Die Forscherin Ursula Bertels untersuchte Fliegergruppen in Mexiko, Guatemala und Nicaragua und stellte nur noch teilweise vorhandenes Ursprungswissen fest.
Das heutige Ritual verbindet indigene Vorstellungen mit christlichen Elementen wie Weihwasser, Priestern und einer Pfahlweihe.
Als überlieferte Bedeutungen werden unter anderem Vogelflug, die Nähe zu Göttern und zur Sonne, Fruchtbarkeit, Regen, Mais sowie Mut und sozialer Status genannt.
Für die GEP sind diese Erklärungen deutlich plausibler als eine außerirdische Vorlage.
Beim Fliegerspiel der Voladores besteigen fünf Teilnehmer einen rund 30 Meter hohen Pfahl.
Vier von ihnen kreisen an Seilen um den Pfahl, während eine fünfte Person oben musiziert und den Ablauf begleitet.
Durch dreizehn Umdrehungen wickeln sich die Seile langsam ab und führen die Teilnehmer zurück zum Boden.
Der Brauch ist spätestens seit spanischen Berichten aus dem Jahr 1535 bekannt und wird bis heute in Mexiko, Guatemala und Nicaragua weitergegeben.
Neben traditionellen Aufführungen gibt es touristische Vorführungen, etwa in Tulum oder Mexiko-Stadt, bei denen anschließend Geld gesammelt wird.
Auch die Tradition selbst hat sich verändert: Vogelartige historische Kostüme wurden teilweise durch moderne Trachten ersetzt, und neben Männern nehmen inzwischen auch Frauen teil.
Präastronautische Autoren sehen in der Vorführung eine Nachahmung außerirdischer Fluggeräte oder Fluganzüge.
Der GEP-Sprecher weist diese Interpretation zurück, weil sie sich im Wesentlichen auf die bloße Ähnlichkeit zum Fliegen stützt.
Erich von Däniken leitet aus vier Teilnehmern und dreizehn Umdrehungen die Zahl 52 ab und verbindet sie mit einer angeblichen Rückkehr von Außerirdischen.
Nach Ansicht des Sprechers ist diese Schlussfolgerung aus der Luft gegriffen.
