Italienische Forschungen stellen das offizielle Alter der Großen Pyramide von Gizeh radikal in Frage.
Alberto Donini datierte das Bauwerk mit einer neuartigen Erosionsanalyse auf durchschnittlich 24.941 Jahre vor heute, bzw. bis zu max 54.000 Jahre vor heute.
Die „Relative Erosion Measurement“ (REM) vergleicht den Abrieb an unterschiedlich lang der Witterung ausgesetzten Steinoberflächen.
Die ermittelten Werte streuen erheblich, was auf natürliche Gesteinsvariationen und wechselnde Klimabedingungen zurückgeführt wird.
Daher sieht Donini die Zahlen als Hinweis auf die Größenordnung, nicht als präzises Datum.
Sollte sich das hohe Alter bestätigen, würde dies bedeuten, dass eine bislang unbekannte Hochkultur die Pyramiden schuf.
Die altägyptischen Pharaonen hätten sie später lediglich genutzt und umgestaltet.
Donini wandte REM insbesondere bei der Cheops-Pyramide an.
Die ursprüngliche weiße, polierte Kalksteinverkleidung (die die Pyramiden strahlend weiß und mit goldener Capstone wirken ließ) fiel teilweise nach einem Erdbeben im Jahr 130 n. Chr. ab.
Im folgenden Jahrhundert wurden andere Kalksteinverkleidung abgerissen und für Bauten in Kairo wiederverwendet wurde.
Dadurch sind Kernblöcke seit dieser Zeit der Witterung ausgesetzt.
Am Fuß der Cheops-Pyramide sind Teile des ursprünglichen Pflasters erhalten.
