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24.04.2010


    
Visionärer Impuls: Das UFO-Thema setzte die globale Imaginationskraft schon immer frei

Sammlung von Anekdoten zur Glaubenshilfe: MUFON-CES-News durch eine Buchbesprechung, aber welche..., alles UFO oder was... / Reader solves UFO mystery in Australia

Perfekter Grill-Wetter-Samstag, der 24.April 2010 - und zuerst die UFOs in Australien nochmals in den Blickpunkt! Inzwischen meldete die ´Herald Sun´ ( http://www.heraldsun.com.au/news/br... ) dies, was für uns keine wirkliche Überraschung zwecks der Lösung mehr ist und wir uns daher auch nicht nass machen:

>Reader solves UFO mystery in Australia - An Australian UFO mystery that captured the world´s imagination was solved today

Paul Raduka captured footage of strange lights darting above Geelong, west of Melbourne, on Monday night. The Geelong Advertiser posted the video online, attracting tens of thousands of hits across the globe. But a reader, who did not wish to be named, called the Advertiser yesterday with an explanation.

"A lot of people thought they were UFOs," the reader said. "When I was told about them at work on Tuesday I just laughed because I knew what they were." The woman said the UFOs were actually remote control airplanes with LED lights. "There were just a few guys having a bit of fun down near Balyang Sanctuary on Monday night." The online video attracted more than 27,000 views in 24 hours and was featured on YouTube´s main page as the most popular news and politics video.<

Weiter UFOs in Australien, bricht das übliche UFO-Fieber jetzt wieder aus?

>UFO visit terrifies Top End family - A TERRITORY family has told how they held their breath when a UFO hovered over their home

It was around 8pm on Friday when Susan Clarke, of Howard Springs, heard her partner yell out to her "to come out quick". "Myself and the lad were sober, and we saw a huge spherical object that was moving horizontally across the night sky very slowly," Ms Clarke told the Sunday Territorian. "It was amazing and unnerving at the same time. It was glowing red, orange and gold - none of us had ever seen anything like it before."

Ms Clarke said she grabbed her camera, but didn´t manage to capture the mysterious flying object in a photo. "I was shaking just looking at it, it was very eerie and made my knees weak." The Howard Springs resident said she watched the UFO for about three or four minutes, together with her partner and his 16-year-old son, before the object took off into the night. "It veered off at a right angle, then in another direction, then just shot off at a great speed (and) disappeared. We rang friends and asked if they had seen anything and we were totally shaken up by the experience."

The UFO is far from being the first to be seen in the Territory. Only three weeks ago, UFOs had been spotted stalking the site of the proposed NT nuclear waste dump at Muckaty Station. In March, a Queensland businessman had an eerie encounter with "bright lights zipping around the trees" when he visited the NT´s alien hot spot Wycliffe Well. On June 2008 the community of Marlinja came to a standstill when UFOs descended on the town.<

Nach: ´Northern Territory News´, http://www.ntnews.com.au/article/20...

Nachsatz WW: Auch in Australien sind also die Himmelslaternen wieder im Einsatz und lösen UFO-Irritation aus.

Die eigene Spaceview finden... - Ziel des Spiels: Eine eigene Art der ´Akte X´ Wirklichkeit werden lassen...

So läuft dies in der UFO-Phänomen-Erforschung einfach nicht: "´Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!" Dies ist in Wirklichkeit eben keine neoliberale Schönwelt in den Outer Limits mit einer ewigen Begrenzung in der Unendlichkeit des Wahns. Es ist ein bleibt weiter dabei: Das Thema mit den drei Buchstaben ist ein Mienenfeld im Treibsand, auf dem man sein Kartenhaus (= Glaubens-Überzeugung) nicht bauen kann. Sonst erlebt man dort quasi seinen D-Day an allen möglichen Frontabschnitten und ist hoffnungslos verloren. Da ´hilft´ nur die ´Familie´ (= die UFO-Gemeinde mit ihrer Ideenwelt als Heimat) zur Inspiration und kreativen Stärkung um seine innere Spaceview zu erhalten oder zu entwickeln - und genau diese Funktion hat die UFOlogie als "wärmenden Ofen in kalter Zeit" in ideen-feindlicher Umwelt (= Gesellschaft, Establishment). Viagra der (und für die synthetischen) UFO-Emotionen also. Nur: Verlässt man sich darauf ist man verlassen. Die UFOlogie ist der ´stärkende´ {?} Ort der künstlichen Animation der idealistisch-ideologischen Animateure für die ´Flying Saucer´-Idee als Ideal für die Welt von ihrem ´Übermorgen´. Eine Art Kindergarten für die Naiven, wenn man so will. Da fühlen sich Esoteriker und Exologen sauwohl, die umschwirren diesen wie Motten das Licht und fühlen sich wie magisch-magnetisch angezogen davon. Deswegen finden sich hier - in jener merkwürdigen Begegnungsstätte - auch eine Reihe komischer Vögel und Kautze mit dem `Neuen Bewusstsein´ (= eigentlich altes esoterisches Denken mit neuem Pepp) als ´Lichtarbeiter´ oder ´Wahrheits-Aktivisten´ und was sie sich alles als Label einfallen lassen, um vom gelebten sowie mitgetragenen Unfug & Unsinn enthusiastisch abzulenken und Nebelbomben zu werfen, um genau dies zu verdecken - ihr Cover-Up in der unendlichen Kette von Halbwahrheiten sowie Lügen zu betreiben.

Für mich ist dies so alles eine Art ´K{r}ampf gegen den ufologischen Missbrauch´ als einer jener die einfach nur als Amateurastronom - und nicht als EvD-Jünger etc pp - fragen: Was geht wirklich am Himmel vor sich? Und was wird daraus zu Unrecht gemacht?* Ist doch so... - und auch nicht neu.

