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13.06.2010 |
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Images: Der italienische Bildhauer Carlo Rambaldi und Steven Spielberg sind die Väter der GreysIn Gummersbach & Baden-Baden etc waren seltsame Leuchtobjekte am Samstagabend unterwegs/In Wien war beim Unwetter ein ´Flugobjekt´ gesehen worden/Der WM-Sonntag 2010 bringt es an den Tag
Kurz danach meldete sich Olaf N. aus Baden-Baden, der gegen 21:30 h "eine unerwartete Himmelssicht" hatte, als er gerade auf dem Balkon eine rauchte. Plötzlich bewegte sich "eine geräuschlose Feuerkugel" fast halb so groß wie der Mond von grob West nach Ost halbhoch durch den Himmel. Auch dieses Teil war schweiflos und zog etwa 2 Minuten quer über den Himmel "wie von innen brennend dahin, komisch". Für einen normalen Heißluftballon, mit dem der Herr auch schon mal als Lotteriegewinn fuhr (!), war das Ding viel zu klein und viel zu "flott unterwegs". Egal, dann machte ich dicht..
Aufregung in Wien beim Unwetter: UFO-Phänomen-Erforschung - Man lernt nie aus!
Im elektronischen Briefkasten lag noch die eMail ´Sichtung eines Flugobjektes´ an, die kurz nach 22:30 h Gerhard K. abgeschickt hatte: "Ich stehe gerade etwas neben mir da ich vor ca. 2 Stunden eine für mich erschreckende Beobachtung machte. Ich sah inmitten eines Unwetters für ca. 3 - 4 Sekunden nach einem Blitz ein sehr großes und raketenähnliches Flugobjekt mit zwei kleineren Tragflächen ziemlich weit vorne an der Spitze sowie zwei größere Tragflächen ganz hinten. Die Flugrichtung war von meiner Position aus etwa 45 - 50° nach oben ohne jeglichen sichtbaren Antrieb (Düse oder ähnliches). Es bewegte sich ausgesprochen langsam aber gleichmäßig. Nach ca. 4 Sekunden war es dann in den Wolken verschwunden. Ich war wie gelähmt und leider unfähig ein Foto mit meinem Handy zu machen. Zu diesem Zeitpunkt stürmte es gewaltig an meinem Standort. Ich kann leider die Entfernung zu dem Objekt nicht einschätzen - meiner Einschätzung aber war es ca. 3 - 4 größer als ein Linienflugzeug . Mein Standort war: Österreich - 1220 Wien, Rugierstrasse - meine Sichtung war etwa nordwestlich, Uhrzeit ca. 20:15 h."
"Flugobjekt" mit kurzer Sichtdauer bei Unwetter* in Wien quasi zum Anpfiff des Spiels England gegen Amerika? Da ergaben sich einige Fragen, die ich mal den Beobachter stellte: "... wie war den die Einfärbung des Flugobjektes und in Relation dazu wie sind die Flugwege der normalen Flugzeuge dazu? Wie war die Wahrnehmung ausgefallen, vor den Wolken oder zwischen ihnen? Es geht dabei um den Versuch irgendwie auch die Entfernung zwischen Ihnen und der Erscheinung festzumachen. Zudem, wenn ein Unwetter herrschte, wie kamen Sie überhaupt dazu rauszuschauen - und wie geschah dies. Im Freien, in der Wohnung etc pp."
* = Tatsächlich gab es auf Wetterzentrale.de das Thema "Niederösterreich wurde von Superzelle getroffen!" War das Nachbild einer Blitzblendung für den Eindruck von einem "großen und raketenähnlichen Flugobjekt mit zwei kleineren Tragflächen ziemlich weit vorne an der Spitze sowie zwei größere Tragflächen ganz hinten" verantwortlich? Jedenfalls war das Unwetter selbst ungeheuer und das schlimmste seit Jahrzehnten wie bei einem Weltuntergang, dies kann schon einem Menschen "neben sich stehen lassen" und mächtig beeindrucken. Dann kann natürlich bei den ´erschröcklichen Himmelszeichen´ in dieser Situation dieser Eindruck enststehen. Viele werden dies so auch kennen. Die ganz Geschichte bekam eine subjektive Note. Wie auch immer, am Sonntagmorgen ging der Thread bei Wetterzentrale.de über das Unwetter weiter und es muss tatsächlich schlimm gewesen sein (siehe durch den Querverweis unter Skywarn.at - http://www.skywarn.at/forum/viewtop... ) - aber von einem "Flugobjekt" in quasi ´technisch interpretierbarer Zackenform´ war dabei nicht die Rede. Herr K. meldete sich am Sonntagmorgen und erzählte seine komplette Geschichte, so wie er sie sah {sic!}:
"Ich habe gestern mit meiner Frau unseren 14. Hochzeitstag gefeiert und deswegen waren wir abends in einer Gaststätte essen. Als ein starker Sturm aufzog wechselten wir unser Sitzplatz unter die überdachte Terrasse. Ich hatte somit eingeschränkte Sicht in Richtung Nord bis Nordwesten. Es begann ein paar Minuten darauf heftig zu Blitzen, und bei einem der Blitze schaute ich hoch und sah dieses Objekt. Ich konnte nicht einmal meine Frau aufmerksam machen geschweige denn ein Foto machen. Ich war wie paralysiert. Also der Grund meines Hinsehens war ein kräftiger und sehr heller Blitz. Die Wolkendecke war meines Erachtens sehr niedrig, aber ich traue mich keine verbindliche Weitenangabe zu machen. Weil uns das Gewitter sehr schnell erreicht hat und der Sturm sehr stark war würde ich meinen das es etwa 10 - 15 km waren. Die Flugbahn war wahrscheinlich das was mich neben der Form so erschreckt hatte. Es flog definitiv steil nach oben in einer für mich zu langsamen Geschwindigkeit {!}. Ich kann es nicht näher erklären, es schaute für mich aus als wollte dieses Objekt Höhe gewinnen, aber eben langsam {!}. Weiterst war kein Anzeichen von Licht zu sehen - ´UFO´-Sichtungen sind ja immer irgendwie mit Licht verbunden... Ich hoffe das es mehr Menschen gesehen haben - ich denke mir das Leute doch öfters zu Blitzen hinschauen?! Das Objekt war in etwa dort wo der Blitz aus den Wolken kam {!}. Möglicherweise wurde es von einem Radar erfasst? Aber ich habe keine Ahnung mit wem ich darüber reden kann. Es waren zwar nur ca. 4 Sekunden in denen ich diese Objekt beobachten konnte aber mittlerweile kommt es mir wie Minuten vor..... Ich kann an nichts anderes mehr denken! Die Form hatte ich meiner Frau so erklärt: wie ein U-Boot das auf der Seite liegt - also eine ovale Röhre die Hinten größer war und nach vorne hin so etwa nach einem drittel Länge etwas abgesetzt war. Die Farbe des Objektes würde ich als ein dunkleres grau beschreiben. Ich habe so etwas noch nicht gesehen. Ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll, ich möchte kein ´Spinner´ sein auf den man mit dem Finger zeigt und lacht. Aber ich Schwebe zwischen Euphorie und Angst, wobei das Angstgefühl überwiegt obwohl ja keine Bedrohung von diesem Objekt ausgegangen ist. Aber schon allein die Tatsache sich anscheinend unbemerkt in unserem Luftraum aufzuhalten ängstigt mich sehr. Und die Fragen die ich mir jetzt beginne zu stellen machen es nicht besser. Irgendwie wünschte ich mir das eine logische Erklärung gäbe..."
Obacht: Von der Objekt-Konzentrierung hin zur Subjekt-Orientierung...
Auch durch diese Detailangabe wird die Sache nicht in dem objektiven Bereich verschoben, sondern verfängt sich in der Subjektivität des positiven Nachtbildes (wenn man in eine helle Lichtquelle geblickt hat). Die Wahrnehmungsphysiologie spricht von einem entoptischen Eindruck, der sich als Nachwirkung des Netzhautbildes ergibt... Dies erinnerte mich gleich an die UFO-Arbeitstagung anno 2002 (beschrieben im OCR 284, Juni 2003, S.98ff - siehe: http://cenap.alien.de/crfuenf.pdf ) als dort Rudolf Henke seinen Kugelblitzvortrag hielt und mit uns ein tolles Live-Experiment genau in dieser Richtung durchführte, um uns in eine klare Glühbirne schauen zu lassen. Dadurch entstand genauso so ein Phantom-Nachbild, was ich selbst als langsam aufsteigendes zackiges Gebilde wahrnahm. Dies teilte ich dem Melder auch zusammenfassend mit. Relativ zügig antworte er: "Danke für die rasche Antwort die eigentlich auch sehr logisch klingt. Ich habe diese Möglichkeit einer ´optischen Täuschung´ hervorgerufen durch den hellen Blitz ebenfalls in Betracht gezogen. Aber da dieses Objekt relativ scharfkantig war und dann in die Wolkendecke eingedrungen ist und demnach von vorne nach hinten verschwand zweifelte ich an dieser Theorie. Allerdings mag ich diese auch nicht zur Gänze ausschließen, da ich zunehmend unsicherer werde... Haben Sie eventuell von anderen Leuten über eine Sichtung dieser Art gehört? Aber ich gehe auf Grund Ihres Schreibens nicht davon aus. Ich danke Ihnen sehr für Ihre Zeit!"
