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02.08.2010


    
Historische Noten der UFOlogie aus dem CENAP-Archiv:

Gegen das Vergessen in der UFOlogie: August-UFO-Meldungen vor 55 bis vor 20 Jahren: ´Fliegende Untertassen´ in der Presse

Wer die Gegenwart des UFO-Phänomens verstehen will, der muss seine Vergangenheit kennen...

>Amerikanischer Rübezahl - Nach Marsmenschen neue Fabelwesen - Was die Leute alles sehen< hieß es bei UP und die ´Rhein-Neckar-Zeitung´ druckte folgenden Text am 6.August 1955 ins Blatt: Der 20-jährige amerikanische Forstarbeiter Joseph Whaley berichtete am Mittwoch noch ganz verstört von seinem Erlebnis, wonach er in den Wäldern zwischen Dawson und Americus in georgia einem riesigen behaarten Wesen begegnet sei. Whaley, der dies zunächst erst seinem Vorgesetzten, dem Forstaufseher Jim Bowen, berichtet hatte, wiederholte später seine Aussagen unter Eid. Bowen erklärte, er habe an der Stelle, wo Whaley dem Fabelwesen begegnet sei, Spuren gefunden, die aller Wahrscheinlichkeit nach von einem großen Lebewesen herrührten. Wie Whaley berichtete, war er mit einer Sense in den Wald gegangen, um auf einer Lichtung Gras zu machen. Plötzlich habe sich etwas in den Büschen am Waldrand bewegt. Dann sei ein fremdartiges Wesen, etwa 1.80 groß, von grauer Farbe und etwa in der Gestalt eines Menschen auf ihn zugekommen. Als das Wesen nahe genug heran gewesen sei, habe er mit der Sense nach ihm geschlagen und es zweimal an der rechten Hand oder Pfote und einmal an der Brust verletzt. Er habe aber dann gesehen, dass er damit offensichtlich nichts ausrichten könne, so berichtete Whaley weiter. Er sei daher zu seinem Jeep gerannt und habe versucht, mit dem Wachturm Funkverbindung aufzunehmen. Dabei habe ihm irgendjemand einen Schlag auf die linke Schulter versetzt, sein Hemd zerrissen und ihm drei Schrammen zugefügt. Whaley sagte, er sei daraufhin auf der anderen Seite aus dem Jeep gesprungen und habe das Weite gesucht. Seine Schilderungen decken sich mit Aussagen von Leuten aus dem knapp 50 km östlich gelegenen kleinen Ort Edison, die ein solches Fabelwesen in ihrer Gegend gesehen haben wollen.

>UFO hießen die "Fliegenden Untertassen" bisher in der Amtssprache der Vereinigten Staaten, was soviel bedeutet wie unbekannte Flugobjekte. Das wird man ändern müssen, seit dem 1.August zählen "Fliegende Untertassen", zumindest teilweise, zu den bekannten Flugobjekten. Unser AP-Bild zeigt eine in Kanada hergestellte Maschine, die nach dem Luftkissenprinzip für die US-Luftstreitkräfte konstruiert wurde. Genaue technische Angaben fehlen noch.<- So die ´Frankfurter Rundschau´ am 3.August 1960 zu einem Bild der AVRO-Scheibe.

>Geheimnisvoller Flugkörper bei Borkum< meldete das ´Hamburger Abendblatt´ am 10.August 1960: Ein geheimnisvoller Flugkörper ist gestern abend westlich der Insel Borkum in die Nordsee gestürzt. Umfangreiche Suchaktionen, mit denen man Hinweise über die Art des Körpers hätte bekommen können, blieben jedoch erfolglos. Nicht einmal ein Ölfleck in der See war zu finden. In der deutschen Küstenfunkstation Norddeichradio ging um 20:10 h ein aufsehenerregender Funkspruch ein. Er stammte von dem deutschen Motorschiff "Spitzerdorf" (637 BRT), das sich etwa 25 Seemeilen westlich von Borkum aufhielt. In dem Spruch hieß es, daß Besatzungsmitglieder der "Spitzerdorf" gegen 20 h ein nicht identifizierbares Flugobjekt in etwa vier Seemeilen Entfernung in die See fallen sahen. Der Flugkörper habe einen breiten Kondensstreifen hinter sich hergezogen.

+ Kaum zu glauben, aber wahr. Wenn man will und mit den mehr als dürftigen Informationen des Berichts leben muß, dann liegt hier ein Grundstein für einen UFO-Crash vor der deutschen Küste.

>Wieder "Fliegende Teller"< meldete am 2.August 1965 die ´Neue Zürcher Zeitung´ nach einer Reuter-Meldung aus Oklahoma City: Wie die Polizei von Oklahoma berichtete, erschienen am Sonntagabend auf dem Radarschirm des Luftstützpunktes Tinker im Staate Oklahoma gleichzeitig vier geheimnisvolle Gegenstände, die das Gebiet in einer Höhe von schätzungsweise 6.700 Metern überflogen. In der Nacht zum Montag wurden ähnliche Gegenstande auch in Kansas, Texas und New Mexico gesichtet. Die Beschreibung dieser "Fliegenden Teller" war sehr unterschiedlich, doch waren sich die Beobachter darin einig, daß sie rot und von einem Funkenregen umgeben waren und zeitweilig wie ein Blatt erhebten. Seit 1947 hat die amerikanische Luftwaffe 9.000 solcher Gegenstände gesichtet [sic!]. Oftmals handelte es sich um Ballon, Vögel, meteore oder Raketen. Auch in Südamerika wurden dieser Tage zahlreiche "Fliegende Teller" gesehen. Aus Chile wurde berichtet, verschiedene Personen hätten grüne, orangefarbene und violette Erscheinungen beobachtet.

>Untertassen vom Mond? Experte erklärt: "Es handelt sich um leuchtenden Staub"< meldeten am 9.August 1965 die Zeitungen (wie der ´Kurier´) aus New Haven (Connecticut): Bei den sogenannten Fliegenden Untertassen handle es sich nicht um feste Körper, sondern um Mondstaub, der in die Erdatmosphäre gelangt ist, behauptet der amerikanische Experte L.Brown. Wenn man annehme, so meinte der Wissenschaftler, daß die Mondoberfläche eine elektropositive Ladung erzeugt, so müßten auch Mondpartikelchen eine besondere Ladung haben. Diese Partikel würden dann bei ihrem Eintritt in höhere Schichten der Erdatmosphäre eine anhaltende, leuchtende Reaktion zeigen. Die Reaktion sei jener ähnlich, die Partikel von "Anti-Materie" beim Zusammentreffen mit Partikeln von materie hervorrufen: Sie lösen sich in nichts auf, bewirken aber das Freiwerden von Energie. Auch dafür, wie der Mondstaub in die Erdatmosphäre gelangt sein könnte, weiß der US-Experte eine Erklärung. Es sei auffalllend, meinte er, daß kurz nach dem Aufschlag der sowjetischen Mondsonde "Lunik V" am 13.Mai - sie wirbelte, wie man beobachtete, auf der Mondoberfläche eine 233 Kilometer lange Staubwolke auf - wieder Fliegende Untertassen in größerer Zahl gesichtet wurden. Es müße sich um teile jener "Mondwolke" handeln, die bis zur Erde gelangten.

+ Obiger Artikel belegt einmal mehr, das immer wieder sich zwar gutanhörende, aber dennoch Pseudo-UFO-Erklärungen in Umlauf geraten und hiermit unnötig zur Mystifizierung des Themenkomplex beitragen, wenn derartige "Standards" als "wissenschaftliche" Lösungen in die Debatte eingebracht werden. Jeder von uns kann mindestens ein halbes Dutzend derartiger "wissenschaftlicher Aufklärungen" aufzählen, die ihm im Zuge der jahr([e]zehnte)langen Ermittlungen, Untersuchungen, Recherchen und Gesprächen mit dem berühmten ´Mann auf der Straße´, Journalisten, ja auch Akademikern und Ingenieuren sowie UFO-Enthusiasten begegneten.

>Schweden: "Fliegende Spindel" - Alarm um unbekannten Flugkörper aus dem Osten< berichtete am 13.August 1965 der ´Kurier´: Fieberhaft suchen seit Gestern Helikopter und Soldaten der schwedischen Armee im unzugänglichen Waldgebiet von Övertorneaa, Nordschweden, nach einem raketenartigen Flugkörper, der Dienstag plötzlich in niederer Höhe am Himmel aufgetaucht war und dann hinter einer aus Granitfelsen gebildeten Anhöhe niedergegangen sein dürfte. Ein Bauer aus Övertorneaa hatte die Meldung über das Flugobjekt erstattet. "Ich sass mit meiner Frau und mit meinen zwei Jungen gerade auf der Veranda des Hauses, um Kaffee zu trinken", erklärte der Mann. "Da hörten wir ein eigenartiges donnerndes Sausen in der Luft, und plötzlich erschien das Ding im Osten. Es hatte die Form einer Spindel und besaß zwei kleine Tragflächen ganz am Ende. Es überflog den See und verschwand nur wenige Meter über dem Boden hinter dem Berg." Die schwedischen Militärbehörden schließen aus Zeichnungen, die sie von dem Mann anfertigen ließen, dass es sich um ein neuartiges raketenartiges Flugzeug handeln dürfte. Da es aus dem Osten kam, schließt man auf sowjetischen Ursprung.

