LPIndie – Das Fermi-Paradoxon: Haben andere Wesen es geschafft sich selbst nicht auszulöschen?

Das Fermi-Paradoxon fragt, warum wir trotz eines riesigen, alten Universums keine Spuren außerirdischer Zivilisationen finden.

Eine naheliegende Erklärung lautet, dass sich intelligente Spezies selbst auslöschen, bevor sie interstellar werden können.

Jede technologische Zivilisation durchläuft ein universelles Muster:

1) Sie entdeckt Werkzeuge,

2) entwickelt sie zu immer effizienteren Waffen und

3) steht schließlich vor der Wahl zwischen globaler Kooperation oder Selbstvernichtung.

Die menschliche Psyche – geprägt von evolutionären Instinkten wie Angst und Machtstreben – erschwert den friedlichen Weg.

Die Menschheit befindet sich aktuell genau an dieser kritischen Schwelle.

Externe Gefahren wie Asteroiden sind dabei zweitrangig.

Ob wir den sogenannten „Great Filter“ überwinden, hängt davon ab, ob globale Einigung gelingt.

Das Paradoxon ist somit weniger eine Frage nach Aliens, sondern eine Warnung an uns selbst.

GreWi – Keine Technosignale auf dem vielversprechenden Exoplaneten K2-18b

Der Exoplanet K2-18b, etwa 124 Lichtjahre entfernt, gehörte zu den vielversprechendsten Kandidaten für potenziell lebensfreundliche Welten.

Beobachtungen mit dem James Webb Space Telescope zeigten eine Atmosphäre reich an Kohlendioxid und Methan.

SETI-Astronomen suchten gezielt nach Radiosignalen.

Es wurden keine Hinweise auf künstliche Radioemissionen gefunden.

GreWi – Astronomin Dr. Beatriz Villarroel verteidigt ihre Prä-Sputnik Technosignaturen

Die Suche nach Technosignaturen – künstlichen Spuren im All – führt zu einer grundlegenden methodischen Debatte.

Auslöser sind Forschungen zu temporären Lichtpunkten auf astronomischen Fotoplatten aus den 1950er Jahren.

Die Entdeckerin, Dr. Beatriz Villarroel, und ihre Mitautoren sehen in den statistischen Eigenschaften der Funde Hinweise auf frühere Raumfahrt.

Eine scharfe Kritik von anderen Wissenschaftlern wirft der Studie jedoch methodische Schwächen vor und erklärt die Befunde für nicht aussagekräftig.

Dr. Beatriz Villarroel glaubt aber weiterhin an die Gültigkeit ihres statistischen Ansatzes.

In vielen Wissenschaftsdisziplinen, von der Teilchenphysik bis zur Epidemiologie, werden Schlüsse der Statistik gezogen, ohne jede einzelne Komponente zu verifizieren.

Schlüsse sind aus großen Datensätzen möglich, ohne jedes einzelne Ereignis zu erklären.

Die eigentliche Frage sei, ob die verwendeten Filter das „Rauschen“ von Artefakten genügend reduzieren konnten, um ein mögliches „Signal“ sichtbar zu machen.

Die Kontroverse ist noch nicht beendet.

GreWi – SETI Studie: Aliens in der Milchstraße seien sehr selten oder sehr weit entfernt

Die Studie legt nahe, dass technologische Zivilisationen in der Milchstraße sehr selten, sehr weit entfernt oder nur über extrem lange Zeiträume aktiv sind.

Für die SETI-Forschung bedeutet dies, dass langfristige und systematische Himmelsdurchmusterungen notwendig sind, verbunden mit einer realistischen Erwartungshaltung.

Die kosmische Stille könnte somit weniger auf Abwesenheit, sondern auf gewaltige Distanzen und statistische Seltenheit hindeuten.

GreWi – SETI sollte nach Verbrennungsabgasen von Kohle suchen

Astronomen könnten künftig in der Atmosphäre ferner Planeten nach Spuren der Kohleverbrennung suchen.

Statt direkt nach Funksignalen zu suchen, sollte man nach Abgases suchen.

Die These: Zu Hochtechnologie kommt man zuerst nur über die Verbrennung fossile Brennstoffe.

Auf der Erde ermöglichte die leicht abbaubare Kohle die Stahlproduktion, was wiederum die Erschließung tieferer Energiequellen wie Öl und Gas erst möglich machte.

