Seit Jahren kursiert ein Bild im Internet.
Eine pyramidenförmige Struktur auf dem Mars – drei klare Seiten, Kanten, eine Spitze.
290 Meter breit, 145 Meter hoch.
Die pyramidenförmige Formation im Kandor Chasma auf dem Mars beschäftigt das Internet seit Jahren.
Die bekannteste Aufnahme stammt vom Mars Reconnaissance Orbiter, 2007.
Bilder aus verschiedenen Jahren und Kameras bestätigen: Die Struktur existiert.
Eine Studie von 2017 wertete NASA-Aufnahmen aus mehreren Winkeln aus.
Zwei Seiten der Formation wirken relativ glatt, die dritte ist stärker erodiert.
Am Fuß liegt abgetragenes Material, im Gestein sind Sedimentschichten erkennbar – Hinweise auf Wind-Erosion über sehr lange Zeiträume.
Das Gehirn sucht in chaotischen Strukturen nach bekannten Formen.
Pareidolie heißt dieses Phänomen.
Das prominenteste Mars-Beispiel ist das „Gesicht“ der Viking-Mission aus den 1970ern: frühe, niedrig aufgelöste Bilder ließen ein Gesicht erkennen – spätere Aufnahmen zeigten einen gewöhnlichen Hügel.