>Experten suchen Flugkörper< meldete AP aus Övertorneaa und die ´Frankfurter Rundschau´ am 14.August 1965: Ein unbekanntes Geschoß oder eine Raketenstufe ist nach Ansicht schwedischer Militärexperten möglicherweise in den nordschwedischen Wäldern nordwestlich von Övertorneaa niedergegangen. Die Suche nach dem unbekannten Flugkörper war am Donnerstag in vollem Gange. Der 40jährige Holzfäller Edvin Björnfot hatte am vergangenen Dienstag den Militärbehörden und der Polizei berichtet, er, seine Frau und seine beiden Söhne hätten um 11:35 h von ihrem Haus im nahegelegenen Swanstein aus ein geheimnisvolles Flugobjekt beobachtet. "Ich hörte ein lautes Geräusch in der Luft", sagte Björnfot, "ich blickte in die Richtung, aus der das Geräusch kam, und sah einen Gegenstand über einem Granithügel im Osten auftauchen, der am äußersten Ende zwei Flügel hatte. Er verschwand, nachdem er den See überquert hatte." Nach der Zeichnung, die Björnfot von dem Objekt anfertigte, könnte es nach Ansicht der Militärexperten eine Art Geschoß gewesen sein. [¸ Interessant zu sehen, wie in diesem Fall die urbane Ghost-Rocket-Legende wieder auftauchte, zwanzig Jahre nach den eigentlichen Ereignissen. Ein Mythos bleibt also dem kollektiven Unterbewußten erhalten und lebt unterschwellig weiter.]

>"Fliegende Untertassen" sind optische Täuschungen - Ein amerikanischer Physiker erklärt seltsame Himmelsbeobachtungen< meldete die ´Stuttgarter Zeitung´ vom 25.August 1965: Die amerikanische Luftwaffe glaubt nicht an Fliegende Untertassen. "Es gibt nichts, was uns darauf hinweisen würden, daß irgendwelche Erscheinungen dieser Art außerirdischer Natur wären." Der Mann, der das sagt, ist Major Hector Quintanilla, ein 42jähriger Physiker, verantwortlich für das Projekt "Blaubuch" der amerikanischen Luftwaffe. Er und seine Leute sind bisher 9.000 Meldungen über unidentifizierte fliegende Objekte (UFOs) nachgegangen. Anfang dieses Monats beispielsweise wollen viele Bürger der Vereinigten Staaten solche UFOs beobachtet haben. Quintanilla ist überzeugt, daß sie in Wirklichkeit auf den Planeten Jupiter schauten, der zusammen mit vier am Himmel benachbarten Sternen unter den gerade herrschenden Wetterbedingungen den Anblick eines großen, leuchtenden Objektes bot. Und was meint der Major zu Berichten über UFOs auf den Radarschirmen des Luftstützpunktes Tinker bei Oklahoma City und der Wetterwarte Wichita in Kansas? Beide hätten nur erklärt, etwas auf ihren Schirmen gehabt zu haben, was sie nicht erklären konnten, und die Leute hätten sich dann ihren eigenen Vers darauf gemacht, sagt der Major. Und was war es nun wirklich? Wahrscheinlich ein Gebäude auf das der Radar-Strahl traf, nachdem er in der Atmosphäre an der Grenze zwischen Luftschichten mit unterschiedlichen Temperaturen zum Boden abgelenkt worden war. Übrigens blieb das Objekt auf dem Radarschirmen von Tinker 40 Minuten lang stationär. Die Fliegenden Untertassen aber, die manche Amerikaner beobachtet haben wollen, bewegten sich. Freilich gibt es solche Radar-Spiegelungen auch von beweglichen Objekten. Wenn ein zurückgeworfener Radarstrahl beispielsweise auf dem Boden auf einen fahrenden Lastwagen trifft, vermittelt er auf dem Schirm den Anblick eines hochfliegenden Objekts. Wenn Hector Quintanilla von einem solchen Phänomen erfährt, informiert er sich deshalb eingehend über das Wetter in dem betreffenden Gebiet und schaut auf sein künstliches "Universum", eine bewegliche Angelegenheit, die ihm die Feststellung ermöglicht, welche Sterne man zu gegebener Zeit von einem gegebenen Ort an einem bestimmten Punkt des Himmels sieht. Die Lösung des Rätsels liegt dann meist nicht mehr fern. Der Sommer bringt gewöhnlich mehr Arbeit, weil die Leute öfter im Freien sind und der Himmel - normalerweise wenigstens - nicht so häufig bedeckt ist wie in anderen Jahreszeiten. Außerdem gibt es Kettenreaktionen. Sobald die Beobachtung einer vermeintlichen Fliegenden Untertasse Publizität erlangt hat, steigt die Zahl weiterer Beobachtungen sprunghaft an. Das Projekt "Blaubuch" ist die einzige amerikanische offizielle Institution, die sich mit UFOs besfaßt. Außerdem gibt es in den USA 67 private Gruppen, die das gleiche tun. Die meisten von ihnen vertreten die Hypothese, daß zumindest einige der UFOs von anderen Planeten stammen. Einige von ihnen haben Quintanilla beschuldigt, der Öffentlichkeit Informationen vorzuenthalten. Das aber, so versichert der Major, entspreche absolut nicht den Tatsachen.

>Alexander von Humboldt und "Fliegende Untertassen"< hieß es am 25.August 1965 in der ´Neuen Presse´: Am vergangenen Freitag will ein französischer Raumfahrtexperte, Alexander Ananoff, 80 km westlich von Paris 35 Minuten lang eine "Fliegende Untertasse" beobachtet haben. Das scheibenförmige Gebilde habe sich in großer Entfernung bewegt und sei schließlich über einer Zirruswolke verschwunden. - Es besteht schon lange keine Zweifel mehr unter den Physikern und Meteorologen, daß es sich bei den Fliegenden Untertassen - soweit nicht Wetterballons oder andere irdische Objekte beobachtet werden - um optische Phänomene handelt, deren Ursache die Reflexion von Licht an den Grenzflächen verschieden warmer und dichter Luftschichten ist. Interessant ist, daß Alexander von Humboldt, der derartige Erscheinungen bei der Besteigung des Piks von Teneriffa einmal beobachtet hat, schon vor 150 Jahren eine völlig richtige und vernünftige Erklärung über die Ursache gegeben hat. besucher von anderen Weltkörpern brauchte er dafür nicht zu bemühen. Humboldt berichtet im 2.Kapitel seiner "Südamerikanischen Reise" folgendes:

"Der Tag brach an, als wir die Eishöhle verließen, da beobachteten wir in der Dämmerung eine Erscheinung, die auf hohen Bergen häufig ist, die aber bei der Lage des Vulkans, auf dem wir uns befanden, besonders auffallend hervortrat. Eine weiße, flockige Wolkenschicht entzog das Meer und die niedrigeren Regionen der Insel unseren Blicken. Die Schicht schien nicht über 1.560 m hoch; die Wolken waren so gleichmäßig verbreitet und lagen so genau in einer Fläche, daß sie sich ganz wie eine ungeheure, mit Schnee bedeckte Ebene darstellten. Die kolossale Pyramide des Piks, die vulkanischen Gipfel von Lanzarote, Fuerteventura und Palma ragten wie Klippen aus dem weiten Dunstmeer empor. Ihre dunkle Färbung stach grell vom Weiß der Wolken ab. Während wir auf den zerstrümmerten Laven des Malpays emporklommen, wobei wir oft die Hände zu Hilfe nehmen mußten, beobachteten wir eine merkwürdige optische Erscheinung. Wir glaubten gegen Ost kleine Raketen in die Luft steigen zu sehen. leuchtende Punkte, 7 bis 8° über dem Horizont, schienen sich zuerst senkrecht aufwärts zu bewegen, aber allmählich ging die Bewegung in eine waagerechte Oszillation über, die acht Minuten anhielt. Unsere Reisegefährten, sogar die Führer äußerten ihre Verwunderung über die Erscheinung, ohne daß wir sie darauf aufmerksam gemacht hatten. Auf den ersten Blick glaubten wir, diese sich hin- und herbewegenden Lichtpunkte seien die Vorläufer eines neuen Ausbruchs des großen Vulkans von Lanzarote. Wir erinnerten uns, daß Bouguer und La Condamine bei der Besteigung des Vulkans Pichincha den Ausbruch des Cotopaxi mit angesehen hatten; aber die Täuschung dauerte nicht lange, und wir sahen, daß die Lichtpunkte die durch die Dünste vergrößerten Bilder verschiedener Sterne waren. Die Bilder standen periodisch still, denn schienen sie senkrecht aufzusteigen, sich zur Seite abwärts zu bewegen und wieder am Ausgangspunkt anzugelangen. Diese Bewegung dauerte eine bis zwei Sekunden. Wir hatten keine Mittel zur Hand, um die Größe der seitlichen Verrückung genau zu messen, aber den Lauf des Lichtpunktes konnten wir ganz gut beobachten. Er erschien nicht doppelt durch Luftspiegelung und ließ keine leuchtende Spur hinter sich. Als ich im fernrohr eines kleines Troughtonschen Sextanten die Sterne mit einem hohen Berggipfel auf Lanzerote in Kontakt brachte, konnte ich sehen, daß die Oszillation ständig gegen denselben Punkt ausging, nämlich gegen das Stück des Horizontes, wo die Sonnenscheibe erscheinen sollte, und daß, abgesehen von der Deklinationsbewegung des Sternes, das Bild immer an denselben Fleck zurückkehrte. Diese scheinbaren seitlichen Refraktionen hörten auf, lange bevor die Sterne vor dem Tageslicht gänzlich verschwanden." (Aus "Südamerikanische Reise", 2.Kapitel, Aufenthalt in Teneriffa, Besteigung des Piks.)

