GreWi – SETI: Statt nach bestimmten Molekülen zu suchen, werden Muster analysiert

Leben hinterlässt Muster – auch dann noch, wenn die Moleküle selbst verschwunden sind.

Astrobiologen suchen seit Jahrzehnten nach Biosignaturen, d.h. chemischen Spuren, die eindeutig auf Leben hinweisen.

Aber Fabian Klenner und sein Team an der University of California Riverside schauen nicht, *was* vorhanden ist, sondern *wie* es verteilt ist.

Statt nach bestimmten Molekülen zu suchen, werden statistische Muster in der Verteilung von Amino- und Fettsäuren analysiert.

Rund 100 Datensätze wurden ausgewertet – von lebenden Mikroben bis zu fossilisierten Dinosaurier-Eierschalen.

Die Methode könnte bei künftigen Missionen zu Mars, Europa oder Enceladus eingesetzt werden.

GreWi – Ein Zwergplanet im äußeren Sonnensystem hat unerwartet eine Atmosphäre

Ein Zwergplanet im äußeren Sonnensystem hat eine Atmosphäre – obwohl er keine haben sollte.

„2002 XV93″ ist viermal kleiner als Pluto.

Nach gängigen Modellen reicht die Gravitation nicht aus, um Gas festzuhalten.

Trotzdem wurde eine Gashülle nachgewiesen.

Japanische Astronomen beobachteten, wie das Objekt am 10. Januar 2024 vor einem Hintergrundstern vorbeizog.

Das Licht dimmte langsam ab – nicht abrupt.

Das ist das typische Zeichen einer dünnen Atmosphäre.

Die Hülle kann höchstens 1.000 Jahre bestehen, bevor sie ins All entweicht.

Sie muss also jung sein – oder wird laufend erneuert.

Woher das Gas kommt, ist unklar.

Gefrorene Oberfläche als Quelle?

Das James-Webb-Teleskop fand keine Hinweise darauf.

Nebula Mysticum – Phosphor auf Mond Io entdeckt: Ein Lebensbaustein im Jupitersystem

Die Galileo-Sonde flog zwischen 1995 und 2001 mehrfach an Io vorbei.

Die dabei gesammelten Daten konzentrierten sich damals auf Vulkanismus und Schwefelverbindungen – und lagen danach über zwei Jahrzehnte im Archiv.

Jetzt hat ein Forschungsteam des Instituts für Weltraumforschung in Graz die Daten neu ausgewertet.

Ergebnis: Phosphor.

Phosphor gehört zu den Grundbausteinen des Lebens.

Vulkanausbrüche dort schleudern Material weit ins All.

Jupiters Magnetfeld verteilt es weiter.

Europa, Ganymed, Kallisto: Monde mit dicken Eisschichten und wahrscheinlich flüssigen Ozeanen darunter.

Io könnte der Grund sein, warum dort die chemischen Voraussetzungen für Leben vorhanden sind.

Ob das für mikrobielles Leben reicht, ist offen.

Aber Io wäre dann nicht das Ende der Geschichte, sondern ihr Anfang.

GreWi – Curiosity findet so etwas wie ein DNA-Vorläufer auf dem Mars

Der Mars-Rover Curiosity hat mehr als 20 verschiedene organische Moleküle in Gesteinsproben nachgewiesen – darunter eine stickstoffhaltige Verbindung, deren Struktur an Vorläufermoleküle von DNA erinnert.

Ein Fund dieser Art ist auf dem Mars bisher noch nicht gemacht worden.

Die gefundenen Verbindungen könnten bis zu 3,5 Milliarden Jahre alt sein.

Das beweist kein Leben.

Aber es zeigt, dass der Mars komplexe organische Moleküle über geologische Zeiträume hinweg erhalten kann – und damit möglicherweise auch Biosignaturen.

scinexx – Die Venus zeigt, wohin es führt, wenn ein Planet zu wenig Wasser hat.

Ob ein Planet bewohnbar bleibt, hängt nicht nur von seiner Position zur Sonne ab – sondern auch von seinem Wasservorrat.

Neue Modelle der University of Washington zeigen: Planeten mit weniger als 20 bis 50 Prozent des irdischen Ozeanwassers geraten in einen klimatischen Teufelskreis.

Die Venus ist das Beispiel nebenan.

In ihrer Frühgeschichte besaß sie flüssiges Wasser und ein mildes Klima.

Als die Sonne kräftiger wurde, reichte der Wasservorrat nicht mehr aus, um gegenzusteuern.

Das Ergebnis ist heute messbar: 460 Grad Celsius, dichte Schwefelsäurewolken, kein Leben.

Für die Exoplanetenforschung verschiebt das die Suche. Ein Planet in der habitablen Zone ist kein hinreichendes Kriterium mehr.

Entscheidend ist, ob genug Wasser vorhanden ist, damit der Kohlenstoffkreislauf überhaupt funktioniert.

heise.de – Hubble-Spannung: Das Universum expandiert unterschiedlich schnell

Wie schnell dehnt sich das Universum aus?

Diese Frage beschäftigt die Kosmologie seit Jahrzehnten.

Die sogenannte Hubble-Konstante gibt an, mit welcher Geschwindigkeit sich Galaxien von uns entfernen – proportional zu ihrer Entfernung.

Das Problem: Je nachdem, wo man misst, bekommt man unterschiedliche Antworten.

