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03.08.2009

    
Historische Noten der UFOlogie aus dem CENAP-Archiv:

4) Gegen das Vergessen in der UFOlogie: August-UFO-Meldungen vor 55 bis vor 20 Jahren: Fliegende Untertassen in der Presse

Wer die Gegenwart des UFO-Phänomens verstehen will, der muss seine Vergangenheit kennen...

... Fortsetzung folgt ...

August: EIN MÄCHTIGER MONAT !

So toll der Monat ´August´ in unserer Reihe besetzt war, aber dann wurde es in Sachen "Als die UFOs Deutschland in der Presse erobern" dünne...

´Auch viele andere sahen die geheimnisvollen Flugobjekte - Professor vermutet: Unbekannte erproben neue Geräte´ hieß es am 3.August 1979 in der ´Hannoversche Allgemeine Zeitung´: Ein unverhofftes Echo hat gestern der Bericht über die Beobachtungen zweier Schüler in Wettbergen gehabt, die am Dienstagabend am Himmel zwei geheimnisvolle Flugobjekte entdeckt hatten. Etwa ein Dutzend Anrufer bestätigten der HAZ, daß sie ebenfalls solche Beobachtungen gemacht und keine Erklärung für die Erscheinungen haben. Ein Wissenschaftler, Professor der Geologie, äußerte die Vermutung, daß Unbekannte möglicherweise nachts neuartige Flugobjekte erproben. Die beiden Jungen, der 15j-ährige Stefan Früh und sein 14-jähriger Freund Peter Hofmann, haben die beiden rätselhaften Leuchtkörper auch am Mittwochabend über Devese und Hemmingen schweben sehen: "Sie nahmen den gleichen Zickzackkurs wie am Dienstag." Ähnliches beobachtete der Geologe Professor Dr.Heinrich Schneekloth aus Lohnde bereits vor etwas vier Wochen bei einem abendlichen Spaziergang mit seiner Frau durch die Feldmark: "Ein Fahrzeug ohne Licht fuhr in rascher Fahrt an uns vorbei. Dann stiegen zwei Männer aus und richteten Ferngläser in den Himmel. Sekunden später schwebte ein heller Ball aus rotem Blinklicht heran, blieb über den Männern in der Luft stehen und entfernte sich dann in Richtung Langenhagen." Der Professor vermutet, daß vielleicht "irgendeine Institution neuartige Fluggeräte heimlich nachts erprobt". Zwei große leuchtende Kugeln, die im Zickzackkurs über die Hausdächer schwebten, hat die Hausfrau Inge Dressel am vergangenen Sonnabendabend in Hiddestorf beobachtet: "Sie kamen im Abstand von fünf Minuten und verschwanden in Richtung Hemmingen." Von ihrem Balkon im Wohnstift Kleefeld verfolgte in der Nacht zum Mittwoch Martha Heere ein "fliegendes Ding, das gelb und rot glitzerte. Es war ein kugelförmiger Körper, der sich völlig geräuschlos bewegte und aussah, als wenn ein großer Mond aufgeht". Für den Mond hielt auch Rosemarie Pöttgen aus Laatzen zunächst das Ding, das sie am Dienstagabend von ihrem Hochhausbalkon aus entdeckte. Sie verglich den Flugkörper mit einem leuchtenden Ball, der sich langsam in Richtung Hemmingen entfernte. Ihr Mann lachte sie aus, wurde jedoch nachdenklich, als er am Donnerstag die Geschichte über die beiden Wettberger Jungen in der Zeitung las. "Rehabilitieren", möchte auch Irma Jarke aus der Südstadt die beiden Jungen, die von vielen auf grund ihrer Erzählungen für Spinner gehalten werden. "Mittwoch abend, es lief gerade der Fernsehkrimi mit van der Falk, entdeckte ich am Himmel ein gelbliches Flugobjekt. Es war länglich, und ich vermute, es war Weltraummüll."