>"Fata Morgana" oder "Lenticularis-Wolke"< fragte sich am 1.August 1970 die ´Rheinpfalz´: Kreisen unbekannte Flugobjekte, ausgesandt von bewohnern fremder Sterne, über der Pfalz? Diese Frage bewegte in den letzten Tagen viele unserer Leser, nachdem wir Meldungen über ein merkwürdiges Phänomen veröffentlicht hatten, das am abendlichen Himmel beobachtet worden sein soll. Wir besuchten den Entdecker des "UFOs", einen Heidelberger Exportkaufmann, der bei der Knoll AG in Ludwigshafen tätig ist, am Donnerstagabend in seiner in blickgünstiger Hanglage gelegenen Wohnung. Normalerweise beobachtet unser UFO-Mann nicht die Sterne, sondern betrachtet die Wetterentwicklung, die immer wieder den gleichen Verlauf nimmt. Schmutzige Dunstschwaden erheben sich im Raum Ludwigshafen-Mannheim, steigen nach oben, werden vom Wind in den klaren, reinen Himmel geweht und kondensieren sich dann an den Odenwaldhängen zu Regenwolken. Am Dienstagabend jedoch... Und dann sahen wir "es" selbst. Urplötzlich tauchte ein gleißender Lichtpunkt auf, seitlich einer Kirchturmspitze, die sich der Himmelsbeobachter, an den beiden Vortagen als Richtpunkt gemerkt hatte. In dem provisorisch eingerichteten "Observatorium" begann sofort eine fieberhafte Tätigkeit. Ein Fernrohr, das normalerweise zum Ablesen von Treffern auf Schießscheiben benutzt wird und bis zu 60facher Vergrößerung einzustellen ist, wurde auf den hellen Punkt am Himmel justiert. Und dann klickte eine Kamera, mal mit dieser Blende, mal mit jener... Fast eine Stunde lang wanderte der Glitzerpunkt in majestätischer Ruhe von rechts nach links, gefolgt von einem hellen Stern, der wohl der Abendstern und deshalb die Venus war. Kurz nach neun Uhr ging der ganze Zauber am Horizont unter und machte einem vielfältigen Sternenhimmel Platz. Der Kaufmann, ein technisch interessierter Mann, glaubt nicht, daß es sich bei seiner Entdeckung um ein Fahrzeug von einem frenden Stern handelt. Wahrscheinlich, so mutmaßt er, ist das "Ding" irgendeiner der zahlreichen um die Erde kreisenden Satelliten. Das Institut für Weltraumforschung in Bochum, für solche Flugobjekte zuständig, mußte jedoch auf Anfrage passen: "Wir haben in dieser Position keinen Satelliten im Computer." Die Landessternwarte in Heidelberg kann auch keine Aufklärung geben. Die Wetterwarte Mannheim gab zwei einleuchtende Erklärungen: Im Sommer kommt es oft zu optischen Leuchterscheinungen, die durch die Lichtbrechung beim Zusammentreffen von warmer und kalter Luft entstehen. Diese Erscheinungen ähneln einer "Fata Morgana" in der Wüste oder den Spieglungen auf Asphaltstraßen an heißen Tagen. Die andere Erklärung ist noch wahrscheinlicher: Eine Verwechslung mit einer sogenannten "Lenticularis-Wolke". Diese Wolkengebilde ähneln zuweilen einer Linse, zuweilen einem Zeppelin. Sie sind schattenlos und zur Mitte hin abgedunkelt. Von der untergehenden Sonne werden die "Lenticularis-Wolken" rötlich angestrahlt. Unser Bild zeigt den Heidelberger Kaufmann am Fernrohr bei Beobachtung der seltsamen Himmelserscheinung (rechts neben Kirchturm). Oben rechts im Bild (abgetrennt) eine Aufnahme des rätselhaften Flugkörpers.

>Was ist das?< hieß es am 6.August 1970 wieder in der ´Rheinpfalz´: Was unser Heidelberger Gewährsmann da seit Tagen, wie berichtet, am Himmel über der Pfalz beobachtet und vielfach fotografiert hat, das ist denn nun doch, wie die hier abgedruckten, mit 60facher Vergrößerung aufgenommenen Bilder beweisen, ganz offenbar weder eine "Fata Morgana" noch eine "Lenticularis-Wolke". Das nebenstehende Bild zeigt den sichtlich zylindrischen Flugkörper als Momentaufnahme, fotografiert in einer Viertelsekunde. Darunter eine Phasenaufnahme des rätselhaften Objektes, aufgenommen bei offener Blende in fünf Sekunden. Da keine der zuständigen Stellen wissen will, um was es sich bei diesem eindeutig mit der Kamera "identifizierten" Objekt handelt, stellt sich die Frage immer dringlicher: Was ist das?

Am 7.August 1970 dann die Meldung >Nachrichten-Satellit oder Raum-Bombe über der Pfalz<: Zwei Erklärungen für rätselhaften Flugkörper: Der Flugkörper, der seit Tagen von zahlreichen Menschen in der Pfalz und in Heidelberg beobachtet wurde, war auch am Mittwochabend deutlich zu erkennen. Inzwischen ergaben unsere Bemühungen zwei Erklärungen für diesen Flugkörper, über den sich amerikanische und deutsche Militär-Dienststellen eisern ausschweigen. Die amerikanischen Dienststellen in Ramstein erklärten uns gestern auf Anfrage, sie seien nur Gast in deutschland und verwiesen uns an die Bundesluftwaffe. Bei deutschen Dienststellen und im Bundesverteidigungsministerium erklärte man erneut, nichts von einem Satelliten zu wissen. Wie wir jedoch erfuhren, kann es sich bei diesem Objekt einmal um einen mit Sprengsätzen versehenen Nachrichten-Satelliten der USA handeln, der eine Funkverbindung mit dem Nahen Osten garantiert. Da er in unserem Raum über zehn Kilometer hoch fliegt, wird er nur von der militärischen Flugsicherung überwacht. Diese Ansicht wird unterstützt durch Berichte aus der UNO, wonach sich Israelis und Ägypter während des voin der USA vorgeschlagenen 90tägigen Waffenstillstandes durch Luftaufklärung entlang des Suezkanals selbst gegenseitig inspizieren. Hilfestellung dazu, so heißt es, könnten die USA und die Sowjetunion durch Satelliten-Überwachung geben. Die zweite Version ist, es handele sich bei diesem Flugkörper um eine mit drei Sprengköpfen verbundene Raumbombe. Es ist bekannt, daß die Sowjetunion diese Raumbomben besitzt. Auch die USA treiben den Bau dieser Bomben voran.

+ Beide angebotenen Lösungen sind fast noch abenteuerlicher als jede ET-Raumschiff-Darlegung, zudem völliger Unfug, der da von in der Sache sicherlich eher laienhaft informierten Journalisten zusammengeschrieben wurde. Ein mit Sprengsätzen versehener Nachrichtensatellit in zehn Kilometern Höhe über dem Rhein, also ein Killer-Satellit, der eine Stunde lang am Himmel dahinzieht gibt und gab es nicht, um im Nahen Osten Aufklärung zu betreiben. Noch irrer ist die Story von der Raumbombe. Zeitweise, wir haben es gesehen, können selbst harmlose Heimatblätter ganz schnell auf das Niveau von Boulevardblättern abrutschen, um auch ihr Sommerloch zu stopfen.

>War die Venus das "unbekannte Flugobjekt"? Volkssternwarte Ludwigshafen will das Rätsel gelöst haben< meldete am 18.August 1970 die ´Rheinpfalz´: Das Rätsel scheint gelöst, das "unbekannte Flugobjekt", das zu vielen Spekulationen Anlaß gab, endlich erkannt: Der Besuch zweiter Mitarbeiter der Ludwigshafener Volkssternwarte bei unserem Heidelberger Gewährsmann, der wochenlang das von ihm entdeckte merkwürdige Gebilde am Himmel beobachtete, hat ergeben, daß es sich dabei um die Venus handeln muß. Der Leiter der Volkssternwarte Ludwigshafen, Alfred Taubitz, schreibt uns zu seinen Feststellungen: "Als Trost für alle Beteiligten: etwa 10 Prozent der in Amerika registrierten UFOs (unbekannte Flugobjekte) wurden einwandfrei als die Venus identifiziert. Die Venus kreist innerhalb der Erdbahn um die Sonne und erreicht dabei eine Geschwindigkeit von 35 km/h. Dabei sehen wir sie von der Erde aus einmal östlich von der Sonne, sie läuft dann der Sonne nach, ist also der bekannte Abendstern. Einmal sehen wir sie westlich der Sonne, dabei läuft sie der Sonne voraus und ist dann der bekannte Morgenstern. Der größte Abstand, den sie erreichen kann, als Winkel gemessen, beträgt dabei 47 Grad. Das bedeutet dann, das sie entsprechend später, bis zu drei Stunden nach Sonnenuntergang, untergeht, oder aber drei Stunden vor Sonnenaufgang aufgeht. Für den Beobachter ist sie also meistens erst in Horizontnähe zu sehen, durch ihre große Helligkeit - diese beträgt zur Zeit das 33fache des hellen Fixsterns Wega in der Leier - sieht man sie jetzt sehr viel früher mit bloßem Auge als die anderen Sterne. Diese Tatsache und die starke Luftunruhe in Horizontnähe, welche Verzerrungen uind Farbveränderungen zur Folge hat, führt häufig zu der Annahme, etwas Außergewöhnliches zu sehen. Die vorliegenden Aufnahmen zeigen nichts anderes als die am Himmel aufgehende Venus."

