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01.11.2009


    
Historische Noten der UFOlogie aus dem CENAP-Archiv:

2) Gegen das Vergessen in der UFOlogie: November-UFO-Meldungen vor 55 bis vor 20 Jahren: Fliegende Untertassen in der Presse

Wer die Gegenwart des UFO-Phänomens verstehen will, der muss seine Vergangenheit kennen...

Fortsetzung...

+ Verwirrung wurde 1959 z.B. auch durch die Familien-Wochenzeitschrift ´Heim und Welt´ (ab Ausgabe Nr.2) gestiftet, als sie die umfangreiche Reportagereihe "Botschaften von anderen Planeten - Endlich die volle Wahrheit über Lebewesen im Weltall" unter L.A.von der Aue startete. Fragen wie "Geht unsere Welt am 4.Februar 1962 unter? Ist etwas Wahren dran, dass im amerikanischen Verteidigungs-Ministerium Geheimakten über außerirdische Besucher lagern oder gar Bewohner von anderen Planeten konserviert werden? Gibt es eine direkte Beziehung zwischen Katastrophen und politischen Ereignissen auf unserer Erdkugel und den warnenden Botschaften von sogenannten Interplanetariern, also Lebewesen jenseits unserer Welt, wie z.B. der italienische Diplomat Dr.Alberto Perego behauptet? Und wie steht es mit der Glaubwürdigkeit der Kontaktler, jener Leute, die da steif und fest meinen, mit Mars-, Venus- oder weiteren interplanetarischen Menschen Kontakt zu haben?" Heim und Welt wollte weder verurteilen noch richten oder rechten, "wir wollen nur berichten" war das journalistische Entschuldigungs-Kredo namens die Hände in Unschuld waschen. Bereits damals, so das Blatt, habe man seit 1947 "mehr als 70.000 Sichtungen von UFOs" gezählt, weswegen das Phänomen "so ungewöhnlich und interessant ist, dass es keineswegs mit ein paar Worten abgetan werden kann". Autor von der Aue traff sich mit "berühmten Forschern und Wissenschaftlern". Namentlich waren des Georg Neidhart von der "Münchner Forschungsgruppe", Rechtsanwalt Dr.Weyß von der "Wiener Gruppe", Heinrich Ragaz aus der Schweiz (Herausgeber des Weltraumboten) sowie Initiatoren der amerikanischen Bewegung sowie Vertreter der Kirch im Vatikan. Natürlich auch "bekannte Vertreter der Hocharistokratie", Ärzte und Lehrer. An den "Raketen-Vater" Prof.Oberth ging auch kein Weg vorbei.

´Das Neue Blatt´, eine Frauenzeitschrift, wollte nicht zurückstehen und bot in der selben Zeit den verrückten Bericht "Phantastische Theorie einer österreichischen Gräfin: Die Fliegenden Untertassen sind lebende Wesen" an. Gräfin Zo? Wassilka-Serecki wurde in Wien getroffen und sie berichtete, dass die durch die Spalten der Weltpresse geisternden geheimnisvollen Flugobjekte in Wirklichkeit Lebewesen sind, primitive Tiere, deren Lebensraum die obersten Schichten der Atmosphäre, genauer die "elektrische Schicht" Ionosphäre, ist. Ihre Qualifikation: Sie beschäftigte sich seit ihrem 13.Lebensjahr mit astronomischen Stdien und als die Untertassen dann auftauchten, führte sie einige Überlegungen durch. Die lebenden Untertassen-Wesen also gehören lt. der Frau Gräfin "als solche noch zur Erde", aber sie leben etwa 75 Kilometer hoch in der 200 Grad heißen Ionosphäre, sie sind von ätherischer Konsistenz und leben von elektromagnetischen Wellen, von denen sie wie magisch angezogen werden, weswegen fortlaufend UFOs über großen Städten, Flughäfen, Atomenergieanlagen, Armee- und Marinestützpunkten und Industrieanlagen beobachtet werden. Diese "Feuerlebewesen" könnten bis zu 240 Meter lang sein, "genauso wie die UFOs". Als es noch keine elektromagnetischen "Wirkungsbereiche" der menschlichen Zivilisation gab, ernährten sich die Untertassen eben von den elektromagnetischen Wellen von der Sonne oder direkt von den Sternen des Weltraums. Dansonsten flattern sie herum wie Quallen im Wasser, weswegen auch die immer wieder auftauchenden seltsamen Darstellungen über merkwürdige Flugeigenschaften zu erklären seien. Die im 17.Jahrhundert aufgestellten Berichte über seltsame, gelatineartigen, stinkenden Klumpen sowie merkwürdige Regenfälle gehen auf die Leichname jener Tiere zurück, wenn sie als glühende Feuerkugeln herabkommen und nicht ganz verbrennen. Freilich lag es Frau Gräfin Wassilko-Serecki fern, "Utopien in Wahrheiten zu verwandeln, aber sie lehnt es auch ab, alles zu bestreiten, was je Gegenwartswissenschaft noch nicht erklären kann."

