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18.05.2010


    
UFOs: Es geht um Klarheit und Wahrheit und nicht um moderne Kaffeesatzleserei

Unsere Rosskur in Sachen UFO-Kunde: Weitere Irrwege der UFO-Geschichte, durch ufologische Intensivtäter bestimmt! Zeichen der Zeit: Uneinsichtigkeit gegenüber der Aufklärung!

Dienstag, der 18.Mai 2010 - was gibt es Neues aus der Anstalt aka aus dem ufologischen Notbetrieb dieser in sich selbst feststeckenden und grenzwertigen pseudowissenschaftlichen Parallelgesellschaft in der viel ideologischer Sand im Getriebe ist? Wie schaut es in der Pfingst-Woche so in Sachen Klarheit & Wahrheit aus? Können wir uns wie UFOlogen ruhig an ein ´Lagerfeuer´ zurückzuziehen und weiterträumen? Vielleicht vom "gefühlten Sieg" ihrer Idee - "Die Außerirdischen und ´Fliegenden Untertassen´ sind hier!" - auf die populäre Kultur? Was natürlich Quatsch wäre, überheblicher Quatsch und an der Wirklichkeit vorbei. Oder begegnen uns im CTU-Leben die Klipppen, Riffs und Untiefen wie auf unruhiger ´Hoher See´? Lassen Sie uns mal wieder genauer ohne (mächtige) Resignation hingucken... Wir können ja ganz harte UFO-Wahnsinns-Sachen zwischen "Engel und Teufel" von der Mentalität her wirksam kompensieren.

Und gleich geht es wieder mit unseren Himmels-Lieblingen los...

Reine Nervensache, Pfingswoche hin oder her und die südafrikanische Fußball-WM in drei Wochen ohne dem leider durch ein Foulspiel verletzten Capitano Michael Ballack, ist mal wieder das israelische Kurzvideo hier: "UFO´s are back!" - http://www.youtube.com/watch?v=9V5f... . Ein altbekanntes nicht-erkanntes IFO dient wieder einmal als UFO, sein Kürzel: MHB.

´Da rauchte es ganz schön´: UFO-Ring am Himmel von Australien

Im benachbarten Neuseeland wurde einst die tolle "Herr der Ringe"-Saga verfilmt - und nun gab es in Down Under selbst einen gigantischen Ring am Firmament:

>Mysterious halo in sky sighted over Toowoomba

An Unidentified Flying Object - shaped like a halo hovering in the sky - intrigued locals at Murphy´s Creek, near Toowoomba, on Sunday. The large, unidentified ring was spotted by the Coonan family, who watched it float up in the sky and disappear. "This strange shape... looked like a whale in the air, then it seemed to change shape into an egg and then got rounder as it got higher", Vicki Coonan said.

After some research, senior Bureau of Meteorology forecaster Gavin Holcombe identified the UFO. "They are definitely smoke rings" he said. The unusual phenomenon is known as a ´vortex ring´ and can be formed in the atmosphere by a rising mass of warm air, known as a thermal microburst. They have been explained as smoke or cloud rings and have sometimes been attributed to lightning strikes. "There was what seemed like black smoke underneath it which caused me to think that something had exploded", Ms Coonan said. The most well known vortex rings are the massive steam rings that are sometimes released by the Mt Etna volcano in Italy. These ´halos´ have been reportedly seen at one kilometre above the volcano and measuring some 200 metres across.<

Nach: ´Courier Mail´, http://www.couriermail.com.au/news/...

Nachsatz WW: Auch keine ganz ungewöhnliche UFO-Impressions-Stimulanz - und auch nicht wirklich toll zu nennen, wenn man z.B. die Hole-Punch-Clouds-Effekte dagegensetzt (Sie entsinnen sich sicherlich noch an das mächtige und beeindruckende Himmelserscheinungs-Teil dieser Art bei Moskau letzthin {Oktober 2009}!). So eine himmlische Erscheinung wie über Australien kann handgemacht auch von Menschen erzeugt sein, siehe "U.F.O.? Look again. It´s real and it´s man made." - http://www.youtube.com/watch?v=QlYz... . Egal, auch solch ein Rauchring sorgt immer wieder mal für Erstaunen, wie im Sommer letzten Jahres in einem Fall aus Virgina, Sie erinnern sich: http://www.youtube.com/watch?v=hxYc... .

Etwas Presse- und Öffentlichkeitsarbeit...

Gegen 16:30 h meldete sich eine Redakteurin vom SPIEGEL, die gerade an einem UFO-Artikel arbeitet und mehr wissen wollte. Kein Problem. Daraus wurde ein längeres Interview zur Lage.

Zu Pfingsten 2010 - Das Ende einer Ära: Das Serien-Finale von ´24´ steht bevor!

Und ohne lange rumzumachen, hier ist die Vorschau dazu, basta: http://www.youtube.com/watch?v=sTYU... ! Nach acht Staffeln um den ´Iron Man´ Jack Bauer geht die Serie jetzt zu Ende. Und wie war es gestern Nacht um die vorletzte Folge bestellt? Das war vielleicht ein Teil! Also Jack ... tja, Amerika hat ihn "erschaffen" - jetzt muss das Land offenbar auch mit ihm leben und damit, wozu er fähig ist ... wenn man von einem "Superagenten" redet ... Lasset das Serienfinale beginnen! Ich bin so aufgeregt, gerade auch wenn man weiß wie es JB ergangen ist: http://www.youtube.com/watch?v=iiun... . Was ja auch kein Zuckerschlecken für uns Zugucker war.

TV-Kritiker erwarteten eigentlich irgendwie, es würde der ´Imperial March´ erklingen, weil JB scheinbar der "dunklen Seite der Macht" nahesteht und schon schier wie ein ´Imperial Stormtropper´ (ein Blatt nannte JB so den neuen "Death Vader"), ´Iron Man´ oder der ´Terminator´ unterwegs ist. Unterwegs, ja, zu Charles Logan - siehe den furchteinflössenden ´Iron Man´ Jack Bauer in voller Montur und schwerer Ausrüstung nicht von C & A: http://www.youtube.com/watch?v=S-iD... ! "Jack Bauer opened fire on secret service agents. This bears repeating, in all capital letters: JACK BAUER OPENED FIRE ON SECRET SERVICE AGENTS." - "It doesn´t get any better than this.  This is the best episode of 24 there has ever been, and it isn´t even the series finale yet. ... The abduction of Charles Logan is masterful, 24 at its absolute best." - "This episode was a lot of fun. I´m not sure if this qualifies as ´great´ TV, but it´s certainly exciting, well-crafted and compelling TV with a relentless pace that rarely let up. The crazier ´24´ gets, the more fun it is to watch. ... Jack has become a very dangerous lone wolf." Bei CNN hieß es dazu einfach: "Wow - that high-speed thrill adventure. ... When the show ended, I took a deep breath, stunned and speechless." CBS frägt sich jetzt schon: "Will ´24´ Finale Make TV History?" Andere Besprecher-Reaktionen:

"...Jack goes all-out with the automatic gunfire assault, wounding most everyone in his path. Seriously, the man rather calmly walks right up to Logan´s limousine and begins shooting at the bulletproof glass to the point it weakens enough to drop a canister of teargas into the front seat, forcing Logan from the car..." MEINE NERVEN... Und dann, dann... quetscht Jack Logan aus und lässt ihn einfach auf der Strasse liegen, weil er jetzt von diesem erfuhr das tatsächlich der Mob der Russen-Mafia hinter der ganzen Affäre steckt! Der ´Iron Man´ macht sich auf den Weg, aber Logan warnt seine Kontakte zu den Russen... Und wenn dann noch die Titelmelodie von "Spiel mir das Lied vom Tod" erklungen wäre... Dann geht es rund, aber... auch nach der folgenden, blutigen Aufräumaktion erfährt Bauer nicht mehr - außer, dass der russische Präsident selbst hinter allem steckt und die Ermordung von Renee Walker anordnete! Welch eine überraschende Wendung hin zur ultimativen Eskalation, weil sich das Ziel dramatisch und unerwartet verschoben hat! Jetzt ist zudem Jack´s berufliche Kreativität gefordert. Den Fortgang der Dinge in ihrer weiteren Entwicklung unter diesem Aspekt mag man sich gar nicht vorstellen... - "Let´s get ready to rumble!" - heißt es ja im Boxsport.

