TheMidnightMansion – Enge Gangsysteme in Europa – Aus dem Mittelalter, von prähistorischen Kultur oder Aliens?

Das Video beschäftigt sich mit künstlichen unterirdischen Gangsystemen, sogenannten Erdställen, deren ursprüngliche Funktion bis heute nicht geklärt ist.

Der Benediktinermönch Lambert Karner untersuchte ab 1879 hunderte solcher Anlagen und prägte damit die frühe Erdstallforschung.

In Europa sind tausende Erdställe bekannt, viele davon sind extrem eng, besitzen nur einen Zugang und enthalten kaum Funde.

Die etablierte Forschung datiert die meisten Anlagen in das Mittelalter, vor allem in die Zeit zwischen etwa 1000 und 1300.

Das belegt jedoch zunächst nur, wann sie genutzt wurden, nicht zwingend, wann sie gebaut wurden.

Dr. Heinrich Kusch hält deshalb auch eine deutlich ältere Entstehung für möglich.

In der Steiermark sollen er und sein Team mehr als 800 unterirdische Anlagen sowie zahlreiche Steinsetzungen und Trockenmauern dokumentiert haben.

Mit der TCN-Methode seien für einzelne Steinoberflächen und Abdeckplatten Alter von 10.000 bis über 20.000 Jahren ermittelt worden.

In der großen Zwölf-Apostel-Zeche bei Klosterneuburg sollen sich mittelalterliche, römische und noch ältere Baustrukturen überlagern.

Unter einem römischen Hypokaustum wurden laut Video ein Holzbalken und Holzkohle gefunden, die auf ein Alter von etwa 50.000 Jahren oder mehr hindeuten sollen.

Der Videoersteller hält Verbindungen zu alten Katastrophenmythen und modernen UFO-Berichten für denkbar, betont aber, dass diese Schlussfolgerungen spekulativ sind.

Einschätzung der KI

Die Erdställe sind reale archäologische Anlagen, ihre ursprüngliche Funktion ist jedoch nicht für jede Anlage geklärt.

Ich stimme der methodischen Kritik zu, dass ein Fund aus dem Mittelalter nicht automatisch beweist, dass ein Erdstall auch im Mittelalter gebaut wurde.

Umgekehrt datiert ein sehr altes Holzstück oder ein Stein nicht automatisch die gesamte Anlage.

C14-Datierungen im Bereich von 50.000 Jahren liegen nahe an der praktischen Grenze der Methode und müssen unabhängig geprüft werden.

Die TCN-Methode datiert zudem in erster Linie die Zeit, in der eine Gesteinsoberfläche der kosmischen Strahlung ausgesetzt war, nicht zwingend den Bau eines Tunnels.

Die Deutung von Steinplatten und Figuren als Fluggeräte oder Außerirdische bleibt ohne eindeutige Datierung und Vergleichsfunde subjektiv.

Ich widerspreche jedoch dem Eindruck, dass die bisher genannten Funde bereits stark für eine prähistorische Hochkultur oder ein nichtmenschliches Transportsystem sprechen.

Nach dem derzeit vorliegenden Material gibt es keinen belastbaren Nachweis für außerirdische Erbauer, eine 50.000 Jahre alte Hochtechnologie oder ein unterirdisches Energienetz.

ALIEN.DE