Bruno Deiss vom Physikalischen Verein Frankfurt stellt im Planetarium Mannheim eine unbequeme These vor.
Das sogenannte Kopernikanische Prinzip besagt: Wir sind kosmischer Durchschnitt. Unser Stern, unser Planet, unsere Zeit – nichts davon ist besonders.
Kombiniert mit der Tatsache, dass Naturgesetze überall im Universum identisch gelten, müsste Leben anderswo genauso entstehen wie hier.
Und doch bleibt der Himmel schweigend.
Enrico Fermi formulierte das Paradoxon einst so: Wenn viele Zivilisationen existieren, müssten sie expandieren, Signale senden, irgendwie auffallen.
Wo sind sie also?
SETI sucht seit den 1960er Jahren – bisher ohne Antwort.
Deiss‘ Schlussfolgerung ist ernüchternd: Wir könnten fast allein sein.
Nicht weil das Universum leer ist – sondern weil intelligentes Leben vielleicht seltener entsteht, als das Kopernikanische Prinzip vermuten lässt.