Zum Glück fand diese obskure Theorie einer gelangweilten Aristokratin keine weitere Aufarbeitung oder Diskussion, auch wenn dieser Fall zeigt, dass durchaus absurde und wirre Ideen immer wieder die öffentliche Gewahrwerdung des Themas erreichen und damit auch die Rechtfertigung hergeben, wenn in diesem Sinne entsprechende weitere Theorien und Spekulationen in der Bevölkerung zustandekommen, die wiederum ihren Teil dazu beitragen, den Mythos zu nähren. Was einer Frau Gräfin recht ist, wird dem Bauarbeiter und Ingenieur doch billig sein, wenn er anfängt über UFO-Hypothesen zu schwadronnieren. Immer wieder auftauchende UFO-Schlagzeilen mit vorgeblich unerklärten Phänomenen bieten sich hierfür geradezu an, gäbe es die Fälle nicht, man müßte sie geradezu erfinden, um auch dem menschlichen Bedürfnis nach zeitaktuellen Seemannsgarn gerecht zu werden.

"Heute erneut Inspektion der Mondfähre - NASA berichtet über sensationelle Wachstumerfolge auf Mondgestein - Die Astronauten sichteten unbekanntes Flugobjekt" meldete am 15.November 1969 die ´Nürnberger Zeitung´: Auf ihrem Flug zum Mond wurde die Aufmerksamkeit der Astronauten gestern durch ein unbekanntes Objekt abgelenkt, das in einer Entfernung zur Apollo 12 aufblinkte und zu rotieren schien. Die Vermutung der Astronauten, daß es die abgestoßene dritte Raketenstufe der Satrurn V sei, wurde von Houston jedoch widerlegt, da diese Stufe nach den Berechnungen der Techniker zu diesem Zeitpunkt rund 4.500 Kilometer von Apollo 12 entfernt sein mußte. Schließlich gab die Besatzung das Rätselraten mit der Bemerkung auf, daß das unbekannte Objekt ihnen freundlich gesinnt ist....

"Verfolgten UFOs Chartermaschine?" meldete ddp aus Valencia und die ´Ruhr-Nachrichten´ vom 13.November 1979 schrieb: Vier "UFOs" haben ein spanisches Charterflugzeug mit 119 deutschen und österreichischen Touristen verfolgt. Auf dem Flug nach Teneriffa legte die Maschine deshalb eine unplanmäßige Zwischenlandung in Valencia ein. Vier Militärmaschinen, die den Zwischenfall aufklären sollten, konnten die "UFOs" nicht aufspüren.

"Alarm auch im Irak" meldete am 13.November 1979 der ´Wiener Morgen Kurier´: Auch an der kuwaitisch-irakischen Grenze gab es UFO-Alarm: Mehrere Studenten beobachteten am Himmel einen Flugkörper, der "rote und gelbe Strahlen" aussandte.

