Lars A. Fischinger – Besiedelungshinweise in Südchile ist nur 8.200 Jahre alt, nicht 14.500 Jahre

Wann kamen die ersten Menschen nach Amerika?

Diese Frage beschäftigt die Forschung seit Jahrzehnten – und eine neue Studie dreht die Debatte erneut.

Die Fundstätte Monte Verde II in Südchile galt als Beweis, dass Menschen Amerika früher besiedelt hatten als die klassische Theorie erlaubt.

Datierungen aus den 1970er Jahren ergaben 14.500 Jahre – älter als die frühesten gesicherten Nordamerika-Funde.

Das Problem: Wer von Norden nach Süden wandert, kann im Süden nicht früher ankommen.

Todd Surovell und sein Team haben die Fundstätte nun neu bewertet. I

hr Befund, veröffentlicht in „Science“: maximal 8.200 Jahre alt.

Die alten Datierungen waren durch natürliche Schichtvermischung verfälscht – angeschwemmtes Holz, verschobene Erdschichten, eine Vulkanascheschicht unterhalb der menschlichen Spuren, die eigentlich darüber liegen müsste.

Monte Verde war nie unabhängig überprüft worden.

Jetzt ist es überprüft worden.

Allerdings gibt es andere Funde ohne einfache Erklärung: bearbeitete Riesenfaultier-Knochen in Brasilien, datiert auf bis zu 27.000 Jahre.

Schlachtspuren an Mammutknochen in New Mexico, die 37.000 Jahre alt sein sollen.

Felszeichnungen im brasilianischen Bundesstaat Piauí, datiert auf 30.000 Jahre.

Die Beringstraße bleibt die wahrscheinlichste Route – genetisch gut gestützt.

Aber ob sie die einzige war, ist längst nicht entschieden.

Nebula Mysticum – Eine pyramidenförmige Struktur auf dem Mars ist 145m hoch

Seit Jahren kursiert ein Bild im Internet.

Eine pyramidenförmige Struktur auf dem Mars – drei klare Seiten, Kanten, eine Spitze.

290 Meter breit, 145 Meter hoch.

Die pyramidenförmige Formation im Kandor Chasma auf dem Mars beschäftigt das Internet seit Jahren.

Die bekannteste Aufnahme stammt vom Mars Reconnaissance Orbiter, 2007.

Bilder aus verschiedenen Jahren und Kameras bestätigen: Die Struktur existiert.

Eine Studie von 2017 wertete NASA-Aufnahmen aus mehreren Winkeln aus.

Zwei Seiten der Formation wirken relativ glatt, die dritte ist stärker erodiert.

Am Fuß liegt abgetragenes Material, im Gestein sind Sedimentschichten erkennbar – Hinweise auf Wind-Erosion über sehr lange Zeiträume.

Das Gehirn sucht in chaotischen Strukturen nach bekannten Formen.

Pareidolie heißt dieses Phänomen.

Das prominenteste Mars-Beispiel ist das „Gesicht“ der Viking-Mission aus den 1970ern: frühe, niedrig aufgelöste Bilder ließen ein Gesicht erkennen – spätere Aufnahmen zeigten einen gewöhnlichen Hügel.

Lars A. Fischinger – Archäologische Sensation! 40.000 Jahre alte Proto-Schrift in Deutschland entdeckt

Die Keilschrift gilt als älteste Schrift der Menschheit – entwickelt vor rund 5.000 Jahren in Mesopotamien, zunächst für Handel und Verwaltung.

Eine aktuelle Studie verschiebt den Anfang um das Achtfache.

Forscher der Universität des Saarlandes untersuchten 260 Figuren aus Knochen und Elfenbein aus der Altsteinzeit.

Diese Figuren sind mit Kreuzen, Punkten und Strichen verziert.

Die Objekte sind 34.000 bis 45.000 Jahre alt.

Computergestützte Analysen zeigen: Die Zeichen waren kein Schmuck.

Sie weisen eine Informationsdichte auf, die mit früher Proto-Schrift vergleichbar ist.

Fundorte: vor allem Südwestdeutschland.

Menschen dachten damals bereits systematisch über die Weitergabe von Wissen nach – an andere Sippen, an künftige Generationen.

Was die Symbole inhaltlich bedeuten, bleibt unbekannt.

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