* = Bitte fügen Sie dies Ihrer Merkliste betreffs mich als klärende Worte zu!

MUFON-CES-News, aber welche..., alles UFO oder was... - die Kette der Halbwahrheiten wird fortgesetzt

Schöne UFOlogie... Ulrich Magin nahm sich für den UFO-Meldestelle-Blog das aktuelle Buchwerk von Illobrand von Ludwiger, "BEITRÄGE ZUR UFO-FORSCHUNG AUS GESCHICHTE, BIOLOGIE UND PHYSIK", unter http://ufo-meldestelle.blog.de/2010... in einer Buchbesprechung an. Hier wurde natürlich wieder von IvL die übliche Glaubenshilfe für die UFO-Gemeinde geleistet, was sonst? Der Mixer: IvL wirft investigative Literatur mit Lügengeschichten wild durcheinander und mixt Vertuschungen dazu. Ja, soetwas will die Jüngerschaft hören, gibt es doch so den animierenden Thrill & Reiz her - frei nach dem Motto: Das UFO-Abenteuer ruft! Und er tut einfach so, als seien exotische UFOs eine längst anerkannte Realität, was einfach nicht stimmt und sein Wunschdenken in einem geschlossenen System enthüllt. Und dann der nächste Flop: Erklärbare Beobachtungen {= IFO-Fälle*} "gelangen ... erst gar nicht in die Akten unserer Forschungsgesellschaft". Dies manifestiert Wagenburg-Mentalität in einer Traumwelt mit schönem Ponyhof in einem Luftschloß mit dem Schriftzug "wissenschaftliche UFO-Forschung" auf den Balken der Hängebrücke über dem Burggraben.

* = Magin: "MUFON-CES interessiert sich entschieden nicht für IFOs, sondern nur für UFOs. Woher man aber IFOs erkennen will, erschließt sich zumindest aus von Ludwigers Darstellung nicht. Manche der - nur sehr skizzenhaft wiedergegebenen Berichte - schreien förmlich danach, benannt zu werden. So ein elliptisches Gebiet mit 20 bis 30 Wolkenfetzen, dieses Gebilde dehnt sich rhythmisch aus und zieht sich wieder zusammen und rotiert als Ganzes. ... Oder die 10 Minuten lang beobachtete orange-rote Kugel, so groß wie Orange bei ausgestrecktem Arm, die lautlos fliegt? 5 bis 6 rote Lichtkugeln wurden um Mitternacht an Silvester gesehen, wie sie im Abstand von etwa 4 Minuten am gleichen Ort aufstiegen und in derselben Richtung davonflogen. MUFON-CES kann diese Berichte nicht identifizieren, mehr noch: ´Während der Sommermonate 2007 und 2008 {nicht nur, sondern ganzjährig - und auch 2009} wurden in Deutschland und England viele rot-orange leuchtende Kugeln** fliegen gesehen, die gelegentlich die Richtung wechselten, auf der Stelle verharrten und wieder schnell davon flogen. Um was es sich dabei handelt, können weder die Engländer noch wir deuten´. Nun, die Engländer können das sehr wohl deuten, dort nennt man diese Art UFO ´Thai latern´. Wie will MUFON-CES IFOs im Katalog vermeiden, wenn man die Existenz von bekannten IFOs negiert? Und welchen wissenschaftlichen Wert hat ein Katalog, der so offensichtlich IFOs unter UFOs mischt? Selbst wenn von Ludwiger die Deutungen von CENAP und GEP als radikalen Skeptizismus betrachtet, müssten diese UFOs als Near-IFO, nicht als Best-UFO archiviert werden. Es fallen aber nicht nur mögliche MHBs und Sky-Tracker im Fallkatalog auf. Mehrere der UFOs i.e.S. wurden über lange Zeiträume gesichtet, eines etwa jeden Abend zwischen dem 10. und 22. Juli 2005. Wir erfahren aber nichts über z.B. eine astronomische Überprüfung der angegebenen Blickrichtung."

** = Bekanntlich sind diese jene Dinger hier, siehe: http://www.youtube.com/watch?v=Mc2i... - http://www.youtube.com/watch?v=z7_j... . Dies weiß doch jeder kleine Bub...

Welch ein Schlag in die Luft, aber - genauso aber auch eine Komponente der herbeigeredeten künstlichen UFO-Magie. Gute Nacht UFO-Forschung mit dieser Sammlung von Anekdoten - oder die verbliebene Realsatire davon! Dies übertrifft ja alle Erwartungen, auch wenn dies bei uns längst nicht mehr Irritationen auslöst. In dem Sinne: Ich bleibe da lieber ein Amateur der Wissenschaft, aber Fachmann in Sachen ´Das UFO-Phänomen´ - siehe einfach auch die ARD-Sendung "W wie Wissen" unter http://www.youtube.com/watch?v=KKhg... und gebe auch mal notwendige Aufklärung für die Kleinen im ´Tigerentenclub´, http://www.youtube.com/watch?v=clkw... .

Happy Birthday - Klasse: Das Weltraumteleskop Hubble wird 20 Jahre alt!

Das Fenster der Menschen ins All: Wohl kaum ein wissenschaftliches Instrument ist so bekannt wie das Weltraumteleskop "Hubble". Wir gratulieren! Es zählt zu den bekanntesten wissenschaftlichen Instrumenten und hat das moderne Bild von unserem Kosmos geprägt. Was fällt einem als allererstes ein, wenn man sagt: Der Weltraum rückt uns näher? Eben die Bildgewaltigkeit die das NASA-Spacetelescop lieferte - meist besser sowie schöner als Hintergrundbilder von SF-Filmen ´aus der Fremde´ der Outer Limits. Das Weltraumteleskop hat das Universum aber nicht nur bunter gemacht, sondern auch größer. In scheinbar leeren Himmelsregionen hat das Weltraumteleskop dann Tausende Galaxien in Milliarden Lichtjahren Entfernung aufgespürt.

