scinexx – Die Venus zeigt, wohin es führt, wenn ein Planet zu wenig Wasser hat.

Ob ein Planet bewohnbar bleibt, hängt nicht nur von seiner Position zur Sonne ab – sondern auch von seinem Wasservorrat.

Neue Modelle der University of Washington zeigen: Planeten mit weniger als 20 bis 50 Prozent des irdischen Ozeanwassers geraten in einen klimatischen Teufelskreis.

Die Venus ist das Beispiel nebenan.

In ihrer Frühgeschichte besaß sie flüssiges Wasser und ein mildes Klima.

Als die Sonne kräftiger wurde, reichte der Wasservorrat nicht mehr aus, um gegenzusteuern.

Das Ergebnis ist heute messbar: 460 Grad Celsius, dichte Schwefelsäurewolken, kein Leben.

Für die Exoplanetenforschung verschiebt das die Suche. Ein Planet in der habitablen Zone ist kein hinreichendes Kriterium mehr.

Entscheidend ist, ob genug Wasser vorhanden ist, damit der Kohlenstoffkreislauf überhaupt funktioniert.

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