"UFOs" stammen vermutlich von sowjetischem Satelliten-Start/Professor Kaminski: Fliegende Untertassen gibt es nicht meldete am 4.August 1979 die ´Hannoversche Allgemeine Zeitung´: Das Rätsel um die unbekannten Flugobjekte, die seit mehreren Tagen die Phantasie vieler Hannoveraner und Umlandbewohner beschäftigen, scheint gelöst. Professor Heinz Kaminski, Direktor der Sternwarte in Bochum und Leiter des Deutschen Institutes für Weltraumforschung, ist sicher, daß es sich bei den Flugkörpern um Zeugen eines sowjetischen Satellitenstarts hanbdelt, die sich als Weltraummüll in einer Umlaufbahn um die Erde befinden. Zwei Jungen, der 15jährige Stefan Früh und sein 14jähriger FReund Peter Hofmann aus Wettbergen, hatten Anfang der Woche den Stein ins Rollen gebracht. Sie berichteten der HAZ zuerst von unheimlichen leuchtenden Flugkörpern, die -teilweise mit zuckendem Rotlicht- am südlichen Horizont auftauchen und dann im Osten verschwinden. Die beiden Jungen hatten die Erscheinung am Dienstag- und Mittwochabend jeweils zwischen 21:30 h und 22:30 h beobachtet. Nach dem Zeitungsbericht meldeten sich zahlreiche Leser, denen Ähnliches aufgefallen war. Donnerstagabend überzeugten sich Redakteure der HAZ selbst von der Existenz der schwebenden Lichtpunkte, die in etwa 30minütigem Abstand vorbeizogen. Ein Anruf in Bochum brachte dann die "Erleuchtung": Professor Kaminski, einer der besten deutschen Kenner des Weltraums, ließ sich die Beobachtungen sehr genau beschreiben und stellte dann seine Diagnose: "Es kann sich nur um die Raketenreste eines sowjetischen Satellitenstarts handeln, die in mehreren hundert Kilometern Höhe auf einer Umlaufbahn um die Erde sind. Vermutlich sind es eine ausgebrannte Raketenstufe und Schutzschilde, die von der Sonne, die bei uns um die Zeit längst untergegangen ist, bestrahlt werden und das Licht reflektieren." Auch für das zuckende Rotlicht hat der Weltraum-Professor eine Erklärung parat: "Das sind die rötlichen Strahlen der untergehenden Sonne, die sich in den ins Taumeln geratenen Flugkörpern spiegeln. Eines", so unterstrich Kaminski, "können Sie Ihren Lesern mitteilen. Fliegende Untertassen sind es auf keinen Fall, denn die gibt es nun einmal nicht."

+ Obige beiden Berichte sind recht interessant. Zum einen deuten die eigentlichen Sichtungs-Darstellungen streng auf kleine Miniatur-Heißluftballone hin, zum anderen haben wir einen Geologie-Professor als Zeugen, der diesen Stimuli bei der Observation nicht erkannte und genauso wie andere unbedarftere Zeugen mit einer weitaus geringeren Bildung nur spekulieren konnte und dann haben wir da noch "Professor" Kaminski, für den es keine Fliegenden Untertassen gibt, von denen noch nicht einmal die Zeugen berichteten und sich beim UFO-Begriff festhielten. Kaminski, der mal wieder überlegen tat und doch nur seine Vorurteile pflegte, fand dann eine überaus bequeme Wegerklärung des Geschehens im erdnahen Weltraum, die fadenscheiniger gar nicht sein konnte, aber sicherlich viele Menschen beruhigte und manche sicherlich auch ins Grübeln brachte, um Vertuschungs-Wahnideen auszuhecken. Dies ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man aus "Fliegen" kosmische "Elefanten" machen kann, nur weil ein Promi-"Wissenschaftler" aus seinen Vorurteilen heraus versagte.