+ Nun, die Ludwigshafener Astronomen haben nur die halbe Wahrheit gesagt und dadurch wurde das Rätsel auch nur halbwegs gelüftet, dafür aber sicherlich einiges an Verwirrung mit dieser ´offiziellen´ Erklärung gestiftet. Im Originalbericht sind nämlich die relevanten Fakten angegeben: Die Erscheinung wurde von Heidelberg (von einer Anhöhe, einem Hang) aus gegen Ludwigshafen, also im Westen, ausgemacht. Wie Vertreter der Rheinpfalz selbst mit eigenen Augen ausmachen konnten, ging die Erscheinung kurz nach 21 h unter, um dann dem Sternenhimmel Platz zu machen, nachdem das Restsonnenlicht der untergegangenen Sonne diesen nicht mehr überstrahlen konnte. Gefolgt wurde die "UFO"-Erscheinung von einem hellen Stern, "der wohl der Abendstern und deshalb die Venus war". Darin liegt die Lösung und ein folgenschwerer Irrtum zugleich. Jeder mit einem astronomischen Programm kann sich die Situation selbst errechnen lassen, wie es damals am Himmel der betroffenen Region aussah: Es standen gleich zwei prominente Planeten, typische UFO-Stimulis, am Himmel, die nach und nach im Westen der Sonne beim Untergang folgten: Zunächst ging die Venus unter und ihr Begleiter war bald darauf der Jupiter. Das was als Venus angesehen worden war, war in Wirklichkeit der Jupiter! Weshalb dies die Vertreter der Ludwigshafener Sternwarte nicht erkannten ist ein Rätsel, obwohl die Aufklärung offensichtlich und unzweideutig ist! Hier liegt also ein Versagen astronomisch-geschulten Personals vor, wodurch eine UFO-Story mitentstehen konnte. Erinnern wir uns daran, das auch die Landessternwarte in Heidelberg "keine Aufklärung geben konnte" und deswegen eine Reihe von Spekulationen ins Kraut schoßen, die teilweise exotischsten Inhalt hatten.

>Kleine Männchen< meldete AP und am 1.August 1975 meldete deswegen die ´Frankfurter Rundschau´: Rhodesien soll zu Anfang dieser Woche Besuch von "kleinen grünen Männchen" gehabt haben. Ein Polizeisprecher erklärte gestern in Salisbury, zwei Beamtze hätten am Montagabend in einem Umkreis von 15 Kilometer um die Hauptstadt herum ein unbekanntes fliegendes Objekt gesichtet. Drei andere Polizisten wollen das mysteriöse Gefährt vom Dach des Polizeirpäsidiums aus beaobachtet haben. Den Beamten zufolge bewegte sich das Objekt in einer Höhe von rund 135 Meter und sei verschwunden, als sie sich im näherten. Der Zivilist Tony Alexander, der sich mit einem Begleiter in seinem Auto befand, erklärte, sie seien von einem "hellen orangefarbigen Licht" verfolgt worden.

>Ein "UFO" über der Mitternachtsparty?< meldete die ´Frankenpost´ vom 4.August 1980 aus Herzogenaurach: Ein unbekanntes Flugobjekt glaubten 20 Gäste eines Sommerfestes in Herzogenaurach gesehen zu haben. Ihren Aussagen zufolge entdeckten sie zwischen 24 h und ein 1 h morgens eine orangefarbene, helleuchtende Scheibe am Himmel, die sich lautlos und mit der Geschwindigkeit eines Flugzeuges bewegte. Der Flugkörper, der aus Richtung Fürth/Erlangen kam, stoppte plötzlich einen Moment und drehte dann in Richtung Flughafen Herzogenaurach ab. Noch ehe die verdutzten Partygäste einen Fotoapparat holen konnten, war der leuchtende "Diskus" wieder verschwunden. Der Verdacht, die Partygäste könnten zu tief ins Glas geschaut haben, bestätigte sich nicht, denn auch die Besatzung eines Streifenwagens machte eine ähnliche Beobachtung. Die Beamten meldeten "ein zigarrettenschachtelgroßes, rötlich flammendes Gebilde", das in mehreren hundert Metern Höhe langsam in Richtung Nordwesten zog. "Am Radarschirm des Nürnberger Flughafens keine Erkenntnisse", heißt es dagegen im Polizeibericht. Auch der Wetterdienst Nürnberg fand keine Erklärung für diese Erscheinung. Eine Luftspiegelung sei mti Sicherheit auszuschließenm, erklärte ein Meteorologe. Auch ein meteorit wird ausgeschlossen, denn bei der Höhe und der Größe des beschriebenen Objekts hätte es einen "anständigen Krach gegeben", meinte ein Fachmann vom Seismologischen Zentralobservatorium in Erlangen. Diesen Knall hätte wiederum das Erdbebeninstitut registrieren müssen, aber auch dort wurde nichts bemerkt. Also doch ein UFO? Dr.Eckhard Pohl, Leiter der Sternwarte Nürnberg, hält von Fliegenden Untertassen und ähnlichen Science-fiction-Gebilden rein gar nichts. Für die Wahrnehmung der Herzogenauracher Partygäste hat er viele Erklärungen: es könnte ein Mondreflex, eine beleuchtete Wettersonde, ein reflektierendes Endteil eines Flugzeuges oder vielleicht doch ein heller Meteorit gewesen sein. Aufgrund der ungenauen Beschreibung von Laien könne er sich nicht festlegen - dazu hätte er das "UFO" wohl schon selbst sehen müssen.

>Erscheinung gibt Rätsel auf - "UFO" über der Stadt? Partygäste alarmierten Polizei: auch Streife meldete ein "Gebilde"< hieß es am selben Tag in den ´Nürnberger Nachrichten´, hieraus entnehmen wir zusätzliche Informationen: Die Örtlichkeit war im "Norden der Stadt" gewesen, der eigenartige Fluglörper, eine "orangefarbene Scheibe", "soll größer als ein Sportflugzeug gewesen sein" und war "von einem "Feuerschein umgeben". Sie stoppte ihren Flug über den Hochhäusern an der Bunzlauer Strasse, stand dort einen Moment, um dann im rechten Winkel in Richtung Flughafen abzudrehen" um dann über den Dächern von Haundorf zu verschwinden. Die kleine Gesellschaft rief die Polizei an und teilte die so flüchtige Erscheinung des Objektes mit. "Die ganze Lichterscheinung dauerte nur etwa drei bis vier Minuten", berichtete ein Augenzeuge der NN. Dafür war aber für den rest des Abends für Gesprächsstoff gesorgt. Der Gastgeber selbst, der nicht namentlich genannt werden möchte, um sich nicht dem Ulk der Nachbarn auszusetzen, fand keine Erklärung für den seltsamen Flugkörper. Auch zwei anwesende Feuerwehrleute wußten sich das Phänomen nicht zu erklären. Dr.Pohl erklärte, das er als Astronom, "häufiger mit Anrufen von Leuten konfrontiert ist, die meinen, sie hätten eine Fliegende Untertassen oder ein UFO gesehen": "Was meinen Sie, was die Leute für eine Phantasie haben", lautete seine Antwort, als ihn die NN um eine Deutung des Phänomens baten. Erkläören konnte er es nicht. Das Rätsel bleibt ungelöst: "Das aber, so der Astronom, könne er aufgrund der ungeschulten und ungenauen Beschreibungen von Laien, die es nicht gewohnt sind, diese Dinge zu beobachten, nicht beurteilen."

>"UFO" war nur ein Party-Gag< kam am Dienstag, den 5.August 1980, die Entwarnung in den ´Nürnberger Nachrichten´: Die Herzogenauracher können aufatmen. das Rätsel um die seltsame organgefarbene Leuchterscheinung, die zwanzig Sommerfestgäste und eine Streifenwagenbesatzung in der Nacht zum Sonntag am Herzenauracher Firmament entdeckt hatten, ist gelöst. Das Gesprächsthema Nummer eins des vergangenen Wochenendes entpuppte sich zum Kummer vieler UFO-Fans als ganz gewöhnlicher Heißluftballon, gestartet von übermütigen, irdischen Partygästen. Der Ballonstart war als Höhepunkt einer Geburtstagsfeier geplant, ohne freilich zu ahnen, dass damit die ganze angrenzte Bevölkerung in helle Aufregung versetzt werden würde. Die Gastgeberin der besagten Party meldete sich gestern vormittag bei der Redaktion in Herzogenaurach und lüftete das Geheimnis. Um auch den letzten Skeptiker unter den Redakteuren zu überzeugen, kam sie samt "Corpus delicti" und Gebrauchsanweisung in die Redaktion. Wir sich herausstellte, verfügte die Herzogenauracherin bereitis über einige Erfahrung in der Ballonluftfahrt, denn sie hatte schon öfters den "Party-Knüller" - so der Hersteller - bei geselligen Anlässen starten lassen. Eigentlich ist das ganze kinderleicht: eine auf dem Heizteller liegende Masse wird entzündet und nach zwei bis drei Minuten entschwebt das orangefarbene Ding in die Lüfte - biszu einer Höhe von tausend Metern. Nach etwa 30 Minuten ist der Spuk vorbei und der Ballon wieder auf der Erde. Die Redaktion kam natürlichihrer Sorgfaltspflicht nach, und teste den "Party-Knüller" selbst. Wie in der Gebrauchsanleitung beschrieben, wurde der Ballon "angeschnürt", ließ aber zunächst den gewünschten Auftrieb vermissen. Als er sich schließlich anschickte, die Schwerkraft doch zu überwinden und sich in die Lüfte erhob, fing die Ballonhülle Feuer und verbrannte. Pech! Enttäuschung und Erleichterung werden sich nach dieser wenig spektakulären Enthüllung breit machen. Ein kleiner Trost aber bleibt: recht hatte nämlich keiner, weder Laien noch Experten vom Seismologischen Zentralobservatorium, dem Wetterdienst oder der Sternwarte Nürnberg. An einen Party-Knüller hatte keiner gedacht!