Ein einfacher Messfehler scheidet aber als Erklärung aus.

Was bleibt, ist eine unbequeme Schlussfolgerung: Dem kosmologischen Standardmodell fehlt eine grundlegende Zutat.

Welche das ist, weiß niemand.

Aber die Antwort könnte unser Bild vom Universum grundlegend verändern.

Roland M. Horn – Roland M. Horns neues Buch – Die Wissenschaft ohne Gott stehe auf wackligen Beinen

Roland M. Horn hat ein neues Buch geschrieben.

„Gottes Rückkehr“ erscheint am 1. April 2026 im Omnivers Verlag – 248 Seiten, 30 Bilder.

Die zentrale These: Wissenschaft ohne Gott steht auf unsicheren Grundlagen.

Horn analysiert Evolutionstheorie, Kosmologie und die Entstehung des Universums – nüchtern, nicht als Glaubensbekenntnis.

Seine Schlussfolgerung: Erklärungsmodelle, die einen Schöpfer einbeziehen, sind in vielen Punkten konsistenter als die gängigen wissenschaftlichen Modelle.

GreWi – Zur Zeit kennt man 45 Exoplaneten, die in einer habitablen Zone sind

Von rund 6.100 bekannten Exoplaneten sind nur etwa 220 felsige Gesteinsplaneten – und nur 45 davon liegen in der habitablen Zone ihres Sterns.

Was macht man nun mit dieser Liste?

Sie dient als Empfehlung für Teleskope wie das James Webb Space Telescope oder das geplante Extremely Large Telescope genauer hinzuschauen.

Denn ob ein Planet wirklich lebensfreundlich ist, entscheidet letztlich seine Atmosphäre – und die lässt sich nur durch gezielte Beobachtung klären.

GreWi – Künstliche Intelligenz hat 31 neue Exoplaneten in TESS-Daten entdeckt

Vier Jahre TESS-Daten, 2,2 Millionen beobachtete Sterne – und trotzdem lagen dutzende Exoplaneten unentdeckt im Archiv.

Eine KI namens RAVEN, entwickelt an der University of Warwick, hat das geändert.

31 bislang übersehene Planeten wurden bestätigt, über 1.000 weitere neue Kandidaten identifiziert.

Insgesamt bestätigte das System insg. 118 Planeten und über 2.000 Kandidaten.

Darunter Welten, die ihren Stern schneller umrunden als die Erde die Sonne dreht, und Vertreter der „Neptun-Wüste“ – Planeten, die nach gängigen Modellen dort kaum existieren sollten.

Rund 9 bis 10 Prozent sonnenähnlicher Sterne besitzen mindestens einen solchen nahen Planeten.

heise.de – Momentan wissen wir von 45 Exoplaneten in habitabler Zone

Von rund 6100 bekannten Exoplaneten sind etwa 220 felsige Gesteinsplaneten – und nur 45 davon liegen in der habitablen Zone ihres Sterns.

Zehn gelten als besonders aussichtsreich für direkte Beobachtungen – darunter Trappist-1e, Wolf 1069 b und Proxima b.

Letzterer umkreist den der Sonne nächsten Stern, nur vier Lichtjahre entfernt.

Diese Planeten ziehen vor ihrem Stern vorbei und ermöglichen so die Analyse ihrer Atmosphäre auf Biosignaturen.

GreWi – Leben auf Saturnmond bleibt möglich, aber erste Idee wie, schlug fehl.

Titan, der größte Mond des Saturns, gilt als einer der erdähnlichsten Orte im Sonnensystem.

Er besitzt eine dichte Atmosphäre und Seen aus flüssigem Methan – ein bizarrer Wasserkreislauf bei minus 180 Grad Celsius.

Eine populäre Hypothese schlug vor, dass sich dort aus Acrylnitril zellähnliche Membranen bilden könnten.

Computersimulationen hatten das als plausibel erscheinen lassen.

Nun haben Forscher des NASA-Jet Propulsion Laboratory diese Idee erstmals im Labor getestet.

Ergebnis: Unter titanähnlichen Bedingungen bildeten sich keine membranartigen Strukturen.

Leben auf Titan ist damit nicht ausgeschlossen, müsste aber anders funktionieren.

GreWi – Asteroid Ryugu enthält alle Bausteine von DNA und RNA

Die japanische Raumsonde Hayabusa2 brachte 2020 Gesteinsproben vom Asteroiden Ryugu zur Erde.

Neue Analysen zeigen nun: Das Material enthält alle fünf Nukleobasen – Uracil, Adenin, Guanin, Cytosin und Thymin – also sämtliche molekularen Bausteine von DNA und RNA.

Das bedeutet nicht, dass auf Ryugu Leben existierte.

Es zeigt aber, dass primitive Asteroiden biologisch relevante Moleküle haben und über Milliarden Jahre bewahren können.

heise.de – Alle fünf Nukleinbasen der DNA und RNA im Asteroiden Ryugu

Stammen die Bausteine des Lebens aus dem Weltall?

In Gesteinsproben des Asteroiden Ryugu haben Forscher alle fünf Nukleinbasen nachgewiesen – jene Moleküle, aus denen DNA und RNA zusammengesetzt sind.

Ein Team der Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology hat die Proben untersucht, die die Sonde Hayabusa2 vom Asteroiden Ryugu 2020 zur Erde brachte.

ALIEN.DE