Natürliche Prozesse können eine dauerhaft erhöhte Mischung aus Treibhausgasen, Schwefelverbindungen und Feinstaub wie Ruß nur schwer erklären.

heise.de – Nach 21 Jahren Suche nach Aliens keine konkreten Signale gefunden

Nach 21 Jahren Laufzeit hat das SETI@home-Projekt der University of California in Berkeley seine Bilanz vorgelegt.

Von 1999 bis 2020 nutzten Millionen Freiwillige weltweit die Leerlaufzeiten ihrer Computer, um Radiodaten des Arecibo-Teleskops nach Technosignaturen außerirdischer Zivilisationen zu durchsuchen.

Die beteiligten Rechner identifizierten 12 Milliarden auffällige Signale.

Ab 2016 half der Supercomputer des Max-Planck-Instituts elektromagnetische Störungen herauszufiltern.

So blieben schließlich 100 vielversprechende Kandidaten übrig, die nun mit dem chinesischen FAST-Radioteleskop – dem größten der Welt – gezielt überprüft werden.

GreWi – SETI@home: 100 vielversprechende Signale werden überprüft

Aus rund 12 Milliarden auffälligen Radiosignalen blieben nach intensiver Filterung etwa 100 vielversprechende Kandidaten übrig.

Diese werden seit Mitte 2025 mit dem leistungsstarken chinesischen FAST-Radioteleskop gezielt nachbeobachtet, um natürliche oder irdische Störquellen auszuschließen.

Die Projektverantwortlichen dämpfen jedoch die Erwartungen: Ein eindeutiger Hinweis auf eine außerirdische Zivilisation wird nicht erwartet.

GreWi – Enceladus: Saturnmond hat global Wärmesystem im Ozean

Der Saturnmond Enceladus besitzt ein stabiles inneres Wärmesystem, wie neue Forschungsergebnisse zeigen.

Erstmals wurden am Nordpol Wärmeströme gemessen, die zeigen, dass die geothermische Aktivität global ist und nicht nur auf den Südpol beschränkt.

Die Eisdicke beträgt 20–23 Kilometer am Nordpol und 25–28 Kilometer global.

Enceladus ist eines der aussichtsreichsten Ziele für die Suche nach außerirdischem Leben.

GreWi – Neue Strategie in SETI-Forschung: Suche nach Von-Neumann-Sonden im Sonnensystem

Eine neue Studie des Ingenieurs und Astrobiologen Alex Ellery von der Carleton University schlägt vor, die SETI-Forschung um die gezielte Suche nach außerirdischen Von-Neumann-Sonden im Sonnensystem zu erweitern.

Diese selbstreplizierenden Raumsonden könnten bereits Spuren industrieller Aktivität hinterlassen haben.

Laut der Studie wären Asteroiden und besonders der Mond logische Ziele für Ressourcenabbau.

Lars A. Fischinger – SETI sollte nach KI-Zivilisationen im All suchen

Michael Garrett fordert eine Anpassung der klassischen Drake-Gleichung.

Sein Ansatz: Außerirdische Zivilisationen entwickeln KI, die biologisches Leben ablöst und Radiosignale binnen Jahrzehnten obsolet macht.

Das „große Schweigen“ im All könnte dadurch erklärt werden, dass hochentwickelte Zivilisationen nur kurz erkennbare Technosignaturen aussenden.

Stattdessen nutzen sie Kommunikations-Methoden, die mit heutiger SETI-Technologie nicht erfassbar sind.

Garrett schlägt vor nach Abwärme von Megastrukturen zu suchen.

GreWi – Entscheidung naht: Ist 3I/Atlas ein Komet oder ein Alien-Raumschiff?

Der Harvard-Astronom Prof. Avi Loeb schätzt die Wahrscheinlichkeit für einen nicht-natürlichen Ursprung auf 30–40 Prozent.

Am 29. Oktober erreicht 3I/Atlas seinen sonnennächsten Punkt.

Während natürliche Kometen hier maximale Aktivität zeigen, ist das Objekt von der Erde aus hinter der Sonne verborgen.

Loeb vermutet, dass ein künstliches Objekt diese Position für ein Oberth-Manöver nutzen könnte – eine Kursänderung mithilfe der Sonnengravitation.

Ein solches Manöver würde sich durch unerwartete Bahnabweichungen verraten und einen natürlichen Kometen ausschließen.

