Harald Havas sieht darin erneut eine Salami-Taktik: Das Pentagon gebe kleine Informationspakete frei, die erst zusammen ein größeres Bild ergeben könnten.
Die Sammlung enthält vor allem Unterlagen des Verteidigungsministeriums sowie von Polizeibehörden, jedoch offenbar keine neuen Dateien von CIA oder anderen Geheimdiensten.
Zu den offiziellen Unterlagen gehören Vertrags- und Auftragsdokumente des früheren AAWSAP-Programms und Bigelow Aerospace.
Als kleine „Perlen“ bezeichnet Havas außerdem die DIRDs – Forschungsberichte zu Themen wie Warp-Antrieben, Antigravitation, Wurmlöchern, Quantenvakuumenergie und fortgeschrittenen Materialien.
Das zeigt aber nur, dass solche Themen untersucht und finanziert wurden, nicht dass es Erfolge gab.
Ein historischer Schwerpunkt ist ein mehr als einstündiger Vortrag von Edward J. Ruppelt aus dem Jahr 1952 über Project Blue Book, Lubbock Lights, grüne Feuerbälle, Radarbeobachtungen und Sichtungen nahe militärischer sowie nuklearer Einrichtungen.
Neue Mission Reports aus dem Irak und dem Nahen Osten beschreiben mehrere Objekte mit angeblich hohen Geschwindigkeiten, Richtungsänderungen und gegenseitigen Bewegungen.
Havas hält diese Berichte für wertvoller als die isolierten Aufnahmen, weil sie Angaben der zuständigen Sensorbediener enthalten.
Ein Polizeifall aus Colorado zeigt ein ca. 15 Minuten lang sichtbares, farbiges Lichtobjekt, wobei ein heller Stern als mögliche Erklärung bestehen bleibt.
Weitere Aufnahmen aus dem indopazifischen Raum zeigen rotierende Infrarotobjekte und weiße Kugeln, liefern aber häufig zu wenig Kontext für eine sichere Bewertung.
Der Tremonton-Film von 1952 bleibt wegen seiner schlechten Qualität und möglicher Ballon- oder Vogel-Erklärungen offen.
Roswell wird im Ruppelt-Vortrag nicht erwähnt, wahrscheinlich wegen Geheimhaltung.
Für ihn bleibt die Tranche damit ein weiterer kleiner Schritt der UFO-Disclosure.
