik praktisch kostenlos und ergänzte sie um das Wide-Field-Instrument sowie einen Coronagraphen zur direkten Beobachtung von Exoplaneten.

Das Teleskop soll ab 30. August 2026 mit einer Falcon Heavy starten und am Lagrange-Punkt L2 arbeiten.

Es wird Dunkle Energie, die großräumige Struktur des Universums und Exoplaneten per Mikrolinseneffekt untersuchen.

Die Gesamtkosten liegen bei rund 4,3 Milliarden Dollar.

LPIndie – James-Webb-Teleskop analysiert Atmosphäre von TRAPPIST-1e auf Hinweise von Leben

Es gibt über 6.300 bestätigte Exoplaneten.

Hochgerechnet auf die Milchstraße heisst das, es gibt Billionen von Planeten.

Einer davon ist TRAPPIST-1e – ein Gesteinsplanet mit möglicher Atmosphäre und flüssigem Wasser.

Er gilt derzeit als einer der interessantesten Kandidaten für außerirdisches Leben.

Das James-Webb-Teleskop kann Atmosphären solcher Planeten analysieren – auf Moleküle wie CO₂, Sauerstoff oder Methan.

Biosignaturen, die nur durch Leben entstehen, wären der Beweis. Noch fehlt er.

Das eigentliche Problem ist ein anderes: Selbst wenn Leben entsteht, muss es lange genug überleben.

Asteroiden, Supervulkane, Klimakollaps – das Fermi-Paradoxon erinnert daran, dass viele Katastrophen eine Zivilisation auslöschen können, bevor sie interstellar wird.

LPIndie – Interstellarer Komet 3I/Atlas: Zeitkapsel aus dem frühen Universum

3I/Atlas ist 10 bis 12 Milliarden Jahre alt.

Er entstand, als das Universum noch jung war – in einer kalten, dichten Molekülwolke, umgeben von massereichen Sternen, die ihn mit UV-Strahlung bestrahlten.

Irgendwann schleuderte ihn ein großer Planet oder ein vorbeiziehender Stern aus seinem Heimatsystem heraus.

Seitdem fliegt er durch die Galaxie – und hat dabei seine ursprüngliche Zusammensetzung fast unverändert bewahrt.

Er ist eine Zeitkapsel aus dem frühen Universum.

GreWi – SETI: Statt nach bestimmten Molekülen zu suchen, werden Muster analysiert

Leben hinterlässt Muster – auch dann noch, wenn die Moleküle selbst verschwunden sind.

Astrobiologen suchen seit Jahrzehnten nach Biosignaturen, d.h. chemischen Spuren, die eindeutig auf Leben hinweisen.

Aber Fabian Klenner und sein Team an der University of California Riverside schauen nicht, *was* vorhanden ist, sondern *wie* es verteilt ist.

Statt nach bestimmten Molekülen zu suchen, werden statistische Muster in der Verteilung von Amino- und Fettsäuren analysiert.

Rund 100 Datensätze wurden ausgewertet – von lebenden Mikroben bis zu fossilisierten Dinosaurier-Eierschalen.

Die Methode könnte bei künftigen Missionen zu Mars, Europa oder Enceladus eingesetzt werden.

GreWi – Ein Zwergplanet im äußeren Sonnensystem hat unerwartet eine Atmosphäre

Ein Zwergplanet im äußeren Sonnensystem hat eine Atmosphäre – obwohl er keine haben sollte.

„2002 XV93″ ist viermal kleiner als Pluto.

Nach gängigen Modellen reicht die Gravitation nicht aus, um Gas festzuhalten.

Trotzdem wurde eine Gashülle nachgewiesen.

Japanische Astronomen beobachteten, wie das Objekt am 10. Januar 2024 vor einem Hintergrundstern vorbeizog.

Das Licht dimmte langsam ab – nicht abrupt.

Das ist das typische Zeichen einer dünnen Atmosphäre.

Die Hülle kann höchstens 1.000 Jahre bestehen, bevor sie ins All entweicht.

Sie muss also jung sein – oder wird laufend erneuert.

Woher das Gas kommt, ist unklar.

Gefrorene Oberfläche als Quelle?

Das James-Webb-Teleskop fand keine Hinweise darauf.

Nebula Mysticum – Phosphor auf Mond Io entdeckt: Ein Lebensbaustein im Jupitersystem

Die Galileo-Sonde flog zwischen 1995 und 2001 mehrfach an Io vorbei.

Die dabei gesammelten Daten konzentrierten sich damals auf Vulkanismus und Schwefelverbindungen – und lagen danach über zwei Jahrzehnte im Archiv.

Jetzt hat ein Forschungsteam des Instituts für Weltraumforschung in Graz die Daten neu ausgewertet.

Ergebnis: Phosphor.

Phosphor gehört zu den Grundbausteinen des Lebens.

Vulkanausbrüche dort schleudern Material weit ins All.

Jupiters Magnetfeld verteilt es weiter.

Europa, Ganymed, Kallisto: Monde mit dicken Eisschichten und wahrscheinlich flüssigen Ozeanen darunter.

Io könnte der Grund sein, warum dort die chemischen Voraussetzungen für Leben vorhanden sind.

Ob das für mikrobielles Leben reicht, ist offen.

Aber Io wäre dann nicht das Ende der Geschichte, sondern ihr Anfang.

