Lars A. Fischinger – Gab es eine kolossale Statue gegenüber der Sphinx?

Der deutsche Orientalist Ulrich Jasper Seetzen reiste Anfang des 19. Jahrhunderts per Kamel, zu Fuß und zu Pferd durch den Nahen Osten und Nordafrika.

Er verkleidete sich als muslimischer Pilger, um Mekka zu betreten.

Von 1807 bis 1809 hielt er sich in Kairo auf.

Sein Reisebericht enthält eine Beobachtung, die Archäologen bis heute nicht einordnen können.

Gegenüber der Sphinx, so berichteten ihm seine Beduinen-Begleiter, habe einst eine kolossale sitzende Frauenfigur gestanden – mit einem Kind auf dem Schoß.

Aus hartem Stein.

Die Araber nannten sie die „Konkubine von Abul Hol“.

Um 1711 ließ ein ägyptischer Herrscher sie abreißen, um Steine für eine Moschee zu gewinnen.

Seetzen selbst sah sie nicht mehr.

Keine Reste, keine Spuren.

Archäologen kennen diese Statue nicht.

Keine Grabung hat bisher Überreste gefunden.

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