Tatsächlich ist ein solches, hoch-persönliches Ereignis auch keineswegs die Regel in unserem Falleingangsmaterial... Abgesehen im weiteren Rahmen vom Fall eines kräftigen und unheimlich anmutendes Wetterleuchtens in 2005 (18.August) - siehe: http://cenap.alien.de/cenapnews/zei... und "´Geräuschlose Blitze´ und ´mächtige Himmelsaufhellungen´ am Horizont" im CENAP-Newsflash Nr.17 vom Februar 2006 - http://cenap.alien.de/flseventeen.pdf - zum "Alien-Gewitter" wie aus dem Film ´Krieg der Welten´ (neue Version mit Tom Cruise) auf S.54. Eigentlich, für sich genommen, auch eine Wahnsinns-Erfahrung!
Sonntag, der aufregende Tag des deutschen Kicks gegen Australien
Am Freitag und Samstag hatten ja mit Frankreich und England schon europäische Fußball-Nationen schwache Auftaktleistungen in ihren Vorrunden-Spielen zum großen Welt-Kicker-Turnier gezeigt. Das Gelbe vom Ei war dies nicht gewesen. Wie würden sich unsere Jungs geben? Das Motto sollte eigentlich gar lauten: Volles Rohr für den Kick, da die Blas- und Pusterohre alias Vuvuzelas sowieso zum Spass der Fußball-Fans im Einsatz sind und keine "magischen Barrieren" kennen. ;-) Und dann lief das Duell am Abend in Durban am Indischen Ozean als ´easy going´ ohne Meckerei an: Schon in der ersten Halbzeit wurde ein 2:0 durch Podolski & Klose rausgehauen! Dies konnte sich sehen lassen! Und die ersten Böller der WM waren draussen zu hören! Und dann wurde die zweite Halbzeit mit einem 4:0 (Müller/Cakau) abgewickelt! HURRA! KLASSE!!! Das machte echte Freude auf mehr als ´Standortbestimmung´! Ein perfekter Start! Da will das aufgekommene Grinsen aus dem Gesicht nicht mehr weichen!
Was war dies für ein übigens Angebot für Sie heute!
In der letzten Nacht hatte ein Brite das Video "Strange thing the the Sky" bei YouTube - http://www.youtube.com/watch?v=c9sy... - hochgeladen und mit dem Vermerk "What is this? ET? or Chinese Lantern?" versehen. Interessant, der rötliche Lichtpunkt am Himmel wird erst durch das defokussierte Zoom (im Codex der UFOlogie nennt man dies "Shape Shifting", um die magische und überirdische Transformation der ´Flying Saucers´ technisch zu deuten und zu betonen, dass dies sowieso kein irdisches Flug-Objekt kann {kann es ja auch nicht nicht}!) zu einem pentagonartigen Zerrbild seiner Erscheinung in der ´Vergrößerung´, was wieder durch den Blendenmechanikeffekt entsteht. Siehe u.a. auch "´Fliegende Untertasse´ als artefaktischer Kameraeffekt" unter http://cenap.alien.de/cenapnews/zei... & http://cenap.alien.de/cenapnews/zei... .
--- Wie sagte schon der Dalai Lama? "Teile dein Wissen mit anderen... Dies ist eine gute Möglichkeit, {außer in der UFOlogie} Unsterblichkeit zu erlangen..." ---
Fabelhaft, fabelhafte BILD-Mystery-Objekte - die Vatikan-UFO-Story (über die sie schon seit zwei Tagen - dank uns - Bescheid wissen)
Es hat ja ein wenig gedauert, aber nun war BILD mit der Italien-UFO-Story zur WM dran: "Militär-Video - Außerirdischer Besuch? Ufo über dem Vatikan gefilm" ( http://www.bild.de/BILD/news/myster... ) und meldete zur Ausfüllung des Sommerlochs 2010 UFOtainment-mäßig:
>Drei Lichtpunkte kreisen über dem Vatikan - diese Nachtaufnahmen italienischer Soldaten sorgen weltweit für Diskussionen. Zeigen sie ein Ufo über dem Petersdom? Die drei Männer vom 17. Flugabwehrregiment in Sabaudia waren nach Medienberichten zur Sicherung der US-Botschaft im Vatikan abgestellt. Gegen 4 Uhr morgens bemerkten sie die Lichter. Das Objekt bewegte sich lautlos und scheinbar ohne jeden Luft- und Materialwiderstand in etwa 100 Metern Höhe. Für kurze Momente schien es unsichtbar, wechselte mehrmals die Höhe. Ein Soldat griff schnell zu seinem Handy und filmte. Das Material wurde später im italienischen Fernsehen ausgestrahlt. Die Männer gaben zu Protokoll, dass es sich nach ihrer Erfahrung nicht um ein Flugzeug, einen Hubschrauber oder Ballon gehandelt haben könne - zu schnell und abrupt waren die Bewegungen. Anfangs schien es ihnen, als würden sich drei Lichter in Delta-Formation (Dreieck) bewegen. Manchmal sah es jedoch so aus, als würde es sich um ein großes dreieckiges Schiff mit Lichtern an den Ecken handeln. Wenige Tage zuvor war in Italien ein Kornkreis erschienen. Einige Ufo-Experten vertreten seit langem die These, dass Außerirdische durch diese Symbole mit den Menschen kommunizieren wollen. Haben die Symbole, die wir bisher nicht verstehen, das Ufo angekündigt? Das Flugobjekt über dem Vatikan verschwand so lautlos, wie es gekommen war - Abflug im Winkel von 40 Grad Richtung Westen. Ob es sich wirklich um einen außerirdischen Besuch oder doch nur um Positionslichter von Flugzeugen gehandelt hat {darum geht es als Pseudoerklärung auch gar nicht}, ist bisher unklar. Allein in Italien sind mehr als 350 ähnliche Sichtungen beobachtet und registriert worden, weltweit Tausende. Eine endgültige Erklärung für die Ufo-Phänomene gibt es bisher noch nicht {soso...}....<
Unter den ersten vier Kommentaren sind zwei bemerkswert richtig: 1) "So ein Unsinn. Das sind schlichtweg Partylichter. In Deutschland sind diese Laternen verboten aber auch hier fliegen besonders gern nach Laubenpieperfesten diese Dinger rum." 2) "Das sind eindeutig Himmelslaternen." Und als sich die Liste weiter in den Nachmittag aufbaute sagte es ein User der BILD direkt als Verwarnung oder wie das Zeigen der ´Roten Karte´: "....man Leute schaltet doch mal euer Gehirn ein. Solche Filme gibt es zu tausenden im Netz und alle haben den gleichen Auslöser, nämlich Himmelslaternen. Warum will man hier immer wieder was mysteriöses aus ganz profanen Dingen machen und fällt regelmäßig damit auf die Nase."
Und es ist ja nicht so, das man bei BILD nicht um die Himmelslaternen Bescheid weiß, siehe z.B.: http://www.bild.de/BILD/regional/fr... / http://www.bild.de/BILD/hamburg/akt... / http://www.bild.de/BILD/regional/ha... .
UFOs - volles Rohr weiter in Deutscheland
Wie die Regionalausgabe der ´Main-Post´ ( http://www.mainpost.de/lokales/bad-... ) berichtete war in Fulda UFO-Stimmung:
>Ufo in Fulda gesichtet (ots) Ein unbekanntes Flugobjekt (Ufo) löste am Samstagnachmittag einen Großeinsatz der Polizei in Fulda aus. Wie die Polizei mitteilt, wurde um 17.55 Uhr in der Rettungsleitstelle im Bereich Harmerz und Ziegel der Absturz eines Heißluftballons gemeldet. Der Deutsche Wetterdienst und die Ballonfreunde Fulda schlossen jedoch aus, dass bei den vorherrschenden Witterungsbedingungen ein Heißluftballon überhaupt gestartet werden konnte. So äußerte sich auch ein Paraglider, der dort oft startet. Die Suche von mehreren Feuerwehren und Streifenwagen der Polizei Fulda sowie eines Hubschrauber der Hessischen Polizei blieben ohne Erfolg. "Was letztlich am Himmel beobachtet wurde, konnte nicht abschließend geklärt werden", so die Polizei. "Es könnte sich aber auch um einen Feuerwerkskörper gehandelt haben, zumal mehrere Bewohner der anliegenden Ortschaften ein undefinierbares Knallgeräusch bestätigten."<
Dies hörte sich dann - das Geräusch ausgenommen, wahrscheinlich von anderer Quelle kommend wie in "anliegenden Ortschaften" gehört und auch nicht auf einen "Feuerwerkskörper" (den hört man maximal ein paar Strassen weiter) zurückführend - aber sehr nach der Miniversion des Heißluftballons, ´unseres´ Miniaturheißluft-Ballon-Dauerärgers an. Apropo...
3 Leuchtobjekte am Samstagabend über Schwarzenborn
Aus dem hessischen Schwarzenborn rief gegen 13:30 h Herr G. an, der am gestrigen Samstag gegen etwa 22:30 h von Balkonien aus knapp hintereinander "3 seltsame Leuchtobjekte" geräuschlos für etwa 2 oder 2 1/2 Minuten aufsteigend dahinziehen sah. In der Grundtönung waren sie gelb-weiß "mit einer Aura von roter Färbung außenrum". Dann vergingen sie ebenso lautlos am Himmel, "wie ausgeschaltet". Jedes dieser Objekte war vielleicht halb so groß wie der Mond, "oder was kleiner", aber merklich viel größer als jeglicher Stern am Himmel. Ja, das war´s - mehr konnte er auch nicht sagen - das UFO-Kürzel fiel im Gespräch so nicht. Und ich ´kitzle´ es auch nicht heraus, aber erstaunt war er bei der Lösung in Sachen MHBs doch, weil er von jenen noch nie etwas gehört hatte...