Ein TV-Kritiker auch: "...Jack´s one-man war against conspiracy shows no sign of slowing down. Jack´s rampage continues in an action packed outing on the last ever single airing episode of 24. ... This was a truly great sequence, and Bauer´s all-out use of force and nothing is going to stop him. ... I´ve been wondering for a while now if the eight seasons of 24 will come full circle in the end. Season one kicked things off with a plot to assassinate a president, with Jack Bauer trying to stop it, and it looks like season eight may well end with another presidential assassination, except this time Jack Bauer will be the one pulling the trigger. If so, it´d be quite a ride, and a cool way to end the TV run. Regardless, it looks like 24 may well end up on a real high, and I can´t wait to see how it all plays out in the double episode finale next week." Ein anderer: "President Logan gets some of what he deserves and Jack continues his path of destruction in another fabulous and bloody episode... We only have two hours left to one of the best shows on TV and it looks like it will end as brilliantly and violently as it began." - "Die Folge war jede Sekunde Spannung, Nervenkitzel und einfach nur Jack pur und sicherlich auch eine der besten Folgen, die ´24´ je hatte. Und doch bin ich gespannter denn je auf das Finale, denn es fühlt sich in der Tat so an, als würde ´24´ auf dem höchstmöglichen Niveau enden, so wie es in der Pressemitteilung von FOX auch dargelegt wurde." - "Die Folge war einfach genial, so stellt man sich ´24´ vor. ... Zitat der Woche mit einem herrlichen Ausblick auf das Finale: ´There is nothing more dangerous than a wounded animal.´"

Wird das eigentlich Undenkbare geschehen? Und wie wird die US-Präsidentin Taylor reagieren, da sie ja nicht einfach JB wüten lassen kann, damit der den russischen Präsidenten killt! Ich fürchte sie wird die CTU einschalten, um den amerikanischen Helden (inzwischen zum größten Problem für sie geworden, quasi ihr Damoklesschwert) zu stoppen - kostet es was es wolle, weil er einfach ZU extrem wird (Motto: "He´s no longer killing bad guys in order to save the country. Now he´s shooting officers of the law, and kidnapping and killing government officials!")... Und dann kann Chloe dazwischenkommen und ... das Opfer sein! Soetwas anzunehmen ist ja fast schon paranoid - und dunkel-schwarz! Dies wäre: "The biggest surprise ending of them all." Auch ein amerikanischer Kritiker meint zu sehen, wo das große Hightlight als Finale liegt: "The Emmy-winning show is coming to an end with the final showdown between Jack Bauer, Chloe and President Taylor." Das ´Wall Street Journal´ schrieb: "Next week, we get our last 2 hour blast of Jack Bauer saving the world. And I´ll be here..." So oder so, lustig wird dies nicht enden...

PopWatch: MJ-Flashmob im russischen Ufa

Viel lustiger und gesünder ist da, was die Michael Jackson-Fans leisten, wenn sie zum Drill aufmarschieren, siehe: http://www.youtube.com/watch?v=eyIy... . Aber auch in St.Petersburg war MJ-Huldigungs-Aktion auf dem dortigen ´Roten Platz´ angesagt: http://www.youtube.com/watch?v=KiWC... . From Russia with Love!

Wie der Kurpfälzer sagt: Und jetzt erno was ganz anneres...

Lest, studiert und bildet Euch in Sachen UFO-Saga weiter, um die grundlegende ufologische Glaubwürdigkeitskrise von Anfang an zu verstehen und warum es in dieser Szene fault - nicht wegen den angeblichen ´UFOs´, sondern wegen den Menschen, die den großen Zauber darum als SF-UFO-Interpretations-Heckmeck betreiben. Deswegen haben wir ja den ganzen Salat:

Und nun wieder historisch-wertvoller Lesestoff in der Pfingst-Woche im UFO-Geschichts-Kurs mit natürlicher Wirkungskraft auf dem CENAP-UFO-Newsticker in der Aktion "UFO- und UFOlogie-Transparenz" wenn wir die Fehler im System aufdecken:

Geheimer US-UFOlogie-Extrakt: Hinter den Kulissen des ´Flying Saucerdoms´! (Teil 3 - Auf der Suche nach Antworten zur Herausforderung UFO-Phänomenologie)

+ Erste UFO-Umfrage

...In der gleichen Mai-Ausgabe von 1956 fanden wir weitere nützliche Informationen, die eine dunkle Epoche erhellen. Mit der Dezember-Nummer hatte Moseley einen Fragebogen an seine Leser verschickt und 150 Antworten kamen zurück. Hiernach gaben 53 Leser an fest zu glauben, dass alle Untertassen aus dem Weltraum kommen; 59 Leser gaben an, das zumindest viele Untertassen Raumschiffe sind und 19 gingen davon aus, das zumindest einige Raumschiffe sind. Nur 3 Leser gingen davon aus, dass die Untertassen völlig irdischer Herkunft sind, während 25 Leser schon viele Untertassen auf irdische Objekte zurückführten und 19 Leute angaben, das zumindest einige der Untertassen von Erden stammen. Nur ganze 15 Leute (10 %) gaben an, nicht zu wissen, was es mit den Untertassen auf sich habe. Dies bedeutet gleichwohl: a.) die Untertassen-Idee als Besucher aus dem Weltraum spukt als festes Element der Überzeugung bei einem Großteil der UFO-Fans herum und b.) nur lasche zehn Prozent der UFO-Interessierten geht vorurteilsfrei und unbelastet an die Thematik heran. Im Zuge der Kontakter-Ära dieser Zeit war es so auch kein Wunder, wenn 63 "Saucer News"-Leser erklärten, dass es echte Kontakte gibt und nur 23 Leser diese für Unfug hielten, die anderen äußerten sich dazu nicht. Von den Kontakt-Überzeugten standen interessanter Weise nur 26 Leser hinter Adamski, während 48 von 150 den Namen Adamski gleich mit Ablehnung bestraften.

Moseley hatte die Frage gestellt, warum die Leute eigentlich seinen Newsletter lesen. Die Majorität erklärte, seine Bemühung auch mal andere Seiten des "Untertassen-Bildes" vorzustellen und Wahrheit von Erfindung zu trennen wollen zu unterstützen und deswegen "Saucer News" zu lesen. Gefragt nach Verbesserungen der News gaben viele an, sich eine "Nachrichten-Sparte mit authentischen Untertassen-Sichtungen in faktischer Darstellung" zu wünschen. Moseley gestand ein, dies liebend gerne umsetzen zu wollen, nur fehlten ihm dazu die notwendige Fälle für die er die Hand ins Feuer legen könnte. Er versuchte es dennoch und man muß sagen, da er kein aktueller Fall-Ermittler war, scheiderte er böse. So griff er eine Objekt-Sichtung vom Abend des 21.März 1956 über Cincinnati, Ohio, auf. Ein Journalist hatte an diesem Abend ein UFO, "hell wie ein Signallicht", für 45 Minuten ohne kaum merkliche Bewegung am westlichen Himmel stehen sehen. Für das unbewaffnete Auge erschien "die Untertasse" wie ein außergewöhnlich intensives, blau-weißes Licht, etwa 30 Grad über dem Horizont. "Durch einen Feldstecher jedoch sah es aus wie eine Kompakt-Galaxis aus vielen Einzellichtern, die ihre Form veränderte und wirkte, als wenn sich das Gebilde drehte", berichtete der Mann, der aufgrund von Meldungen des Objektes an den drei vorausgegangenen Nächten alarmiert worden war und bereit stand. Er fertigte eine Serie von Langzeitbelichtungen des Objektes an, welches man lokal "das Ding" nannte. Schaut man aber den Fall näher an, dann haben wir es hier mit einem Vorläufer des Jimmy Carter-UFOs oder jenes Objektes auf dem deutschen Videoband von Bergheim (könnte man in seiner unscharfen Zoomeinstellung auch als eine Kompakt-Galaxis betrachten!) zu tun - nämlich der Venus. Mit einem weiteren Fall einer Fehldeutung der Venus tat sich Moseley auch keinen Gefallen, auch wenn er gerne seinen Lesern damit einen solchen tun wollte. Raymond E.Ryan verfolgte am 8.April 1956 als Veteran-Pilot der American Airlines 45 Minuten lang eine "Untertasse" auf dem Routineflug von New York nach Buffalo, als er gegenb 22:15 h ein helles Licht über Schenectady ausmachte, was seine Neugier weckte und er deswegen "auf sie einschwenkte", aber das Objekt hielt immer den selben Abstand zur Position des Airliners ein, geschätzt auf etwa 8 Meilen im Nordwesten. Nun begleitete das Objekt für lange Zeit das Flugzeug, währenddessen Ryan die Griffis AFB anfunkte und ob des Phantoms unterrichtete. Diese schickte zwei Abfangjäger hinaus, weil inzwischen das Licht auch von CAA-Turmpersonal in Albany und Watertown am westlichen Abendhimmel ausgemacht und gemeldet worden war. Schließlich gab Ryan die Verfolgung genauso auf wie die Jagdflieger, da "wir ihm niemals wirklich nahe kamen und es einholen konnten". Schließlich war das Licht nach 45 Minuten auch vergangen.