"Es ist wie ein Mord an schönen Theorien"/Existenz außerirdischer Lebewesen unwahrscheinlicher als bislang angenommen hieß es in einem Feature-Artikel von Dieter Hentrup am 4.August 1979 in der ´Frankfurter Rundschau´: Bisher wurde die Frage nach Leben im Weltall von Astronomie und Biologie sehr optimistisch beantwortet. Leben entsteht immer dort, wo es entstehen kann, lautete der Grundsatz der exobiologischen Forschung. Einfache organische Moleküle, Vorstufen zum Leben, wurden selbst in den kalten Gas- und Staubwolken zwischen den Sternen entdeckt. Auch biochemische Laborversuche machten deutlich, daß die Evolution zum Leben unter bestimmten Bedingungen zwangläufig einsetzt. Davor schon erkannten die Astrophysiker, daß die Entstehung von Planetensystemen ein häufiger Vorgang ist. Unser Planetensystem und damit auch das Leben auf der Erde sind kein Einzelfall. Leben auf anderen Planeten sei eine im Kosmos "alltägliche Erscheinung", urteilte der amerikanische Astrobiologe Professor Carl Sagan. Entsprechend häufig müsse es auch intelligente Lebensformen im All geben. Unter diesern Vorzeichen entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit üppigen Spekulationen über andere Zivilisationen im Kosmos. Die Außerirdischen, bisher ein Stoff für Science-fiction-Romane, wurden zu einem Forschungsobjekt für Astronomen, Physiker und Biologen. In der euphorischen Stimmung wucherten zahllose Thesen, Prognosen, Vermutungen und Spekulationen über "Andere" im All. Den Startschuß gab eine Wissenschaftler-Konferenz im Radio-Observatorium von Green Bank in den USA im Jahre 1960. Mit der hier entwickelten Green-Bank-Formel sollte die Zahl außerirdischer Zivilisationen in der Milchstraße abgeschätzt werden. Das Ergebnis: In der Galaxis gibt es etwa 50 Millionen Planeten mit intelligenten Lebewesen. Andere Berechnungen folgten: Stephen Dole von der RAND Corporation kam bei einer Sichtung aller Sterntypen auf 645 Millionen für Menschen bewohnbare Planeten in der Galaxis. Andere Prognosen blieben unter diesem Wert - und bewegten sich meist zwischen einer und zehn Millionen Zivilisationen auf fernen Planeten. Im kosmischen Maßstab, so war man sich einig, mußte das Weltall dicht mit hochentwickelten Planeten bestückt sein. Jetzt schwingt das Pendel zurück. Führende Weltraumforscher haben mit der Demontage des optimistisch gefärbten Bildes begonnen. Ein amerikanischer Forscher: "Es ist wie ein Mord an schönen Theorien." Neueste Erkenntnisse aus der Astrophysik, der Geophysik, der Planetenchemie und Geologie drohen, die Thesen vom dich bevölkerten Universum zum Einsturz zu bringen. Ein Astronom aus den USA macht klar: "Jahrelang haben wir geglaubt, die nächsten Planetenbewohner seien irgendwo ´um die Ecke´ zu finden, also höchstens einige Dutzend Lichtjahre entfernt. Jetzt müssen wir uns fragen: Sind wir allein im Kosmos? Wo sind die anderen?"

Fragen, die das bisher kultivierte Bild rigoros in Frage stellen. Wortführer dieser Wissenschaftler ist Michael Hart, ein Astronom der US-Raumfahrtbehörde NASA. Mit den Untersuchungen von Hart haben sich die Chancen, höheres Leben im All zu finden, drastisch reduziert. Die Entstehung intelligenter Lebensformen auf anderen Welten ist demnach viel unwahrscheinlicher als bisher angenommen wurde. Die astronomischen Daten sind eindeutig: Unser Sternensystem, die Milchstraße, besteht aus mindestens 100 Milliarden Sonnen, vermutlich sogar aus 200 Milliarden Sonnen. Rund 50 Prozent davon sind Doppel- und Mehrfachsterne. Sonnen, die umeinanderkreisen und deren mögliche Planeten keine stabilen Verhältnisse für eine Lebensentwicklung erwarten lassen. Etwa fünf Prozent aller Sonnen sind veränderliche Sterne, deren Leuchtkraft schwankt. Auch sie kommen für die Suche nach bewohnten Planeten nicht in Frage. Immerhin sind Planetensysteme im Weltall häufig. Pessimisten unter den Astronomen gehen davon aus, daß etwa zehn prozent aller Sterne über Planeten verfügen. Optimisten rechnen mit einem Anteil von 50 bis 60 Prozent. Demnach würde etwa jeder zweite Stern von Planeten umkreist. Für die Existenz anderer Planetensysteme gibt es bis heute noch keine physikalisch eindeutigen Beweise, aber immerhin starke Indizien. Mit keinem Fernrohr der Erde sind die winzigen Planeten anderer Sterne auszumachen. Allerdings beeinflußt die Masse von Planeten die Bahn einer Sonne. Diese Störungen sind mit empfindlichen fotoelektrischen Meßverfahren und mathematischen Überprüfungen erfaßbar. Obwohl es anscheinend Milliarden von Planeten in der Galaxis gibt, müssen für die Entwicklung von höherem Leben bestimmte astrophysikalische Bedingungen vorhanden sein. Nach Ansicht von Dr.Hart und anderen Wissenschaftlern gestatten nur sonnenähnliche Sterne eine genügend lange Evolution des Lebens auf anderen Planeten. Diese Sterne, die Astronomen sprechen von der Spektralklasse G, bilden etwa 10 bis 15 Prozent aller Sterne im All. In Masse, Leuchtkraft, Temperatur, Farbe und Durchmesser sind sie sonennähnlich. Ihre Temperatur liegt zwischen 5.000 und 6.000 Grad an der Oberfläche. Die Masse bei 0,8 bis 1,2 Sonnenmassen. Über zehn Milliarden Jahre hinweg erzeugen diese Sterne eine etwa gleichmäßige Energie. Andere, extrem heißen Sternen mit Temperaturen von 10.000 bis 35.000 Grad haben eine zu geringe Lebensdauer; ihre Energie ist schon nach einigen Millionen Jahren aufgebraucht. Fast die Hälfte aller Sterne sind jedoch rote Zwergsonnen mit Temperaturen von 2.500 bis 3.000 Grad. Sie haben meist weniger als ein Tausendstel der Leuchtkraft der Sonne und oft nur ein Zehntel der Sonnenmasse. Auf Planeten dieser Sterne ist eine Lebensentstehung sehr unwahrscheinlich.

