Wladislaw Raab – Das Hausinger Licht: Lichtkugeln, Orbs, Irrlichter in Bayern

Lichtkugeln sind kein modernes Phänomen.

Sie füllen seit Jahrhunderten Sagenbücher.

Im Bayerischen Wald hat Pfarrer Franz Leeb ab 1880 das sogenannte Hausinger Licht beschrieben – ein faustgroßer Gasball von bedeutender Helle, der abends erschien, Richtung wechselte und auf Beobachter reagierte.

Leeb beschrieb seine erste Begegnung 1881: Das Licht hing hoch oben in der Gegend des Friedhofs und bewegte sich mit ziemlicher Raschheit vorwärts.

Als er es innerlich aufforderte, näherzukommen, kam es.

Das Phänomen erschien bevorzugt zwischen Allerseelen und Lichtmess – dem Zeitraum, der auch die Rauhnächte umfasst.

Kurios: Nicht jeder Zeuge sah es.

Zwei Wanderer, ein Weg – nur einer nahm die Erscheinung wahr.

Die Arbeitsgruppe „Bayern leuchtet“ hat die Berichte kartiert.

Ergebnis: Lichter häufen sich entlang alter Verkehrswege – historisch wie heute.

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