{"id":38888,"date":"2026-10-21T11:38:52","date_gmt":"2026-10-21T09:38:52","guid":{"rendered":"https:\/\/alien.de\/news\/?p=38888"},"modified":"2026-10-21T09:23:52","modified_gmt":"2026-10-21T07:23:52","slug":"ein-gespr-ch-zwischen-robert-fleischer-u-38888","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/alien.de\/news\/ein-gespr-ch-zwischen-robert-fleischer-u-38888\/","title":{"rendered":"ExoMagazinTV &#8211; Ein Gespr\u00e4ch zwischen Robert Fleischer und Harald Havas \u00fcber UFO-Disclosure in der Politik"},"content":{"rendered":"<p>Die UFO-Disclosure-Debatte gewinnt laut Fleischer und Havas politisch an Fahrt.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Havas\u2019 neues Buch dokumentiert chronologisch staatliche Aussagen zum UFO\/UAPs, staatliche Untersuchungen und j\u00fcngste Entwicklungen. <\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Themen im Video: Es um Kennedys unbest\u00e4tigte Schilderung angeblicher UAP-Anlockversuche, Jay Strattons Behauptungen aus seiner Geheimdienstarbeit und Trumps vage Aussagen zu einer m\u00f6glichen Aktenfreigabe. Eine umfangreiche Anfrage im Bundestag soll kl\u00e4ren, wie deutsche Beh\u00f6rden UFO-Meldungen erfassen und bewerten.<\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p>\u201eWir sind mittendrin\u201c \u2013 Wie nah ist die UFO-Offenlegung wirklich?<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Es ist ein Video, die mit einer Wetterwarnung beginnt und mit einer politischen Anfrage endet. Dazwischen liegen gut 40 Minuten, in denen Robert Fleischer und sein Gast Harald Havas den Zustand der sogenannten Disclosure-Debatte vermessen \u2013 also die Frage, ob und wie Staaten Informationen \u00fcber UFOs beziehungsweise UAPs \u00f6ffentlich machen. <\/p>\n<p><\/p>\n<p>Fleischers Fazit, gleich zu Beginn: \u201eWie es aussieht, nehmen die UFOs gerade richtig an Fahrt auf.\u201c<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Havas, Wiener Journalist und Autor, hat dazu ein Buch vorgelegt: \u201eDisclosure! Willkommen im Zeitalter der UFO-Enth\u00fcllung\u201c. Er versteht es weniger als Deutung denn als Chronik \u2013 eine Art \u201eChronik der Weltgeschichte\u201c des UFO-Themas, in der nachzulesen ist, wer wann was \u00f6ffentlich gemacht oder untersucht hat. F\u00fcr die j\u00fcngsten Jahre hat er Originaltexte zusammengetragen, darunter gro\u00dfe Teile der Aussage des Whistleblowers David Grusch vor dem US-Kongress in deutscher \u00dcbersetzung. Sein Ziel: eine belastbare Grundlage, auch f\u00fcr Journalisten au\u00dferhalb der Szene.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Kennedy und die \u201eAnlock\u201c-Geschichte<\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Ein Schwerpunkt des Gespr\u00e4chs ist eine Erz\u00e4hlung des US-Gesundheitsministers Robert F. Kennedy Jr. In einem Podcast-Gespr\u00e4ch mit der Abgeordneten Anna Paulina Luna habe Kennedy berichtet, w\u00e4hrend der \u00dcbergangszeit nach Trumps Wahlsieg habe ihn eine Gruppe besucht \u2013 angeblich Green Berets und Navy SEALs, angef\u00fchrt von einem hochrangigen NASA-Wissenschaftler. Die Gruppe habe behauptet, UFOs erfolgreich \u201eherbeigelockt\u201c zu haben, m\u00f6glicherweise sogar zur Landung gezwungen. Kennedy habe abgelehnt, damit \u00f6ffentlich zu gehen, weil er ohnehin umstritten gewesen sei. Sp\u00e4ter, so Kennedy, sei er zum Thema gebrieft worden.