Einige Leser griffen aber auch Moseley scharf an und kritisierten ihn, "eine zu negative Einstellung der Sache gegenüber" zu haben "und zuviel Raum der Kontroverse widme, anstelle soviel wie möglich dem Leser entgegenzukommen". Ob er mit seiner Buchbesprechung zu "The Report on Unidentfied Flying Objects" dann dem "Leser entgegenkam" ist nicht sicher, da er Edward J.Ruppelt´s Buch als das beste zum Thema nannte, was seither erschienen ist. Ruppelt wies darauf hin, es gab zweifelsfrei Vorfälle, die sich nicht erklären ließen, unidentifiziert blieben und er hielt diese genausowenig wie die USAF zurück, aber er sieht auch die Möglichkeit, dass diese eines Tages ebenso eine konventionelle Erklärung finden werden (wie es tatsächlich auch immer wieder mit sogenannten UFOs ieS geschieht!) oder sie sich tatsächlich als interplanetarische Raumschiffe herausstellen (40 Jahre sind hiernach vergangen, der Beweis ist immer noch nicht erbracht, was die UFO-Jünger von heute aber nicht davon abhält, nochmals und immer wieder danach zu forschen, genauso lange hält sich übrigens die Nessie- und die Yeti-Legende). Moseley stellte sich demonstrativ hinter Ruppelt und gegen Keyhoe.

Im August 1957 berichtete "Saucer News" vom Versuch einer 50-köpfigen Untertassen-Fan-Gruppe auf zwei Fischerbooten und drei Meilen vom Ufer des Lake Michigan entfernt, den Kontakt mit den Raumfreunden mittels eines "Lichtstrahl-Receiver" und anderen "wissenschaftlichen" Methoden herbeizuführen. Die Gruppe wurde von John Otto geleitet, einem bekannten Untertassen-Vortragsreisenden, und von Henry Maday vom ´Detroit Flying Saucer Club´ und Courtland Hastings, Vizepräsident der New Yorker CSI-Gruppe, unterstützt. Angeregt wurden sie durch den sicheren Tip der 61jährigen Christine Lawrence, die mit einem Untertassen-Piloten namens Jariel von der Venus in Kontakt steht. Dieser Kontakt bestehe aus "einem drückenden Gefühl" im Nacken, wodurch sie telepathische Kommunikationen einleiten könne, die in der "Sonnensprache" stattfinde... Wie wir sehen, auch der CSETI-Versuch des Dr.Steven Greer mit seiner sogenannten "Operation CE5" hat seine Vorläufer, die man eines Tages genauso kindisch halten wird, wie wir heute die 1957er Aktion betrachten müßen. Alles schon mal dagewesen und genauso belang- und nutzlos im Dunst der Zeit vergangen!

Beim 4.Konvent am Giant Rock erklärte übrigens Van Tassel seine Bereitschaft, 1960 sich der US-Präsidentschafts-Wahl zu stellen, weil die Raumbrüder dies ihn rieten. Moseley: "Nun, wenn alle Marsianer die Gelegenheit bekommen werden hier wählen zu dürfen, dann hat er sicherlich gute Chancen." In England dagegen gab George King bekannt, er sei der "Erdagent Nummer Eins" für die Raumleute und habe dazu anzukündigen, das nun "Welle auf Welle von Untertassen-Sichtungen" die Erde heimsuchen werden, insbesondere der Juli 1957 zu einer nie dagewesen Invasion ausarten werde. Diese Ankündigung bewahrheitete sich, wie alle anderen dieser Art vorher [und nachher!], nicht. Im März 1957 meldete ein 13jähriger Bub in Albany, NY, bei der Wildtier-Fotografie im Wald eine "silberne Fliegende Untertasse" gleich vier Mal fotografiert zu haben. Er marschierte damit zu einer Zeitung und wollte die Bilder anbieten, hier reagierte das Personal jedoch einmal völlig anders als sonst (vorher und nachher): Sie riefen erst einmal die örtlichen Luftwaffen-Nachrichtendienstler an, die für Blue Book arbeiten und so kam eine Untersuchung in Gang, die nichts Außerirdisches offenbarte, sondern nur einen aufgehängten irdischen Aschenbecher - mattgesetzt gestand der Junge den Jux ein.

Die ´Cincinnatie Post´ vom 12.Juli 57 brachte die Schlagzeile "Eine Fliegende Untertasse mit kleinen Männern drin!" ins Blatt, nachdem Hunderte von Leuten im Gebiet von Chicago eine ´Fliegende Untertasse´ gesehen hatten - doch das örtliche Wetterbüro identifizierte das Objekt als einen davonfliegenden Ballon in etwa 20 Km Höhe. Im März war Harold J.Berney in Alabama in Haft genommen worden, weil er von einem Sekretär in Washington 58.000 $ abluchsen wollte, um damit "ein Kommunikationssystem zwischen Venus und Erde aufzubauen". Natürlich sollte der Betrag nur die Anschubfinanzierung sein, damit daraus etwas ganz großes werden sollte, nämlich ein Buch im Adamski-Stil zu den ganz persönlichen Erfahrungen Berneys mit den Venus-Raumbrüdern. In Indiana ging ein Dr.J.E.Schmidt auf die Barrikaden und wollte mit Hilfe der FCC und der Vereinigung New Yorker Radio- und TV-Autoren die Long John Nebel-Show stoppen. Seine Begründung: Die Sendung präsentiere blühenden Unsinn und die Zuhörerschaft bestehe zu 95 % aus Neurotikern. Moseley: "Es gibt aber keinen Hinweis daraus, das Dr.Schmidt ein Mitglied der Schweigegruppe ist und mit seiner Bemühung Erfolg haben wird."

Neues von George Hunt Williamson gab es ebenfalls zu melden. Dieser mühte sich gerade darum, eine Kolonie von unerschrockenen Untertassen-Forschern in Peru aufzubauen. Nach seinen spiritistischen Quellen aus Kreisen des Oahspe-Glauben stehe nämlich ein horrorbeladenes Ende in dieser Sache an. Die Oahspe-Konzeption für eine pseudoreligiöse Bewegung fand auch bei Adamski bereits im Oktober 1952 Anklang, obwohl die Venusianer "mittels Funkkontakt" zu verstehen gaben, dass das Buch Oahspe einige übertriebene wissenschaftliche Behauptungen enthielte, aber "ansonsten wir deren Darstellung übernehmen können, da wir damit definitiv am Ball sind". Während bisher der Venusianer-Kult darauf hinausgelaufen war, dass die guten Brothers (and Sisters) uns Menschen vor der selbstgemachten Welt-Untergangs-Katastrophe bewahren wollen, geht Williamson in Peru neue umnebelte Wege: Er predigt nun, dass die Raummenschen erst nach der großen Katastrophe kommen werden und den verbliebenen Gläubigen-Rest zu sich heimholen werde.

