An den Küsten der Salish Sea wurden über mehrere Jahre hinweg mehr als 20 menschliche Füße gefunden – meist noch in Turnschuhen oder Stiefeln.
Der erste häufig genannte Fall ereignete sich am 20. August 2007, als ein Mädchen einen rechten Fuß in einem Adidas-Schuh entdeckte.
DNA-Untersuchungen konnten viele Funde vermissten Personen zuordnen.
Als Todesursachen wurden unter anderem Ertrinken, Unfälle und Suizide bekannt.
Die Füße waren nach den forensischen Untersuchungen nicht gewaltsam abgetrennt worden.
Sie lösten sich wahrscheinlich während der Verwesung vom restlichen Körper.
Schuhe mit Schaumstoff oder Luftpolstern können dabei für Auftrieb sorgen.
Kaltes Wasser verlangsamt die Zersetzung, während Wind, Wellen und Strömungen die Füße in die Buchten und an die Inselstrände der Region treiben.
Dass vor allem Füße und kaum Hände gefunden werden, könnte ebenfalls am Schuh liegen: Hände besitzen keinen vergleichbaren Schwimmkörper.
Lars A. Fischinger hält die Fälle deshalb für gruselig, aber wahrscheinlich natürlich erklärbar.
Die in Medien diskutierten Theorien über Täter, Mafia, paranormale Kräfte oder Aliens sieht er nicht durch Belege gestützt.
