Lars A. Fischinger – Gab es Wasserdämmen vor 4600 Jahre bei der Roten Pyramide?

Französisch-ägyptisches Team deutet die rätselhaften Wälle bei Dahschur neu – nicht als Rampen, sondern als Überreste von Wasserdämmen und Speicherbecken. Lars Fischinger bleibt skeptisch.

Die Rote Pyramide von Dahschur wird dem Pharao Snofru zugeschrieben und entstand vor etwa 4.550 bis 4.600 Jahren.

Mit heute rund 100 Metern Höhe gilt sie als eine der frühesten großen Pyramiden mit glatten Seitenflächen.

Etwa 200 Meter südwestlich ihrer Südwestecke sind auf Satellitenbildern zwei langgestreckte Wälle zu erahnen, die 600 bis 700 Meter lang und bis zu 30 Meter breit sein könnten.

Bislang wurden sie meist als Baurampen oder Transportwege für das Material der Pyramide gedeutet.

Die neue Hypothese des französisch-ägyptischen Teams (um Xavier Landreau) besagt, dass die beiden langen, auffälligen Strukturen südwestlich der Roten Pyramide keine Rampenreste oder Transportwege sind, sondern Reste von Wasserdämmen einer großen Stauanlage.

Grund: Es gibt eine Lücke / Aussparung und die wäre bei einer Rampe völlig sinnlos, passt aber perfekt zu einem Dammbau.

Die Theorie behauptet nicht, dass überhaupt keine Rampen existiert hätten.

Sie sagt nur, dass diese spezifischen Strukturen keine Rampen waren, sondern Wasserdämme, und dass der Transport der Blöcke zumindest teilweise über Wasser erfolgte.

Fischinger vermutet auch, dass die Wälle keine Rampe waren, aber auch Wasserdämme sind für ihn nur Spekulation.

Das Forscherteam hatte bereits 2024 ein hydraulisches Hebesystem für die Stufenpyramide von Sakkara vorgeschlagen.

Fischinger hält dieses hydraulisches Hebesystem wegen des hohen technischen Aufwands für „ziemlich absurd“ und betrachtet das Team deshalb auch die Wasserdamm-Theorie mit Skepsis.

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