Oberwesel wurde auch besucht - der "Kalle" sah sie...
Kurz nach 15 h rief "der Kalle" aus Oberwesel an, weil er mal etwas nachfragen wollte. Was würde dies wohl sein? Haben sich schon andere Leute aus Oberwesel gemeldet, weil "es ja unübersehbar war" - was da gegen 22 h gestern Abend über der Stadt erschien als er das Wohnstuben-Fenster auf der einen Seite zuklappte und zufällig rausschaute: Ja, was eigentlich? "4 gelb-orange-goldene" Lichtbälle, die lautlos 2-3 Minuten lang unter den Wolken dahinzogen, um dann hinter der Hausecke außer Sicht zu entschwinden. Sie waren für "Kalle" a) gar nicht so weit weg und b) auch nicht so hoch - genau deswegen wunderte er sich auch gar nicht gehört zu haben. Keine Schweife, keine farbigen Blinklichter wie von einigen Hubschraubern. Komisch - was dies wohl war...? Und mehr noch für mich komisch, wie viele Meldungen an einem Tag und zu einer Nacht noch eingehen! Es ist Sommer (halbwegs)... Und die UFO-Wirkung der Himmelslaternen ist auch in Deutscheland noch nicht vorbei. Dies ist ja fast wie in den "besten Zeiten" der größten deutschen UFO-Meldewelle wegen der dabbischen Billig-MHBs in den letzten drei Jahren gewesen!
+ Das war ja volles Rohr im "Homeland" Germany gewesen!
Der Weltraum rückt uns näher - Nach der Fantastic Voyage!
Einsamer Rückkehrer aus dem Kosmos als NASA-Skythriller: Hayabusa-Update zum japanischen ´Wanderfalken´ aus dem All
Das angekündigte Reentry-Ereignis ("Japanese Space Probe to Land in Australian Outback"/"Japan asteroid probe set to make historic return to Earth") könnte spannend werden, da die NASA selbst einen spektakulären Feuerball dabei erwartet - und zur Aufnahme sogar einen Flieger (eine umgerüstete DC-8) bereitstellte, der über Australien diesen filmen soll - genauso wie bei der ´Stardust´-Mission oder im Fall "Das ATV ist über dem Pazifik vergangen - ´Jules Verne´ lieferte Himmelsschauspiel" vom September 2008 - http://cenap.alien.de/cenapnews/zei... . Siehe weiteres zur aktuellen Mission unter http://airborne.seti.org/hayabusa/; mehr dazu: http://www.youtube.com/watch?v=eMNJ... .
+ Und dann hieß es endlich: "Fireball to yield first asteroid cargo ... A fiery burst of light over the Australian Outback late Sunday marked the return of a Japanese space probe that scientists hope!" Und dies ist der besondere Kick für uns: "NASA Aircraft Videos Hayabusa Re-Entry!" - siehe den Himmelsfeuerwerks-Wahnsinn als modernes Himmelszeichen unter: http://www.youtube.com/watch?v=QfGx... (Wow, volles ´Golden Goal´!) http://www.youtube.com/watch?v=Y3p5... (die NASA-Crew hatte nicht so viel Glück und war zu weit weg) - http://www.youtube.com/watch?v=i-MS... (Amateurvideo was auch das Erlebnis ordentlich vermittelt!). Ach war das schon ein aufregender Tag zwischen Himmel und Erde (auf der Erde) mal wieder.
UFO-Kunde, Fach Soziologie: Der Glaube an den außerirdischen Mythos, 3.Teil - Von Wunderwesen des Übernatürlichen bis hin zu den Engeln und anderen Außerirdischen
Lost in Space - Space is the Place!
... Verrückterweise braucht der Mensch aber nicht nur die Glaubensbasis, sondern auch ihm vorgeführte "Wunder" der physikalischen Art an die er glauben kann. Dies sind die Phänomene, Erscheinungen und Manifestationen einer nicht greifbaren Realität. Sie sind es, dem der Glauben Schub gibt. Ob in der Religion, in den Grenzwissenschaften oder beim Paranormalen. Wichtig dabei ist die Verpackung wie auch das Angebot, vermutlich dürfte auch der Gegensatz zwischen der Transparenz der Wissenschaft und dem Geheimnisvollen des Esoterischen zur Faszination des Paranormalen beitragen. Das Wunder muß wirken und irgendwie nicht nur glaubhaft sein, sondern auch überzeugen (weil es dem Zeitgeist angepasst ist). Der Glaube sieht den Gewinn darin mit dem Glauben die Bedürfniserfüllung zu gewährleisten und damit ein Stück Sinn mitzubringen. Eine rationale Wirklichkeit war dem Menschen nie genug, Ersatz-Wirklichkeiten haben deswegen schon immer ihre Chance gehabt, weil sie die Lust mit sich bringen frei fantastieren zu dürfen. Fantasien die wirkungsmächtiger als die Realität sind. Dies ist eben die alte Sehnsucht des Menschen - eine Sehnsucht übrigens die auf fragwürdige ´Wissenschaften´ projiziert wird, welche anscheinend Erkenntnisse vermitteln, die die herkömmliche Wissenschaft nicht bieten kann. Wenn die Grenzen zwischen Realität und ´virtueller Welt´ verschwimmen ist das vielleicht das Ziel mancher Zeitgenossen. Mit der Einfältigkeit der Menschen im Hintergrund läßt sich manches in dieser Richtung herbeimanipulieren, was "dem guten Zweck dient". Oftmals braucht der wahre Glaube einen Anschub. Unerklärliche Phänomene (und erklärlich gehaltene Phänomene) sind dazu bestens geeignet um den rechten Glauben zu fördern. Der Mensch hat schon immer geglaubt, dass die Erde ein Ort der Schatten und Geheimnisse ist, bewohnt von unsichtbaren Mächten die sich vor allen im Dunkel der Nacht zeigen. Die Sagen aller Länder erzählen von unheimlichen Gestalten mit besonderen Fähigkeiten die uns nicht gegeben sind - niemand will wundern, wenn ´Superhelden´ im Sinne von den ´X-Men´, Batman oder Supermann im Cartoon und auf der Leinwand in unserer Popkultur deswegen so erfolgreich sind. Sagen sind aber keine moderne Reportagen über Vorfälle, die ein Augenzeuge mitfilmt. Es sind Geschichten, Erzählungen. Die Sagenforschung befasst sich mit der Erzählung als Tatsache und nicht mit der Tatsache als Erzählung, deswegen kann sie auch keine Aussage über die physikalische Realität einer Sage treffen. Oder: Ein Soziologe kann beschreiben, was die Stimmen der Heiligen Johanna von Orleans sagten und welche Wirkung diese Botschaften hatten, ohne gleichzeitig festlegen zu müssen, obe es sich dabei um Lügen, Halluzinationen, Hysterie oder Schizophrenie gehandelt hat. Ein Historiker kann mehrere Bände über die Entwicklung der Astrologie von Sumer bis heute schreiben, ohne ein Wort darüber zu verlieren, ob Astrologie Aberglaube ist oder nicht. Ein Ethnologe kann magische Riten eines Volkes veröffentlichen, ohne eine Aussage darüber zu treffen, ob Magie wirkt oder nicht. Eine solche Feststellung trifft der Naturwissenschaftler, so fern das überhaupt von Interesse für ihn ist. Warum ist Astrologie nicht ausgestorben, was ist es, das sie so langlebig sein lässt? Eine Analyse dessen haben wir versucht zu leisten. Dabei kamen wir zu dem Schluss, dass alte mythologische Weltbilder und Kosmologien, also im Grunde der Symbolgehalt unserer heutigen Astrologie, ihren Niederschlag in Sprache und Werterhaltung unserer Kultur gefunden haben.
Aus dem Wunderlichen macht so mancher sein Business betreffs dem Volks-Glauben an diverse paranormale Phänomene, scheinbare Phänomene die als Anomalien erlebt werden und bei denen durchaus die Möglichkeit besteht, dass zu einem späteren Zeitpunkt konventionelle wissenschaftliche Erklärungen gefunden werden. Egal ob dies die Produzenten von "weinenden Madonnen" oder die Fotografen von "Seeschlangen" oder die Geschichtenerzähler von Roswell sind, sie befriedigen nicht nur ihre eigenen Bedürfnisse, sondern mit der Erzeugung der "Wunder" auch ein Massen-Bedürfnis nach unerklärlichen Phänomenen. Auch wenn sie mancherlei Skurrilität beinhalten und es natürlich einen fließenden Übergang zwischen "paranormalen" und "normalen" Phänomenen gibt*. So mancher Gelegenheits-Profiteur gibt sich da vielleicht mit manchem religiösen Fundamentalist die Klinke in die Hand um aus unterschiedlichen Antrieb "paranormale Erscheinungen" zu fördern, damit der wahre Glaube kanalisiert wird. Die kalte Wissenschaft wird hierbei immer gerne vor der Türe gesehen, auch wenn man sie angeblich gerne anruft, aber nur solange man deren Feststellungen irgendwie als Bestätigung der Manifestationen des Glaubensinhalts zitieren kann. Noch besser ist es, wenn im Grunde gläubige Wissenschaftler sich ihren eigenen Glauben bestätigen und den Glaubensinhalt unterstützen. Gut sind auch glaubensüberzeugte Menschen, die mit ihren individuellen "Erfahrungen" aus der grauen Masse der Gläubigen ausbrechen und beschreibende Sinneserfahrungen entsprechend der Glaubens-Doktrin weitergeben, wobei sie selbst zu Auserwählten werden. Und der Mensch ist bereit viel zu tun, um seinen Überzeugungen Unterstützung zu geben, wenn es "einer guten Sache dient".
