Nebula Mysticum – SETI: Bakterien in Wolken haben detektierbare Lichtspektren

Wolken gelten in der Astronomie als Problem: Sie verdecken Oberflächen und erschweren die Analyse ferner Planeten.

Eine neue Forschungsrichtung dreht das um.

Ein Team der Cornell University hat kartiert, welche Farbsignaturen Mikroorganismen in irdischen Wolken erzeugen.

Bakterien und mikroskopische Algen überleben in großen Höhen unter intensiver Strahlung – geschützt durch Pigmente, die Licht in charakteristischen Wellenlängen absorbieren und reflektieren.

Dieser spektrale Fingerabdruck ist messbar, auch aus großer Entfernung.

Das Modell wurde auf Exoplaneten übertragen: Wolken mit mikrobiellem Leben zeigen in spektralen Analysen andere Muster als rein physikalische Wolken.

Bisherige Methoden suchten vor allem nach Biosignatur-Gasen wie Sauerstoff oder Methan – die jedoch auch ohne Biologie entstehen können.

Die Wolkenpigment-Analyse eröffnet eine zusätzliche, unabhängige Suchmethode.

Teleskope der nächsten Generation wären empfindlich genug, um sie einzusetzen.

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