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Havas nennt m\u00f6gliche Verbindungen \u2013 die Gruppe um Jake Barber und das Projekt Skywatcher, den NASA-Mitarbeiter Mike Gold \u2013 betont aber ausdr\u00fccklich, das seien Spekulationen. Beide Gespr\u00e4chspartner pr\u00e4sentieren die Geschichte als Hinweis darauf, dass Personen aus dem Umfeld der Regierung das Thema an hochrangige Politiker herantragen. Als Beleg f\u00fcr die behaupteten Anlock-Versuche taugt sie nicht.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Trump: viel Andeutung, wenig Zusage<\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Auch Donald Trump hat sich ge\u00e4u\u00dfert, in einem Newsmax-Interview. Fleischer zeigt sich entt\u00e4uscht: Der Pr\u00e4sident habe sich nicht festgelegt. Havas beschreibt die Antworten als ausweichend \u2013 Trump sprach von Piloten, die ihm von Begegnungen berichtet h\u00e4tten, und von einem kugelf\u00f6rmigen Objekt, das sich mit etwa sechsfacher Geschwindigkeit des schnellsten Jets entfernt haben soll. Zugleich deutete er an, \u201ewir werden alles enth\u00fcllen\u201c, ohne konkret zu werden. Havas nennt das einen \u201eRorschachtest\u201c: Je nach Erwartung h\u00f6re man daraus, dass Trump das Thema ernst nehme, dass es ihm egal sei oder dass er sich nicht festlegen wolle.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Bemerkenswert sei weniger Trump selbst als sein Umfeld: Stephen Miller leite laut Havas interne Bem\u00fchungen um eine Freigabe, auch Marco Rubio, Vizepr\u00e4sident J. D. Vance sowie Unterst\u00fctzer wie Dr. Phil und Robert Bigelow h\u00e4tten sich entsprechend ge\u00e4u\u00dfert. \u201eNoch nie so viele Personen so nahe an einen Pr\u00e4sidenten\u201c h\u00e4tten sich so offen mit dem Thema befasst.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Strattons Buch und die \u201eGatekeeper\u201c<\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Ein weiterer Schwerpunkt ist Jay Stratton, ein fr\u00fcherer hochrangiger US-Geheimdienstmitarbeiter, und sein Buch \u201eOut of the Shadows\u201c. Havas ordnet Stratton hierarchisch \u00fcber Luis Elizondo ein; er sei in der Geheimdienstlaufbahn sehr weit aufgestiegen, ohne politische Nominierung. Stratton schildere rund zwei Jahrzehnte Arbeit, von der Skinwalker Ranch \u00fcber AAWSAP bis zu sp\u00e4teren UAP-Aktivit\u00e4ten im Pentagon, und beschreibe, wie er immer wieder von internen \u201eGatekeepern\u201c behindert worden sei. Havas findet das Buch vor allem wegen der vielen Namen, Daten und Projektbezeichnungen wertvoll: \u201eZwei Dutzend neue Ans\u00e4tze\u201c f\u00fcr Journalisten und Abgeordnete.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Als m\u00f6gliche Schl\u00fcsselfigur eines solchen Gatekeeping-Systems wird der fr\u00fchere CIA-Mitarbeiter Glenn Gaffney diskutiert \u2013 ausdr\u00fccklich als Vermutung. Havas nennt CIA, Air Force und Department of Energy als besonders wichtige Institutionen und verweist auf eine fr\u00fchere Aussage George Knapps vor dem Kongress \u00fcber einen angeblich verhinderten Materialtransfer von Lockheed Martin zu Bigelow Aerospace.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Kritisch bleiben die beiden Gastgeber auch hier: Stratton wirke in Interviews oft gehemmt, weniger \u00fcberzeugend als Elizondo. Dass er bei Fox News, CNN, CBS und im \u201ePeople Magazine\u201c auftritt, zeigt aber, dass er ernst genommen wird.