Die Bundeslade soll gefunden worden sein – verborgen unter Golgatha in Jerusalem, mit Blut Jesu darauf.
Klingt spektakulär. Ist es nicht.
Die Geschichte stammt von Ron Wyatt, einem Anästhesie-Pfleger aus Tennessee ohne archäologische Ausbildung, der sich ab 1960 durch göttliche Inspiration berufen sah, biblische Spuren zu suchen.
Er beanspruchte über 100 Entdeckungen – darunter die Arche Noah, Räder ägyptischer Streitwagen im Roten Meer und eben die Bundeslade.
Die Bundeslade will er 1982 unter dem Gartengrab in Jerusalem entdeckt haben – aber nicht unter der Grabeskirche, die er ablehnte.
Verwertbare Fotos gibt es nicht.
Laborproben wurden nie herausgegeben.
Die Israel Antiquities Authority distanzierte sich 1996 öffentlich.
Wyatt starb 1999. Seine Anhänger graben noch immer.
