Das altägyptische Labyrinth von Hawara bleibt eines der rätselhaftesten Bauwerke der Antike – und eines der am strengsten kontrollierten.
2008 bestätigten Archäologen mit Ground-Penetrating-Radar seine gigantische Struktur: ein Komplex mit unterirdischen Kammern, der bereits von Herodot als „größer als die Pyramiden“ beschrieben wurde.
Doch kurz nach der Veröffentlichung ihrer Ergebnisse wurden sie gezwungen, alle Forschungspapiere und sogar ihre Website zurückzuziehen.
Hintergrund ist eine Klausel in ägyptischen Grabungsverträgen: Jede Veröffentlichung muss mit den Behörden abgestimmt werden.
Die Archäologen warteten zwei Jahre, doch als sie ihre Funde präsentierten, stufte die Regierung sie als „Gefahr für die nationale Sicherheit“ ein. Drohungen folgten – inklusive Haft, Einreiseverbot und internationaler Verfolgung. Einzig ein Vortrag in Gent entging der Zensur.
Warum fürchtet Ägypten die Enthüllung eines 4000 Jahre alten Bauwerks?