Immerhin gibt es unter den nahen Sternen einen Kandidaten, der für die Suche nach Leben interessant ist. Es handelt sich um die zwölf Lichtjahre entfernte Sonne Tau Ceti, die gewisse Grundbedingungen erfüllt. Tau Ceti hat 82 Prozent der Sonnenmasse, 5.000 Grad Oberflächentemperatur und drei Viertel der Sonnenleuchtkraft. Auch Tau Ceti verfügt über Planeten; dies haben astronomische Berechnungen der Sternbahn ergeben. Doch auch dieser Stern verfügt nur über eine recht kleine Ökosphäre, in der sich ein Planet befinden müßte, um Leben hervorzubringen. Auch müßte dieser Planet sehr erdähnlich sein, um höhere Lebensformen entstehen zu lassen; sind doch auch bei den physikalischen Maßen der Planeten die Grenzen enger geworden. Für die Entstehung von Leben kommen nur Planeten in Betracht mit einem Drittel bis zum 2,5fachen der Erdmasse. Die Schwerkraft müßte zwischen einem Fünftel und dem 1,5fachen der Erde liegen. Die Temperatur darf 50 Grad nicht überschreiten, muß aber bei mindestens Null Grad liegen. Vorhanden sein müssen auch Sauerstoff und Wasserdampf sowie eine Rotation, die Tag- und Nachtunterschiede auf dem Planeten erzeugt. Ob sich letztlich Leben bildet, ist dann immer noch abhängig von der Stärke der ultravioletten Strahlung, vom Vorhandensein einer Schicht aus Ozonmolekülen, von der Neigung der Drehachse, der Chemie der Oberfläche und Atmosphäre und anderen Faktoren. Selbst wenn einfache Lebewesen wie Einzeller oder Bakterien entstanden sind, hängt der biologische Sprung zu höheren Lebensformen von weiteren ökologischen Grundfaktoren ab. Der sowjetische Astrophysiker Josef Schklowsky hält denn auch unsere Erde für eine "seltene Ausnahme im Weltall". Die nächste Zivilisation könnte durchaus 10.000 Lichtjahre entfernt sein. Bei den bisherigen Spekulationen war der mittlere Abstand zwischen zwei Zivilisationen mit 300 bis 800 Lichtjahren angegeben worden. Auch die radioastronomische Suche nach Funksignalen der Außerirdischen hat sich bislang als glatter Mißerfolg erwiesen. Das erste Programm dieser Art begann 1960 im Radioastronomischen Observatorium von Green Bank in den USA. 400 Stunden verwendeten die Astronomen darauf, die sonnenähnlichen Sterne Tau Ceti und Epsilon Eridani nach künstlichen Radioimpulsen abzuhören. Dieses "Project Ozma" wurde inzwischen in den USA mit den leistungsfähigsten Radioteleskopen wiederholt. Mehr als ein Dutzend Forschergruppen in den USA, Kanada und der Sowjetunion beteiligen sich an dieser Abhöraktion von kosmischen Ausmaßen. Bisher wurden rund 700 Sterne auf künstliche Signale untersucht. Bei über 100 Milliarden Sterne allein in unserer Galaxie mag diese Zahl gering erscheinen. Aber selbst der ansonst optimistische Exobiologe Freman Dyson aus den USA gibt widerwillig zu: "Ich habe das Gefühl, daß, wenn jemals eine außerirdische Technologie in unserer Milchstraße entstand, ihre Effekte augenblendend offensichtlich wären." Mit anderen Worten: Wir hätten sie entdecken müssen, auch wenn wir erst 20 Jahre nach den "Anderen" suchen. Der amerikanische Kongreß hat jedenfalls auf seine Art auf die neuen Thesen und Schätzungen über Leben im Weltall reagiert. Er kürzte den Etat für das Projekt SETI, die Radiosuche nach den Außerirdischen, um 70 Prozent.

