Die SETI-Forschung sucht seit Jahrzehnten nach schwachen, schmalbandigen Radiosignalen.
Benjamin Zuckerman von der UCLA sagt: falsche Strategie.
Sein Argument ist einfach.
Eine wirklich fortgeschrittene Zivilisation würde keine Energie verschwenden, um Signale blind in alle Richtungen zu streuen.
Sie würde gezielt senden – gebündelt, stark, auf einen Empfänger ausgerichtet.
Solche Signale könnten im Infrarot oder im sichtbaren Licht liegen, nicht nur im Radio.
Die unbequeme Konsequenz: Wir beobachten den Himmel seit über hundert Jahren.
Wer uns hätte erreichen wollen, hätte es getan.
Zuckermans Schluss – in „The Astrophysical Journal“ veröffentlicht – lautet entsprechend nüchtern:
In unserem Bereich der Milchstraße war in den letzten Milliarden Jahren wahrscheinlich niemand, der reden wollte.
