„Kein Entkommen“ – Ein Soldat sei nachts wiederholt von einer unsichtbaren oder nicht identifizierbaren Gestalt bedrängt und aus seiner Hängematte gezogen worden. Seine Kameraden hätten ihn festhalten müssen.
Es klingt wie der Stoff für einen Horrorfilm: Eine Militärpatrouille irgendwo im tiefen kolumbianischen Dschungel. Nachts hören die Männer das Lachen einer Frau aus dem Wald – doch niemand ist da. Ihre Unterkünfte werden von etwas erschüttert, das sie nicht sehen können. Und dann der Höhepunkt: Ein Soldat wird an den Beinen gepackt und ins Unterholz gezogen. Seine Kameraden können ihn gerade noch festhalten.
So schildern es zumindest Berichte, die derzeit in Umlauf sind. Ein Sergeant namens Héctor Bernal soll von einem Soldaten erzählen, der acht Nächte lang regelrecht terrorisiert wurde – von einer „Hexe“, wie die Soldaten das nennen, was sie nicht einordnen können. Der Mann habe kaum geschlafen, sei völlig erschöpft gewesen, habe geschrien und wie ein Hund geheult. Zeitweise habe er wie gelähmt gewirkt.
Was wir wissen – und was nicht
Klingt beunruhigend? Keine Frage. Aber hier kommt der entscheidende Punkt: Die Artikel, auf die sich diese Geschichte stützt, liefern weder einen genauen Ort noch klar identifizierte Beteiligte oder eine nachvollziehbare Untersuchung. Wir haben es also mit Berichten über Berichte zu tun – nicht mit überprüfbaren Fakten.
Das gilt auch für die vielen viralen Himmelsvideos, die in diesem Zusammenhang immer wieder auftauchen: leuchtende Kugeln über Wohngebieten, rote Lichter über Los Angeles, ein grüner Ring über Kanada. Manche wirken spektakulär, andere auffällig künstlich. Der Videoersteller selbst räumt ein: Bei einigen Aufnahmen darf man durchaus Zweifel haben. Ob Drohnen, Flugzeuge, Kamerafehler oder KI-generiertes Material – eine eindeutige Bestimmung lässt kaum ein Clip zu.
Was bleibt?
Der Maik selbst bringt es auf den Punkt: Er glaubt nicht an Hexen, an außerirdische Jäger auch nicht. Was also war es? Die ehrliche Antwort lautet: Wir wissen es nicht.
