Menschen mit Hyperthymesie verfügen über ein außergewöhnlich detailliertes autobiografisches Gedächtnis.
Sie erinnern sich unwillkürlich an nahezu jeden Tag ihres Lebens, oft verbunden mit sensorischen Eindrücken wie Gerüchen oder Temperaturen.
Bekannte Fälle wie „AJ“ oder „TL“ beschreiben ihre Erinnerungen als nicht abzuschaltenden Film, der oft als belastend empfunden wird.
Wissenschaftler kennen bisher rund 100 Fälle.
Neurobiologische Studien zeigen keine strukturellen Gehirnunterschiede.
Ein defekter Vergessens-Mechanismus – möglicherweise genetisch bedingt durch das Musashi-Gen – könnte die Ursache sein.
Die Forschung erhofft sich daraus Ansätze für die Behandlung von Demenz oder PTSD.