Geheimnisvolle ´UFOs´ waren Heißluftballone meldete die ´Mainzer Allgemeine Zeitung´ am 22.August 1979: Die von einigen AZ-Lesern am Abendhimmel über Mainz beobachteten drei UFOs waren aller Wahrscheinlichkeit nach keine Erkundungsmaschinen, die nach einem landeplatz für den vom 5.bis 7.Oktober in Mainz geplanten UFO-Kongreß gesucht hatten, sondern mit ziemlicher Sicherheit Luftballons [sic!]. Sie waren kurz bevor sie über Mainz gesichtet wurden, zum Ausklang des Kostheimer Winzerfestes jenseits des Rheines gestartet worden. Die rot-weißen Ballons trugen an ihrer Unterseite eine Aluminiumschale, in der Brennmaterial lag. Die heißen Abgase blähten die hell leuchtenden Ballons auf, die bald darauf über Mainz ihre Bahn zogen.

+ Für den 29./30.September 1984 wurde der CENAP-UFO-Treff 5 von den Heilbronner Kollegen organisiert. Dazu berichte die dpa Anfang August 1984 z.B. im ´Südkurier´:

>UFO-Experten unter sich/Fliegende Untertassen sind Thema einer Tagung in Heilbronn. Zehn Jahre lang haben sich private "UFO-Forscher" in Mannheim und Heilbronn darum bemüht, alle erreichbaren Meldungen über Beobachtungen von unbekannten Flugobjekten aus der ganzen Welt zu analysieren. Bei den weitaus meisten untersuchten Fällen konnte eine natürliche Erklärung gefunden werden. Die Hobby-Forscher, die als "Centrales Erforschungs-Netz außergewöhnlicher Phänomene" (CENAP) firmieren, konnten sogar eine ganze Reihe von Sensationsmeldungen aus dem UFO-Bereich einwandfrei als Fälschungen identifizieren. Gewappnet mit einem großen Erfahrungsschatz, der in einem umfangreichen Archiv niedergelegt und sogar in einem Klein-Computer gespeichert ist, werden die CENAP-Leute jetzt in eine zweite Phase ihrer Tätigkeit eintreten: Sie wollen den psychologsichen und soziologischen Hintergrund des UFO-Glaubens analysieren. Dies erklärte Werner Walter (Mannheim), selbsternannter "Forschungsleiter" und Herausgeber eines bereits in 102 Folgen erschienenen "CENAP-Reports", in einer Pressemitteilung. Ein Überblick über die vergangenen zehn Jahre Beschäftigung mit UFO-Problemen soll in einer öffentlichen Tagung am 29. und 30.September dieses Jahres im Hotel Kronprinz in Heilbronn gegeben werden. Ihre Teilnahme zugesagt haben UFO-Interessierte aus der Bundesrepublik, aus Luxemburg, Norwegen, Dänemark, Frankreich und der Schweiz. In einem Podiumsgespräch sollen die verschiedenen Standpunkte gegenüber "Fliegenden Untertassen" von UFO-Gläubigen, von Hobby-Forschern und von ausgesprochenen Skeptikern diskutiert werden.<

´Feuerball rast durch Linienjet´ meldete am 11.August 1984 die ´Abendpost´: Eine Meldung der sowjetischen Nachrichtenagentur Tass schreckte kürzlich westliche Physiker auf: Ein Kugelblitz hatte angeblich ein Flugzeug durchdrungen. Laut Tass war bei einem Linenflug von Sotschi am Schwarzen Meer nach Moskau völlig unvermittelt ein feuriger Ball von zehn Zentimeter Durchmesser vor dem Cockpit aufgetaucht. Danach verschwand die Feuerkugel mit ohrenbetäubendem Krach und drang durch die feste Metallhülle in das Innere des Flugzeugs ein. Tass wörtlich: "Im Heck des Flugzeugs teilte sich der Feuerball in zwei glühende Teilstücke, die sich wieder vereinigten und fast geräuschlos aus dem Flugzeug verschwanden." Richard Orville, einer der führenden Experten für Atmosphärenphysik in New York, ist ratlos: "Wir haben keine Erklärung, aber die wissenschaftliche Literatur berichtet von mehreren Vorfällen dieser Art."

