Mythen Metzger – Zeitphänomene: Zeitsprünge auf See, in der Luft und an Land

Historische Schiffschroniken aus Andalusien lesen sich wie moderne Zeitsprung-Berichte.

1757 verschwanden Fischer aus Huelva für fast acht Stunden – obwohl ihr Boot die ganze Zeit in Hafennähe war.

1857 fuhr das Handelsschiff *Estrella de la Andalucía* in einen pulsierend leuchtenden Nebel. Wind und Geräusche setzten aus, das Meer lag spiegelglatt. Subjektiv vergingen zwanzig Minuten – tatsächlich zehn Stunden. Alle Uhren an Bord blieben auf dem Zeitpunkt des Nebeleintritts stehen.

Solche Phänomene blieben nicht auf See beschränkt.

Ein sowjetischer Pilot flog 1956 auf Befehl in eine gelbe Wolke, verlor den Funkkontakt – und fehlte am Boden über vierzig Minuten, während er subjektiv kaum drei erlebt hatte.

Auf dem englischen Dartmoor folgte 1932 eine weiße Bodenwolke einem Wanderer, hüllte ihn ein und hinterließ auf seiner Kleidung kleine, mehreckige Eiskristalle, die beim Berühren schmolzen. Die Uhr zeigte über zwei Stunden Verlust.

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