GreWi – Curiosity findet so etwas wie ein DNA-Vorläufer auf dem Mars

Der Mars-Rover Curiosity hat mehr als 20 verschiedene organische Moleküle in Gesteinsproben nachgewiesen – darunter eine stickstoffhaltige Verbindung, deren Struktur an Vorläufermoleküle von DNA erinnert.

Ein Fund dieser Art ist auf dem Mars bisher noch nicht gemacht worden.

Die gefundenen Verbindungen könnten bis zu 3,5 Milliarden Jahre alt sein.

Das beweist kein Leben.

Aber es zeigt, dass der Mars komplexe organische Moleküle über geologische Zeiträume hinweg erhalten kann – und damit möglicherweise auch Biosignaturen.

scinexx – Die Venus zeigt, wohin es führt, wenn ein Planet zu wenig Wasser hat.

Ob ein Planet bewohnbar bleibt, hängt nicht nur von seiner Position zur Sonne ab – sondern auch von seinem Wasservorrat.

Neue Modelle der University of Washington zeigen: Planeten mit weniger als 20 bis 50 Prozent des irdischen Ozeanwassers geraten in einen klimatischen Teufelskreis.

Die Venus ist das Beispiel nebenan.

In ihrer Frühgeschichte besaß sie flüssiges Wasser und ein mildes Klima.

Als die Sonne kräftiger wurde, reichte der Wasservorrat nicht mehr aus, um gegenzusteuern.

Das Ergebnis ist heute messbar: 460 Grad Celsius, dichte Schwefelsäurewolken, kein Leben.

Für die Exoplanetenforschung verschiebt das die Suche. Ein Planet in der habitablen Zone ist kein hinreichendes Kriterium mehr.

Entscheidend ist, ob genug Wasser vorhanden ist, damit der Kohlenstoffkreislauf überhaupt funktioniert.

heise.de – Hubble-Spannung: Das Universum expandiert unterschiedlich schnell

Wie schnell dehnt sich das Universum aus?

Diese Frage beschäftigt die Kosmologie seit Jahrzehnten.

Die sogenannte Hubble-Konstante gibt an, mit welcher Geschwindigkeit sich Galaxien von uns entfernen – proportional zu ihrer Entfernung.

Das Problem: Je nachdem, wo man misst, bekommt man unterschiedliche Antworten.

Ein einfacher Messfehler scheidet aber als Erklärung aus.

Was bleibt, ist eine unbequeme Schlussfolgerung: Dem kosmologischen Standardmodell fehlt eine grundlegende Zutat.

Welche das ist, weiß niemand.

Aber die Antwort könnte unser Bild vom Universum grundlegend verändern.

Roland M. Horn – Roland M. Horns neues Buch – Die Wissenschaft ohne Gott stehe auf wackligen Beinen

Roland M. Horn hat ein neues Buch geschrieben.

„Gottes Rückkehr“ erscheint am 1. April 2026 im Omnivers Verlag – 248 Seiten, 30 Bilder.

Die zentrale These: Wissenschaft ohne Gott steht auf unsicheren Grundlagen.

Horn analysiert Evolutionstheorie, Kosmologie und die Entstehung des Universums – nüchtern, nicht als Glaubensbekenntnis.

Seine Schlussfolgerung: Erklärungsmodelle, die einen Schöpfer einbeziehen, sind in vielen Punkten konsistenter als die gängigen wissenschaftlichen Modelle.

GreWi – Zur Zeit kennt man 45 Exoplaneten, die in einer habitablen Zone sind

Von rund 6.100 bekannten Exoplaneten sind nur etwa 220 felsige Gesteinsplaneten – und nur 45 davon liegen in der habitablen Zone ihres Sterns.

Was macht man nun mit dieser Liste?

Sie dient als Empfehlung für Teleskope wie das James Webb Space Telescope oder das geplante Extremely Large Telescope genauer hinzuschauen.

Denn ob ein Planet wirklich lebensfreundlich ist, entscheidet letztlich seine Atmosphäre – und die lässt sich nur durch gezielte Beobachtung klären.

GreWi – Künstliche Intelligenz hat 31 neue Exoplaneten in TESS-Daten entdeckt

Vier Jahre TESS-Daten, 2,2 Millionen beobachtete Sterne – und trotzdem lagen dutzende Exoplaneten unentdeckt im Archiv.

Eine KI namens RAVEN, entwickelt an der University of Warwick, hat das geändert.

31 bislang übersehene Planeten wurden bestätigt, über 1.000 weitere neue Kandidaten identifiziert.

Insgesamt bestätigte das System insg. 118 Planeten und über 2.000 Kandidaten.

Darunter Welten, die ihren Stern schneller umrunden als die Erde die Sonne dreht, und Vertreter der „Neptun-Wüste“ – Planeten, die nach gängigen Modellen dort kaum existieren sollten.

Rund 9 bis 10 Prozent sonnenähnlicher Sterne besitzen mindestens einen solchen nahen Planeten.

heise.de – Momentan wissen wir von 45 Exoplaneten in habitabler Zone

Von rund 6100 bekannten Exoplaneten sind etwa 220 felsige Gesteinsplaneten – und nur 45 davon liegen in der habitablen Zone ihres Sterns.

Zehn gelten als besonders aussichtsreich für direkte Beobachtungen – darunter Trappist-1e, Wolf 1069 b und Proxima b.

Letzterer umkreist den der Sonne nächsten Stern, nur vier Lichtjahre entfernt.

Diese Planeten ziehen vor ihrem Stern vorbei und ermöglichen so die Analyse ihrer Atmosphäre auf Biosignaturen.

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