´UFO über Pöhlde?´ meldete der ´Harzkurier´ am 16.August 1984: Eine ganze Anzahl von Personen beobachtete gestern mittag über Pöhlde ein Flugobjekt, aus dem sich die Beobachter keinen "Reim" machen konnten. Die Flughöhe wurde auf bis zu zehntausend Meter geschätzt. Der Flugkörper sah den Schilderungen zufolge aus wie eine Tonne, wechselte scheinbar auch mehrfach Flughöhe und Flugrichtung, so daß glänzendes Metall im Sonnenlicht aufzublitzen schien und entfernte sich schließlich nach den Berichten der Augenzeugen in Richtung Südosten.

Pöhlder "UFO" ist identifiziert! meldete am 17.August 1984 der ´Harzkurier´: Das "unbekannte Flugobjekt" (UFO), dass vorgestern mittag von mehreren Personen in Pöhlde als "dickes, rundes Ding" mit teilweise glänzender Außenhaut am Himmel über Pöhlde beobachtet worden war ("wahrscheinlich bis zu 10.000 m hoch") ist identifiziert! Es handelte sich um einen rund 150 Zentimeter langen schwarzen Plastiksack, Durchmesser ca 60 cm, der sich in der Sonneneinstrahlung derart erwärmt hatte, dass er zum "Aufsteiger" wurde und seinem Besitzer, einem Pöhlder Jungen, ausriß. Aber 10.000 m waren es bei der Beobachtung natürlich nicht!

´Das UFO war ein Ballon aus Japan´ berichtete am 21.August 1984 der ´Kölner Stadt-Anzeiger´: UFOs, unbekannte Flugobjekte von fremden Sternen, glaubten Kölner am Himmel ausgemacht zu haben. So beobachtete ein Physiklehrer in Rath abends gegen 22 h am Himmel ein rundes Objekt, dessen Rand mit Scheinwerfern bestückt zu sein schien. Nach einer Viertelstunde entschwand es "senkrecht nach oben, und zwar mit sehr hoher Geschwindigkeit". Die Himmelserscheinung findet bei der Flugsicherung Köln-Wahn allerdings eine sehr irdische Erklärung. Danach handelt es sich bei solchen Objekten um Modellballons, die durch die Hitze einer offenen Gasflamme unter ihrer Hülle Auftrieb erhalten. Mit einem Umfang von zwei bis drei Metern gewinnen diese Ballons aus Japan-Papier offenbar Beliebtheit als Party-Spaß. Da sie aber eine Steighöhe von rund einem Kilometer erreichen können, bilden sie auch eine Gefahr für den Luftverkehr.

"Unbekanntes Flugobjekt" erschreckte Enscheder Bürger in der Nacht berichtete am 28.August 1984 die ´Westfälischen Nachrichten´: Die Polizei fühlte sich schon auf den Arm genommen - beim Flugplatz in Twente zuckten alle nur mit den Schultern. Und dennoch: Immer, wenn es in Gronaus Nachbarschaft Enschede dunkel wurde, kreiste hell erleuchtet eine Fliegende Untertassen am Himmel. Geheimnisvoll wirkte das Flugobjekt, immer in Bewegung, mal auf Blinklicht geschaltet. Und stand es doch mal still am Firmament, war von der Besatzung trotzdem nichts zu erkennen. So einige besonders wache Bewohner der Grenzstadt vor der Polizei und beim Flugplatz. Endlich fanden sich einige Freunde und Helfer, die dem Phantom auf die Spur kommen wollten. Und sie hatten Erfolg! Bei routinemäßiger Kontrolle der "Bodenstation" fanden sich plötzlich drei Tüftler auf der Wache wieder, die dieses abenteuerliche Flugobjekt ersonnen, gebaut und hochgelassen hatten. Mit Licht, um auch abends Spaß zu haben. Die Polizei hat´s ausgeknipst.

Und das war´s auch schon...


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