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Orbs, Atomwaffen und die Grenzen des \u201eAnlockens\u201c<\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Fleischer und Havas unterscheiden mehrere Vorg\u00e4nge, die oft in einen Topf geworfen w\u00fcrden: einen \u00e4lteren U-Boot-Vorfall, Strattons neue Schilderung einer Operation \u201eWarlock\u201c und j\u00fcngere Vorf\u00e4lle, \u00fcber die der Abgeordnete Eric Burlison sprach. Bei Letzteren seien CIA, FBI und m\u00f6glicherweise Milit\u00e4rs beteiligt gewesen; mit Atommaterial seien angeblich mehrere Dutzend Orbs erschienen. Havas betont: Es handelte sich vor allem um leuchtende Orbs \u2013 nicht um klassische Untertassen, Dreiecke oder gro\u00dfe kubische Objekte. M\u00f6glicherweise reagierten bestimmte Orbs besonders auf atomare Strahlung.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Fleischer \u00e4u\u00dfert Skepsis gegen\u00fcber der Vorstellung, man k\u00f6nne UAPs gezielt anlocken. Er verweist auf die Skinwalker Ranch, wo Ph\u00e4nomene angeblich nicht vor den aufgestellten Kameras, sondern anderswo auftraten, und erl\u00e4utert seine eigene These, dass ein gro\u00dfer Teil des Ph\u00e4nomens parapsychologische Aspekte haben k\u00f6nnte \u2013 Thema seines Vortrags \u201eSind UFOs D\u00e4monen?\u201c. Die Sendung l\u00e4sst offen, was die Orbs sind; die Aussagen dazu bleiben Berichte und Deutungen.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Eine \u201emusterg\u00fcltige\u201c Anfrage im Bundestag<\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Bemerkenswert ist der deutsche Teil: Fleischer berichtet von einem Besuch am IFEX in W\u00fcrzburg, wo sich Bundesforschungsministerin Dorothee B\u00e4r ausf\u00fchrlich habe briefen lassen. Und es gibt eine Kleine Anfrage der AfD an die Bundesregierung, die wissen will, ob und welche Beh\u00f6rden f\u00fcr UFO-Meldungen zust\u00e4ndig sind, welche Begriffe und Verfahren verwendet werden, wie viele Meldungen in zehn Jahren eingingen, ob es ressort\u00fcbergreifende Arbeitsgruppen gibt, ob US-Anh\u00f6rungen einbezogen werden \u2013 und ob die Regierung auf den Fall vorbereitet sei, dass ein Ph\u00e4nomen nichtmenschlichen Ursprungs festgestellt werde. Fleischer nennt die Anfrage \u201eeinen Oberhammer\u201c, Havas \u201emusterg\u00fcltig\u201c und als Vorlage f\u00fcr andere europ\u00e4ische Parlamente tauglich.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Allerdings rechnen beide nicht mit einer gro\u00dfen Offenbarung. Havas erwartet eine allgemeine Antwort, m\u00f6glicherweise: \u201eUns ist nichts bekannt.\u201c Das k\u00f6nne wahr sein \u2013 oder daran liegen, dass Informationen innerhalb staatlicher Strukturen nicht an Politiker weitergegeben w\u00fcrden. Immerhin gebe es seit etwa eineinhalb Jahren eine Meldem\u00f6glichkeit f\u00fcr zivile Piloten bei der deutschen Flugaufsichtsbeh\u00f6rde, eingerichtet mit Hakan Kayal.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Warum Deutschland im Vergleich zu Frankreich, das seit Jahrzehnten staatliche UFO-Forschung betreibt, so wenig tut, bleibt eine offene Frage. Havas gibt zwei Antworten aus Stockholm wieder: Der Whistleblower Herrera kenne Personen, die in Deutschland UFO-\u00e4hnliche Erscheinungen \u00fcber Anlagen gesehen h\u00e4tten; Colonel Blitch vermute einen Zusammenhang mit besonders strenger Geheimhaltung \u2013 m\u00f6glicherweise wegen stationierter Atomwaffen. Beides sind Einsch\u00e4tzungen, keine Belege.