>Grund des UFO-Fiebers geklärt: Zeppeline entflogen - "Leider fehlen immer die nötigen Beweise"< hieß es am 9.August 1980 in der ´Mittelbayerischen Zeitung´: Nach intensiven Forschungsarbeiten der mit diesem Problem befaßten Fachleute können die Regensburger nun endlich aufatmen: Eine Invasion aus den Tiefen des Alls ist keinesfalls zu befürchten. Nachdem die Telefondrähte in der Lokalredaktion fast zum Glühen kamen, weil so viele Regensburger ihre Meldung von der Entdeckung eines UFOs durchgaben, herrscht jetzt Klarheit: Die Bastelbeilage eines Comic-Heftes war von den eifrigen Beobachtern mit außerirdischen Raumschiffen verwechselt worden. Einige Steppkes benachrichtigten dann die MZ, daß ihnen ihr Spielzeug-Zeppelin aus Metallfolie entflogen war. Aus diesem Grund wollte die MZ einmal wissen, was die Regensburger von den "echten" UFOs halten:

Christine Wiedl, Sekretärin: "Ich kann mir durchaus vorstellen, daß es UFOs geben könnte. Ob die Flugobjekte, die von einigen Leuten in letzter Zeit als UFOs identifiziert wurden, wirklich welche waren, läßt sich natürlich nicht nachweisen." Ob es nicht seltsam ist, daß die Außerirdischen immer zur "Saure-Gurken-Zeit" auftauchen? "Schon", und augenzwinkernd: "Kann ja sein, daß die UFO-Besatzungen Wert darauf legen, gesichtet zu werden und daher an warmen Sommerabenden auf Tour gehen, wenn d´Leut´ draußen spaziergehen." Robert Ergesi, Technischer Zeichner: "Ich glaube, ein Großteil der UFOs wird nur aus Wichtigteuerei ´entdeckt´. Möglich ist es natürlich schon, daß es Erscheinungen gibt, die man auf Anhieb nicht erklären kann. Die Vorstellungen von den kleinen grünen Männchen in den Raumschiffen der Außerirdischen ist natürlich unsinnig. Daß es andere intelligente Lebewesen im Weltall gibt, ist deswegen nicht auszuschließen. Ich glaube aber eher, daß manche Flugobjekte, die beobachtet werden und dann mit viel Rummel als UFOs präsentiert werden, nur neue Erfindungen der Luftwaffe sind." Waldemar Hartinger, Busfahrer: "Warum sollte die Wissenschaft auf anderen Planeten irgendwo im Universum nicht so weit fortgeschritten sein, daß eine Reise zur Erde per UFO möglich ist? Hunderprozentig weiß es natürlich keiner, leider fehlen da immer die nötigen Beweise, wie zum Beispiel Spuren am Landeplatz des UFOs. genauso wie wir ja schon auf dem Mond gelandet sind, könnten andere bei uns landen. Die meisten vermeintlichen Beobachtungen von solchen Flugobjekten aber lassen sich mehr auf Luftspiegelungen oder Verwechslungen zurückführen." Josef Maurer, Lehrer: "Daß solche UFOs bei uns auf der Erde landen können, halte ich für undenkbar. In einer seiner Fernsehsendungen hat Hoimar von Dietfurth das recht glaubhaft nachgewiesen. Schneller als das Licht kann sich laut Einstein Materie nicht bewegen, also auch kein Raumschiff. Die Außerirdischen müßten jahrelang unterwegs sein, um zu uns zu kommen. Das ist auch der Grund dafür, daß eventuelle Forschungsergebnisse von uns abgeschickter Satelliten erst für spätere Generationen greifbar werden, das erleben wir nicht mehr." Peter Mistygatz, Schreinerlehrling: "Es wäre schon reichlich überheblich, wenn wir glauben würden, die einzigen intelligenten Wesen im All zu sein. Ich glaube nicht, daß alle, die behaupten, ein solches UFO gesehen zu haben, Schwindler sind, oder daß sie nur Positionslichter von Flugzeugen beobachtet haben oder sich sonstwie getäuscht haben. Bevor wir Milliarden in Rüstung investieren, sollten wir erst einmal unsere Umwelt erforschen oder nach anderen Lebewesen suchen."

+ Diese Umfrage ist sicherlich dahingehend bemerkenswert, weil sie wahrscheinlich einen durchaus repräsentativen Querschnitt der öffentlichen Meinung betreffs dem UFO-Phänomen darstellt. Insbesondere die Vorbringung von neuen Erfindungen der Luftwaffe (also Geheimwaffen) und Luftspiegelungen als UFO-Erklärung sind zwei gewichtige Schwerpunkte in der öffentlichen Erklärungs-Konzeption des UFO-Phänomens, was auch durch entsprechende "Aufklärungs"-Berichte gefördert wird. Dennoch sind sie falsch, da eher selten bis gar nicht Geheimwaffen für UFO-Observationen sorgen und/oder Luftspiegelungen wie Fata Morgana-Erscheinungen für UFO-Spuk sorgen. Dennoch hört man diese Aussagen immer wieder, was auf ein gewaltiges Informations-Defizit hinweist und auch belegt, daß den Menschen die Komplexität des UFO-Phänomens gar nicht bewußt ist.

>"UFO" auf den Radarschirmen des Flughafenwetterdienstes: Heißluftballon landete auf dem Rollfeld/Herrenloser Eigenbau alarmiert Flugsicherung - "Große Gefahr für Flugzeuge"< meldete großaufgemacht der ´General-Anzeiger´ vom 16.August 1980: Erschreckt zuckt der Beobachter des Deutschen Wetterdienstes zusammen. Das "Etwas", das plötzlich auf dem Bildschirm seines Wetterradars erscheint, kann unmöglich ein Flugzeug sein. Dafür ist das Objekt zu kleine. Aufgeregt beobachtet der Wetterfrosch, wie sich das unbekannte, aber zweifellos fliegende Objekte langsam der Landebahn "32 links" nähert. Der Beobachter reagiert schnell und alarmiert die Flugsicherung. Dort schickt man sofort mehrere Leute in den abgelegenen Bereich des Flugplatzes, der heute hauptsächlich bei ungünstigen Windverhältnissen genutzt wird. Der Trupp des Flugsicherungsdienstes staunt nicht schlecht, als er das "UFO" endlich vor sich hat: Es handelt sich um einen herrenlosen Heißluftballon. Besser gesagt: um das bestens fliegende Modell eines Heißluftballons. Um genau 20:07 h ging der etwa zwei Meter durchmessende Ballon auf der Landebahn nieder. Was sich da vor einigen Tagen auf dem Köln/Bonner Flughafen abspielte, ist ein bisher einmaliger Vorgang. Karl-Heinz Hemmer, seit 1958 bei der Flugsicherung: "So etwas hat es bisher bei uns noch nicht gegeben." Bislang können über die Herkunft des Bastler-Ballons nur Vermutungen angestellt werden. Irgend ein Modellfan in der näheren Umgebung des Flughafens hat den Ballon aufsteigen lassen. Dabei muß sich das "unbemannte Fluggerät" (so der offizielle Sprachgebrauch) selbstständig gemacht haben. Angetrieben wurde der Ballon vermutlich von brennenden Esbit-Würfeln, die in einer unter dem Ballon aufgehängten Aluminiumfolie lagen. Esbit ist gepreßter Brennspiritus. Für die Sicherheitsexeperten des Flughafens ist der ominöse Ballon nur ein Glied in einer langen Kette von Sicherheitsrisiken, mit denen sich Piloten und Flugpersonal auseinandersetzen müssen. Angefangen vom schlichten Luftballon bis zum verirrten Modellflugzeug ist den Fliegern so gut wie alles in die Quere gekommen.

Hemmer: "Selbst die kleinsten Flugobjekte sind eine grundsätzliche Gefahr. Betroffen von dieser Gefahr sind vor allem kleinere Sportmaschinen", erläutert der Sicherheitsexperte. Wenn in die Propeller dieser Maschinen ein Fremdkörper gerät, dann "hat man kaum noch Zeit, ein Vater unser zu sprechen". Aber auch Düsentriebwerke und Turboaggregate sind anfällig gegen Fremdkörper. Gefürchtet bei Piloten aller Art ist der Vogelschlag. Besonders kritisch wird es, wenn sich verirrte Modellflieger, Heißluftballons und Vögel in den Triebwerken der Maschinen verfangen, die gerade beim Landeanflug sind. Hemmer: "Das ist die kritischste Flugphase überhaupt. Da kann ein tonnenschwerer Jet schon bei der kleinsten Störung in eine instabile Lage kommen - und schmiert ab." Vor allem Metallteile, die in Triebwerke geraten, können verheerende Wirkung haben. Es soll schon vorgekommen sein, daß sogar Vögel Triebwerksexplosionen ausgelöst haben. Dabei gibt es einen genau ausgewiesenen Sperrbezirk um den Köln/Bonner Flughafen herum. In diesem Bereich darf nicht mal ein Drachen aufsteigen. Diese "tote" Zone befindet sich in einem Abstand von 1,5 Kilometern um die Rollfelder. Wesentlich weiter gefaßt ist eine andere Zone, in der Drachen, Modellflugzeuge und auch Bauwerke eine bestimmte Höhe (100 Meter) nicht überschreiten dürfen. In Nord-Süd-Richtung reicht diese Sperrzone von Leverkusen bis Hennef. Ost-westlich dehnt sich das Gebiet von Lülsdorf bis Overath aus. Dennoch kommt es immer wieder vor, daß Sportpiloten von "unheimlichen Begegnungen der gefährlichen Art" berichten. So befindet sich zwischen Niederkassel und Zündorf auf freiem Feld ein Übungsareal für Modellflieger. Genau im Ein- und Ausflugsgebiet der sogenannten Querwindbahn. Dort komme es häufiger vor, daß Piloten "schreckensbleich erkennen, daß sie von Flugmodellen umringt sind". Dabei haben die Porzer Modellbauer den Verantwortlichen der Flugsicherung versprochen, sich an die Höchstgrenze von 100 Metern zu halten. Es scheinen auch weniger die organisierten Modell-Fans zu sein, die für Aufregung sorgen. In diesem Areal lassen auch häufig "Modell-Piraten" ihre Eigenbauten in den Himmel steigen, ohne sich um irgendwelche Vorschriften zu scheren. Flugsicherungsexperte Hemmer: "Eigentlich ist es ein Wunder, daß noch nie etwas Ernstes passiert ist."