Popkultur: Der "Cirque du Soleil" huldigt dem King of Pop: Michael Jackson

Wow! Sehen Sie dazu den Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=_lHv... !

Ein weiterer sowie weiterführender Beitrag zur UFO-Kunde und eine weitere spannende ´Flying Saucerer´-Historie-Geschichtsstunde!

Von der Esoterik zur Anomalistik der UFOs, Teil 3

... Weshalb diese Litanei? Der Bericht wird geglaubt. Von wie vielen, die in den Zeitungen darüber lesen, kann man nicht beurteilen. Ein tüchtiger Organisator könnte ihn zur Grundlage einer Organisation, der Gemeinden der Venusfreunde machen. Auch das heilige Buch der Mormonen kam einst unidentzifferbar zur Erde*, und nur das erkorene Werkzeug, der Prophet, konnte es durch eine Brille entziffern, die Engel ihm überbrachten. Der Bericht gibt vor, ein wahrheitsgetreuer, beschworener Tatsachenbericht über wirkliche Geschehnisse zu sein. Es gibt keine Regel, die dem Verfasser eines fantastischen Romans, von "science fiction", verböte, eine solche Form zu wählen, um mehr Leser zu finden. Mich erinnerte dieser Bericht an einige gute alte Bekannte aus dieser Literaturgattung. Ich erinnerte mich, mit welcher Spannung und Erregung ich in meiner frühen Jugend gelesen hatte, wie der Physiker Dr.Grunthe, in einem Flugschiff der Martier direkt vom Nordpol kommend, ins Arbeitszimmer von Professor Torn in Jena eintritt und Torn hochfährt mit dem jubelnden Ruf: "Sie sind also da, Sie sind da!" und Grunthe bestätigt: "Ja, sie sind da!" - wobei man wissen muß, das Professor Torn der Sohn eines Martiers ist. Sein Vater war bei einem direkten Landeversuch auf die Erde verschlagen worden, und hatte sein Leben in verkleidung auf der Erde beschlossen, nicht ohne die erste interplanetarische Mischehe einzugehen. (Kurt Laßwitz, "Auf zwei Planeten"). Man fühlt sich erinnert, wenn man Adamski´s bericht liest: das Gefühl, einem höheren Wesen gegenüberzustehen, das Fahrzeug, das durch einen Spannungszustand im Äther gesichert ist, die Wesen von anderen Planeten, die verkleidet auf der Erde wohnen. Das sind Motive, die in solchen Romanen immer wiederkehren, die Träume, welche die Sehnsucht nach anderen Welten zu begleiten pflegen. Der Traum, dass der Menschheit Frieden und Erlösung durch überlegene Wesen anderer Sterne kommen könne, ist alt. Die seligen Inseln im Weltraum sind dasselbe wie die Utopien oder wie die politischen Ideenträume. Ich weiß zuviel über diese Literatur, als dass ich mir ernsthaft die Frage stellen könnte, ob Adamski´s Bericht als Tatsachenbericht oder als Roman gemeint ist. Adamski als das erkorene Werkzeug zur Verständigung zwischen Venus und Erde - es klingt etwas inadäquat. Warum gerade Adamski? Das ist wie bei H.G.Wells, wo brave beiläufige Bürger zufällig in so etwas hineingeraten, so wie Bedford ganz zufällig in die Gesellschaft Cavors und damit auf den Mond geriet. (H.G.Wells, "Die ersten Menschen im Mond".)

* = Dies prägt sich vielleicht sehr gut am Beispiel von Joseph Smith (1805-1844), dem späteren Gründer der Mormonensekte, aus. Zunächst schlug sich Smith im Bundesstaat New York als Zauberer durch. Einmal wurde er vor Gericht gestellt und als "Erreger öffentlichen Ärgernisses und Hochstapler" verurteilt. Naja, auch als Rutengänger, der verborgene Erdschätze ausspüren wollte, gelang ihm kein wirklicher Durchbruch. Dann behauptete er, als 22-Jähriger "heilige Messingplatten" ausgegraben zu haben, die "revidierte ägyptische Hieroglyphen" trugen, in denen die Geschichte eines verschollenen Buches der Bibel, das er "Das Buch Mormon" nannte, aufgeschrieben sei. Ein Engel habe ihn angeblich darauf aufmerksam gemacht. Zum Glück lag den Platten eine Urim und Thummim genannte Wunderbrille mit durchsichtigen Steinen statt Gläsern bei, mit deren Hilfe Smith ausgesuchten Schreibern die Übersetzung des heiligen Textes diktieren konnte. Daher gründete er 1830 die Mormonensekte, die viele Schwierigkeiten zu überwinden hatte - nicht anders als ihr Gründer. Als er in Carthage, Illinois, in Haft saß, stürmte ein aufgebrachter Mob das Gefängnis und lynchte ihn... So kann es also auch mal gehen, doch die Mormonen sind heutzutage nach wie vor aktiv. Andererseits zeigt sich, dass dies eine Zeitepoche war, in der sehr viel möglich wurde und jeder auf seine Art den "amerikanischen Traum" lebte, im Versuch reich und unabhängig zu werden - sein persönliches Paradies auf Kosten anderer Menschen zu erleben.

Wie dies alles so zusammenhängt und sich einst als Kult entwickelte - interessant!