Am Freitag, den 30.November 1979, gab es gleich zwei UFO-Meldungen, die nach Deutschland durchschlugen: "Ganz Spanien ist im UFO-Fieber" meldete die ´Abendzeitung´ und BILD war mit "19-jähriger verschwand in einer leuchtenden Wolke: Vom UFO entführt?" Zunächst die AZ: "Spanien im UFO-Fieber: Aus dem ganzen Land melden die Bürger unidentifizierte Flugobjekte (UFOs). Über Granada tauchten zwischen 19 und 19:30 h gleich vier ovale, orange-leuchtende Scheiben auf, die grell blinkten. In der Stadt kam es zu minutenlangen Stromausfällen. Auch über Pions Fuente, La Tubia und Santa Fe kreisten angeblich Fliegende Untertassen. In Madrid untersucht jetzt der Militär-Generalstab, ob es sich bei den Lichterscheinungen gegen Mitternacht um UFOs handelte. Zum Zeitpunkt der Beobachtungen war der Sprechfunk beim Madrider Roten Kreuz ausgefallen." Und nun BILD:

Seit Montag früh um 4 h ist der 19-jährige Franck Fontaine aus dem Pariver Vorort Pontoise wie vom Erdboden verschluckt. Seine beiden Freunde bleiben dabei: "Wir haben gesehen, wie er von einem UFO entführt wurde." Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtete über den Fall. Francks Freunde behaupten, sie hätten plötzlich eine leuchtende Wolke zwischen den Häusern gesehen: "Franck fuhr mit unserem Lieferwagen darauf zu. Wir wollten einen Fotoapparat holen. Als wir zurückkamen, stand das Auto 200 Meter entfernt, umgeben von einem leuchtenden Ring und vier nebligen Leuchtpunkten. Nach Minuten löste sich die Wolke auf. Die Autotür war offen - Franck war verschwunden." Viele hundert Bewohner meldeten später der Polizei, sie seien durch ein seltsames Geräusch und Vibrationen wachgeworden und hätten Lichterscheinungen gesehen. Am Mittwoch tauchten nachts über Granada vier ovale strahlende Lichtscheiben auf. Zur selben Zeit flackerten in vielen Wohnungen die Lichter, Lampen erloschen für Sekunden. Ein ähnliches UFO erschien über Madrid. Während spanische Beobachter an die Erprobung einer irdischen Geheimwaffe glauben, kamen 100 Wissenschaftler auf einer UNESCO-Tagung zu dem Schluß, daß möglicherweise doch andere Planeten bewohnt sind: "Die Entwicklung der Intelligenz im Universum dürfte kein einzigartiger Vorgang sein."

"US-Experten streiten sich über UFOs/Philip Klass und Bruce Maccabee liegen sich seit Jahren über dieses Thema in den Haaren" berichtete der ´Mannheimer Morgen´-Korrespondent Emil Bölte aus Washingtom am 2.November 1984: Mit scharfen Wortgefechten und hintergründigen Analysen halten zwei Experten mit entgegengesetzten Ansichten die Diskussion über Fliegende Untertassen in den USA im Gange. Beide arbeiten in Washington in wichtiger Position. Nur in ihrer Freizeit beschäftigen sie sich mit dem Problem außerirdischen Lebens. Philip Klass behauptet in der neuesten Runde einer öffentlich geführten Auseinandersetzung, der Geheimdienst CIA und die Bundespolizei FBI hätten nur kurz in den 50er Jahren Interesse an Fliegenden Untertassen bekundet. Bruce Maccabee antwortet, Klass sei naiv, wenn er annehme, die USA-Regierung würde alle Informationen freigeben, die sie über das "Phänomen" gesammelt habe. Bekannt ist, dass die US-Luftwaffe von 1948 bis 1969 drei verschiedene Untersuchungen mit den Schlüsselnamen "Projekt Sign", "Project Grudge" und "Project Blue Book" durchgeführt hat. Dabei wurde der Sichtung von Objekten auf den Grund gegangen, die aufgrund einer Beschreibung von Kenneth Arnold vom 24.Juni 1947 über Mount Rainier im Westküstenstaat Washington Fliegende Untertassen genannt wurden. Die Air Force prägte den Namen "Unidentified Flying Object" (nicht identifiziertes fliegendes Objekt), was zu dem Kürzel UFO führte. Offiziell wurden die Luftwaffen-Untersuchungen mit dem Bescheid abgeschlossen, keine der Studien habe "die wissenschaftlichen Kenntnisse erweitert". UFO-Enthusiasten in den USA gaben sich damit nie zufrieden. Sie vermuten bis heute, dass insgeheim weiterhin militärische Studien angefertigt würden, dass manche Erkenntnisse unveröffentlicht geblieben seien und dass sich möglicherweise sogar UFO-Gebilde "in Regierungsgewahrsam" befänden. Das Interesse der Bevölkerung wurde in den USA immer wieder mit Berichten über UFO-Sichtungen angehizt. Das war vor allem dann der Fall, wenn so Prominente beteiligt waren wie Präsident Carter, der eine Fliegende Untertasse im Oktober 1969 beobachtet und als Georgia-Gouverneur 1973 darüber berichtet hatte; wenn Elvis Presley, Elke Sommer, Astronaut Gordon Cooper und Box-Weltmeister Muhammed Ali beteiligt waren.