Die entscheidende Frage wird sein, ob 3I/Atlas sein erwartetes Flugverhalten beibehält oder ungewöhnliche Manöver zeigt.

Lars A. Fischinger – Neue SETI-Regeln: Keine Antwort auf Aliens ohne UN-Einigung

Die Internationale Astronautik-Akademie hat ihre SETI-Protokolle für den Fall einer außerirdischen Kontaktaufnahme aktualisiert.

Neu ist ein striktes Kommunikationsverbot: Bei einem bestätigten Signal darf keine Antwort erfolgen, bis die Vereinten Nationen eine globale Reaktion abgestimmt haben.

Konkret sieht das Protokoll vor: Bei bestätigten Technosignaturen müssen Entdecker dies umgehend der Öffentlichkeit, Wissenschaftsgemeinschaft und UN mitteilen.

Alle Daten werden öffentlich zugänglich gemacht und an mehreren Standorten gesichert.

Antworten sind erst nach internationaler Abstimmung erlaubt.

GreWi – Neue SETI-Richtlinien: Keine Antwort an Außerirdische ohne UN-Abstimmung!

Die Internationale Astronautik-Akademie (IAA) hat ihr SETI-Protokoll für den Fall einer außerirdischen Kontaktaufnahme grundlegend überarbeitet.

Als zentrale Neuerung gilt ein Kommunikationsverbot: Bei einem bestätigten Signal darf keine Antwort erfolgen, bis die Vereinten Nationen eine globale Reaktion abgestimmt haben.

Dies soll verhindern, dass Einzelpersonen oder Nationen eigenmächtig die gesamte Menschheit repräsentieren.

GreWi – Außerirdische Zivilisationen könnten für uns nur wenige Jahrzehnte lang nachweisbar sein

Grund ist die technologische Beschleunigung, insbesondere durch Künstliche Intelligenz (KI).

Sobald eine Zivilisation eine artifizielle Superintelligenz (ASI) entwickelt, könnte sie zu Kommunikationsformen wie Neutrinos übergehen, die für uns unsichtbar sind.

Dies würde das „Große Schweigen“ erklären: Selbst bei Millionen Zivilisationen in der Galaxie ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass zwei sich in derselben kurzen Detektionsphase befinden.

Das Universum könnte voller Aktivität sein, die wir schlicht nicht mehr wahrnehmen können.

heise.de – Fermi-Paradox: KI könnte einen schnellen Untergang außerirdischer Zivilisationen erklären

Das Fermi-Paradoxon findet eine neue Erklärung: KI-gesteuerte Zivilisationen könnten schon nach Jahrzehnten unsichtbar werden.

Künstliche Intelligenz beschleunige technologische Sprünge so rapide, dass die Phase nachweisbarer Radiosignale extrem kurz ausfällt.

Astronom Michael Garrett plädiert für eine erweiterte Suche nach anhaltenden Intelligenzspuren – etwa ungewöhnliche Abwärme oder multispektrale Anomalien.

Diese Theorie ist weniger düster als Annahmen einer zwangsläufigen Selbstzerstörung durch Super-KI.

GreWi – Enceladus: Leben im Ozean des Saturnmondes ist nicht unmöglich

Fast zwei Jahrzehnte nach der Cassini-Mission haben Forscher der Freien Universität Berlin in alten Daten neue Hinweise auf außerirdisches Leben entdeckt.

Bei der Analyse von Eispartikeln aus den Fontänen des Saturnmondes Enceladus fanden sie komplexe organische Moleküle.

Diese „frischen“ Proben wurden 2008 direkt beim Austritt aus dem Eismeer gesammelt.

Die Moleküle ähneln irdischen Bausteinen des Lebens.

Die ESA plant bereits eine Folgemission mit Landung am Südpol.

PSO – Gewagte Hypothese: Könnte der Komet 3I/ATLAS für das Wow!-Signal verantwortlich sein?

Das legendäre Wow!-Signal von 1977 könnte vom interstellaren Kometen 3I/ATLAS ausgesendet worden sein.

Die Position des Signals stimmt mit der damaligen Kometenposition überein.

Aktuell nähert sich der überraschend massereiche Komet (>5 km Durchmesser) dem Mars, wo ihn mehrere Sonden beobachten werden.

Avi Loebs Gedankenspiel motiviert dazu, den Kometen gezielt nach künstlichen Signalen zu untersuchen.

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