Als fantastischer Roman aber fehlt dem Buche Adamski´s Saft und Kraft. Wie anders versteht der englische Schriftsteller C.S.Lewis die Begegnung mit den Geschöpfen der Venus zu schildern! (C.S.Lewis, "Out of the Silent Planet", 1938, "Perelandra, Reise zur Venus", 1943). C.S.Lewis liest in Oxford über englische Literatur, er ist Ehrendoktor der Theologie der St.Andrews Universität. Auch bei Lewis kann man die Herkunft der Gedankenelemente erkennen: die englische Stufenlehre und Engellehre des 18.Jahrhunderts, fantastische noch früher liegende Erzählungen; der Versuch, die Mythologie als die Archetypen des Bewußtseins aller Geschöpfe im Sonnensystem zu behandeln. der kurze Hinweis zeigt, dass es sich um Literatur von ganz anderem Rang handelt. Adamski´s dürftiger Bericht Die beiden Romane von Lewis sind Dissertationen über das Problem des Bösen in der Welt und eine Rechtfertigung der christlichen Anschauungen über das Verhältnis von Gott und Mensch. Der stille Planet ist die Erde, die als Sitz der Erbsünde vom Verkehr der Weltena usgeschlossen ist, die Welt, auf der der Erlöser mit dem Bösen gerungen hat. Malacandra, der Mars, ist der alternde und sterbende Planet, während Perelandra, die Venus, an der Schwelle steht, die durch das Buch Genesis bezeichnet ist. Ein erkorenes irdisches Werkzeug wird von den Wesen, die den tiefen Himmel bewohnen, nach der Venus gebracht, um dort in das Drama der Versuchung Evas durch die Schlange einzugreifen und mit einem vom Bösen dahin gebrachten Werkzeug von der Erde zu kämpfen. Eine glänzend fantasievolle Szene beschließt die moral-philosophische Abhandlung: die Übergabe der Herrschaft an das erste Paar auf der Venus - so wie die Erzählung vom paradies ohne den Südenfall weitergegangen wäre, und damit der Anbruch der Entwicklung, die Hoffnung auch für den schweigenden Planeten enthält. Das ist die ausgeprägteste Form des Traums, der bei aller solcher Literatur im Hintergrund steht, und wie dürftig ist Adamski´s Bericht dagegen. Dieser ausgeprägte Traum appelliert auf das stärkste nicht nur an die Fantasie, sondern auch an Intellekt zum Unterschied von Adamski´s Buch, das sich als Tatsachenbericht gibt und dabei den Intellekt beleidigt.?

Mancher wird das Kontaktlertum mit dem Spiritismus assoziieren, das ist die Verdeutlichung des englischen Neologismus cultism, der aus dem Fachvokabular der Sozialwissenschaft jenseits des Atlantiks gebildet wurde (und zwar aus dem anthropologischen, psychologischen und soziologischen Fachausdruck cult, Kult). In der UFOlogie bezeichnet man damit die besondere Neigung, eine regelrechte Art von "Sektenkult" um die UFOs zu bilden, der sich durch eigene Mythologie und Rituale auszeichnet, aber nur in Verbindung mit einem zum Orientalischen neigenden, synkretistischen Spiritualismus mit leicht christlichen Ansätzen und deutlich esoterisch-okkulten Inhalten. Gegenstand des fraglichen "Kults" sind eben die UFOs (bildlich gemeint sind natürlich Fliegende Untertassen als Raumschiffe ferner Zivilisationen), die ausschließlich als Vorboten der "Endzeit" gesehen werden, die der Wiederherstellung von Gottes Reich auf Erden vorangehen wird. Die Insassen der UFOs werden demnach aus einer stark endzeitbezogenen Perspektive heraus als Engel betrachtet, denn einige Aspekte des UFO-Phänomens stimmen mit gewissen gnostischen Glaubensinhalten überein, man sieht sie als göttliche Instrumente zur Bestrafung und zur Rettung, die den Erwählten der jeweiligen Sekten gesandt wurden, wenn sie vom "Kontaktler" zusammengerufen werden. Letzterer, der sich immer durch besonders starkes Charisma auszeichnet, wird als Vermittler zwischen der Menscheit und einer Wirklichkeit kosmischer Art gesehen, unabhängig davon, ob die gerühmten "Kontakte" nun von physischer Natur oder nur von psychischer Art sind. In diesem Feld findet man hauptsächlich enttäuschte und frustrierte Menschen vor, also auf eine Art von Outsidern, die nicht in der Lage sind, die soziale Wirklichkeit vollständig zu akzeptieren, in der sie sich befinden, und die sich folgerichtig zu dieser modernen Kultform eines deux ex machina hin orientieren, der in unserer krisengeschüttelten Zeit beruhigend auf die Ängste der Menschen wirkt. Bereits Carl Sagan nannte dies als "Neigung des Menschen, die alten, von der Wissenschaft abgeschlagenen Gottheiten durch höhere Wesen von außerirdischer Herkunft zu ersetzen". Dennoch, der Mythos um die Fliegenden Untertassen mit außerirdischen Besatzern ist für uns eine immer vertrautere "Realität" geworden, hätte sonst die italienische Automarke ALFA ROMEO einmal in Mailand einen neuen Renn-Wagen mit der Bezeichnung "Disco Volante" vorgestellt? Fliegende Untertassen sind seit Jahrzehnten ein Symbol für das UFO-Phänomen, für eine mystifizierte Legende, die für den Außenstehenden und für den Interessierten alles und nichts bedeutet, in die jedoch Wünsche und Hoffnungen projiziert werden.

