Enrico Fermi stellte die Frage 1950 beim Mittagessen.
Nicht in einem Vortrag. Nicht in einem Paper.
Einfach so, zwischen zwei Bissen: „Wo sind alle?“
Das Universum ist alt genug, dass Zivilisationen die Milchstraße längst hätten besiedeln können.
Stattdessen: nichts. Kein Signal. Keine Spur.
Das ist das Fermi-Paradoxon.
Drei Hypothesen versuchen es zu erklären.
Erste: die Zoo-Hypothese. Wir werden beobachtet – aber nicht kontaktiert. Wie Tiere hinter Glas. Solange wir keine Gefahr sind, bleibt der Käfig zu.
Zweite: der Dunkle Wald. Jede Zivilisation, die sich zeigt, stirbt. Die kluge Strategie ist Schweigen. Wir dagegen senden seit Jahrzehnten Signale in alle Richtungen – Radiosignale, Satellitendaten, codierte Botschaften an Sternbilder. Wer auch immer zuhört, weiß jetzt, wo wir sind.
Dritte: der Große Filter. Ein Ereignis, das jede aufsteigende Zivilisation zerstört. Atomkrieg, KI, Planetenzerstörung. Entweder haben wir ihn überstanden. Oder er kommt noch.