Im August 1958 meldete "Saucer News" eine Sensation. Autofahrer rund um Bad Axe, Michigan, hatten erschrocken beobachtet, wie sich eine Gestalt mit Raumfahrerhelm, langem Cape, figurbetonter Uniform und glänzenden Stiefeln plötzlich in der Nacht neben der Fahrbahn auftauchte, kurz der Straße entlanglief und dann wieder im Unterholz verschwand. Dann nahm die Polizei den 22jährigen Jerry Sprague in Haft, welcher in dieser Verkleidung aufgegriffen worden war und zugab, seit geraumer Zeit sich diesen Scherz geleistet zu haben...

Vorsicht, da kommt Keyhoe!

"Saucer News", September 1959. Michael G.Mann brachte den Artikel "Wer hat Keyhoe irregeführt?" ein, da er seit vielen Jahren alles von Keyhoe gelesen hatte, einem Autor, an dem man in Sachen UFO damals einfach nicht herum kam, weil er mit seinem Thema der "Fliegenden Untertassen-Verschwörung" und einer geheimen "Schweige-Gruppe" genauso Einfluß auf das ufologi- sche Denken nahm, wie Adamski mit seinen Fliegenden Untertassen als Raumschiffe der Raumbrüder. Mann überprüfte einige Behauptungen Keyhoe´s ais dessen 1956er Knaller "The Flying Saucer Conspiracy". Dort fand er auf S.264 die Beobachtung des Astronomen Dr.Kuiper vorgestellt, der bei einer Vollmond-Nacht diesen beobachtete und dabei Tausende von glänzenden, weißen Punkten ausmachte, scheinbar die Basis von umgedrehten Konusen. Englische Astronome machten daraus dann "Kuppeln". Sollte da ein bekannter Astronom aus dem Schatten hervorgetreten sein und eine der abenteuerlichsten Behauptungen aufgestellt haben, die denkbar ist? Nun, Mann kontaktierte Dr.Kuiper und erfuhr zu dieser Sache, dass der Astronom freilich kleine Krater, die durch Meteoreinschlag entstanden waren, meinte und er in seinem ursprünglichen Manuskript ihre Differenz zu jenen Kratern vulkanischer Natur diskutierte - und sonst nichts. In einem anderen Fall auf S.196 namens "die brennende Straße von Woodside, Kalifornien" schrieb Keyhoe: "Um 16 h hörten Bauern nahe der Portola Straße eine Explosion von irgendeiner unbekannten Quelle. Direkt danach wurde ein 270 ft-großes Teil der Straße aufgefunden, welches an Dutzenden von Stellen in Flammen stand und man konnte dort fremde Metallteile sehen. Eine halbe Stunde danach erreichten Feuerwehrleute die Szene und die Straßendecke warf schon Blasen unter der intensiven Hitzeeinwirkung. Das verbrannte Stück hatte präzise die Gestalt eines Rechtecks von 70 auf 270 ft Größe. Verwirrt benachrichtete Feuerwehrschef Bolpiano die Luftwaffe und Armee, aber die Nachrichtendienstler konnten die Ursache des Feuers nicht erklären." Was dies mit Untertassen zu tun haben soll, ist immer noch ein Rätsel für Mann und uns. Und die Metallstücke waren nicht so befremdlich, wie Keyhoe tat. Mann kontaktierte Sheriff Earl B.Whitemore aus Redwood City, Kalifornien, und er äußerte sich zur Story so: "Die Fragmentstücke wurden als Gußeisen bestimmt, sie waren einmal ein Rohr gewesen, welches jemand mit Sprengstoff gefüllt und in die Luft gejagd hatte." Eine Rohrbombe!

Keyhoe hat mit seiner "Fliegenden Untertassen-Verschwörung" einige interessante Fälle vorgestellt, so jene von Kimross, Fort Lauderdale und Utica. Eine Kimross AFB existierte gar nicht, nur eine Kinross AFB in Michigan. Keyhoe hatte dazu geschrieben: "Auf einer isolierten Radareinrichtung beobachteten Luftverteidigungs-Leute ihren Schirm im Routinedienst betreffs einer möglichen feindlichen Attacke. Plötzlich erschien der Blip einer unbekannten Maschine auf dem Schirm. Der Bodenkontrolleur warf schnell einen Blick darauf und stellte fest, dass der Blip über den Soo Locks erschien. In weniger als zwei Minuten flog eine F-89 vom Kimross Field zu den Locks. An den Jetkontrollen saß Lt.Felix Moncla jr. Geleitet von der Bodenkontrolle kam Moncla dem unbekannten Blip näher. Bei der Bodenkontrolle sah man den Blip der Jet ebenso ganz deutlich. Als fast schon der UFO-Blip erreicht war, wechselte dieser den Kurs. Neun weitere Minuten hielt man im Kontrollraum den Atem an. Die F-89 überbrückte die Entfernung und plötzlich verschmolzen die beiden Blips zu einem. Was geschehen war konnte niemand im Kontrollraum sagen, nur eines war sicher: Die beiden Maschinen hatten sich wie bei einer Kollision genähert. Für einen Moment verblieb nur ein gewaltiger Blip auf dem Radarschirm, dann zog er rasch aus dem Erfassungsbereich. So schnell wie möglich wurden Suchflugzeuge aufgeschickt, um über dem Lake Superior Ausschau zu halten. Aber man fand keine Spur vom Flugzeug, von seinem Piloten oder von der unbekannten Maschine." Captain George M.Karl jr., Verwaltungs-Offizier auf der Kinross AFB, erklärte gegenüber Mann: "Die Akten für die Daten vom 23.auf den 24.November 1953 weisen einen Zeitungsbericht der Evening News aus Sault St.Marie in Michigan aus, wonach ein Vorfall geschehen sein soll, fast so wie Keyhoe ihn beschrieb." Mehr konnte die betroffene Basis nicht mitteilen, so forschte Mann bei Captain Harry E.Scarborough, Informations-Offizier von der 30th Air Division, Traux Field, Madison, Wisconsin, an der nächst-höheren Stelle nach. Auch hier war das Personal nicht imstande, Licht auf die Sache fallen zu lassen. Schließlich wurde Major Lawrence J.Tacker im Pentagon kontaktiert, der aber ebenfalls keine weiterführende Information zu dem Geschehen in Keyhoe´s Darstellung abgeben konnte.