Der Kontaktler selbst erhält Botschaften oder Mahnungen von einzigartigem apokalyptischen Inhalt, die er der Menschheit überbringen soll. So spricht er gerne über seine Erfahrung nicht nur im engen Zirkel seiner eigenen Glaubensgemeinschaft, sondern schreibt Bücher, Zeitschriftenartikel und findet sich gerne in den Zeitungen, Illustrierten, im Radio oder TV wieder, um hier für seine regelrechten Predigen zu werben. Meist verlangt er auch Geld im Austausch für die abgegebenen Informationen über die irdische Barbarei und der erstrebenswerten Vereinigung aller religiösen Gruppen um endlich mit den hochentwickelten außerirdischen Engeln kooperieren zu können - und um dadurch unseren inneren wie äußeren Frieden zu finden. Die Heilige Schrift stammt ursprünglich von den "Göttern aus dem All". Kosmos, Wissenschaft und Religion sollten hier mittels einen populären Mythos in Einklang gebracht werden. Unabhäng von der materialistischen Komponente, die übrigens von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit für die stets wachsende Verbreitung der Botschaft von den Außerirdischen ist, versucht er, wo immer möglich, seinen Bekanntheitsgrad zu vergrößern, indem er auf jede erdenkliche Weise für sich wirbt oder von seinen Anhängern werben läßt. Oft handelt es sich dabei um skrupellose Schwindler auf der Suche nach Anhängern, denen man nicht einmal religiöses Delirium nachsagen kann. John Keel hatte so 1973 festgestellt, dass amerikanische Kontaktler auffallend oft nach ihren Erlebnissen kriminell werden oder in psychiatrische Behandlung kommen. Schon vor Jahren warnte John A. Keel in seinem Klassiker "UFOs - Operation Trojan Horse": "Die Beschäftigung mit UFOs kann ebenso gefährlich sein wie die Beschäftigung mit Schwarzer Magie. Das Phänomen sucht sich seine Opfer unter den Neurotikern, den Leichtgläubigen und den unreifen Persönlichkeiten. Paranoide Schizophrenie, Dämonenglaube und sogar Selbstmord können die Folge sein - und es sind es in einer Anzahl von Fällen gewesen. Ein leichtes Interesse für UFOs kann sich zu einer destruktiven Besessenheit entwickeln." Bereits 1990 ermittelte eine italienische Studie über neue esoterische Sekten und neu aufkommende Religionen beunruhigende Zahlen: Das Warten auf UFOs, oder besser auf engelsgleiche, außerirdische Astronauten, die als göttliche Botschafter der Apokalypse gesehen werden, bildet die Grundlage für viele dieser "neuen Kulte". Das UFO stelt einen fremden deux ex machina dar, der in der Lage ist, mittels moderner Engel aus dem Technologiezeitalter zu retten und zu erlösen. Satte 43 % bezogen sich dabei auf ufologische Religionsvorstellungen. (Entnommen aus "Besucher aus fremden Welten" von Roberto Pinotti, Ullstein, 1997, München.)

Dr.Garry Levine nahm sich in Nr.2/1981 des "The Sixt Quark Journal" von Tom Benson aus New Jersey/USA einen besonderen Thema an und analysierte die Bücher der UFO-Kontaktler. Wir alle wissen, dass die Werke der UFO-Kontaktler den ungewöhnlichen Hang zur Subjektivität haben. Dennoch wurden solche zu Abertausenden als gebundene wie auch Taschenbuch-Version verkauft. In den USA sogar im Supermarkt. Manche Titel waren recht schnell vergriffen, ausverkauft. Auch schlechte Besprechungen konnten dem nichts entgegensetzen und die alten Kontaktler sorgten für Auflagenrekorde. Ein kritischer Bibliothekar des "Library Journal" (David Flick, Februar 1955) hatte einmal geschrieben, dass "derartige Bücher trotz dem Mangel an historischer Bedeutung schon vom verlag aus dem öffentlichen Interesse entsprechend angepaßt werden, damit das Publikum seine Dollars für die Fliegenden Untertassen herausrückt". Clarence Petersen hatte am 10.September 1967 als Buch-Rezensionist der Washington Post bereits in seinem Artikel "Big Money in Swamp Gas" festgestellt, das damals genau 32 UFO-Bücher im Angebot waren, von denen die Hälfte UFO-Kontakte behandelten. Das populärste war dabei John G.Fuller´s "The Interrrupted Journey: Two lost hours aboard a Flying Saucer" gewesen. Solche Sachen fanden ganz einfach ihre Liebhaber. Fuller´s Buch schlug wie eine Bombe ein, weswegen Dial Press eine gebundene Version zusätzlich auf den Markt brachte und Dell Publications sogar mehrere TB-Auflagen verkaufen konnte.

Bereits der Kontaktler Truman Bethurum verstand es seinen Verleger dazu zu bringen, sein (von einer Ghostwriterin namens Mary Kay Tennison geschriebenes) Buch "Abord a Flying Saucer" als "non-fiction" sowie als "wahre Geschichte eines tatsächlichen Abenteuers" herauszubringen, auch wenn er nur eine "begrenzte Schulbildung" besaß. Es gab Leute, die das Buch des Mannes sogar als "den bedeutendsten Beitrag der Saucer-Forschung" nannten. Das zog und zig tausende Bücher (in vier Auflagen) gingen 1954 über den Ladentisch, damals für 3 Dollar. Damals war dessen Story nicht untypisch, als er vom Planeten Clarion berichtete, eine idyllische Welt ohne Krieg oder Konflikte. Er begegnete an Bord einer Fliegenden Untertasse der wunderschönen Aura Rhanes. Außerhalb der Kontaktlerbewegung wurde er aber wenig ´abgefeiert´ und wie die meisten Kontaktler wurde auch er von den "Mainstream-UFOlogen" seiner Zeit als Scharlatan angesehen. Isabel Davis von der ´Civilian Saucer Intelligence´ (CSI) in New York wollte das Briefpaper eines ´kosmischen Liebensbriefes´ chemisch untersuchen lassen, den Bethurum angeblich von der Außerirdischen Aura Rhanes erhalten hatte und auf originalem Papier von Clarion geschrieben war. Doch der Mann lehnte diese Untersuchung ab, "weil das Papier von Clarion aus dem selben Holz gemacht wird, aus dem die Bäume auf der Erde bestehen". Als das ´National Investigations Committee on Aerial Phenomena´ eine Reihe von Kontaktler aussuchte, um sie zu einem Lügendetektor-Test einzuladen, war auch Bethurum danach gefragt worden. Wie alle anderen seiner Kollegen lehnte er dankend ab.... Auf der Giant Rock Spacecraft Convention 1961 heiratete er übrigens Alvira McRoberts mitten auf der Sprecher-Plattform vor tausenden UFOlogen. Ein älterer Prediger nahm die Zeremonie vor.