<\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p><\/p>\n<p>Am Ende bleibt ein zwiesp\u00e4ltiger Eindruck. Die politische Gespr\u00e4chslage hat sich ver\u00e4ndert: Ein amtierender US-Pr\u00e4sident wird in einem politischen Interview zu UFOs befragt und reagiert nicht abwertend; ein deutscher Bundestag bekommt eine detaillierte Anfrage; ein fr\u00fcherer Geheimdienstler schreibt ein Buch voller \u00fcberpr\u00fcfbarer Namen. Zugleich sind die spektakul\u00e4rsten Behauptungen \u2013 Anlock-Versuche, geborgene Objekte, Kennedy-Briefings \u2013 bislang indirekte Erz\u00e4hlungen ohne unabh\u00e4ngige Best\u00e4tigung. Havas selbst formuliert die n\u00fcchterne Konsequenz: Die Schlussfolgerungen m\u00fcsse jeder selbst ziehen.<\/p><a class=\"gurlpb\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=wcUpKgvxSYE\" style=\"visibility:hidden\" gurlpb-image=\"\"gurlpb-html=\"\">UrlPreviewBox<\/a>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Gespr\u00e4ch zwischen Robert Fleischer und Harald Havas \u00fcber UFO-Disclosure in der Politik<\/p>\n<p>Die UFO-Disclosure-Debatte gewinnt laut Fleischer und Havas politisch an Fahrt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Havas\u2019 neues Buch dokumentiert chronologisch staatliche Aussagen zum UFO\/UAPs, staatliche Untersuchungen und j\u00fcngste Entwicklungen. <\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Themen im Video: Es um Kennedys unbest\u00e4tigte Schilderung angeblicher UAP-Anlockversuche, Jay Strattons Behauptungen aus seiner Geheimdienstarbeit und Trumps vage Aussagen zu einer m\u00f6glichen Aktenfreigabe. 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Er versteht es weniger als Deutung denn als Chronik \u2013 eine Art \u201eChronik der Weltgeschichte\u201c des UFO-Themas, in der nachzulesen ist, wer wann was \u00f6ffentlich gemacht oder untersucht hat. F\u00fcr die j\u00fcngsten Jahre hat er Originaltexte zusammengetragen, darunter gro\u00dfe Teile der Aussage des Whistleblowers David Grusch vor dem US-Kongress in deutscher \u00dcbersetzung. Sein Ziel: eine belastbare Grundlage, auch f\u00fcr Journalisten au\u00dferhalb der Szene.<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Kennedy und die \u201eAnlock\u201c-Geschichte<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<p>Ein Schwerpunkt des Gespr\u00e4chs ist eine Erz\u00e4hlung des US-Gesundheitsministers Robert F. Kennedy Jr. In einem Podcast-Gespr\u00e4ch mit der Abgeordneten Anna Paulina Luna habe Kennedy berichtet, w\u00e4hrend der \u00dcbergangszeit nach Trumps Wahlsieg habe ihn eine Gruppe besucht \u2013 angeblich Green Berets und Navy SEALs, angef\u00fchrt von einem hochrangigen NASA-Wissenschaftler. Die Gruppe habe behauptet, UFOs erfolgreich \u201eherbeigelockt\u201c zu haben, m\u00f6glicherweise sogar zur Landung gezwungen. Kennedy habe abgelehnt, damit \u00f6ffentlich zu gehen, weil er ohnehin umstritten gewesen sei. Sp\u00e4ter, so Kennedy, sei er zum Thema gebrieft worden.<\/p>\n<\/p>\n<p>Havas nennt m\u00f6gliche Verbindungen \u2013 die Gruppe um Jake Barber und das Projekt Skywatcher, den NASA-Mitarbeiter Mike Gold \u2013 betont aber ausdr\u00fccklich, das seien Spekulationen. Beide Gespr\u00e4chspartner pr\u00e4sentieren die Geschichte als Hinweis darauf, dass Personen aus dem Umfeld der Regierung das Thema an hochrangige Politiker herantragen. Als Beleg f\u00fcr die behaupteten Anlock-Versuche taugt sie nicht.