Aufgrund dieser Erfahrung nahm sich Mann sieben Fälle aus dem Verschwörungsbuch an und trug sie Major Tacker im Pentagon vor, um dessen Meinung hierzu einzuholen. Tacker nahm sich den Fällen an und reagierte bald darauf mit der Erklärung, dass diese Fälle "keine Sichtungen sind, die der US-Luftwaffe weitergemeldet worden waren." Liest man aber Keyhoe´s Buch läßt jener schnell die Illusion aufkommen, dass diese Fälle durchweg interne Air Force-Er- fahrungen seien. Unter diesen Fällen war auch das Geschehen vom 5.Dezember 1945 zu den fünf TBM-Avenger-Flugzeugen, die von der Fort Lauderdale Naval Air Station starteten und dann spurlos verschwanden (ein Bermuda-Dreieck-Klassiker). Wieder war der Fall der USAF unbekannt, und wieder kannte sie noch nicht einmal diese Basis! Totales Cover-up? Mann versuchte auf eigene Faust diese Basis ausfindig zu machen, sie war wie von der Landkarte verschwunden. Da er an Keyhoe selbst nicht herankam, nahm Mann Kontakt mit Lee Munsick, Direktor der North Jersey UFO Group und ehemaliger Mitherausgeber des "UFO Investigator" und enger Freund von Keyhoe. Tatsächlich gestand er ein, das die genannte Basis gar nicht gibt, sondern nur den Broward County International Airport von Fort Lauderdale, Florida. Kein Wunder, dass die Luftwaffe keine Aufzeichnungen des Falls von einer Fort Lauderdale Naval Air Station hatte! Kommen wir zum Utica-Fall und zum alten Keyhoe-Problem. Auch hier existierte die fragliche Basis gar nicht. Keyhoe erwähnt die Griffith AFB und es gibt nur eine Griffiss AFB. Keyhoe hatte geschrieben: "Eine F-94 Starfire startete um ein unbekanntes Ziele nahe Utica, New York, zu überprüfen. Als der fremde Blip sich auf dem Luftverteidigungs-Radarschirm erstmals zeigte, ging man den normalen Weg und prüfte die Situation, doch kein Flugzeug war in diesem Bereich gemeldet. Von den Bodenkontrolle geführt, stieg der Pilot auf während sein Radarbeobachter das Radar im Cockpit nicht aus den Augen ließ. Dann konnte der Pilot ein befremdlich glimmendes Objekt irgendwo über sich sehen und er gab Stoff, um die Verfolgung fortzusetzen. Plötzlich, als das Flugzeug dem UFO näher kam, ergriff eine Hitzewelle auf rätselhafte Weise das Flugzeug-Innere. Ein Notfall. Der Pilot sprengte die Kanzel ab und betätigte den Schleudersitz. Er fühlte auch den Ausstoß, als der Radarmann ausstieg. Als er dann zur F-94 zurückschaute, zuckte er zusammen, weil die Maschine genau auf das Zentrum von Walesville zufiel. Wie er sah, schlug die Maschine im Zentrum der Stadt auf und brach in Flammen aus. Vier Menschen kamen um, darunter zwei Kinder." Jonas Kover, Leiter einer New Yorker Untertassen-Gruppe, nahm sich der Sache für Mann an und fuhr ins Leere. Niemand schien sich an Ort an dieses dramatische Ereignis zu erinnern und selbst die Zeitungen hielten es nicht für notwendig, davon zu berichten.

Hatte der UFO-Erz-Skeptiker Dr.Donald Menzel doch recht, als er einmal Keyhoe so abkanzelte: "Ich bin mir der wilden Behauptungen bewußt, die Keyhoe in seinen Büchern macht. Auf der Basis von vielen Annahmen, Vermutungen und Spekulationen baut er eine Situation für ´Fliegende Untertassen´ aus dem Weltraum auf." Auch Major Tacker aus dem Pentagon hatte sich an Keyhoe gewand und bat um Beweise, wonach UFOs interplanetarische Raumschiffe sind, "aber Keyhoe hat uns solche Informationen nicht übermitteln gekonnt". Wie auch immer, schließlich griff sich Mann blind einen weiteren Fall heraus. Auf S.264 meldete Keyhoe, dass die Astronomen auf dem Mount Palomar den Auftrag erhalten hätten, nach Besonderheiten auf dem Mond Ausschau zu halten. Bei einer Observation stellten sie die Existenz einer mysteriösen Brücke fest und der fotografische Beweis habe ergeben, dass diese aus Metall bestand. So kontaktierte Mann Dr.Milton L.Humason, ein bekannter Palomar-Astronom. Dieser antwortete zurück: "Der Fall von O´Neill´s Brücke wurde von unserem Mount Wilson-Observatorium unter Dr.Dinsmore Alter untersucht. Nach Dr.Alter´s Ansicht existiert die Brücke gar nicht. Major Keyhoe machte einen Fehler, als er behauptete, wir hätten eine spektrographische Analyse der Brücke durchgeführt."

Überall im UFO-Feld stinkt es vom Kopf her, die Selbstsicherheit der UFOlogie basiert auf einem äußerst sandigen Fundament. Im Dezember 1959 mußte Moseley melden, das Major Keyhoe zurückschlug. Er drohte mit einer Klage, wenn Moseley so weitermache und über Keyhoe herziehe. Moseley: "Es ist eine Schande, wenn Maj.Keyhoe so auf ehrliche Kritik reagiert." Michael G.Mann, Brooklyn, New York, gestand ein: "Ist es mein Fehler, wenn ich Fragen stellte und Ermittlungen durchführte, die dann zeigte, das viele seiner Erklärungen mit Mängel behaftet sind? Aber noch eines: Ich habe verschiedene Male Keyhoe im TV gesehen, wo er erklärte, er wolle wieder zur Luftwaffe zurück und in Dienst gestellt werden. Er erweckte damit den Eindruck, als sei er wegen seiner UFO-Forschung von der Luftwaffe gefeuert worden. Tatsache dagegen ist, das Keyhoe ein ehemaliger Marine Corps-Offizier ist und er deswegen kaum die USAF anklagen kann, sie wolle ihn nicht wieder aufnehmen."

Howard Menger stand knapp davor ins Gefängnis zu müßen, weil er sich im August 1959 noch weigerte, an seine erste Frau Alimente zu zahlen (529 Dollar pro Monat). Seine Freunde werden sich daran erinnern, das Menger sich von seiner ersten Frau scheiden ließ, um dann Marla Baxter, Autorin von My Saturnian Lover zu heiraten. Inzwischen tourte der von "Dr." zum "Professor" selbstbeförderte George Williamson durch die Zirkel der Flying Saucer Groups der USA, um hier Vorträge zu halten.

Im Juni 1960 wird George Hunt Williamson´s Buch "Road in the Sky" besprochen, worin vier sensationelle Behauptungen aufkamen: 1.) Die Hopie-Indianer stammen vom Mars; 2.) der schreckliche Schneemensch paart sich mit Menschen-Frauen; 3.) die Raumleute sind Pazifisten; 4.) unsere Erde erlebt eine Invasion der "Unheiligen Sechs" vom Orion, darunter sei auch sein ehemaliger Freund zu Adamski-Zeiten Karl Hunrath, die Banker, die Computerleute und die Schwarzen. Lee R.Munsick reagierte heftig auf Mann´s Keyhoe-Artikel und nannte die aufgeführten Flops "einige kleine und unrelevante Fehler" und warf Mann vor, an einer Schmierenkampagne teilzunehmen, die schlichtweg "unethisch gegenüber Major Keyhoe" sei. Er verdächtigt Mann ebenso, die Arbeit eines aufrechten Mannes "zu untergraben, welcher viel für das Gebiet der UFOlogie getan hat und ohne dessen Bemühungen wir kaum etwas zu sagen hätten". Und wie es immer so ist, dann werden die Schwachstellen des Kritikers gesucht, bei Mann findet dann Munsick ein paar Sächelchen: Er war für einige Zeit bei einer Organisation namens "Parapsychology and Saucer Investigation", kurz PSI genannt. Hier wurde er mit dem Titel "Koordinator" geführt, Direktor von PSI war Jonas Kover. Im Herbst 1959 bereitete Mann als Herausgeber vom "The Journal of Correlative Philosophy" und als Direktor der "International Federation of Flying Saucer Clubs" den Artikel "Vorläufiger Zensus von Kontaktlern" vor und dieser Artikel erschien in der Oktober 1959-Ausgabe des genannten Journals.

Wie auch immer, Howard Menger war in der Long John-TV-Show erschienen und hatte hinsichtlich seines Buchs "From Outer Space to You" erklärt, das er nicht mehr so sicher sei, dass die dort beschriebenen Vorfälle aktuell so geschahen, wie er sie niederschrieb. Er gehe inzwischen davon aus, das man ihn unter Hypnose setzte und ihm das alles vorgeschwindelt wurde, er aber in ehrlicher Absicht dann alles so niederschrieb, wie er dachte, es sei so geschehen... Moseley begegnete am 17.April erstmals Orfeo Angelucci bei einem Auftritt in der Long John-TV-Show, wie Sie wissen schrieb Angelucci als klassischer Mit-Kontaktler der 50er Jahre das Buch "The Secret of the Saucers", gefolgt von dem wenig erfolgreichen "Son of the Sun". Moseley lernte den Kontaktler als "einen fantastischen Geschichten-Erzähler" kennen und empfahl dessen Werke all jenen, "die eh schon fern dieser Welt sind".