>Wärter sah es: UFO schoß über Botanischen Garten< hieß es am 16.August 1980 in BILD: "Mensch, ich werd´ verrückt - das ist ja ein UFO", murmelte Wärter Horst Möbus (40) bei seinem Rundgang durch den Botanischen Garten, blieb gestern Nacht Punkt 2:15 h wie angewurzelt stehen und starrte in den Himmel. Dann hastete er ans Telefon, rief seine Frau Renate (40) ans Fenster - fasziniert berichtet die Köchin: "Es schoß ganz hell über die Blumenbeete, hoch am Himmel." Über eine Stunde konnten die Eheleute das UFO verfolgen. "Dann verschwand es glänzend südlich im Weltraum, vorher gab es noch seltsame Lichtzeichen", erzählen Herr und Frau Möbus, die im Botanischen Garten eine Wohnung haben. Bernhard Wedel (44), technischer Leiter der Sternwarte am Insulaner, sagt zu dem Phänomen: "Ich will nichts ausschließen. Es kann sich aber auch um einen Meteoriten, eine Sternschnuppe oder eine andere kosmische Erscheinung gehandelt haben." Ausgiebig untersuchen will der bekannte Berliner UFO-Forscher und Mathemathiklehrer Charles A.Huffer den Fall: "Nur eine strenge wissenschaftliche Auswertung kann beweisen, dass es sich wirklich um ein UFO handelte." Im Blattinnern finden wir weitere Angaben unter der Titelzeile Das Geheimnis des Lichter-Kranzes am Berliner Himmel: Wolkenscheinwerfer oder eine Sternschnuppe? Der 41jährige Schlosser und Heizer Horst Möbus glaubte seinen Augen nicht zu trauen: Mitten in der Nacht erstrahlte am Himmel ein heller Kreis über Steglitz, der Lichter auszusenden schien. Horst Möbus: "Ich hatte im Botanischen Garten Nachtschicht und machte meinen Rundgang. Für mich sah es aus, als ob das Licht etwa 10.000 Meter entfernt war und einen Durchmeser von rund 40 Zentimeter hatte. Komisch war, dass die ausgesendeten Lichter nur nach oben und rechts zeigten." Dazu Bernhard Wedel, 44, Technischer Direktor der Sternwarte am Insuler: "Wie hoch und wie groß ein Licht am Himmel ist, kann man mit bloßem Auge nicht beurteilen. Theoretisch könnte der Lichtpunkt eine Sternschnuppe gewesen sein." Meteorologe Jürgen Heise, 41, vom Institut Dahlem: "Bei wolkenreichem Himmel ist es gut möglich, dass der Lichtpunkt unser Wolkenscheinwerfer war. Die Strahlen wären in dem Fall das von den Wolken reflektierte Licht."

>Warten auf die "Untertasse"< hieß es am 18.August 1980 u.a. im ´Kurier´: Tausende Franzosen und Touristen warteten am Wochenende in Pontoise, einem ruhigen Vorort von Paris, zwei Tage lang auf die angekündigte UFO-Landung und die Menschen vom anderen Stern. Das Ereignis war vom Franzosen Frank Fontaine prophezeit worden, der behauptet hatte, er sei acht Tage lang an Bord einer "Fliegenden Untertasse" festgehalten worden. Trotz der Enttäuschung blieben die UFO-Fans gläubig: "Wahrscheinlich sind sie nicht gekommen, weil zu viele Menschen hier waren." Nach Fontaines Prognose müssen die Erdbewohner jetzt wieder drei Jahre auf die nächste UFO-Landung warten. [Woraus freilich nichts wurde und Fontaine selbst inzwischen auf die schiefe Bahn als Taschendieb geraten war und einer seiner Kumpel den Schwindel mit der UFO-Entführung eingestand.]

Die ´Odenwälder Heimatzeitung´ vom 18.August 1980 nahm sich der Affäre ebenfalls an und berichtete: Für die Anhänger außerirdischer Wesen war Mariä Himmelfahrt ein enttäuschender Tag. Mehrere 1000 Menschen warteten in Cergy-Pontoise bei Paris und vor einem Tunnel in Sirod (Jura) vergeblich auf die von dem neunzehnjährigen Franck Fontaine angekündigte Rückkehr der "kleinen grünen Männchen in ihren Fliegenden Untertassen". Denn die Außerirdischen hatten ihm ihren Besuch versprochen, als sie Fontaine am 26.November 1979 in dem Ort bei Paris nach eigenen Angaben entführten und acht Tage später wieder freiließen. Fontaine muß von Anfang an skeptisch gewesen sein, denn er wurde erst gar nicht gesehen. Auch vor dem Jura-Tunnel machte sich zur gleichen Stunde Enttäuschung breit. Keine Spur von Lebewesen fremder Galaxen. Nur der ambulante Würtchenverkäufer hüpfte wegen seines sprunghaften Umsatzanstiegs freudig von einem Fuß auf den anderen.

>Die Männchen spielten mal wieder nicht mit< berichtete ´Die Welt´ am 18.August 1980 über SAD aus Paris: Frankreich war am Wochenende wieder einmal vom UFO-Fieber gepackt. "Rendezvous am 15.August", hatten die geheimnisvollen Lebewesen eines anderen Sterns wissen lassen. Zumindest hatte der 19 Jahre alte Franzose Frank Fontaine diese Nacricht im ganzen Lande verbreitet. Der Strassenverkäufer aus dem Pariser Vorort Cergy-Pontoise war im vergangenen November angeblich von einem "UFO" entführt worden und verbrachte damals, so erzählte er, eine Woche in Gesellschaft der Außerirdischen, bevor er wieder auf seinen heimischen Erdboden zurückkehrte. Zum Abschied hatten die Außerirdischen das nächste Treffen für dieses Wochenende angekündigt. Mehr als zweitausend UFO-Gläubige aus ganz Frankreich, deutschland, Belgien, der Schweiz und Holland hatten sich dann auch pünktlich zum Rendezvous in Cergy-Pontoise sowie in der Nähe eines Tunnels in dem Dorf Sirod im französischen Jura, wo die Außerirdischen ebenfalls erscheinen wollten, eingefunden. Etwa 800 Autos waren auf mehrere Kilometer entlang dem Boulevard de L´Oise in Cergy-Pontoise, wo Frank Fontaine einst entführt wurde, geparkt. In kleinen Gruppen warteten die Neugierigen, bestens ausgerüstet mit Filmkameras, Fotoapparaten, Video-Kassetten-Rekordern und Ferngläsern und beobachteten gespannt den Himmel. Andere hatten in religiöser Andacht Kreise gebildet und hielten sich an den Händen, um "mehr Energie zu laden."

Doch am Himmel tat sich gar nichts. Außer zwei Linienflugzeugen und einigen gewitterwolen, die die UFO-Anbeter allerdings erschaudern ließen, war bis Samstag mittag kein außerirdisches Zeichen erkennbar. Nicht besser erging es Tausenden von Neugierigen, die sich bereits seit Donnerstag abend mit Zelten und Gummimatratzen in dem 550-Seelen-Dorf Sirod zum Rendezvous mit den Außerirdischen eingefunden hatten. Auch sie warteten vergebens. Ihre Enttäuschung spülten sie nach Mitternacht mit mehreren Gläsern Rotwein in den Dorfkneipen herunter. Jetzt müssen die UFO-Fans sich bis zum 15.August 1983 gedulden. Dann wollen die kleinen "grünen Männchen" vom anderen Stern endgültig mit den Erdenbewohnern Kontakt aufnehmen. Zumindest behauptet das Frank Fontaine in einem Buch des Science-fiction-Schriftstellers Jimmy Guieu. Dass Frank Fontaine von einigen Realisten längst als der "originellste Lügner des Jahres" bezeichnet wurde, störte niemand.

