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16.09.1999


    
Die tolldreiste Ballonflucht führte zu UFO-Alarm

Vor 20 Jahren flohen DDR-Bürger im Heißluftballon nach Bayern

Fluchtballon als UFO gedeutet

Wer am Montagabend des 13.September 1999 die ARD-Talkshow Beckmann sah wurde überrascht. Unter den Gästen war das Ehepaar Doris und Peter Strelzyk, weltweit berühmt geworden, weil sie auf ganz ungewohnte Art aus der alter DDR flüchteten. Sie hatten im Sommer 1979 einen Heißluftballon zusammengeschneidert und flüchteten am Abend des 16.September 1979 aus Thüringen nach dem Westen und landeten im Kreis Hof (Bayern). Im ganzen Ostblock gab es keine Ballonheißluftfahrt, da man solch ein Gerät als Fluchtinstrument ansah und verbot. Dennoch kam Peter Strelzyk auf die geniale Idee mittels solch eines Objektes die Staatsflucht vorzunehmen. Die Story kennen Sie sicherlich, soweit.

Doch in der Beckmann-Show erfuhren wir erstaunliche und verblüffende News zu den Begleitumständen des Ereignisses. Der nächtlings durch die Gegend fahrende bemannte Heißluftballon der Familie Strelzyk wurde nämlich von Beobachtern im Landkreis Hof als "Invasion von der Wega", also als UFO, der Polizei gemeldet, weil man einen seltsamen "tanzenden Feuerschein am Himmel" sah. Peter Strelzyk (sinngemäß): "Niemand erwartet ein Feuer am Himmel, weil es dorthin einfach nicht gehört. Nun zogen wir ziemlich ungelenk mit unserem Ballon umher und die Leute konnten sich nicht erklären, was sie da sahen. Sie mußten uns als UFO ansehen und meldeten es der Polizei. Die wieder nahm mit der naheliegenden NATO-Überwachungsanlage telefonisch Kontakt auf und fragte nach, ob man dort etwas auf dem Radar habe. Doch dort wurde nichts gesehen, was für zusätzlichen Alarm sorgte." Deswegen rückten Streifenwagen aus und gingen auf UFO-Suche. Schließlich stieß man auf das Flüchtlingspaar im selbstgebauten Heißluftballon als Verursacher des UFO-Spektakels... Die Fremden im UFO waren DDR-Flüchtlinge und keine Besucher vom anderen Stern.


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