Im September 1960 wurde an Brief von David Wightman abgedruckt, der nun Herausgeber von URANUS in England geworden war und mit den Jahren immer skeptischer betreffs UFOs geworden ist. Auch wenn APRO gerade den Fall eines Fundstücks, eines "physikalischen Beweis", aus purem Magnesium in Brasilien zelebrierte, so ist Wightman davon nicht zu überzeugen, schließlich gehöre er der Universität von Manchester an und habe dort mit einem Physiker und einem Metallurgen in dieser Sache gesprochen. Diese stellten fest, das es wohl 100 % reines Magnesium auf Erden gebe, welches industriell hergestellt werde - gerade in den USA werde dieses produziert, um damit die Spitzen der Satelliten-Serie DISCOVERY auszustatten.

Keyhoe´s gerade erschienenes Buch "Flying Saucers: Top Secret" wurde von Jim Moseley besprochen, wobei er bedauerte, dass die vielleicht interessantesten Fälle nur aus den vertraulichen Akten des NICAP kamen und somit keine realen Zeugennamen und sonstige überprüfbare Daten verfügbar sind, "wenn dies möglich wäre, könnten wir uns besser fühlen". "Wenn er dazu käme, sich strikt auf faktische Berichterstattung zu beschränken, anstelle zu spekulieren und fieberhafte Folgerungen aufzustellen, würde man ihm sicher noch mehr respektieren", schloß Jim Moseley ab. Nebenbei: Bisher mußte der Saucer New-Herausgeber sein 1.000 $-Angebot für einen UFO-Beweis immer noch im Safe liegen lassen.

Außerirdische Kekse

Dezember 1961. Der berühmte Fall vom Eagle River wird aufgegriffen. Die USAF analysierte die durch Aliens übergebenen Kekse und Moseley bekam von Major William Coleman mitgeteilt, dass das Material aus "Fett, Mehl, Sojabohnen-Hühlsen und anderen bekannten Substanzen besteht. Die US-Air Force folgerte: Dies sind normale irdische Kekse." Eine Parallel-Analyse leistete sich Civilian Saucer Intelligence (CSI) in New York, nachdem NICAP bei der Finanzierung dieser Untersuchung sich überfordert fühlte: Die Resultate waren identisch! Wieder wurde ein "physikalischer Beweis" zu Grabe getragen und ein toller Fall stellte sich als SCHWINDEL heraus. Moseley beklagt die Haltung des NICAP, welches sich in dieser Affäre überfordert zeigte. Wenn schon die größte UFO-Gruppe einen extrem seltenen UFO-Nachweis nicht untersuchen lassen könne, wie schaut es dann mit ihrer Gesamtkonzeption und der Forderung nach seriöser UFO-Erkundung aus? Joe Simonton, der den Fall als Zeuge in Umlauf brachte, hat inzwischen weitere Sichtungen gehabt und hält Vorträge zum Thema.

Bericht über Untertassenleute, die jüngst in Gewahrsam kamen: "Es ist eine nette Sache in diesen Tagen zu beobachten, welche Untertässler ins Gefängnis gehen und welche herauskommen. Inzwischen wurde Kontaktler Reinhold Schmidt verurteilt und er hat bis zu zehn Jahren Gefängnis zu erwarten, zwei Klagen wegen Diebstahl laufen gegen ihn noch. Schmidt hatte freie Energie-Kristalle gefunden, die er Frau Eva Newcomb und anderen für insgesamt 50.000 $ verkauft hatte. Untertassen-Bauer Otic T.Carr sitzt in einem Gefängnis von Oklahoma City ein, weil er 5.000 $ Schulden machte und sie nicht zurückzahlen konnte. Kontaktler Wayne Aho wurde in die Psychatrie eingeliefert, nachdem er die Interplanetary Embassy gegründet hatte und Überlebenswohnungen anbot."

"Saucer News" packt im September 1963 schon wieder heiße Eisen an. Zunächst ist John G.Robinson auf den Spuren von "Dr." George Hunt Williamson, um dessen Titel zu überprüfen. Williamson will seinen Doktorgrad an der Northwestern University erwoben haben, doch Allen Weber vom Universitäts-Rat fand dafür keinerlei Hinweis in seinen Aufzeichnungen. Da Williamson einen weiteren Doktortitel an der Great Western University von San Francisco erworben haben will, wurde auch diesbezüflich recherchiert - diese "Universität" verkauft derartige Titel seit 1951 und steht unter öffentlichem Feuer, schließlich bekam sie verboten, diese Praxis weiterzuführen. Ähnliches gilt übrigens auch für Dan Fry´s Dr.h.c., den er an einem St.Andrews Ecumenical University College in London hinsichtlich "Kosmologie" verliehen bekam. Dieses "College" ist nichts weiter als ein Ableger einer Firma namens "Aura Publications", welche bekannt dafür ist Titel für "spirituelle Führer" zu verkaufen. In Japan reiste nun Williamson unter dem Pseudonym H.R.H.Prinz Michel d´Obrenovic-Obilic van Lazar, Herzog von Sumadya, umher...

Sandy Moseley brachte den Beitrag "Wie es mit Jim Moseley wirklich ist" ein, um zu verdeutlichen, wie das Leben einer Frau von einem UFO-Forscher ist. Gerade als sie heirateten, bekam das junge Paar ein eher "untypisches Hochzeitsgeschenk" durch Richard Ogden übermittelt: Eine Voodoo-Puppe (etwas derartiges bekam ich ebenfalls einmal anonym zugestellt) mit der "Euer ungeborenes Kind verflucht wird". Unter den Teilnehmern der Hochzeitsfeier befand sich sogar ein Außerirdischer, der in NYC lebt und sich als "Alexander" vorstellte. Auffällig an ihm, er rauchte sehr viel und sprach dem Scotch erheblich zu. Unter den Gästen waren zudem: Mr.und Mrs.Al Bender, Dr.und Mrs.Leon Davidson, Gray Barker, Dominick Lucchesi, Augie Roberts, Jack und Mary Robinson sowie Hans Santessen.

Ray Palmer gründete die Firma "The Freedom Publishing Company" um Porno-Material zu vertreiben, Kopartner: Richard Shaver, der durch die Dero-Story bekannt wurde. Ein neue Organisation namens "Starlight Fellowship" wurde von Sterling Warren gegründet, der Raumbotschaften von einem "Rin-Tin-Tin" erhält, mal sehen wann der erste Kontaktler mit Lassie Verbindungen pflegt.

Im Dezember 1963 stellte Moseley sein Angebot von 1.000 $ für einen UFO-Beweis ein, da seit 1956 "niemand den Antrag stellte, diesen Preis einzufordern". Richard Ogden meldete sich und entschuldigte seine Aktion mit dem Versand der Voodoo-Puppe, aber er habe eine schlimme Zeit als ehemaliger Adamski-Anhänger durchgemacht und sein nun "tief verletzt, was Adamski betrifft, der mich als Lutscher benutzte". "Ich habe nun herausgefunden, das Adamski ein Fälscher, den ich lange Zeit verteidigte, weil ich ihn so liebte. Nun bin ich frustriert, da ich den Goldkessel am Ende des Regenbogens nicht finden konnte. Ich fand zwar einen Kessel, aber Gold war nicht darin, sondern erkannte nur, unter die Räuber gekommen zu sein", beteuerte ein Ex-Adamskianer. Am 5.September machten sich etwa 50 Untertassen-Freaks auf einem Boot auf, um mit verschiedenen Methoden Kontakt zu den Untertassen aufzunehmen. Norman Jack Maynard, Leiter dieser Gruppe und Chef der Great Lakes UFO Association, nahm von jedem Teilnehmer 1,25 $ ein, um damit das Boot am Pier von Waukegan, Ill., zu mieten. Das Unternehmen scheiderte, weil der Bootsbesitzer zwei Stunden lang mit den Gästen gesprochen hatte und diese selbst für "unheimlich" hielt und sich lieber absetzte, als mit ihnen hinaus zu fahren.

Wer ist eigentlich dieser James W.Moseley?

