Lars A. Fischinger – Göbekli Tepe: Neue Gebäude könnten zu einer dauerhaften Siedlung gehören

Göbekli Tepe war möglicherweise mehr als ein saisonales Heiligtum: Archäologen haben rechteckige Wohngebäude aus 8000 v.Chr. nördlich der bekannten Steinkreise entdeckt.

Möglicherweise waren es Wohnhäuser, Vorratsräume oder Bereiche für handwerkliche und alltägliche Tätigkeiten.

Boden- und Sedimentproben sollen nun klären, ob sich dort Feuerstellen, Nahrungsreste, Werkzeuge oder andere Spuren dauerhafter Nutzung erhalten haben.

Bestätigen sich diese Hinweise, wäre Göbekli Tepe nicht nur eine zeitweise besuchte Kultstätte gewesen.

Menschen könnten dauerhaft oder zumindest über längere Zeit in unmittelbarer Nähe der Monumente gelebt haben.

Fischinger vermutet, dass die Wohngebäude kreisförmig um die religiösen Anlagen angeordnet waren – ähnlich wie Häuser um eine zentrale Kirche.

Seiner Ansicht nach lässt sich die Vorstellung einer völlig isolierten Kultstätte kaum noch aufrechterhalten, auch wenn der endgültige Beweis noch fehlt.

Mit Karahan Tepe und weiteren Anlagen ist außerdem erst ein kleiner Teil der Region erforscht.

Nach Fischingers Einschätzung könnten bislang nur drei bis fünf Prozent der archäologischen Befunde ausgegraben worden sein, sodass die Untersuchungen noch Jahrzehnte dauern dürften.

ALIEN.DE