UFO-Fanatiker vertieften das Interesse mit Schilderungen aus dem sechsten Jahrhundert vor Christi (Prophet Ezekiel), dem 16.Jahrhundert (Nürnberg) un dem vergangenen Jahrhundert. In den letzten 37 Jahren wurden 15.000 Sichtungenw eltweit bekannt, was verständlich macht, warum eine einzige amerikanische Organisation, das "Mutual UFO Network", allein 1000 Beobachter unterhält und Zweigstellen in 87 Ländern hat. Die Washingtoner Experten Maccabee und Klass nehmen diese Vorgänge so ernst, dass sie allein über einen einzigen Fall, eine UFO-Sichtung in Neuseeland, 1500 Seiten maschinengeschriebener Korrespondenz ausgetauscht haben. Der 42-jährige Bruce Maccabee ist Physiker mit Doktorgrad und als Forscher bei der US-Marine angestellt. Philip Klass (65) ist ausgebildeter Elektronik-Ingenieur und Redakteur beim Aviation Week and Soace Technology Magazine: Maccabee muß sich mit Laserstrahlen, Infrarotsensoren und Unterwasserschall befassen, solange er im Dienst ist. Nach Feierabend denkt er über UFO-Sichtungen nach. Klass erregte 1966 zum erstenmal Aufsehen, als er in Aviation Week simple Erklärungen für die Beobachtung von Fliegenden Untertassen zum besten gab. Seither hat er die These, zwei Prozent der Sichtungen seien Betrügereien und 98 Prozent falsche Interpretationen, in unzähligen Artikeln und drei Büchern ausgebaut. Mit Maccabee streitet er nicht nur von Ferne, sondern auch vor Publikum auf der Bühne, die von angesehnen wissenschaftlichen Institutionen aufgestellt wird. "Die Regierung vertuscht etwas, sie hüllt sich in Schweigen, obwohl sie mehr weiß, als sie zugibt", behauptet Maccabee. "Unsinn", sagt Klass, der nach einer Personenbeschreibung in einer populären Wochenschrift "so vorsichtig an alles herangeht, dass er erst im Alter von 60 Jahren zum erstenmal geheiratet hat". Aufgrund der Freedom of Information Act freigegebene Unterlagen aus früheren Jahren würden bezeugen, dass der Staat überhaupt "nur vorübergehend interessiert war".

"´UFOs´ gefährten Flugverkehr" hieß die Überschrift für das "60-Sekunden-Interview" der ´Abendpost´ vom 13.November 1984 mit Hans-Ulrich Ohl (Pressesprecher der Bundesanstalt für Flugsicherung in Frankfurt): Herr Ohl, bei der Bundesanstalt für Flugsicherung haben in letzter Zeit oft Leute angerufen, die nachts "beleuchtete unbekannte Flugobjekte", also "UFOs", gesehen haben wollen. Ist das nur Einbildung, oder stimmt das wirklich? "Das ist schon etwas Wahres dran. Ausgelöst wurde das Ganze wahrscheinlich durch eine Fernsehsendung, die plötzlich über ´unbekannte Flugobjekte´ berichtete und viele Zuschauer sensibilisierte. Wir haben draufhin viele Anrufe bekommen, die uns zu Nachforschungen veranlaßten." Und was haben die ergeben? "Soweit sie überhaupt zu einem Resultat führten, haben wir festgestellt, dass es sich dabei meist um kleine Heißluftballons mit etwa 50 bis 60 Zentimeter Durchmesser handelt. Sie sind aus Stoff, Papier oder Plastikmaterial hergestellt und haben an der Unterseite ein Teelicht oder einen Napf mit Hartspiritus zum Aufheizen der Luft im Ballon." Ist das nicht eine Gefahr für den Luftverkehr? "Wenn solche Ballons in der Nähe von Flughäfen losgelassen werden, kann es tatsächlich gefährlich werden. Ein Flugzeugführer, der beim Starten oder Landen ein solches Ding plötzlich vor sich sieht, leitet selbstverständlich sofort ein Ausweichmanöver ein. Er kann ja Größe, Entfernung und Abstand in der Nacht nicht einschätzen. Und solche plötzlichen Flugmanöver sind nun einmal riskant."