Im März 1964 setzte der "Saucer News"-Herausgeber allen Spekulationen über sich ein Ende. Da er verschiedene Angriffe aus der UFO-Szene erfuhr, weil er Probleme mit der harten Vertretung einer Position "Pro-außerirdische Raumschiffe" im UFO-Phänomen hat und zudem regelmäßig im Pentagon nach UFO-Informationen suchte und hier sowie da Hammerschläge zu den Szenen-Obrigen herabsausen ließ, verdächtigte so mancher UFOloge Moseley, dass dieser für sinistre Mächte arbeiten würde. Nun packte Jim aus und beteuerte, weder von der Air Force, dem CIA oder der Schweigetruppe gefördert oder finanziert zu werden. Er ist Antiquitäten-Händler und gräbt sich diese selbst mit großem Erfolg in Südamerika aus, um sie dann in den USA zu verkaufen, was in beiden Fällen oftmals genug hart an der Grenze zur Illegalität liegt. Aus diesen Einkünften finanziert er schlichtweg seine ufologischen Aktivitäten und natürlich auch seine Publikationen. In jenen frühen Tagen der 60er sponserte Moseley sogar monatlich einen Vortragsabend in New York City und lud auf eigene Kosten ufologische Namen ein: Gray Barker, Ivan Sanderson, Albert K.Bender oder Long John Nebel waren dann Vortragende im sogenannten Palmen-Raum des Hotel DIPLOMAT oder im Vortragssaal der Philosophical Research Society. Teilweise wurden "nette, wilde Nächte" daraus, da immer wieder Sonderlinge herbeikamen und verrückte Storys erzählten, was wieder neuen Stoff für das Long John-Programm hergab.

Im Oktober 1963 wurde Dr.Frank E.Stranges, Autor von "Flying Saucerama" und diversen Büchern, in Kalifornien überführt, einen "Diplom-Verkauf auf Postwege" betrieben und Doktor-Titel etc für 25 Dollar aufwärts angeboten zu haben. Dies brachte ihm eine Nacht im Knast und 200 Dollar Strafe ein, woraufhin er in einem Rundschreiben seine Fans darum anbettelte, man möge ihm 2.000 $ spenden, damit er auch seine restlichen Kosten für Anwalt und Gericht bezahlen könne. Kontaktler Buck Nelson hielt einen seiner Vorträge in St.Louis, Missouri, dabei zeigte er ein Dia von dem menschenähnlichen Raummann mit dem er seine Kontakte pflegte - Besuchern fiel die verblüffende Ähnlichkeit des Raumfreundes mit Buch Nelson selbst auf. Der berühmte 300-Pfund-Raumhund des Raumbruders hat in der Beschreibung ebenfalls verblüffende Ähnlichkeit mit dem "Schoßhund", den Nelson immer um sich hat...

Weitere Erhellung wird uns im Juni 1964 geboten, da in der US-Szene seit 10 Jahren schon ein Zerwürfnis zwischen Gray Barker und Moseley zu heftigen Auseinandersetzungen führten. Der Grund wurde nun aufgeklärt: Barker hatte Moseley ein Mädel ausgespannt und dies konnte Moseley nicht verkraften! Moseley gestand zu: "So haben wir uns gegenseitig für unsere Magazine Schwindelgeschichten und ähnliche Dinge zugespielt, um jeweils der anderen Seite eines auszuwischen." Als Moseley dann 1962 heiratete und Barkers "Saucerian" 1963 aufkaufte, war die alte Affäre vergeben. Leider vergaß Moseley diese Schwindelgeschichten klar zu definieren bzw aufzulisten - es war wohl viel zu viel. In einem Leserbrief von Mary J.Hughes beschreibt 1964 eine persönliche Erfahrung, die man auch gut auf 1996 übertragen kann: "Dieser Reverent Frank E.Stranges und seine Aktvitäten sind unter jenen Dingen zu finden, welche das Feld der UFO-Investigation stinken lassen. Ich habe viele Vorträge von Stranges, Menger und all den anderen besucht und sie bringen ein breites Feld von Themen ein - alles ist zwischen Untertassen-Kontakten und Spiritismus bei ihnen enthalten, ausnahmslos. Jederzeit war ich richtig erschrocken zu sehen, wie die Majorität des Publikums auf solche Veranstaltungen reagiert - die Fans sitzen mit sturrem Blick, verzücktem Lächeln da und recken die Köpfe, als wenn sie tatsächlich die größten Geheimnisse der Welt und des Universums erfahren würden! Und man weiß dann schon, dass diese Menschen schon auf den nächsten Vortrag warten und deswegen mit glasigen Augen den Saal verlassen - sie sind bereit, einfach alles zu akzeptieren. Stellt jemand eine Frage mit kritischem Unterton oder deutlichem Zweifel, dann werden sie bitter-böse! So erging es mir einmal auf einem Vortrag von Reinhold Schmidt, vorher hatte er die Story in Umlauf gebracht, dass die Raumfreunde Kaffeetassen haben, worin der Kaffee nie kalt werde. Ich fragte ihn dann bei nächster Gelegenheit, ob er denn nicht mal eine solche Tasse abzweigen könne. Schmidt wirkte verstört ob dieser Frage und nach einigem Überlegen sagte, dass die Untertassen-Menschen nun ihm eine unter der strengen Auflage gegeben haben, sie niemanden zu zeigen. Solch ein Quatsch!"

Im Dezember 1964 meldete "Saucer News" auf der Titelseite eine Untertassen-Landung in Glassboro, N.J., vom 5.September des Jahres. Die zwei Buben (8 und 11 Jahre alt) des NICAP-Mitglieds Ward Campbell wollen auf einer kleinen Waldlichtung die Landespur einer Fliegenden Untertasse gefunden haben, die nach ihrem Start vier Erdlöcher zurückließ und in Griffhöhe auch Zweige von überragenden Bäumen abknickte. Nachdem die Buben den Fund ihrem Vater erzählten, schaltete dieser als UFO-Forscher die Polizei und Luftwaffe ein. Dazu muß man wissen, dass in den vorausgegangenen Nächten in dem Gebiet ein rotglühendes Objekt herumschweben gesehen wurde. Untersucher von der nahen McGuire AFB nahmen sich der Sache an und in den nächsten Tagen war dies die Story schlichtweg in der Region - Hunderte von neugierigen Menschen pilgerten herbei, um die von der Untertasse hervorgerufenen Erdlöcher zu bestaunen, zu berühren und "Proben" zu entnehmen. Für "Saucer News" war Bruce Kraig drei Tage nach dem Fund an Ort der kleinen gerade einmal 10 Meter durchmessenden Lichtung. Die Formation bestand aus einem Zentralloch von nicht mal einem Durchmesser von einem Meter und ca 30 cm Tiefe, drei kleinere Löcher haben gerade einmal 30 cm Durchmesser und sind gerade mal 10 cm tief, dafür aber so ausgelegt, um den Eindruck eines dreibeinigen Landegestells zu erwecken. Eines der Löcher befindet sich direkt an einem Baum und wirkte "unfertig". Das Zentrolloch soll ursprünglich konusförmig ausgefallen gewesen sein, drei Tage nach dem ersten Fund war es jedoch nurmehr ein unförmiges Loch gewesen. In dem Zentralloch fand man 13 kleine Scheiben, die scheinbar aus geschmolzenem Sand bestanden. Den Gerüchten nach, soll die Luftwaffe ein befremdliches "phosphoreszierendes Material" aus dem Loch entfernt haben. Kraig konnte soweit die Möglichkeit eines Schwindels nicht ausschließen.