>Von Fliegender Untertasse verfolgt< meldete ddp aus London und die ´Braunschweiger Zeitung´ vom 25.August 1980 druckte es ab: Die 33jährige Hausfrau Lillian Middleton fuhr zehn Meilen so schnell wie nie zuvor in ihrem Leben, als sie merkte, daß über ihrem Wagen ein "unidentified flying object" (UFO) flog. Die Polizei erklärte am Samstag, sie untersuche den Vorfall durchaus ernsthaft, denn zahlreiche andere Leute hätten dasselbe UFO beobachtet. Lillian Middleton versuchte teilweise mit einer Geschwindigkeit von über einhundert Stundenkilometern dem UFO zu entkommen. Wenn sie plötzlich bremste, kam das UFO zurück und blieb direkt über dem Auto. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe von Qilton Bay nördlich von Newcastle in Nordostengland. Der Ehemann von Lillian Middleton sagte, seine Frau sei nicht der Typ, der sich derartige Dinge einbilde. Sie habe ihm gesagt, das UFO habe etwa die Größe ihres Autos gehabt und habe sich manchmal so dicht über ihrem Auto befunden, daß sie es hätte anfassen können. Das UFO, das ein leuchtendes weißes Licht ausgestrahlt haben soll, wurde auch von mehreren anderen Leuten auf der ruhigen Straße zwischen den beiden Dörfern Earsdon und Holywell gesehen. Ein Polizeisprecher sagte, an einer die ganzen Nacht geöffneten Tankstelle hätten mehrere Leute zur gleichen Zeit das UFO beobachtet. Lillian Middletons Mann meinte, seine Frau habe zwar nicht den Spaß am Autofahren verloren, würde aber vorläufig nicht mehr nachts fahren.

>UFO-Spektakel dauerte 8 Minuten/In der Oberpfalz gesichtetes Flugobjekt auch über Unterfranken entdeckt?< fragte am 1.August 1985 die ´Main-Tauber-Post´: Flog das gleiche unbekannte Flugobjekt (UFO), das in der Nacht zum Freitag in der Nähe der oberpfälzischen Kreisstadt Tirschenreuth gesichtet wurde, schon vorher über Unterfranken? Die Beobachtung, die drie Männer aus Gerolzhofen (Lkr.Schweinfurt) bereits vor 14 Tagen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gemacht haben wollen, deckt sich jedenfalls ganz erheblich mit den Angaben, die jene Fußgänger aus der Oberpfalz der Polizei zu Protokoll gaben. Auf den Bericht über das "Oberpfälzer UFO" hin meldete sich jetzt einer der Gerolzhöfer Augenzeugen - Adolf Hauck - bei der Würzburger Main-Post. Zuvor hatten er und seine beiden Begleiter in jener Nacht, Elmar Stickelmaier und Ludwig Ach, bereits in Freundes- und Bekanntenkreisen von ihrem unerklärlichen Erlebnis erzählt. Was war in jener Nacht geschehen? Adolf Hauck, Elmar Stickelmaier und Ludwig Ach fuhren im Auto nach Hause, als sie beim Überqueren der Gleisanlage am Bahnhof in Richtung Frankenwinheim in Höhe der Abzweigung nach Brünnstadt am Himmel eine kreisrunde, rötliche Scheibe erblickten, die etwa so groß wie der Mond erschien und deren untere Hälfte wie abgeschnitten war. Elmar Stickelmaier, Amtsinspektor am Amtsgericht in Gerolzhofen: "Ich fragte mich, ist das der Mond, doch der war nicht zu sehen. Außerdem war Neumond!" Es war genau 1:32 h, wie Adolf Hauck mit dem Blick auf die Uhr feststellte. Das unbekannte Flugobjekt bewegte sich nach Aussage der Männer hinter einem Baum vorbei in Richtung Frankenwinheim. Da man das, wa sman mit eigenen Augen sah, im Endeffekt gar nicht für möglich hielt, fuhr man statt nach Hause zunächst weiter, die Scheibe nicht aus den Augen lassend. Vor Frankenwinheim bogen die Männer dann nach Brünnstadt ab, um vor der dortigen kleinen Anhöhe aus das Spektakel noch besser verfolgen zu können. Dort sahen sie dann, wie die sich gleichmäßig fortbewegende Halbscheibe schließlich südwestlich von Würzburg am Firmament verschwand. Der ganze Spuk dauerte alles in allem, so Adolf Gauck, acht Minuten. Die Beobachtung der drei Männer aus Gerolzhofen deckt sich teilweise mit den Angaben, die jene zwei Spaziergänger in der Oberpfalz unabhängig voneinander machten. Auch sie sprachen von einer kreisrunden Scheibe in der Größe des Mondes, deren obere Hälfte fehlte, und schlossen eine Verwechslung mit einem Ballon oder ähnlichem Flugkörper aus. Einziger Unterschied ist, dass das bei Tirschenreuth gesichtete UFO seine Farbe ständig gewechselt haben soll. So sei es einmal leuchtend rot - wie auch die Gerolzhöfer behaupten -, dann aber grell orange und schließlich burgunderrot gewesen. Es flog mit hoher Geschwindigkeit von Nordosten nach Südwesten und verschwand nach einiger Zeit nach oben. Wie auch im Fall Tirschenreuth, so hat allerdings auch in Gerolzhofen die Polizei in der besagten Zeit am Himmel nichts Außergewöhnliches feststellen können.

>Sorgte Heißluftballon für kalte Schauer? UFO war möglicherweise ein "Party-Knüller"< meldete die ´Main-Tauber-Post´ vom 2.August 1985 in einem Artikel von Günther Hillawoth: Die Sache mit dem UFO, das am Freitagabend gegen 23 h über das Steinbachtal geflogen sein soll (wir berichteten), wird immer kurioser und entwickelt sich mehr und mehr zum Flop. Gestern erreichten uns jede Menge Anrufe von lesern, die noch einmal die von Ronald de Divitis ausführlich beschriebene Erscheinung bestätigten. Doch die Augenzeugen dieses Phänomens sind möglicherweise einem "Party-Knüller" auf den Leim gegangen: ein Heißluftballon soll´s gewesen sein, der den Beobachtern kalte Schauer über ihre Rücken jagte. Das bestätigte uns gestern eine Würzburgerin, in deren Garten am Dallenberg ein fest zugange war. Einer ihrer Gäste habe schon bei seiner Ankunft auf eine Überraschung hingewiesen, die er sich jedoch bis zum Ende der Gewitter und der dazugehörigen Schauer aufhob, versicherte die Dame. Gegen 23 h schließlich sei der Gag dieser Fete dann gelungen. Nach dem Entzünden der Feuerquelle "zog der Ballon ganz schnell ab". Zuerst dsei er in Richtung Guttenberger Forst aus dem Blickfeld entschwunden und kam dann - so die Gatsgeberin - nach einiger Zeit in größerer Höhe wieder zurück. Das deckt sich genau mit den Beobachtungen der Augenzeugen. Ein Ehepaar befand sich zu diesem Zeitpunkt in Höhe der Naturheilinsel auf dem Radweg rechts des Maines. Ein Heidlingsfelder sah eine "hellerleuchtete Kugel" auf der Luftlinie Randersacker-Kist mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Kist fliegen. Die Beschreibung weiterer Anrufer reichte vom glühenden Wagenrad bis zur leuchtenden Scheibe. Die Dame, in deren Garten der Riesen-Heißluftballon gestartet wurde, stellte uns die Beschreibung des "UFOs" zur Verfügung. Aus jener wird ersichtlich, dass der "nachts leuchtend, am Tage durch rot-weiße Farbe gut sichtbar" sei. Die Hülle solle von mehreren Personen auseinandergezogen und anschließend einige brennende Streichhölzer in den Heizteller gelegt werden. Laut Beschreibung erhebt sich der Ballon nach etwa zwei bis drei Minuten und steigt innerhalb einer Viertelstunde auf eine Höhe von rund 1000 Meter. Danach erlischt die Flamme, und es erfolgt der Abstieg. Die Fahrtdauer wird mit 30 Minuten angegeben. Der Riesen-Heißluftballon ist vielseitig verwendbar. So kann ihm der staunende Leser als Werbegeschenk oder als "Feuerwerksträger" benutzen. Für "Ballon-Verfolgungs-Rallyes" ist dieses rund zwei Meter hohe und einen Meter Durchmesser aufweisende Monstrum ebenfalls zu gebrauchen. Allerdings wird darauf hingewiesen, dass bei einem solchen Massenaufstieg die Erlaubnis der jeweiligen Luftfahrtbehörde eines Landes einzuholen sei. Doch kommen wir zurück zu unserem "UFO", dem Riesen-Heißluftballon, der für so große Aufregung sorgte. Er sei nach Gesichtspunkten größtmöglicher Sicherheit und Funktionstüchtigkeit entwickelt. Die Form seiner Hülle wirke selbststabilisierend und erlaube Schräglagen bis zu 45 Grad, ohne dass eine Selbstentzündung befürchtet werden müsse. Wenn also nächstens wieder ein oder gleich mehrere "leuchtende Objekte" am nächtlichen Himmel auftauchen, dann muß es nicht gleich ein Angriff von der Wega sein. Denns chließlich können "Ballon-Verfolgungs-Rallyes" veranstaltet werden - auch wenn´s der geneigte Leser für unwahrscheinlich hält.

+ Begleitet wurde der Artikel von zwei Grafiken des Beipackzettels, anhand dessen zu sehen ist, wie man diesen Miniatur-Heißluftballon (und nicht Riesen-Heißluftballon!) starten läßt.

>"Party-Knüller" als UFO?< hieß es am 2.August 1985 in der ´Main-Post´: Das im Bereich des Steinbachtales gesichtete UFO war möglicherweise ein Heißluftballon. Eine Würzburgerin teilte uns gestern mit, dass der Freitagabend gegen 23 h von ihrem Garten am Dallenberg gestartet worden sei. Auf der Beschreibung des Herstellers wird dieser "Party-Knüller" als "nachts leuchtend, am Tage durch rot-weiße Farbe gut sichtbar" beschrieben. Der rund zwei Meter hohe und einen Meter dicke Ballon erreicht bei günstigen Bedingungen eine Höhe von 1000 Metern. Damit sind möglicherweise auch die jüngsten "UFO-Beobachtungen" bei Gerolzhofen und in der Oberpfalz geklärt.