<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Trump: viel Andeutung, wenig Zusage<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<p>Auch Donald Trump hat sich ge\u00e4u\u00dfert, in einem Newsmax-Interview. Fleischer zeigt sich entt\u00e4uscht: Der Pr\u00e4sident habe sich nicht festgelegt. Havas beschreibt die Antworten als ausweichend \u2013 Trump sprach von Piloten, die ihm von Begegnungen berichtet h\u00e4tten, und von einem kugelf\u00f6rmigen Objekt, das sich mit etwa sechsfacher Geschwindigkeit des schnellsten Jets entfernt haben soll. Zugleich deutete er an, \u201ewir werden alles enth\u00fcllen\u201c, ohne konkret zu werden. Havas nennt das einen \u201eRorschachtest\u201c: Je nach Erwartung h\u00f6re man daraus, dass Trump das Thema ernst nehme, dass es ihm egal sei oder dass er sich nicht festlegen wolle.<\/p>\n<\/p>\n<p>Bemerkenswert sei weniger Trump selbst als sein Umfeld: Stephen Miller leite laut Havas interne Bem\u00fchungen um eine Freigabe, auch Marco Rubio, Vizepr\u00e4sident J. D. Vance sowie Unterst\u00fctzer wie Dr. Phil und Robert Bigelow h\u00e4tten sich entsprechend ge\u00e4u\u00dfert. \u201eNoch nie so viele Personen so nahe an einen Pr\u00e4sidenten\u201c h\u00e4tten sich so offen mit dem Thema befasst.<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Strattons Buch und die \u201eGatekeeper\u201c<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<p>Ein weiterer Schwerpunkt ist Jay Stratton, ein fr\u00fcherer hochrangiger US-Geheimdienstmitarbeiter, und sein Buch \u201eOut of the Shadows\u201c. Havas ordnet Stratton hierarchisch \u00fcber Luis Elizondo ein; er sei in der Geheimdienstlaufbahn sehr weit aufgestiegen, ohne politische Nominierung. Stratton schildere rund zwei Jahrzehnte Arbeit, von der Skinwalker Ranch \u00fcber AAWSAP bis zu sp\u00e4teren UAP-Aktivit\u00e4ten im Pentagon, und beschreibe, wie er immer wieder von internen \u201eGatekeepern\u201c behindert worden sei. Havas findet das Buch vor allem wegen der vielen Namen, Daten und Projektbezeichnungen wertvoll: \u201eZwei Dutzend neue Ans\u00e4tze\u201c f\u00fcr Journalisten und Abgeordnete.<\/p>\n<\/p>\n<p>Als m\u00f6gliche Schl\u00fcsselfigur eines solchen Gatekeeping-Systems wird der fr\u00fchere CIA-Mitarbeiter Glenn Gaffney diskutiert \u2013 ausdr\u00fccklich als Vermutung. Havas nennt CIA, Air Force und Department of Energy als besonders wichtige Institutionen und verweist auf eine fr\u00fchere Aussage George Knapps vor dem Kongress \u00fcber einen angeblich verhinderten Materialtransfer von Lockheed Martin zu Bigelow Aerospace.<\/p>\n<\/p>\n<p>Kritisch bleiben die beiden Gastgeber auch hier: Stratton wirke in Interviews oft gehemmt, weniger \u00fcberzeugend als Elizondo. Dass er bei Fox News, CNN, CBS und im \u201ePeople Magazine\u201c auftritt, zeigt aber, dass er ernst genommen wird.<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Orbs, Atomwaffen und die Grenzen des \u201eAnlockens\u201c<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<p>Fleischer und Havas unterscheiden mehrere Vorg\u00e4nge, die oft in einen Topf geworfen w\u00fcrden: einen \u00e4lteren U-Boot-Vorfall, Strattons neue Schilderung einer Operation \u201eWarlock\u201c und j\u00fcngere Vorf\u00e4lle, \u00fcber die der Abgeordnete Eric Burlison sprach. Bei Letzteren seien CIA, FBI und m\u00f6glicherweise Milit\u00e4rs beteiligt gewesen; mit Atommaterial seien angeblich mehrere Dutzend Orbs erschienen. Havas betont: Es handelte sich vor allem um leuchtende Orbs \u2013 nicht um klassische Untertassen, Dreiecke oder gro\u00dfe kubische Objekte. M\u00f6glicherweise reagierten bestimmte Orbs besonders auf atomare Strahlung.