Die Keilschrift gilt als älteste Schrift der Menschheit – entwickelt vor rund 5.000 Jahren in Mesopotamien, zunächst für Handel und Verwaltung.
Eine aktuelle Studie verschiebt den Anfang um das Achtfache.
Forscher der Universität des Saarlandes untersuchten 260 Figuren aus Knochen und Elfenbein aus der Altsteinzeit.
Diese Figuren sind mit Kreuzen, Punkten und Strichen verziert.
Die Objekte sind 34.000 bis 45.000 Jahre alt.
Computergestützte Analysen zeigen: Die Zeichen waren kein Schmuck.
Sie weisen eine Informationsdichte auf, die mit früher Proto-Schrift vergleichbar ist.
Fundorte: vor allem Südwestdeutschland.
Menschen dachten damals bereits systematisch über die Weitergabe von Wissen nach – an andere Sippen, an künftige Generationen.
Was die Symbole inhaltlich bedeuten, bleibt unbekannt.