Bethurum kannte Adamski, dem berühmtesten aller UFO-Kontaktler und in dieser Szene die Nr. Eins, und dessen Publikationen. Und Adamski förderte ihn. Bethurum hatte aber einen neuen Aspekt eingebracht und sorgte dafür, dass er sich nicht mit Adamski stieß. Damals gab es noch kein Hauen und Stechen, um im Fahrwasser von "Professor" Adamski mitzuschwimmen, dem ersten "Botschafter für die Brüder aus dem Weltraum". Sein Buch "Flying Saucers have landed" (Ghostwriterin [wieder eine] Clara Louise John, Herausgeberin der Little Listening Post aus Washington - deswegen also wurden in den UFO-Nachrichten also so gerne daraus zitiert!) wurde bis 1954 allein 80.000 x verkauft. Zum Glück war das Marktpotential groß und die großen Verlage hatten dies erkannt, sodass gerne neues Futter für das Publikum aufgenommen wurde. Adamski brachte dann Band Nr.2 ("Inside the Space Ships", Ghostwriterin Charlotte Blodget, Adamskis Sekretärin in jener Zeit, die auch die Namen der "Außerirdischen" erfand: Orthon, Firkon, Ilmuth oder Kalna) im Jahr 1955 bei Abelard Schuman heraus und flog Erste Klasse durch die Galaxis, auch wenn er dort direkt warnend schrieb: "Immer hatte ich das Gefühl, in irgendein wundervolles Märchenland versetzt zu sein." Adamski´s Erzählungen gingen weit. Bei seinem Besuch des irdischen Mondes via ´Fliegender Untertasse´ sah er dort mehr als nur die öde Kraterlandschaft: "...An einigen Stellen war noch ein sehr schwacher Pflanzenwuchs erkennbar. Im übrigen sah die Oberfläche teilweise fein und pulvrig aus, während andere Stellen aus gröberen Teilchen wie grobem Sand oder feinem Kies zu bestehen schienen. Plötzlich sah ich ein kleines Tier quer über die Fläche laufen, die ich gerade beobachtete. Ich konnte sehen, dass es vier Beine hatte und einen Pelz. Leider lief es so schnell, dass ich es nicht identifizieren konnte... Jetzt nähern wir uns der Mondseite, die von der Erde aus noch niemals gesehen wurde. Schau auf die Oberfläche direkt unter uns! Siehe, in dieser Gegend sind Berge. Auf den höheren Gipfeln kannst Du sogar Schnee sehen und auf den unteren Abhängen dichten Baumbestand. Auf dieser Seite des Mondes sich zahlreiche Bergseen und Flüsse. Einen der Seen kannst Du da unten erblicken. Die Flüsse münden in ein großes Gewässer. In den Tälern und auch an den Berghängen kannst Du jetzt eine Reihe verschiedener großer Ortschaften sehen..." Ski und Rodel gut in Luna-City, da jodelt die rosa Mond-Kuh.

Über seine Reise zur Venus verkündete er dort: "Herrliche Gebirge sah ich, einige Bergspitzen waren in Schnee gehüllt, andere waren ganz kahl und felsig, nicht viel anders als auf der Erde. Einige waren dicht bewaldet, und ich sah Wasser in Bächen und Fällen die Bergabhänge herabströmen. Orthon neigte sich zu mir und flüsterte: ´Wir haben viele Seen und sieben Ozeane. Sie sind alle durch natürliche und künstliche Wasserläufe verbunden.´ Mehrere Venusstädte zeigte man mir, große und kleine. Immer hatte ich das Gefühl in irgendein wundervolles Märchenland versetzt zu sein. Die Bauten waren wunderbar, ohne monotone Linien. Viel hatten Kuppeln, die in Regenbogenfarben strahlten und den Eindruck einer lebenden Kraft machten... Die Strassen waren gut angelegt und am Rande mit bunten Blumen bepflanzt... Nun wurde uns eine tropische Venus-Gegend gezeigt. Ich war höchst erstaunt, festzustellen, dass im allgemeinen viele Bäume dort unseren Trauerweiden ähneln, deren Laub auch kaskadenartig herabhängt... Wie man sich denken kann, interessierte ich mich sehr für das Tierleben, das in den verschiedenen Szenen zu beobachten war. Am Strande hatte ich einen kleinen kurzhaarigen Hund gesehen, anderswo verschiedenfarbige und verschieden große Vögel, wenig anders als unsere auf der Erde. Einer sah genauso aus wie unser wilder Kanarienvogel. Auf dem Lande sah ich Pferde und Kühe, beide etwas kleiner als die irdischen, aber ihnen sonst sehr ähnlich. Das schien auf das ganze Tierleben auf der Venus zuzutreffen..." Und die außerirdischen Besucher selbst waren "Messiasgestalten" gleich. 1961 war die Chance dann für "Flying Saucers Farewell" gegeben, gleich als TB unter dem Namen "The Flying Saucer Mystery" von Warner nachgeschoben. 1962 ging Adamski dann auf eine internationale Vortragstournee und machte gewaltige Werbung für seine Werke. Die Medienbeachtung war beachtlich. Wie es heißt sollen 100.000 Menschen ihn dabei erlebt und 45 Millionen ihn im Radio oder Fernsehen erlebt haben. UFO-Kontaktler zu sein war eine große Nummer.