"UFO-Alarm bei Neunkirchen" vermeldete am 27.November 1984 der ´Kurier des Burgenlandes´: UFO-Hysterie am Wochenende in Neunkirchen: Mehrere Augenzeugen wollen über einem Waldstück zwischen Neunkirchen und Wartmannstetten zwei grell leuchtende Objekte in der Luft beobachtet haben, die fast eine Stunde an ihren Positionen verharrten, ehe die Lichtpunkte verschwanden. Bei der Stadtpolizei läutete in der Nacht zum Sonntag mehrmals das Telefon. Gruppeninspektor Kurz Tschich: "Die Berichte stimmten überein." Erwin Thiel, Bademeister in Neunkirchen, sah die Himmelserscheinung ebenfalls, glaubt aber nicht an UFOs.

"Augenzeugen meldeten verdächtige Objekte der Polizei/Neunkirchen: UFO-Alarm" hieß es am 28.November 1984 in der ´Neunkirchner Volkspost´: Mehrere Anrufer brachten am Wochen ende die Beamten vom Polizeiposten in Neunkirchen auf Trab: zwei verdächtige Objekte, die in grellem Licht erstrahlten, wurden zwischen dem Umspannwerk Ternitz und dem Gasthaus am Forst beziehungsweise der Strasse nach Penk gesehen. Nach einer Dreiviertelstunde war der Spuk vorbei. Gruppeninspektor Kurt Tschich von der Stadtpolizei erzählt der Volkspost: "Gleich drei Anrufer meldeten uns zwei grell erleuchtete Flecken in der Luft, die abwechselnd blinkten, machnmacl auch gleichzeitig, nach gast einer Stunde dann spurlos in Richtung Steiermark verschwanden." Der ganze Spuk spielte sich am Samstag zwischen 18 und 18:45 h ab. Augenzeuge Erwin Thiel, Bademeister in Neunkirchen glaubt zwar nicht an UFOs, die Beobachtung kommt ihm aber trotzdem merkwürdig vor: "Ich kann mir die grellen Lichtquellen, noch dazu in so großer Höhe, nicht erklären." Bisher gibt es keine Anhaltspunkte, um welche Wahrnehmung es sich dabei tatsächlich gehandelt haben könnte.

+ Das Phänomen ging auf die nebeneinanderstehenden Planeten Venus und Jupiter an diesem Abend zurück, die eine freie Sicht auf zwei "UFOs" lieferten.

"Feuerkugel über dem Inntal" meldete der ´Haller Lokalanzeiger´ vom 7.Dezember 1984: Freitag, 30.November, um 16:44 h abends raste in lautlosem Flug eine Lichtkugel über Innsbruck hinweg in Richtung Osten, absplitternde Teile hinter sich lassen, in hundert- bis tausendfacher Helligkeit der Venus weißbläulich leuchtend, und verglomm nach einigen Sekunden Sichtbarkeit schließlich über der Gemeinde Weerberg. Es handelte sich vermutlich um einen speziellen Meteoriten, der größer war als die üblichen Sternschnuppen. Dieselbe Himmelserscheinung wurde auch von Mils aus beobachtet. Als Hinweis für Himmelsbetrachter unter den Lesern sei noch angefügt, dass jetzt mehr und mehr am Abendhimmel die überhelle Venus sichtbar wird. Sonnenwärts daneben aber glänzt als Besonderheit im Dämmerlicht der Jupiter.


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