Erstaunlicherweise (?) sind unter diesem seelischen Druck auch Rationalisten (wenn sie es denn wirklich sind und waren) bereit die Mirakel anzuerkennen, wenn auch nicht immer unter dem puren Glaubensaspekt, sondern auch in der Verbrämung "wissenschaftlicher Indizienketten-Beweisführung" (und hauptsächlich mittels dem ´Scheuklappenblick´). Dies ist dann auch der Punkt, wo Naivität und Wunschdenken verschleiert werden soll, um dem jeweiligen Mythos zu huldigen. Die wahren Gläubigen halten ihre Gedankengebäude und Visionen für wissenschaftlich erwiesene Tatsachen, nichts kann ihren Glauben erschüttern wenn sie unter sich (den "Forschungsfreunden") sind oder in der Öffentlichkeit Propaganda für ihr Ideal machen.Ganz zu schweigen vom Faktor der ´Eigeninteressen´, die noch weniger offensichtlich werden sollen.
* = Die Wissenschaftsgeschichte kennt eine Fülle von Entdeckungen oder Theorien, die anfangs heftig angefeindet wurden und heute als bestätigt gelten. Auch wenn Grenzwissenschaftler sehr gerne solche Beispiele erwähnen, bedeutet das keinesfalls, dass jedwede obskure Theorie nach ersten Anfeindungen dann doch ("wenn die Zeit reif ist") von der wissenschaftlichen Gemeinde akzeptiert wird.
Vergessen darf man auch nicht das jegliche religiöse Erfahrung (im weiteren Sinne) in die Domäne der menschlichen Gefühle gehört. Und dies ist ein übermächtiges Element, allen Computern zum Trotz. Gefühle verändern Einstellungen und Weltbilder. Verkäufer des Phantastischen haben dies erkannt und nutzen dies für ihre eigenen Zwecke geschickt aus. Selbst brilliante Geister können wegen ihren Gefühlswelten, denen sie ohnmächtig gegenüberstehen, daher genarrt werden. Rhethorische Tricks und Taschenspieler-Gaukeleien besorgen dann den Rest. Das "einfache Volk" ist noch viel schlichter, simpler einzuvernehmen. Charismatische Führer allein reichen aus, um die Massen in die Wirrnis treten zu lassen, sobald sie ihrem Massenverhalten entsprechen. Dazu ist es nur notwenig den rationalen Teil des Menschseins vom gleichgewichtigen irrationalen Part abzuspalten und Letzteren zu fördern (und Ersteren zu unterdrücken). Danach ist Hopfen und Malz verloren. Dass der Mensch mit Vernunft alleine nicht leben kann, ist eine Erkenntnis, die sich alle Sektenführer und Ideologen zunutze machen um den metaphysischen Hunger zu stillen. Das Geheimnis ist schlicht die "Kundenorientierung" - gebt dem Volk "Brot und Spiele" und laßt es glauben, indem wir seinen Glauben entsprechend verpacken. Jeder Glaube entzieht sich der Wissenschaft und vielleicht ist dies der Grund, warum sich all die weltweiten Wundererscheinungen nicht wirklich beweisen lassen während sie gleichsam eine unübersehbare Gläubigenschar haben. Spiritualität widersetzt sich eben der Wissenschaft, die Deutung und Bedeutung der grenzwissenschaftlichen Erscheinungen ebenso. Man muß es einfach anerkennen, um den Wert dieser Phänomene zu erkennen. Auch wenn die kalte Wissenschaft dem sicherlich noch nie etwas entgegenzusetzen hatte, will ich dennoch für nachdenkliche Geister die etwas bewegen wollen diese Worte niedergeschrieben haben. Und der "Krieg" zwischen Glauben und Wissenschaft wird schließlich 1:0 für die Spiritualität ausgehen, sie führt nämlich den Menschen weitaus eher zu den Sternen als die Naturwissenschaften.
In der heutigen Zeit spielt die Welt verrückt, das soziale Gefüge ist auseinander gebrochen, die Menschen finden sich nicht mehr zurecht. Deshalb schließen sie sich okkulten Gemeinschaften an oder verlieren sich im modernen Aberglauben, verlieren ihre höchste Gabe, das rationale Denken. Sie glauben an UFOs, höhere Mächte, Götter und an Heilkräfte von Steinen und all das was die Esoterik* und das New Age** in Folge von Spiritismus und Okkultismus anbietet. Man muß sich dessen bewußt sein, dass das Thema "UFOs" bzw "UFO-Berichte" insofern heikel ist, als es sich um ein spektakuläres Mediendauerthema handelt, das bereits über einen längeren Zeitraum immer in ähnlicher Weise und immer auf dem selben Grundmaterial fußend behandelt wird - hier und da durch eine "neue Einzelmeldung" über eine "neue" Sichtung, einen "neuen" Bericht gewürzt. Des weiteren ist es heikel, da das Sensationsthema zwischenzeitlich in den Kontext lediglich modischer esoterischer Deutungen geraten ist, wodurch sich der Begriff "urbane Folklore" und weitergehende religionsförmige Deutungen schon prima vista rechtfertigen. Vielleicht sind die heutigen UFO-Berichte eine aktualisierte, modernisierte Folklore? Der öffentliche Kreislauf eines UFO-Berichts ist gewöhnlich der final link in der Kette aktueller UFO-Gewahrwerdung. Die Massenmedien widmen sich mit aller Priorität den sensationellen Darstellungen - der Wahrheit sind sie nicht verpflichtet, besonders wenn es um kontroverse Themen wie UFOs geht. In den Medien lassen sich Sensationsberichte besser verkaufen als Meldungen über aufgeklärte Fälle und die Wissenschaft hält sich fein heraus weil sie offensichtlich Berührungsängste mit dem als unseriös geltenden Thema hat. In der Grauzone zwischen halbherzigen Dementis und der Aussage "kann nicht sein" treiben dann allerhand dubiose Interessengruppen ihr Unwesen. Wem ist damit geholfen? Niemand, außer den interessierten Kreisen! Egal, wir können niemals sicher sein, dass wir an alle möglichen konventionellen Erklärungen gedacht haben und damit nicht-erkannte Fehlleistungen erkannten.
* = Esoterik (gesprochen wird auch von Grenzwissenschaften oder New Age): Ausgangspunkt ist ein ganzheitliches Weltbild. Das Erkenntnisstreben richtet sich auf das Geistige. Es werden vor allem Innenerfahrungen gesucht. Ziel: Die Reifung und Vollendung der menschlichen Persönlichkeit. Zu den einschlägigen Praktiken gehören Alchemie, Astrologie, Meditation, Magie, Hermetik, Schamanismus, Tarot, I-Ging, Kristallarbeit, Channeling, Chakra- und Auraarbeit, positives Denken, Rebirthing, Tantra oder Yoga. Dabei ist die Esoterik aber eine schnelle ´Gebrauchs-Esoterik´, die sehr schnell Kräfte abwerfen soll, um diese Kräfte nutzen zu können, um effektiver werden zu können während der Gang nach Innen in der traditionellen Religiosität ein langer Weg ist. Dazu haben wir aber heute nicht mehr die Zeit und Geduld. Deswegen erprobt man andere Formen der Spiritualität. Hauptsache es klappt für einem ganz individuell. Praktisch alle Religionen beinhalten in ihrer Urform magische Kulte und Praktiken und Hinweise auf magisch-fetischistische Praktiken mit religiöser Bedeutung finden wir bereits bei den schriftlosen urgeschichtlichen Kulturen. In der Gründungslehre "moderner" Religionen werden vielfach "paranormale Phänomene" in Form von Wundern geschildert, sozusagen als mystisch verstandenes Gemeinwesen. In der Volksfrömmigkeit findet sich der ausschweifende Wunderglaube. Der Glaube an die Existenz nicht-menschlicher personaler Wesen ist so alt wie die Menschheit. Man findet ihn in Urreligionen, ältesten Mythen und Philosophien.
** = Mit diesem Ausdruck werden viele gegenwärtig aktuelle Ideen in der Welt der Gurus, Mystiker und Sensitiven bezeichnet. Dabei handelt es sich um kein "neues" Zeitalter; hier werden lediglich alte Ideen wieder aufbereitet und jeder Mensch erschafft sich damit durch seine Wünsche und Bedürfnisse dort eine eigene Realität. Statt bei einer Séance in einem abgedunkelten Raum auf einem Platz für fünf Dollar zu sitzen und die feuchte Hand eines völlig Fremden mit unbekannten Charaktereigenschaften zu halten, sitzt ein heutiger Channeling-Anhänger in einem hell beleuchteten Vortragssaal auf einem Platz für 100 (oder viel mehr) Dollar - neben einem völligen Fremden mit unbekannten Charaktereigenschaften.