Begonnen hatte alles im November 1953 in der Autostadt Detroit wo das Ehepaar Bryant und Helen Reeve´s Mitglieder des dortigen ´Fliegenden Untertassen´-Klubs war und bei einem Treffen jemand einen Zeitungsbericht mitgebracht hatte, der einen Vorabdruck zu Adamski´s Buch beinhaltete. Sofort lud man den damals bereits 63-jährigen Adamski für einen Vortrag nach Detroit ein und der "einfache Mann aus Kalifornien" reiste für damals bereits 400 Dollar an. Sein erster Vortrag lautete "Wohin steuert die Welt?", war von 400 Menschen besucht worden, kam aber nicht so gut an weil er zuviel "philosophische Predigt" und Religion darin eingepackt hatte. Deswegen gab es auch innerhalb der Detroiter Gruppe viel Kritik. Aber aufgrund des gut-besuchten Vortrags lud man Adamski alsbald wieder ein, und hier sprach er über "Meine Erlebnisse", wieder kamen 400 Leute und diesesmal war auch eine Pressekonferenz anberaumt worden. Über diesen Vortrag berichteten einige große Zeitungen auf ihren Titelseiten und die Presse leistete damals Adamski einen gewaltigen Schub, die Reeve´s sprachen sogar von "Gönnern". Hunderte Untertassen-Begeisterte im ganzen Land lasen und hörten nun erstmals von Adamski aufgrund seines ersten öffentlichen Auftritt uns verlangten selbst nach ihm. Als er im Mai 1954 nochmals in Detroit auftauchte, mußten die Reeve´s den Freimaurertempel mit 5000 Plätzen mieten und 4700 Menschen kamen um Adamski´s Vortrag namens "Fliegende Untertassen" anzuhören. Zu dieser Zeit war Adamski ziemlich professionell geworden und da sein Buch bereits erschienen war gab es für ihn die erste organisierte Vortragstournee durch Amerika, gleich in Detroit reiste er nach New York weiter. Dort erfuhr er Unterstützung durch den Radio- und Fernsehkommentator John Otto, der ihm den weiteren Weg bereitete. Die Zeit war ideal, da sich viele Menschen mit "metaphysischen Lehren" beschäftigten und in ihren "supraphysischen Studien" auch auf die Fliegenden Untertassen gestoßen waren. Für sie war dann die Story Adamski´s der Tüpfelchen auf dem I, weil er ihnen klarmachte, dass das Geheimnis der Raumschiffe nicht durch "dreidimensionales Denken allein verstanden werden kann, sondern dass sie mit kosmischen und supraphysischen Maßstäben aufgeklärt und erforscht werden müßen".

Wenn Adamski sprach wurde dieses Denken zu einem "befriedigenderen und beglückenderen Weltbild" umgeformt und verließ die Wohnstuben und Hinterzimmer von Gaststätten. Für die Beglückten wurde die "materialistische Kosmische Barriere" überwunden, wie es Karl Veit im Vorwort des Reeve´s Buches "Auf den Spuren außerirdischer Weltraumschiffe" (Ventla-Verlag, Wiesbaden, 1960) formulierte. Die Menschen wollten "die Wahrheit über die Fliegenden Untertassen erfahren, die klare, ungeschminkte Wahrheit, frei von Propaganda, allem Für und Wider und allem Schwindel". Adamski war zudem einer von ihnen. Mit seiner "erstaunlichen Bildung" als "Amateur-Astronom, Philosoph und Metaphysiker" nahm er die Menschen genauso ein wie mit seinem breiten Lächeln, welches unmittelbar ein gefühl der "Freundschaft und Zuneigung für ihn" freisetzte. Seine Anhänger meinten, er sei vin "ungewöhnlicher Aufrichtigkeit" und überzeuge durch seine überzeugende und vernünftige Art. Bei seinem ersten Untertassen-Vortrag in Detroit bewies er dies, als jemand ihn fragte "Mr.Adamski, wie steht es mit der Sexualität auf der Venus?" und er antwortete "Ja, mein Herr, ich glaube nicht, dass Sie, wenn Sie zur Venus reisen, dann noch irgendwelche neuen Tricks zu lernen haben würden!". Wie auch immer über die Detroiter-Untertassen-Gruppe erfuhren auch andere Kontaktler ihr "Coming Out". Dazu zählten auch Truman Bethurum oder George Williamson.

Auch Howard Menger aus High Bridge, New Jersey, nutzte die Chance und brachte 1956 "From Outer Space to You" bei Saucerian Press von Gray Barker (ein sich als blinder Enthusiast und UFO-Protagonist gebender Macher hinter den Kulissen, der zu den kritiklosesten UFO-Fans seiner Ära zählte und selbst an mehreren durchschlagenden UFO-Scherzen beteiligt war) zu einem überteuerten Preis heraus, Untertitel: "Aus unerforschten Kosmostiefen zur Erde". Sein Dreh war es gewesen, seine UFOnauten-Kontakte bereits auf das Jahr 1932 zurückzudatieren und damit andere auszustechen. Ansonsten orientierte er sich an den erfolgreichen Adamski, den niemand anzupissen traute und alle Kontaktler mehr oder weniger als Vorlage nehmen mußten. Menger schlug ein und konnte sich ein Fandom aufbauen, genauso wie Adamski. Der Maler veränderte daraufhin gänzlich sein Leben und wurde zu einem "space hero", der von vielen abgöttisch verehrt wurde. So lernte er übrigens seine spätere Frau Marla kennen, die er im Liebesrausch als "Außerirdische" bezeichnete, die selbst ein Buch mit dem deutschen Titel "Mein saturnischer Geliebter" herausgab während ihr Mann "Raummelodien" auf eigene Schallplatten pressen ließ und damals schon für 7,50 Dollar verkaufte. Menger veranstaltete so im Herbst 1958 den 1.Interplanetarischen Weltraum-Konvent der US-Ostküste auf der Swiftstream-Farm von Lebanon, New York, wo die Mengers damals lebten. Zeitungsleute, Radio- und TV-Reporter waren in Scharen dort. Long John Nebel vom WOR-Nachtprogramm zeichnete stundenlang Interviews und Vorträge auf, wie sie z.B. von Wayne Aho vom UFO-Club ´Saucer Intelligence´ oder Otis T.Carr, Konstrukteur einer Fliegenden Untertasse auf der "freien Energie-Basis" nach dem Tesla-Prinzip*, bzw Gray Barker. Carr erklärte hier, dass er beabsichtigte am 7.Dezember 1959 mit seinem OTC-Raumschiff zum Mond zu fliegen und hierbei als Zeugen Aho mitzunehmen.

