Das Luzie-Licht in Niederösterreich bewegte sich langsam über Dächer, wechselte die Form – Kranz, Totenkopf – und war nur für manche Menschen sichtbar.
Ein Bauer, der es einmal sah, verlor kurz das Bewusstsein. Er sah es nie wieder.
An der Ortsgrenze zwischen Dorfen und Höhenrain in Oberbayern beobachteten viele Leute nachts dasselbe: ein helles Licht ohne erkennbare Ursache.
Eine Lehrerin ging der Sache nach.
Mitternacht, klare Nacht.
Das Licht war da – schwebend, frei in der Luft.
Sie sah genug. Dann lief sie weg.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Licht nicht mehr gesehen.