Vorweg festzustellen ist: Man kann durchaus von der Überzeugung ausgehen, dass die meisten Melder von UFOs tatsächlich auch etwas Reales im physikalischen Sinne wahrgenommen haben. Die meisten UFO-Zeugen lügen dabei in ihrer Berichterstattung/Meldung nicht, aber die tatsächlichen Wahrnehmungen können durch Vorstellung, die bereits in den Köpfen der Menschen vorhanden sind, ergänzt und verzerrt werden (hierbei bedienen sich die Menschen unbewußt dem Füllmaterial, welches sie aus den Medien oder Filmen zum Thema kennen) und zu einer "Idealisierung" der rezeptorischen Wahrnehmung führen. Es gibt keine Trennlinie zwischen Denken und Fühlen, menschliche Gefühle sind notwendig, um überhaupt Entscheidungen treffen zu können. Aber dies kann nicht immer als "Entschuldigung" herhalten, schon gar nicht in der Wissenschaft. Wie auch immer, Gefühlsentscheidungen sind "not a bug, but a feature". Wissen muß man dabei, das "Denken" Berechnen ist, "Wahrnehmung" ist Signalverarbeitung, "Wünsche und Emotionen" sind hierbei aber die Prioritätsvorgaben mit Endkontrollwirkung. Dass dies genauso auf den UFO-Beobachter zutrifft wird einmal mehr niemand wirklich verblüffen. Wir alle sollten wissen, das unser Gehirn Probleme bereits beim Erkennen von Gegenständen hat. Sehen ist, wie der Ingenieur sagen würde, ein "schlecht gestelltes Problem". Wir müssen bereits wissen, was wir sehen, um einen Gegenstand identifizieren zu können - kennen wir ihn nicht, wird es problematisch. Gerade auch weil nicht zuletzt unser Bewusstsein ein Beispiel für Selbstbezüglichkeit hergibt und der wichtigste Umwelteinfluss, dem der Mensch in seiner Entwicklung unterworfen war, ist seine eigene Kultur gewesen. Alles steht somit in einem Wechselspiel.
Ein bereits beeinflußter Report wird weiter verzerrt, wenn die Zeugen von dem Phänomen fasziniert und eingenommen sind - sowie ihm eine große Bedeutung geben. Immer wieder wird das real-existierende astronomische Objekt Venus dann von Zeugen als "viel größer und heller als jeder Stern" beschrieben. Unser Verstand manipuliert das Phänomen, weswegen jeder Interviewer von UFO-Zeugen ganz einfach unterstellen muß, dass das Wahrgenommene unzuverlässig dargestellt wird. Das Überzeichnen der Wahrnehmung* plus die Faszinationswirkung entstellt die Berichterstattung und daher ist es nur angebracht, Zeugenaussagen zu relativieren. Hinzu kommt, dass die UFOlogie hoffnungslos durch Glaubenssystemen, Strukturen und Annahmen von außen verseucht ist, insbesondere auch durch die Medien. Die Erfahrungen der Menschen stehen da, aber es geht auch darum, wie man diese wertet. Einige dieser Berichte werden wieder und wieder zitiert, wodurch ihnen ein folkloristischer Status zugeschoben wird. Dennoch: Diese Darstellungen bilden die Hauptquelle an Informationen für die Öffentlichkeit, überzogene Berichte beeinflußen wieder den Glauben der Öffentlichkeit über UFOs. Obgleich es Dutzende von Erklärungs-Hypothesen gibt, verbindet die Majorität in der Bevölkerung das UFO-Problem automatisch mit außerirdischen Raumschiffen.
* = Die Wahrnehmungsleistung vieler UFO-Zeugen ist fantastisch weil der Mensch zwei nach vorne gerichtete Augen hat, sieht er räumlich; allerdings nur 300 Meter weit. Was weiter entfernt liegt, nehmen wir nur noch zweidimensional wahr und können es nicht mehr der Entfernung nach sortieren. Deshalb sehen wir mit unbewaffnetem Auge weder Berggipfel noch die Sterne am Nachthimmel in der Tiefe gestaffelt, sondern auf einer Ebene. Ob entfernte Dinge ein, zehn oder 10.000 Kilometer entfernt liegen, spielt nun keine Rolle mehr. Von der Distanz hängt aber nun die Einschätzung von Größenverhältnissen und Geschwindigkeiten ab - Flugzeuge z.B., die wir am Himmel sehen, sind gar nicht so klein und so langsam, wie sie erscheinen. Diese Problematik ist Phänomen-Zeugen und vielen entdeckungsfreudigen UFO-Fans irgendwie entgangen.
Es hat sich bereits eine kulturell-gefestigte Mythe gebildet, wonach wir in Form der UFOs den Besuch von fremden Raumschiffen erfahren, natürlich gibt es auch das handfeste Geschäft mit der Sensation und dem Aberglauben. Sind UFOs als ein Traum unserer Kultur zu begreifen? Wurden phantastische Konzepte der SF zu einer "Quasi"-Realität? Erinnern wir uns an Lyall Watson, welcher 1979 die Studie ?Lifetide? beim Verlag Hodder and Staughton verlegte und die UFOs eine "Destillation unserer Bedürfnisse nach einer überlegenen Intelligenz" nannte. Bestimmte subjektive Erfahrungen können diesem Bedürfnis nach als objektive Phänomene erlebt werden und so als ein Katalysator für unser kulturell geprägtes Glaubenssystem dienen. Hiernach sind die UFOs eine selbst-erzeugte Realität, geschaffen alleine schon dadurch, weil inzwischen viele Menschen es auch wollen, dass sie eine Realität sind. Und unsere kulturelle Sicht auf das Design eines UFOs wird durch die Medien & Co formuliert. Vielleicht haben wir in diesen Zeilen auch die Antwort auf eine verwirrende Frage gefunden, die uns alle beschäftigen muß: Wie können qualifizierte und erfahrene Beobachter zu derartigen Wahrnehmungs-Fehlleistungen gelangen und z.B. den Vollmond und andere doch gewöhnliche Phänomene als exotische UFOs betrachten? Im Kern besteht das UFO-Phänomen aus realen, visuellen Stimulationen, die uns Illusionen konstruieren lassen können, vor denen niemand gefeit ist wie Wahrnehmungs-Test selbst bei Fluglinien-Piloten mit jahrelanger Berufspraxis zeigen. Es ist geradezu eine Illusion zu glauben, dass es keine Menschen gibt, die nicht einer Illusion zum Opfer fallen können, wenn alle ´Zutaten´ dafür stimmen - und unverstanden können diese dann zu "anomalen Wahrnehmungen" umgedeutet werden. Was man mit auf den Weg nehmen kann ist der Umstand, dass die Tatsachen nicht immer dem ersten Anschein entsprechen - schon gar nicht wenn es Behauptungen der Sensationspresse und ufologischen Spekulativliteratur entspringt. Diese entspricht modernen Bedürfnissen, indem sie eine Art populäre Entmyhologisierung vornimmt, also etwa biblische Texte ´naturwissenschaftlich´-klingend uminterpretiert und damit ´glaubwürdig´ wirkt. Es ist einfach so, dass der Mensch von Heute einen besonderen Reiz darin findet, in seiner Fantasiewelt die Möglichkeiten der Technik auszuspinnen. In der UFOlogie ist nicht alles so, wie es zunächst erscheint und verkauft wird. Und schon gar nicht orientiert man sich dabei, dem wichtigsten Privileg des Bürgers zu dienen - ihm zu vermitteln, was wirklich los ist. Die Zensur findet doch statt, u.a. gerade auch bei jenen, die die Zensur namens "Desinformation" selbst am meisten bejammern. Erkenntnis und Irrtum fliessen nun einmal aus der selben psychischen Quelle, nur der Erfolg vermag beide zu scheiden. Der klar erkannte Irrtum ist als Korrektiv ebenso erkenntnisfördernd wie die positive Erkenntnis. Dies wollen wir auf unserem Weg durch den Dschungel des modernen Mythos als "eiserne Reserve" mitnehmen.
Skeptisch betreffs exotische UFOs, aber nicht wegen Aliens als solche - nur gegen Alien-UFO-Behauptungen...
Ist Ihnen schon einmal etwas widerfahren, was völlig unwahrscheinlich war, was nach jeder Logik niemals hätte geschen dürfen, etwas, von dem Sie nie auch nur im Traum gedacht hätten, es könnten Ihnen widerfahren? Etwas so wie eine Art "himmlisches Wunder", eine Erscheinung dort oben, von der Sie sicher sind sie gesehen zu haben und nicht durchgedreht sind? Dann ist diese Arbeit vielleicht etwas genau für Sie!
Die Gesetzte die im Universum gelten verändern sich nicht, nur die Art und Weise wie wir sie erkennen und verstehen unterliegt einem immerwährenden Wandel. Im Gegensatz zu unserer ganzen Historie sind wir heute imstande, nicht nur von der Erde aus, sondern im Himmel selbst nach Antworten zu suchen - und mancher versteht es aus den "Geheimnissen" des Alls Kasse zu machen, wenn Geheimnisse zu vitalen Gerüchten führen, die die Fantasien beflügeln- vielleicht auch deswegen weil Erklärliches als Unerklärlich gehandelt wird... Doch lange bevor die Raumfahrt oder überhaupt bemannte Flüge möglich waren, gab es schon seltsame Himmelserscheinungen - und in jedem Jahrhundert hatten diese Erscheinungen einen besonderen Charakter, der uns viel über die Welt derer, die sie wahrnahmen, verrät. In der Antike glaubten die Menschen so, Engel* oder andere himmlische Botschafter gesehen zu haben, im 19.Jahrhundert deuteten sie die wahrgenommenen Objekte dagegen oft als Luftschiffe. Und heute glauben die Menschen an Abgesandte aus anderen Welten darin zu erblicken. Allem Anschein nach liegt diesen Beobachtungen jedoch eine gemeinsame Vorstellung zu Grunde. Die an die Schwerkraft gebundenen Menschen haben offenbar beim Blick in die unendliche Weite des Himmels schon immer das Gefühl gehabt, dass das Dasein sich nicht in dem erschöpft, was auf der Erde zu sehen ist, dass das Leben möglicherweise viele verschiedene Formen annehmen kann und dass es vermessen sei anzunehmen, wir würden die einzigen Lebewesen im unendlichen Universum sein.