* = Okkult-esoterischen Vorstellungen nach, die in dem Buch "Return of the Dove" von Margret Storm 1959 verbraten wurden, soll der genaiale Erfinder Nicola Tesla im Juli 1856 von einem venusischen Raumschiff zur Erde gebracht worden sein, um in einem abgelegenen Bergland von Jugoslawien als Kind von Milutin Tesla (einem orthodoxen Geistlichen) und seiner Gattin Djouka aufgenommen zu werden. Der Venusianer Tesla wollte der Menschheit Teile der planetarischen Hochtechnologie übergeben, aber es kam etwas anders, weil sein Genie nicht erkannt wurde und Tesla deswegen ein eher elendliches Leben führte und manche Schmach zu erdulden hatte. Er war soetwas wie ein komischer Kautz mit tiefliegenden, stechenden Augen, der vorab schon das Fernsehen und das Flugzeug erfunden haben soll - aber all dies paßte den Machthabern nicht und aus Gründen des eigenen Machterhalts ließen sie dies alles verschwinden oder hinderten Tesla daran, dies wirklich zu bauen. Seine wenigen Freunde sagten über ihn, dass er die Aura sehen konnte und die Levitation genauso wie das Hellsehen beherrschte. Eines von Tesla´s Projekten war die "Antikriegsmaschine", wie er überhaupt viel zu philosophieren wußte und deswegen von manchen als Spinner angesehen wurde. Man sagte ihm nach mittels der "freien Energie" eine fernsteuerbare Tesla-Flugkugel gebaut zu haben, doch über Tito bekamen die Sowjetrussen die geheimsten Teslaschen Erfindungen später ab und ließen sie verschwinden. Dadurch seien auch revolutionäre außerirdische Technologien im Kreml verschwunden. Dennoch soll Tesla an seine Vertrauten Carr und A.H.Matthews kurz vor seinem Tod 1943 1200 Patente übergeben haben. Kurz gesagt, das "freie Energie"-Prinzip Tesla´s zieht jene frei Energie aus der Atmosphäre und verwandelt Schwerkraft in Levitation.

Damals glaubten viele Menschen an den Aufbruch in das Weltall und das jedermann die Existenz von fremden Kulturen im Kosmos akzeptieren würde. Ein "kosmisches Umdenken" des Menschen stand an, doch der Mensch blieb so wie er ist - fast schon barbarisch. Die glorreiche Zukunft des Menschen wurde versprochn (doch sie erfüllte sich nicht). Danach versuchten sich viele andere Amerikaner auch in diesem Genre, kamen aber nicht zum Durchbruch, offenbar war a) der Markt gesättigt oder b) waren neue Elemente notwendig, weil sonst das interessierte Publikum einschlief. So gesehen verhielt sich die UFO-Kontaktler-Szene marktgerecht. Erstaunlich doch, wenn sich der "american way of life" hier spiegelt. Albert K. Bender aus Bridgeport, Connecticut, brachte einen neuen Aspekt ein und nannte seine Abenteuer "Flying Saucers and the three man", welches er bei Gray Barker herausbrachte, der damals einen Dreh- und Angelpunkt in der Szene darstellte. Erstaunlich ist vielleicht, dass viele der Kontaktler aus dem "Sonnenstaat" Kalifornien kamen, dort wo man das Leben lockerer sieht und wo viele Reiche sich langweilen und Unterhaltung brauchen. Kein Wunder wenn sich hier schon seit Jahrzehnten schräge Kulte ausbildeten. Wer nicht aus Kalifornien als Kontaktler kam, veröffentlichte wenigstens dort. So auch Daniel Fry, der bei ´New Age Publishing´ (Los Angeles) 1954 den Band "The White Sands Incident" herausbrachte, Alan´s Botschaft für die Erdenmenschheit verbreitete und damit einschlug. Fry gründete daraufhin "Understanding" mit dem Ziel, das Verständnis zwischen den Völkern der Erde und den Außerirdischen zu fördern. Ein "prominentes" Mitglied dieser Organisation wurde bereits 1957 William Hamilton (später trat er als UFO-Experte und Entführter auf!), der gerade mal sieben Jahre alt war, aber sich ehrfurchtsvoll der Gruppe anschloß, weil ja jeden Tag die Erde untergehen konnte und er hoffte mit den Besatzungen der ´Fliegenden Untertassen´ selbst Kontakt aufzunehmen. Die Kontaktler hatten ihm den Eindruck vermittelt, als würden die Planetarier die Verbindung mit gewöhnlichen Menschen suchen. Damals sammelten sich grundehrliche, bodenständige Leute mit dem "kosmischen Blick" in derartigen Organisationen. So jedenfalls wurde es immer dargestellt.

Fortsetzung folgt...

Externe Links

http://www.heraldsun.com.au/news/breaking-news/reader-solves-ufo-mystery-in-australia/s...
http://www.ntnews.com.au/article/2010/04/25/142461_ntnews.html
http://ufo-meldestelle.blog.de/2010/04/24/neue-buecher-ufos-co-8442159/
http://www.youtube.com/watch?v=Mc2iAAnnWow
http://www.youtube.com/watch?v=z7_jronTu_Y
http://www.youtube.com/watch?v=KKhgBd9eGcA
http://www.youtube.com/watch?v=clkwL3wSlgs
http://www.youtube.com/watch?v=_lHv3BXLCmA

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