Das äthiopische Henochbuch beschreibt im „Buch der Wächter“, wie Engel auf die Erde herabstiegen, mit Menschen Riesen zeugten und verbotenes Wissen weitergaben.
Weitere Abschnitte behandeln apokalyptische Visionen, astronomische Ordnungen, eine symbolische Tierapokalypse und ethische Mahnungen.
Es entstand zwischen dem 3. und 1. Jahrhundert v. Chr. und wurde dem biblischen Henoch zugeschrieben.
Aramäische Fragmente aus Qumran belegen seine Verbreitung zur Zeit Jesu.
Es wurde aber nicht in den biblischen Kanon aufgenommen.
Ein aktueller Daily-Mail-Artikel nutzt Passagen über ein 10.000 Jahre dauerndes Gefängnis, um die Theorie zu stützen, gefallene Engel lägen unter dem antarktischen Eis.
Henoch beschreibt himmlische Wesen, die das Gebot des Herrn übertreten haben.
Diese himmlische Wesen wurden gefesselt und sollten für 10.000 Jahre bis zum göttlichen Gerichtstermin im Gefängnis bleiben.
Das Gefängnis wurde versiegelt.
Anhänger der Theorie vermuten das Gefängnis in der Ostantarktis.
Bibelwissenschaftler interpretieren diese Stellen in der Regel als übernatürliche, nicht als irdische Örtlichkeiten.
Nur die äthiopisch-orthodoxe Kirche bewahrt es als kanonisch.
Die übrigen christlichen und jüdischen Traditionen lehnten es vor allem wegen der körperlichen Engel-Menschen-Vermischung ab.
