Es gibt in den Geschichten der Indianer mehrere Berichte über hunde- oder wolfsähnliche Gestalten, die sich teils menschenähnlich verhalten oder verwandeln sollen.
Metzger findet die meisten Geschichten nicht besonders spektakulär, den Bericht der beiden Navajo-Studentinnen bei ihrer Großmutter aber besonders eindrucksvoll.
Zwei junge Navajo-Frauen, die zum Studium fortgezogen waren, besuchten die Großmutter einer von ihnen im Reservat. Sie hätten das Leben und die Traditionen der Navajo vermisst.
In den ersten Tagen hätten sie in der Ferne wiederholt einen schwarzen Hund auf den Hügeln gesehen. Er sei allein gewesen und habe das Haus umrundet, ohne sich ihm zunächst zu nähern.
Eines Abends hätten sie im Haus sich eine DVD angesehen.
Als eine der Frauen die DVD zurück ins Regal stellen wollte, habe sie den schwarzen Hund draußen auf einer Kiste vor dem großen Fenster stehen sehen. Er habe in die Wohnung gestarrt und rote Augen gehabt.
Der Hund sei dann von der Kiste gesprungen und verschwunden. Kurz darauf habe es hinter den Frauen am Fenster geklopft.
Draußen habe eine Gestalt gestanden, die menschlich gewirkt, aber noch hundeartige Merkmale gehabt habe: schwarze Fellreste im Gesicht, rote Augen und Reißzähne.
Die Gestalt habe geknurrt und gegrinst. Die Frauen hätten geschrien.
Die Großmutter sei aus der Küche gekommen und habe das Gesicht nach Aussage der Erzählerin noch kurz gesehen.
Die Großmutter habe den Frauen erklärt, sie müssten sofort abreisen: Der Skinwalker habe sie ausgewählt.
Sie habe sie zum Packen aufgefordert. Innerhalb weniger Minuten seien acht bewaffnete Navajo eingetroffen und hätten das Haus bewacht.