* = Übrigens werden in der Bibel die Flügel der Engel an keiner Stelle auch nur erwähnt. Dieses Zubehör scheint erst von mittelalterlichen Malern einfach erfunden worden zu sein, und das attraktive Bild bürgerte sich ein und wird seither allgemein verwendet, ohne hinterfragt zu werden. Aus diesem Grund sind also auch andere "Himmelszeichen" auf alten Stichen und Malereien mit starker Vorsicht zu betrachten und nicht als soetwas wie eine Art "Fotografie der Wirklichkeit" anzusehen.
Heute schauen wir nicht nur über den irdischen Horizont hinaus, nein - wir schauen über den Tellerrand unserer Milchstrasse hinaus und schauen zu, wie andere Sternensystemen, ja wie andere Sonnensysteme entstehen in denen eines Tages vielleicht intelligentes Leben erblühen mag. Ringsum nichts als Einsamkeit und die Kälte der Schöpfung. Ein Milliardenheer von Sternen am tiefschwarzen Firmament. Zwischen ihnen in atemberaubender Vielfalt bizarre Nebel, Wasserstoffwolken und, sogar mit bloßem Auge erkennbar, ferne Galaxien. Der Hauch der Ewigkeit, diese unvorstellbare Zeitspanne zwischen Werden und Vergehen des Universums - fröstelt es Ihnen bei solchen Worten? Mir schon. Das Weltraum-Zeitalter läßt die Sehnsucht nach technischen Mythen entstehen - und die haben sich nun ausgebildet und in den Kosmos verlagert. Die Frage nach unserem Platz in der Schöpfung ist zu diesem Zeitpunkt eine ganz andere als all die Jahrzehntausende zuvor... In der akademischen Welt werden die UFOs nach wie vor als ein Gebiet stigmatisiert, welches eher was für die Leser der ´Weekly World News´ (einem amerikanischen Klatschblatt) und komische Vögel ist - und irgendwie soetwas wie ein Genre "futuristischer Fantasien" bildet während für die Anhänger des UFO-Fandoms das Thema "futuristische Realitäten" repräsentiert, die sie einfach nur genießen und sich weniger um deren Wahrheitsgehalt kümmern wollen. Trotzdem (oder genau deswegen) kolonisierten die Vorstellungen rund um Fliegende Untertassen/UFOs/Außerirdische zunächst Amerika (die UFO-Historie ist ohne die US-UFO-Klassiker nicht niederzuschreiben, weswegen Nord-Amerika nach wie vor ufologisch gesehen das ´gelobte Land´ ist) mittels den drastischen Filmbildern von "Der Tag, an dem die Erde stillstand" (1951, Robert Wise) sowie den gerade klassischen Fliegenden Untertassen-Scoutship-Bildern von George Adamski und eroberten dann die ganze Welt - und zwar in genau dieser Reihenfolge und in genau diesem Kontext. Trickbilder und die Aktionen ihrer Produzenten haben einen starken Einfluss auf das Phänomen und die Entwicklung der Szene genommen. Wollte man dies verschweigen, dann hinterließe dies einen schalen Beigeschmack. Es scheint erstaunlich, dass diesen Leuten dieser "imprint" auf die Gesellschaft und Kultur überhaupt gelang, aber dennoch schufen sie den Kontext, in dem weitere Kontaktierte ihre Geschichten erzählen konnten, weil der Rahmen hierfür erfolgreich angekommen war.
Wie sich das Gesicht der Aliens veränderte
+ Patrick Huyghe, ein New Yorker UFO-Forscher, schrieb ein Buch über die wechselvolle äußere Erscheinungs-Geschichte der Außerirdischen, welche nun bereits seit 60 Jahren die Erde heimsuchen sollen. Knowsley: "Unsere Gäste aus dem Weltraum tendieren dazu, genauso auszuschauen, wie die Öffentlichkeit es erwartet, wie sie ausschauen sollten." Auch Huyghe stimmt dem zu: "Die kleinen grauen Aliens, so wie sie z.B. in dem Film ´Communion´ vorgestellt wurden, stellen den modernen Mustertyp von Kreaturen aus dem Weltraum da." Wir haben vor Jahren bereits die Greys als neue Archetypen der UFOlogie bezeichnet. Reptilienartige Kreaturen und die nichtmenschlichen Gestalten, die man während der Vierziger und Fünfziger so gerne meldete, werden zwar auch noch berichtet, aber "sehr selten". Huyghe´s Buch heißt "The Field Guide to Extraterrestrials" und der Mann trat im April 1997 auf der Londoner ´Fortean Unconvention´ als Redner auf, um über diesen speziellen Aspekt zu referieren. Der Forscher erkannte, dass die Alien-Sichtungen durch den Zeitgeist und der Subkultur des jeweiligen Landes der jeweiligen Begebenheiten eingefärbt sind. Die heutigen Aliens gewannen in der Öffentlichkeit hauptsächlich durch Hollywood an Ansehen. Der Film "Unheimliche Begegnung der dritten Art" (1977) löste mit dem neuen Archetypus des Grey (z.B. großer Schädel, große Augen, lange Arme, dürre Gestalt, lange Finger, geringe Höhe) eine neue Welle von Alien-Typen aus, der alle anderen ETs in den Hintergrund drängte. "Schuld" daran sind sicherlich zwei Faktoren: 1) Diese ETs sind glaubwürdig und akzeptabel; 2) der Film wurde als "basierend auf tatsächlichen Ereignissen" vermarktet (quasi als Pseudo-Dokumentation), zudem wurde er ein weltweit äußerst erfolgreicher Film, sodass Abermillionen Menschen mit diesem neuen Konzept konfrontiert wurden. Der Alien-Image-Hintergrund-Geschichte der besonderen Art wollen wir doch gerne weiter auf der Spur bleiben...
+++ Fernsehserien wie die ´X-Files´ in den Neunzigern, Kinofilme wie ´Independence Day´ und Werbungen wie bei Volkswagen für den neuen VW-Käfer, den Beetle, worin behauptet wird, dass dieser den UFOs nachgeahmt wurde, zeigen auf, wie breit die Pop-Kultur inzwischen die Alien-Konzeption verinnerlicht hat. Einen derartigen Einfluss nahm nur noch Spielbergs Film "Unheimliche Begegnung der Dritten Art ab 1977"* mit den kleinen Grauen (den archetypisch gewordenen neuen Alien-Sinnbildern der 80/90er Jahre für Außerirdische). Dazu muss man wissen: Steven Spielberg wurde 1947 geboren und ist damit ein Kind der ´flying saucer-mania´ gewesen. Wie sein Biograf Tony Crawley in dem Buch "Steven Spielberg - Eine Erfolgsstory" (Heyne, München, 1989) Spielberg selbst zitierte: "Ich wurde im selben Jahr geboren, als Kenneth Arnold etwas sah, dass er ´Fliegende Untertassen´ nannte. Vielleicht war soetwas schon Zehntausendmal vorher gesehen worden, aber er prägte den Begriff und er machte die Welt damit verrückt. Diese Psychose begleitete meine ganze Jugend. Sonntags spielten wir immer ´Fliegende Untertasse´ und nicht mehr Cowboy und Indianer - überall sah man merkwürdige Lichter am Himmel und jeder versuchte sich vorzustellen, wie es wohl wäre, wenn man jemanden von dort oben sehen könnte. Ich habe immer geglaubt, dass wir nicht allein auf der Welt sind. Als ich ungefähr 16 war habe ich einen Film darüber gemacht: ´Firelight´. So gesehen war dies der Vorläufer von ´Unheimliche Begegnung...´" Die Biografie gibt aber noch mehr her: In diesem Blockbuster-Megaerfolg gab es erstmals neue Außerirdische zu bestaunen, die sich ein italienischer Bildhauer namens Carlo Rambaldi im Produktionsauftrag ausgeheckt hatte - kleine, zarte Wesen mit langen Armen, großem Kopf und großen Augen, kaum merklicher Nase, einem strichartigen Mund, ohne Ohren. Diese Aliens waren das "Hauptproblem des ganzen Projektes". Spielberg wollte nicht mit den üblichen Weltraum-Monstern aufwarten, dargestellt von Zweimeter-Akteuren in giftig-grünen Gummianzügen, sondern ein neues, glaubhaftes Porträt von Besuchern aus dem Weltraum liefern. O-Ton Spielberg: "Meine ETs sind maximal 1,20 m groß, haben spindeldürre Arme und Beine und benehmen sich weitgehend wie Kinder. In der ursprünglichen Version sollten die Aliens proportional angepasste Köpfe besitzen, aber Rambaldi bekam eine phantastische Idee und setzte ihnen unproportional große Köpfe mit länglichen dunklen Augen auf." Damit war der "´kleine Graue" geboren worden, der von der Kinoleinwand herabschwebte und die UFOlogie hatte hiernach wieder eine neue Alien-Spezies weg, genauso wie vorher im Wise-Film der Außerirdische die Legende vom modischen Skianzug-tragenden hohen "Blonden" (im Original hatte er schwarze Haare, aber Adamski liebte eher die Blonden, zudem waren amerikanische Idealfiguren oftmals blond, siehe "Barbie") schuf, sorgte Spielberg für eine neue Alien-Gattung. Zumindest der soziologische und psychologische Punkt ist den UFOs als Anomalie akademisch abzugewinnen. So widmete Jodi Dean vom Hobart and William Smith College sich dem Thema in ihrer als Buch veröffentlichten Studie "Aliens in America?" um hierfür sogar eine akademische Auszeichnung zu erhalten, was bisher jedem UFOlogen versagt blieb. Also halten wir fest: Spielberg zeigte uns erstmals die neuen und akzeptablen Aliens der Grauen-Art. Der andere Kindergarten-E.T. der Spielberg-Werkstätte konnte mit dem nicht mithalten, weil er natürlich als Kinderfilm-Wesen der kindlichen Märchenwelt im Kosmos der "Krieg der Sterne"-Generation verstanden wurde. E.T. war ein modernes Märchen und hatte somit zwar einen bemerkenswerten Erfolg, wurde aber auf der Stufe von "Peter Pan" verstanden und wurde nicht wirklich ernstgenommen.