>Irdische UFOs< meldete der ´Nordbayerische Kurier´ vom 3.August 1985: Unbekannte Flugobjekte (UFO) sind meist "irdischer Herkunft". Bei diesen leuchtenden Scheiben und roten Lichtkugeln am Nachthimmel handle es sich nicht um "Herren vom anderen Stern oder kleine grüne Männchen", sondern vielmehr um heißluftballone, berichtete die Bayerische Volkssternwarte in München. Diese zwei Meter großen Ballonkugeln aus Seidenpapier mit einer eingebauten Gaskartusche würden oft bei sommerlichen Gartenpartys aufgelassen. Dann zeigten sich rötlich leuchtende Objekte am Firmament, die vom Wind bewegt würden. In der vergangenen Woche war bei der Polizei in Tirschenreuth ein "UFO-Alarm" eingegangen. Spaziergänger berichteten unabhängig voneinander von einer "kreisrunden Scheibe, deren obere Hälfte gefehlt habe".

>Sturzflug über den Alpen - Pilot: "Auf uns rast ein UFO zu"/Braun, schwarz, glänzend< meldete am 17.August 1985 die BILD unter David Burk: Schon wieder Panik an Bord einer Boeing: Ein Pilot riß sein Flugzeug mit 120 Passagieren in den Sturzflug - er wollte einem UFO asuweichen! Der Flug Olympic Airways 132 von Zürich nach Athen begann in strahlender Sonne. In der Boeing war gerade das Zeichen "Rauchen verboten" erloschen. Die Maschine flog in 8.000 Meter Höhe über den Alpen. Plötzlich Aufregung im Cockpit. Abgehackt und hastig meldete Pilot Christos Stamoulis um 16:05 h dem Kontrollturm des Mailänder Flughafens: "60 Meter schräg vor uns ein braun-schwarzes glänzendes Ding, wie ein UFO. Es rast direkt auf uns zu." Der Tower ungläubig: "Auf den Radarschirmen ist nichts zu sehen." Der Pilot schreiend: "Aber es berührt uns fast. Ich versuche, auszuweichen." Die Stewardeß über Lautsprecher zu den Passagieren: "Bitte, bleiben Sie angeschnallt." Pilot Stamoulis drückte die Nase seiner Maschine abrupt nach unten - ein 200 meter tiefer Sturzflug. Panik bei den Passagieren, Frauen schrien, Kinder weinten. Das Manöver gelang - die Boeing tauchte unter dem "Ding" durch. Pilot an Tower: "Wir konnten das Unglück gerade noch verhindern. Was war das nur?" Der Flutlotse: "Wir können noch immer nichts sehen..." Ein Flughafen-Angestellter: "Es war vielleicht eine ´Missile ballistico´, eine verirrte Rakete. Der Pilot hat toll reagiert. Die Passagiere waren in tödlicher Gefahr."

>UFOs beunruhigen Italien< heiße es am 18.August 1985 in der BILD-am-Sonntag: Die unheimlichen, unbekannten Flugobjekte an Italiens Himmel werden immer zahlreicher. "Grün/orange" strahlte früh ein "rundes Objekt", das mehrere Augenzeugen über dem Hauptfriedhof von Pavia schweben sahen, bis es im Zick-Zack-Kurz verschwand. Ein anderer Himmelskörper sandte bei Ancone eine Stunde lang einen roten Lichtstrahl aus, meldete die Polizei. Als Schwarzbraun und leuchtend beschrieben Einwohner von Alberobello bei Bari ein Objekt, das mehrere Minuten lang nur 50 Meter über dem Ort schwebte. Genau einem solchen Gebilde konnte tags zuvor in der Nähe von Mailand eine "Olympic Airways"-Boeing nur im Sturzflug ausweichen. Pilot Stamoulis: "Das Ding raste direkte auf uns zu!"

>Wem gehört die Rakete?< fragten am 19.August 1985 die ´Stuttgarter Nachrichten´: Nicht genug, dass unbekannte Flugobjekte, kurz UFOs genannt, in den Lüften ihr Unwesen treiben, jetzt sind es gar noch nicht identifizierbare Raketen. Da erblickte der Pilot einer griechischen Boeing 727 in der Nähe der schweizerisch-italienische Grenze in nur 100 Metern Entfernung ein "lenkwaffenähnliches" Flugobjekt.

>Pilot in Not - Rakete...< meldete am 19.August 1985 die ´Abendpost´ in Bezugnahme auf ap in Bern/Rom: Die italienischen Luftfahrtbehörden haben am Wochenende eine Untersuchung über einen mysteriösen Luftzwischenfall in der Nähe der schweizerisch-italienischen Grenze eröffnet. Dabei will der Pilot einer Boeing 727 der griechischen Olypmic Airways in 9000 Meter Höhe etwa 100 meter vom Flugzeug entfernt ein lenkwaffenähnliches Flugobjekt gesichtet haben. Sowohl die Schweizer wie auch die Italiener wiesen zunächst die Vermutung zurück, es könnte sich um eine Rakete ihrer Streitkräfte gehandelt haben. Während des Zwischenfalls waren 70 Fluggäste an Bord des Jets von Zürich nach Rom. Plötzlich habe Flugkapitän Stamoulis das Flugobjekt gesichtet und eine Notmeldung an die Mailänder Luftverkehrskontrolle durchgegeben. Ein griechischer Sprecher meinte, das Projekt Projektil könne durchaus eine Rakete gewesen sein.

>UFO vermutet - Wettersonde im Garten gefunden< berichtete am 21.August 1985 das ´Westfalen-Blatt´: Nur sehr vorsichtig näherte sich das Ehepaar Schultze-Kollex dem glänzenden Ding, das gestern morgen gegen 7:45 h im Garten ihres Hauses in Gehlenbeck gelandet war. Ein UFO oder noch Schlimmeres vermuteten die beiden zunächst, bis sie - einer Leine auf das Garagendach eines Nachbarn folgend - die Lösung fanden: Niedergegangen war eine Sonde, wie sie von den rund 15 bis 20 Außenstellen des Wetteramtes München in der Bundesrepublik zweimal täglich in die Lüfte geschickt werden. Die Sonde, so erläuterte das Instrumentenamt des Wetteramtes auf Anfrage der Lübecker Kreiszeitung, mußt Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit in einer bestimmten Höhe. Erfasst wird auch mit Radarhilfe und einem Reflektor, an dem die Sonde hing, die Windgeschwindigkeit in der jeweiligen Flughöhe. Ein kleiner Sender funkt die Daten zur Erde, wo sie noch während des Flugs ausgewertet werden. Sie sind wichtig für Wettervorhersagen und die Flugmeteorologie. Sonde und Reflektor sind aus Sicherheitsgründen mit einem Fallschirm ausgerüstet. Mit einem Ballon werden sie auf die vorgesehene Starthöhe gebracht.

+ Begleitet wurde der Artikel von einem großformatigen Foto des aufgefundenen Radarreflektors sowie von einem kleineren Bild des kleinen Instrumentenpakets.

>Zwei UFO gesichtet< meldete AP und die ´Rhein-Neckar-Zeitung´ vom 21.August 1985 nahm sich dem an: Fluggäste und Besatzung einer Boeing 737 haben nach Zeitungsberichten vom Montag vergangenen Sonntag zwei unbekannte Flugobjekte über einer Provinz im Inneren Argentiniens gesichtet. Die in Buenos Aires erscheinende Tageszeitung Clarin veröffentlichte Aufnahmen der UFO, die von einem ihrer Fotografen gemacht wurden, der sich an Bord der Maschine befunden hatte. Sie zeigen verschwommene, helle Erscheinungen vor einem dunklen Himmel. Clarin berichtete, ein UFO sei kugelförmig und das andere sehe aus wie eine Banane und beschrieb mit den Worten ihres Fotografen den Flugweg der UFO als Zick-Zack-Kurs mit sehr hoher Geschwindigkeit. Sie hätten hell aufgeleuchtet und ihre Farben von Violett über Gelb zu Weiß gewechselt. Das Flugzeug habe sich in 9.000 Meter Höhe und die unbekannten Flugobjekte in schätzungsweise 20.000 Meter Höhe befunden.

>UFO-Storch setzt Rentnerin in Angst< meldete der ´Münchner Merkur´ vom 26.August 1985: Der Scherz einer Hochzeitsgesellschaft hat eine Rentnerin in Schweinfurt in erhebliche Aufregung versetzt. Mit den Worten "in meinem Garten ist ein merkwürdiges Flugobjekt gelandet" hatte die 73-jährige die Polizei benachrichtigt. Die eilig angerückten Beamten fanden aber nicht etwa ein UFO von einem unbekannten Stern auf der Wiese, sondern einen Storch aus Styropor. Den hatten, wie die Polizei am Freitag mitteilte, feiernde Polterabendgäste an Luftballons gehängt und als Überraschung aufgelassen.

+ Als Spielzeug entpuppte sich das "UFO", das am 15.August von der Besatzung eines Olympic-Airways-Jets auf dem Weg von Zürich nach Athen beim Comer See gesehen worden war. Die Urlauberin Rita Ghielmini erklärte, einen riesigen schwarzen Heißluftballon mit der Aufschrift "UFO-Solar" losgelassen zu haben. ´Neue Kronen Zeitung´, 24.August 1985


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