Die Neandertaler überlebten zunächst das Beinahe-Unmögliche.
Vor rund 65.000 Jahren dezimierte ein Klimaeinbruch ihre Population so stark, dass nur eine einzige Gruppe überlebte.
Sie zog sich in ein Refugium im heutigen Südwestfrankreich zurück.
In der Genetik nennt man so ein Ereignis einen Flaschenhals: Die gesamte spätere Population geht auf diese eine kleine Restgruppe zurück.
Die Neandertaler erholten sich und besiedelten Europa erneut.
Doch ihre genetische Vielfalt blieb gering.
Vor etwa 45.000 Jahren begann ein zweiter Einbruch – diesmal ohne Erholung.
Ob der Homo sapiens dabei eine Rolle spielte, lässt sich aus den mitochondrialen Daten nicht ablesen.