Am 11.September berichtete der Militär-Journalist des New York Journal ´American´ über die Feststellungen der Air Force-Untersucher, welche Kaugummi-Papier, die Überreste einer Kirschtorte und Kinder-Turnschuhabdrücke im direkten Gebiet der Spur fanden. Tatsächlich soll man auch zwei Burschen gefunden haben, die große SF-Fans waren und deren Vater ein begeisterter UFO-Anhänger ist - deutlich ein Hinweis auf die Jungs von Ward Campbell selbst! Entsprechend der Politik der USAF gab man jedoch keine Namen preis und umschrieb die Situation dennoch eindeutig. Moseley rief daraufhin Campbell an und fragte ihn deswegen, aber er wies die Air Force-Erklärung weit von sich, da man mit ihm nicht gesprochen habe und er gehe weiterhin davon aus, dass der Fall echt und kein Hoax sei. Moseley rief den verantwortlichen Redakteur des Journal American an und fragte ihn, wie er zu der USAF-Feststellung gelangte, aber dieser berief sich auf journalistischen Quellenschutz. Scheinbar war diese Meldung ein Schnellschuß des genannten Journals gewesen. Am 30.September veröffentlichten Zeitungen dann die offizielle USAF-Feststellung, wonach sie den Fall einen Schwindel nannte, da man auch Reste von "Feuerwerkskörpern" in den Spuren festgestellt habe, Moseley rief das Pentagon an und wollte wissen, ob man die Täter namentlich kenne, was ihm verneint wurde. Wie auch immer, interessant ist die Feststellung, dass der Glassboro-Fall ein Höhepunkt einer Schwemme von UFO-Sichtungen und Landungsberichten zu jener Zeit im Land war. Der NICAP-eigene UFO Investigator hatte in seiner September-Oktober 1994-Ausgabe den Fall als "beeindruckenden Beweis" für einen UFO-Landefall genannt und freilich schloß NICAP einen Schwindel aus. NICAP umgeht das Faktum, dass die beiden Finder der "Spur" die Jungs ihres Mitglieds Campbell waren und schreibt nur nieder, dass die beiden Jungs von einem unbekannten Mann die Story einer UFO-Sichtung in der Nacht zuvor gehört hätten, weswegen Campbell sich im Gebiet auf die Suche nach Spuren machte und dann die Erdlöcher fand. Er sprach von einem "Krater" mit verbrannter Umgebung und einer "sehr überirdischen Szene" an Ort, die noch durch "weiße Chemikalien, teilweise zerklumpt zu einer purpurnen-schwarz-grünen Masse mit orangenen und roten Einschüben und Metallstückchen in und um den Krater" gefördert wurde.

Im März 1965 konnte "Saucer News" dann den Fall endgültig aufklären: Der 18jährige Schüler Michael Hallowich hatte mit zwei Freunden den Schwindel von Glassboro durchgezogen und einer Zeitung im nahem Camden genau erklären gekonnt, wie sie die Spur angelegt hatten. Hallowich hatte mit seinen Kumpanen Löcher gegraben, Benzin und Schwarzpulver reingeschüttet und dieses Gemisch dann gezündet. Freilich waren die Knickspuren an den Ästen auch von ihnen mittels Handkraft erzeugt worden und in eine Schaummasse waren Radium-Dioxide gemengt worden um das ganze noch mysteriöser wirken zu lassen. Dieser Version schloß sich auch NICAPler Ward Campbell schließlich an, da Hallowich sich bei ihm entschuldigt hatte. Dennoch hatte der "Spaß" ein Nachspiel: Hallowich wurde wegen "Irreführung der Polizei" angezeigt und am 18.Januar zu 50 Dollar Strafe verurteilt...

Wie im Wilden Westen der UFOs

Am 29.Januar sprach das Sheriff-Büro vom Augusta County, Virginia, wegen einer hysterischen UFO-Welle in der Region eine Warnung an die Farmer der Gegend aus: Er würde jeden verhaften, der in der Gegend bewaffnet "herumlungert", um mal einen der "kleinen grünen Männer" aufzuspüren. Diese Warnung begründete sich aufgrund der Erfahrung, dass die UFO-Hysterie dem Sheriff "völlig aus der Hand gerate", nachdem drei Jungs die Beobachtung eines kleinen grünen Männchens im Wald kundgetan hatten. Die Beamten des Sheriff-Büros hatten mit Sorge gesehen, wie sonst zuvor nie mit Waffen gesehene Bürger nun plötzlich sich hochgerüstet zeigten und in der Gegend herumschlichen, in Verstecken hockten und auf die Außerirdischen lauerten. Der Sheriff: "Dies ist eine gefährliche Situation, jeden denn ich erwische und de rohne guten Grund bewaffnet ist, buchte ich ein, wir sind doch nicht im Wilden Westen!" (Erinnerungen an die Zukunft betreffs der später aufkommende Tierverstümmelungs-Hysterie kommen auf.)

Wieder kommt Keyhoe schlecht weg. In der Januar-Ausgabe des TRUE-Magazins hatte er den Artikel "US-Luftwaffen-Zensur von UFO-Sichtungen" eingebracht und darin erklärt, das am 8.April 1964 bei der NASA-Mission der ersten bemannten Zweimann-Kapsel der neuen Gemini-Reihe die Astronauten vier UFOs auf sich zufliegen und die Kapsel umkreisen sahen, dies habe man der Öffentlichkeit verschwiegen, aber zwei Wissenschaftler aus dem Gemini-Programm haben Keyhoe diese Information vertraulich weitergegeben. Moseley richtete deswegen an Major Maston J.Jacks vom USAF-Informations-Büro im Pentagon eine Anfrage und bekam folgende Nachricht zurück: "Lieber Jim! Folgende Information erhielten wir von der NASA betreffs dem angeblichen UFO-Zwischenfall in Verbindung mit dem bemannten Gemini-Raumflug. Kein unidentifiziertes Objekt wurde beim GT-1-Raumflug beobachtet. Die ausgemachten Objekte waren als kleine Strukturteile festgestellt worden, so wie sie sich routinemäßig beim Absprengen der Titan II-Boosterstufe von der Kapsel lösen und noch etwas das Raumschiff im Orbit begleiten. Es gibt keinen Hinweis auf die Anwesenheit irgendwelchen Materials, welches nicht urprünglicher Teil des Start-Geräts war.

Knallharter ´Fliegende Untertassen´-Filmschwindel: Der Lost Creek-UFO-Film aus West-Virginia

Barker und Moseley: Trotz allem, die beiden haben auch knallharte Schwindel betrieben. Zum einen fabrizierten sie für Adamski den sogenannten R.E.Straith-Brief und produzierten eine ´Fliegende Untertassen´-Filmfälschung, den 1966er Lost Creek-UFO-Film aus West Virginia, wo man eine wunderbare Adamski-Untertasse Marke Scoutship im Fluge sehen kann. Beide "Dokumente" sorgten im ufologischen Lager lange Zeit für helle Aufregung. Der Brief diente als offizielle Bekundung der Realität der Adamski-Untertassen und seines Kontakts, der Film als wunderbares Beweisdokument für Adamski-unabhängige Scoutship-Aufnahmen. Der UFOloge Richard Taylor nahm den getürkten Film als Basis für seine damals weit in der Szene verbreiteten theoretischen Überlegungen betreffs dem Magnetfeld-Antrieb der Untertassen.

Dieser umfassende Report zu einem kleinen Zeitfenster des UFO-Phänomens zeigt alle Problempunkte auf, von denen heutzutage die meisten ufologischen "Experten" keine Ahnung haben (wollen). Die allermeisten Erkenntnisse von vor über 50 oder 40 Jahren sind nach wie vor gültig und treten auch für die bisher weiterhin reichlich gemeldeten Ereignisse stellvertretend ein.

Fortsetzung folgt...auch wenn wir uns fragen müssen, ob dies alles in Sachen Aufklärung eine Wirksamkeit gegenüber den Sogwirkungskräften hat, die die Faszination für das Irrationale auch im UFO-Feld wegen dem Hauch der ´Alien´-Mythe als Beharrungskraft hat. Eine Reform der UFOlogie wird dadurch natürlich nicht eintreten, wenn wir uns hier mit Hintergrundinformationen abmühen...

Externe Links

http://www.youtube.com/watch?v=9V5fxiVvDCg
http://www.couriermail.com.au/news/queensland/mysterious-halo-in-sky-sighted-in-toowoom...
http://www.youtube.com/watch?v=QlYzwFFdyj0
http://www.youtube.com/watch?v=hxYcUeNiZBI
http://www.youtube.com/watch?v=sTYUJOaCISU
http://www.youtube.com/watch?v=iiunUk68TLQ
http://www.youtube.com/watch?v=S-iDguioxV8
http://www.youtube.com/watch?v=eyIylSLWsQI
http://www.youtube.com/watch?v=KiWCRunSldg
Hypnose Frankfurt am Main

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