* = John & Anne Spencer berichteten in einem der letzten großen UFO-Bücher, "50 Jahre UFOs" (Heyne, 1997), auf S.98: "Ende der siebziger Jahre, während der Werbekampagne vor dem Kinostart von ´Unheimliche Begegnung´ und in den ersten Monaten danach, gingen bei BUFORA mehr Mitgliedschaftsanträge ein als je zuvor. Außerdem wurden in dieser Zeit weitaus mehr Sichtungen als sonst gemeldet. [Solche] Filme führen häufig dazu, dass ganz gewöhnliche Objekte falsch identifiziert werden, denn erst wenn die menschliche Fantasie beflügelt wird, fangen viele Menschen an, sie auch zu benutzen." Dies gilt aber nicht nur für Spielfilme, sondern erst recht auch für vorgebliche ´Dokumentationen´ oder Magazinbeiträge in denen IFOs als echte UFOs falsch dargestellt werden - bestes Beispiel die unsägliche ARD-Reportage vom Oktober 1994 ("UFOs: Und es gibt sie doch!"). Die Spencer´s weiter: "Darüber hinaus hatten die Medien, insbesondere die Boulevardpresse, einen legitimen Grund, Berichte über UFOs zu veröffentlichen, und wie nicht anders zu erwarten, wurden dabei viele Geschichten aufgebauscht." In Folge dessen gab es einen "Wendepunkt für die Überzeugungen innerhalb der UFOlogie". Innerhalb eines Jahres machten wüste Geschichten über Bergungen von Fliegenden Untertassen und politische Verschwörungen die Runde. Die Quellen waren meistens Gestalten wie "Deep Throat" (= ein Insiderinformant, der die Lügen und Korruptionen der Regierung den Nachforschern zuspielt) aus dem Watergate-Film "Die Unbestechlichen". Die UFOlogie erhielt ein neues starkes Spekulations-Konzept, welches die X-Files vorwegnahm. Roswell war die direkte Folge davon und machte das UFO-Thema erneut "salonfähig" nachdem sich die Aufregungen um die Herbst-1973-Welle gelegt hatten. Die Schleusen waren für zig "friend-of-a-friend"-Storys geöffnet. Der handfeste, nachprüfbare Bericht dieser Gattung steht dennoch nach wie vor aus; die Stories beruhen immer noch nur auf gut dargebotenen Gerüchten, denen es an Substanz mangelt. Folklore-Forscher sehen darin inzwischen längst das Volksmärchen-Motiv von der "zufälligen Entdeckung". Die Spencer´s: "Es herrschte keineswegs allgemeine Freude über die Publizität, die Bergungsgeschichten zuteil wurde. Vermutlich ahnten viele instinktiv, dass es sich dabei lediglich um Gerüchte und aufgewärmte Ammenmärchen handelte. Wie Leonard Stringfield hinsichtlich seines Vortrags bei der MUFON-Konferenz 1978 sagte: ´Ein enger Freund, der seit 1954 mit mir Forschung betreibt, bekam einen Wutanfall, als er von meinem Thema erfuhr, und sagte, das sei Unsinn und würde der Forschung und mir nur schaden.´" Stringfield´s voraussehender Freund konnte nicht widerlegt werden, Stringfield selbst verstarb wie viele andere UFO-Forscher auch, ohne dass sich sein Ziel in der Wirklichkeit manifestierte.
Die Hill-Aliens sollen die ´Urtypen´ der Greys von Spielberg sein...
... so sehen es einige UFOlogen an - und liegen damit falsch. Außerirdische, die Sperma, Eizellen und Föten stehlen und den angeblichen Entführten Wunden beibringen oder ein Implantat einsetzen, waren vor der Veröffentlichung von Budd Hopkins´s Buch praktisch unbekannt. Drittens sind in gewissen, bekannten "UFO-Entführungsberichten" eindeutig Anleihen aus populären Science-Fiction-Geschichten zu erkennen. Martin Kottmeyer stellte 1990 klar, dass Barney Hill die "bis um die Seiten des Kopfes herumreichenden Augen" seiner angeblichen Entführer erstmals während einer Hypnosesitzung am 22.Februar 1964 beschrieben und gezeichnet hat, das heißt nur zwölf Tage nach der ersten Sendung einer Folge von "The Outer Limits", in der ein Außerirdischer mitspielte, auf den diese einzigartige Beschreibung zutrifft. Zudem kannten die Hill´s die beliebte Serie "Twilight Zone" und bei Dr.Simon verglichen sie selbst die Szenarie ihres Erlebnissen mit der Atmosphäre dieser Reihe. Viele Elemente des klassischen Entführungsberichts von Betty Hill (wenn man so will: die Mutter aller Entführungen) scheinen dem 1953 gesendeten Film "Invaders from Mars" entnommen zu sein: Außerirdische mit "Jimmy-Durante-Nasen", eine medizinische Untersuchung durch Außerirdische, ein der Entspannung dienendes Verfahren an Bettys Augen, eine Untersuchung mit einer Sonde, eine an der Wand hängende Sternkarte, ein Notizbuch als Andenken, selbst das Bild einer Nadel im Nabel. Betty Hill ist nicht die einzige angebliche Entführte, die bei diesem Film Anleihen gemacht hat: "Invaders From Mars" zeigt auch Hirnimplantate, Außerirdische, die in einen menschlichen Schädel bohren, und Außerirdische, die eine sterbende Welt wiederzubeleben suchen. Wenn wir sogar noch weiter zurückgehen, können wir alle Hauptelemente zeitgenössischer UFO-Entführungen in einem Comic-Abenteuer aus dem Jahre 1930 finden, nämlich in "Buck Rogers in the 25th Century". In diesem Comic wird Wilma von einer riesigen aus einem kreisförmigen Raumschiff heruntergelassenen Metallklaue gefangengenommen und an Bord gezogen, wo sie sich den "Tiger Men from Mars" gegenübersieht. Man legt sie auf einen runden Untersuchungstisch und tastet ihr Gehirn ab. Sie verhandelt mit einem untergeordneten Außerirdischen, dann mit dem Führer. Während sie voll Ehrfurcht vom Weltraum aus auf die Erde hinabschaut, erlebt sie eine "Theophanie"...
Bleiben wir noch kurz bei der Hill-Geschichte. Im ´International UFO Reporter´ vom März/April 1994 finden wir hierzu einen Beitrag von Mark Rodeghier. Er nähert sich historisch dem archetypischen Entführungsfall. Wie bekannt, übernahm das ´Center for UFO Studies´ die alten NICAP-Unterlagen Anfang der 80er Jahre; NICAP wurde von Betty Hill am 26.September 1961 kontaktiert. Dieses erste Anschreiben fand nun Rodeghier im CUFOS-Archiv. Der erste Falluntersucher war Walter Webb, der seinen Bericht vom 26.Oktober 1961 ans NICAP ablieferte. In dieser ersten Kontaktaufnahme, knapp eine Woche nach dem ursprünglichen Geschehen (!), gibt es keine Erwähnung von fehlender Zeit, sondern nur von einem mentalen Erinnerungs-Blackout, welches Barney erfuhr, nachdem er das sogenannte UFO durch einen Feldstecher betrachtet und in dem angeblichen UFO naziartige Gestalten gesehen hatte. Dazu muß man die gesellschaftliche Situation jener Tage sehen: Barney war ein Schwarzer und mit einer Weißen verheiratet. Dies war 1961 keine leichte Zeit für das Paar, ihre Probleme dürften wegen der Gemischtrassigkeit enorm gewesen sein. UFOs werden oftmals als Zeichen des Himmels verstanden. Die Nazis sind schlichtweg das Mensch-gewordene Symbol für Rassismus. Die Konfrontation mit Nazis dürfte für Barney wohl kaum alltäglich gewesen und zudem mit äußerten Schrecken versetzt sein. Horror pur. Gerade auch in Angedenken an den Klu-Klux-Clan, der in den USA die alten Nazi-Ideologien gerade in jener Zeit hochhielt. Der Clan hatte zu dieser Zeit einige brutale Verbrechen an "Negern" vollzogen. Wer sich näher mit dieser Problematik beschäftigen will, dem sei der Film ´Mississippi Burning´ empfohlen.