<\/p>\n<\/p>\n<p>Fleischer \u00e4u\u00dfert Skepsis gegen\u00fcber der Vorstellung, man k\u00f6nne UAPs gezielt anlocken. Er verweist auf die Skinwalker Ranch, wo Ph\u00e4nomene angeblich nicht vor den aufgestellten Kameras, sondern anderswo auftraten, und erl\u00e4utert seine eigene These, dass ein gro\u00dfer Teil des Ph\u00e4nomens parapsychologische Aspekte haben k\u00f6nnte \u2013 Thema seines Vortrags \u201eSind UFOs D\u00e4monen?\u201c. Die Sendung l\u00e4sst offen, was die Orbs sind; die Aussagen dazu bleiben Berichte und Deutungen.<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Eine \u201emusterg\u00fcltige\u201c Anfrage im Bundestag<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist der deutsche Teil: Fleischer berichtet von einem Besuch am IFEX in W\u00fcrzburg, wo sich Bundesforschungsministerin Dorothee B\u00e4r ausf\u00fchrlich habe briefen lassen. Und es gibt eine Kleine Anfrage der AfD an die Bundesregierung, die wissen will, ob und welche Beh\u00f6rden f\u00fcr UFO-Meldungen zust\u00e4ndig sind, welche Begriffe und Verfahren verwendet werden, wie viele Meldungen in zehn Jahren eingingen, ob es ressort\u00fcbergreifende Arbeitsgruppen gibt, ob US-Anh\u00f6rungen einbezogen werden \u2013 und ob die Regierung auf den Fall vorbereitet sei, dass ein Ph\u00e4nomen nichtmenschlichen Ursprungs festgestellt werde. Fleischer nennt die Anfrage \u201eeinen Oberhammer\u201c, Havas \u201emusterg\u00fcltig\u201c und als Vorlage f\u00fcr andere europ\u00e4ische Parlamente tauglich.<\/p>\n<\/p>\n<p>Allerdings rechnen beide nicht mit einer gro\u00dfen Offenbarung. Havas erwartet eine allgemeine Antwort, m\u00f6glicherweise: \u201eUns ist nichts bekannt.\u201c Das k\u00f6nne wahr sein \u2013 oder daran liegen, dass Informationen innerhalb staatlicher Strukturen nicht an Politiker weitergegeben w\u00fcrden. Immerhin gebe es seit etwa eineinhalb Jahren eine Meldem\u00f6glichkeit f\u00fcr zivile Piloten bei der deutschen Flugaufsichtsbeh\u00f6rde, eingerichtet mit Hakan Kayal.<\/p>\n<\/p>\n<p>Warum Deutschland im Vergleich zu Frankreich, das seit Jahrzehnten staatliche UFO-Forschung betreibt, so wenig tut, bleibt eine offene Frage. Havas gibt zwei Antworten aus Stockholm wieder: Der Whistleblower Herrera kenne Personen, die in Deutschland UFO-\u00e4hnliche Erscheinungen \u00fcber Anlagen gesehen h\u00e4tten; Colonel Blitch vermute einen Zusammenhang mit besonders strenger Geheimhaltung \u2013 m\u00f6glicherweise wegen stationierter Atomwaffen. Beides sind Einsch\u00e4tzungen, keine Belege.<\/p>\n<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<p>Am Ende bleibt ein zwiesp\u00e4ltiger Eindruck. Die politische Gespr\u00e4chslage hat sich ver\u00e4ndert: Ein amtierender US-Pr\u00e4sident wird in einem politischen Interview zu UFOs befragt und reagiert nicht abwertend; ein deutscher Bundestag bekommt eine detaillierte Anfrage; ein fr\u00fcherer Geheimdienstler schreibt ein Buch voller \u00fcberpr\u00fcfbarer Namen. Zugleich sind die spektakul\u00e4rsten Behauptungen \u2013 Anlock-Versuche, geborgene Objekte, Kennedy-Briefings \u2013 bislang indirekte Erz\u00e4hlungen ohne unabh\u00e4ngige Best\u00e4tigung. 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