Edgar Cayce legte sich hin, schloss die Augen – und diagnostizierte Fremde.
Der amerikanische Hellseher (1877–1945) versetzte sich per Selbsthypnose in Trance und las aus dem sogenannten Akashic Record.
Die Akashic Records seien ein universellen Archiv aller Ereignisse, gespeichert in Schwingungen.
Nach der Selbsthypnose erinnerte er sich an nichts.
Die *New York Times* nannte ihn 1910 den „schlafenden Propheten“.
Ärzte testeten ihn, veröffentlichten Artikel, luden ihn nach Harvard und an die Caltech ein.
Begonnen hatte alles mit einem Stimmverlust.
Im hypnotischen Zustand diagnostizierte Cayce sich kurzerhand selbst.
Kurz darauf half er einem Osteopathen – der wurde ebenfalls gesund.
Die Anfragen häuften sich.
Zu seinen Klienten zählten Nelson Rockefeller, Thomas Edison und Amelia Earharts Ehemann.
Woodrow Wilson ließ ihn heimlich ins Weiße Haus bringen – Cayce sagte dem Völkerbund den Misserfolg voraus.
Es trat ein.
Seine eigenen Readings warnten ihn: Ein Reading täglich, nicht mehr.
1943, nach einem Buch über ihn, kamen die Briefe sackweise.
Er starb 1945 an Schlaganfällen.