Kein Wunder also, wenn sich Barney blockierte, der Schreckgespenst seines Lebens war ihm offenbar erschienen. Walter Webb hatte jedoch diesem mentalen Blackout keine Bedeutung zugemeßen. Aber dies ist nicht der Punkt. Betty Hill war es selbst, welche als ausgebildete Sozialarbeiterin den zweifelhaften Wert der Hypnose einbrachte und einforderte. Wichtig ist, dass zu diesem Zeitpunkt Betty gar nicht anklingen ließ, dass da eine Entführung im Raume stand. Sie wollte nur wissen, gegen was sich Barney sperrte - eben die naziartigen Figuren, die seine Ängst gespiegelt haben mußten. Betty rief nach einer hypnotischen Untersuchung. John Fuller stellte dies etwas ´verkürzt´ dar, aber das ist typisch: Ein Schriftsteller muß zur Dramatisierung greifen, um sein Werk verkaufen zu können. Ein echter UFO-Forscher unterliegt diesem Zwang nicht, dafür fährt er im Fahrwasser seiner Glaubensvorstellungen, seiner Ideologie und Konzeption. Zurück zum Fall. Betty ließ alsbald ihre Alpträume aufkommen, sodass die wechselseitige Beeinflußung deutlich wird. Rodeghier klipp und klar: "Die Idee, dass diese Erfahrung aus Träumen erwuchs ist weit und breit akzeptiert." Zudem: Die Hill´s paßten ihre Geschichte den Vorstellungen von Keyhoe und seiner Gefolgschaft an, sonst wären sie chancenlos im düsteren Sektor der Metaphysik verschwunden!
Manche Featureartikelschreiber, Kommentatoren in Rundfunk und Fernsehen geben sich gerne betreffs UFOs ´allwissend´. A Priori-UFO-/´Fliegende Untertassen´-Neinsager sowie Hardcore-UFO-Skeptiker aus der Astronomie hauen gerne in die selbe Kerbe und erklären aus frappierender Unkenntnis UFOs im Brustton der Überzeugung gerne als Massenhalluzinationen, Polarlichter und Fata Morgana hinweg - und dies wird dann gerne von weiteren skeptischen Journalisten mit vor Stolz geschwellter Brust genauso nachgeblabert - in dem gemeinsamen Unterfangen die "UFO-Manie" einzudämmen, was sicherlich zunächst eine gute Absicht ist. Gleiches gilt für die Behauptung, das Astronomen noch niemals UFOs sahen - was genausowenig stimmt, da solche bereits seltsame Erscheinungen meldeten (erinnert sei an H.P.Wilkins und Clyde Tombaugh). Bei einer Umfrage unter den 2611 Mitglieder der Amerikanischen Astronomischen Gesellschaft gaben immerhin 62 an, schon Dinge gesehen zu haben, die sie nicht kannten. Auch wir vom Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) bekamen schon entsprechende Berichte aus Deutschland herein, diese ließen sich aber dennoch von uns aufklären und gingen meistens auf verschiedene Ballontypen zurück, die eben nicht zum praktischen Kenntnisbereich eines Astronomen gehören. Interessanterweise haben sich die meisten öffentlichen Skeptiker niemals selbst mit dem Thema UFOs befasst (außer dem oberflächlichen Anlesen von Materialien). Dies ist deswegen ein Problem, denn weil wenn sie es mit mit Hardcore-UFOlogen face-on-face zu tun bekommen, jene mit Fällen zuschütten, dass der Gesichtsausdruck der uninformierten Nein-Sagers sich fortgesetzt verändert: zunächst ein ironisches Lächeln und dann ein nachdenkliches Erstaunen. Einfach aus der Ohnmacht heraus darauf wirklich faktisch reagieren zu können. Es ist nämlich keine Rettung mit purer Rhetorik dagegen anzutreten und versuchen zu kontern - dies kann nur schiefgehen, auch wenn man es vielleicht mit seinem Titel und der öffentlichen Achtung eines guten Namens in die Waagschale werfend versucht. Bereits Marcello Truzzi* hatte 1987 in der Zeitschrift Zetetic Scholar festgestellt, seit Jahren den Missbrauch des Begriffs "Skeptiker" zu kritisieren, sofern damit alle Kritiker von behaupteten Anomalien gemeint sein sollen. Ich zähle mich und meine Fachkollegen zu den "weichen Skeptikern" und nicht zu den knallharten, die man mit dem alten Begriff "Zetetiker" belegt und bannt. Zetetiker sind die "A-Priori-Neinsager" und statt einer agnostischen eine negative Haltung einnehmen und sich trotzdem "Skeptiker" nennen während sie in Wirklichkeit eher Pseudo-Skeptiker sind, wenn man diesen Diskurs auf den Punkt bringen wollen um auch mich richtig zu positionieren.
* = Soziologie-Professor an der Eastern Michigan University und Direktor des Instituts für Soziologie, der die genannte Zeitschrift herausgibt und 1977 sich als stellvertretender Vorsitzender von CSICOP (Committee for the Scientific Investigation of Claims of the Paranormal unter Paul Kurtz) von seinem Amt zurückzog, da er die reale Entwicklung jener Skeptiker-Organisation als zunehmend problematisch empfand. Grundsatz-Statement von mir: Auch wenn ich Gründungsmitglied der deutschen GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften, Postfach 1222, 64374 Roßdorf [b.Darmstadt]) bin, die quasi die deutsche ´Abteilung´ des CSICOP darstellt, muß ich damit nicht alle ideologischen Grundströmungen hier wie dort vertreten. Trotzdem und dessen ungeachtet haben CSICOP-Mitglieder des dortigen UFO-Fachbereichs hervorragend-fundierte Nachforschungsarbeiten geleistet, was schlußendlich für mich und meine eigene Tätigkeit der ausschlaggebende Punkt ist. Zudem besitzt man bei der GWUP die Einsicht, in mir einen echten, sachkundigen und fachlich-informierten UFO-Spezialisten zu haben und alle entsprechenden Probleme an mich weiterzugeben bevor man zumindest auf diesem Gebiet ´kapitale Böcke schießt´. Ja, es gibt wohl auch Dogmatiker bei CSICOP/GWUP - aber nicht nur!
Man kann skeptisch gegenüber der Existenz von UFOs/"Fliegenden Untertassen" sein, aber man kann nicht teilnahmslos gegenüber diesen "Phänomenen" bleiben, die fortlaufend gemeldet werden, wenn man die Neugierte für sich bewahrt hat. Es ist eine Sache, wenn jemand irgendetwas ihm Unidentifiziertes am Himmel erscheinen sah und es ist wieder etwas anderes, wenn jemand behauptet eine seltsame Maschine mit außerirdischen Wesen an Bord gesehen zu haben, was sicherlich einsichtig ist. Dies sind zwei verschiedene Qualitäten mit unterschiedlichen Dimensionen. Aus der Beobachtung auch noch so ungewöhnlich erscheinender Lichterscheinungen am irdischen Himmel folgt nich unbedingt die Existenz außerirdischer Wesen in fremden Raumschiffen. Wenn man sich dies verinnerlicht ist damit schon viel im ´Streitfall UFO´ gewonnen - und man kann eine ausgeglichenere Aussprache darüber führen.
Diese "UFOs" müssen keineswegswegs automatisch "Unbekannte Besucher" aus Kosmostiefen sein, auch nicht Hitler´s "Flugscheiben" oder "Einspielungen aus Parallelwelten" etc. Viel zu schnell akzeptieren die Freunde der UFO-Fantastik (=Fliegende Untertassen-Fans, die daran glauben, dass der blaue Planet von Außerirdischen besucht wird), dass diese Objekte bemannte Raumschiffe ferner Zivilisationen im All etc sind, die scheinbar mir nix/dir nix eben mal bei uns vorbeischauen, als seien wir ein kosmischer Zoo. Viele Menschen stellen sich UFOs heute genauso vor wie die in Science Fiction-Filmen, -Bilderheftchen und -Romanen dargestellten bzw beschriebenen Raumfahrzeuge der 40er bis 60er Jahre, in denen außerirdische Wesen aus technisch hochentwickelten Welten des Kosmos herbeikommen. Dabei ist der Begriff U.F.O. keineswegs mit der volkstümlichen "Fliegenden Untertasse" und einem fremden Raumschiff gleichzusetzen (obwohl, theoretisch, dies natürlich sein könnte) und beschreibt höchst unterschiedliche Phänomene, von dieser Warte aus kann man zumindest die Existenz von UFOs nicht bestreiten. U.F.O. steht also für etwas, was man gesehen hat, aber nicht weiß was es war. Daher geht es auch um den relativen Wert von Tatsachen. Und tatsächlich, als wir 1998 unsere Statistik-Arbeit über die bei uns in den letzten Jahrzehnten eingegangen UFO-Meldungen aufstellten (658 UFO-Berichte für den deutschsprachigen Raum) ergab sich, das hiervon fast 25 % tatsächlich "UFOs aus dem Weltraum" waren, dies ist nicht zu leugnen und davor kann niemand die Augen verschließen.
Abschluß folgt...
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