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01.05.2009


    
Historische Noten der UFOlogie aus dem CENAP-Archiv:

2) Gegen das Vergessen in der UFOlogie: Mai-UFO-Meldungen vor 55 bis vor 20 Jahren: Fliegende Untertassen in der Presse

Wer die Gegenwart des UFO-Phänomens verstehen will, der muss seine Vergangenheit kennen...

"UFO-Fahrer Adamski verärgert", so ´Der Tagesspiegel´ am 24.Mai 1959 aus Amsterdam, eine UPI-Meldung aufgreifend: Der amerikanische Astrologe [sic!] und "Venus-Kontaktmann" George Adamski, der angibt, mit einer Fliegenden Untertasse (UFO) geflogen zu sein, hat am Wochenende seine Verärgerung über den holländischen Luftwaffenchef Schaper ausgedrückt. Der General hatte nämlich erklärt, Königin Juliana halte die Berichte Adamskis für unglaubwürdig. Die Königin hatte Adamski kürzlich im Beisein von Prinz Bernhard, Schaper und einigen anderen Persönlichkeiten zu einer Audienz empfangen, die in der niederländischen Öffentlichkeit eine erregte Kontroverse verursacht hatte. In einem öffentlichen Vortrag bezweifelte Adamski nun, dass Schaper die Wahrheit über die Einstellung der Königin gesagt habe.

"´Fliegende Untertassen´ steigen auf - Revolutionierende Flugprojekte in den USA und in Großbritannien" meldete am 29.Mai 1959 die ´Frankfurter Rundschau´ unter Bezugnahme auf UPI: Im Laufe dieses Sommers sollen in den USA und in Großbritannien die ersten "Fliegenden Untertassen" zu probeflügen starten. Seit Jahren haben beide Staaten an der Entwicklung von völlig neuartigen Flugkörpern gearbeitet, die auf einem "Luftkissen" über die Erde gleiten. Jetzt sind die Planungen abgeschlossen, die "Fliegenden Untertassen" sind bei der britischen Flugzeugfirma Saunders Roe und der kanadischen Avro Aircraft im Bau. Die britischen und amerikanischen "Schwebefahrzeuge" (Havercrafts) beruhen auf demselben Prinzip, das vor sechs Jahren von dem Engländer Christopher Cockerell entwickelt wurde. Die scheibenförmigen Flugkörper, auf denen sich ein Maschinen- und Steuerungsturm sowie eine Kanzel für Piloten und Beobachter aufbaut, sind an der Unterseite mit Düsen versehen. Mit dem Düsenstrom stößt sich die Maschine senkrecht vom Boden ab, weitere Düsen treiben sie in der Waagerechte (immer auf dem Luftkissen des Bodendüsenstromes gleitend) vorwärts. Die Maschinen zeichnen sich durch hohe Manövrierfähigkeit aus. Sie können wie ein Hubschrauber starten, landen und in der Luft stehenbleiben. Die "Fliegenden Untertassen" sollen jedoch, obwohl sie keine Schallgeschwindigkeit erreichen werden, schneller und wendiger sein als konventionelle Hubschrauber. Das britische Modell S.R.N.1 ist -wie schon kurz gemeldet- von der Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft in Auftrag gegeben worden. Der Prototyp soll über einen 450-PS-Motor verfügen, neun Meter lang und sieben breit sein. In der Kanzel werden zwei Mann Platzen haben. Das Modell, das im Juni über Südengland die ersten Probeflüge unternehmen soll, ist in erster Linie als Vorstufe für eine "fliegende Kanalfähre" gedacht. Wenn die Maschine sich bewährt, sollen größere Transportmaschinen desselben Typs gebaut werden. Da sie auf dem Land direkt im Werk beladen und am Zielort entladen werden können, ist mit einer erheblichen Verringerung der Transportkosten zu rechnen.

Für das amerikanische Projekt zeichnet das Verteidigungsministerium verantwortlich. In einer geheimen Sitzung haben Sachverständige der amerikanischen Land- und Luftstreitkräfte dem Weltraumausschuß des Repräsentantenhauses kürzlich über die "Fliegenden Untertassen" berichtet. Wie später bekannt wurde, sind die Schwebefahrzeuge nicht zum Einsatz im Weltraum gedacht. Ein Sachverständiger des Pentagon, der an dem Projekt mitarbeitete, sagte nach der Sitzung gegenüber United Press International: "Ich habe in all den Jahren, die ich in der Luftfahrt bin, nichts ähnliches gesehen." Die Öffentlichkeit werde überrascht sein, wenn die ersten "Untertassen" starteten. Das Verteidigungsministerium, das bisher fast zehn Millionen Dollar für die Entwikclung eines Prototyps an die Avro Aircraft of Canada Ltd. gezahlt hat, sieht in den "Untertassen" eine "Kavallerie der Luft": Dicht über der Erde fliegend, sollen die wendigen Maschinen, die auf Mooren, in Eiswüsten, auf dem Wasser und in Bergtälern landen können, die feindliche Radarortung "untertauchen". Von besonderem Interesse ist ferner ihr Einsatz als U-Bootjäger, da die Ortung feindlicher U-Boote im Kriegsfall für die amerikanische Verteidigung noch immer eines der größten Probleme darstellt.

+ Wie wir heute wissen, waren die hochfliegenden (im wahrsten Sinne des Wortes) Pläne mit dem Hovercraft (Schwebemaschine) in diesem Sinne pure Science fiction gewesen, da sowohl der britische Original-Hovercraft wie auch das kanadisch-amerikanische AVRO-Car-Unternehmen tatsächlich nie richtig vom Boden "abhoben" und im fliegerischen Sinne schon gar nicht "fliegen" konnten. Auch was die Manövrierfähigkeit der neuen "Kavallerie der Luft" anging, war und ist nach wie vor der Hubschrauber weitaus überlegener. Die Ergebnisse der mehr oder minder einsatzfähigen Endprodukte hinkten den Erwartungen weit hinterher.

"Nach dem sechsten Glas" hieß eine Glosse von Dr.Eckard Hachfeld in der ´Neuen Rheinzeitung´ vom 30.Mai 1959: Prosit, Freunde! Wenn wir je Grund gehabt haben für einen Freudenrausch, dann heute! Wir sind noch einmal davongekommen. Hoch die Tassen, oder besser: Hoch die Untertassen! Es lebe der Forscher George Adamski aus den USA, der uns so tröstliche Kunde aus dem Weltraum gebracht hat. Wer hat da eben etwas von Schwindler gesagt? Sie sind wohl kein Kommunist, was? An george Adamski zweifeln, das heißt am Verstand der Königlich-Niederländischen Krone zweifeln! Jawohl, Juliana und Prinz Bernhard haben den Herrn in Audienz empfangen. Anderthalb Stunden plauderte Mister Adamski vor den Hoheiten über seine Begegnungen mit den Bewohnern der Venus. Der Chef der holländischen Luftwaffe, der Präsident der Gesellschaft für Luftfahrt und namhafte Professoren hingen an seinen Lippen. Und 1.200 auserwählte Zuhörer. Und das soll Schwindel sein? Pfui! Wie die Venusier gerade auf Herrn Adamski als irdischen Verbindungsmann gekommen sind, wird ebenso schleierhaft bleiben wie die Frage, warum Adenauer auf Herrn Etzel als Bundeskanzler verfallen ist. Vielleicht hängt es mit dem Gleichklang der Seelen zusammen. Jedenfalls pflegen sie regelmäßig ihre Untertassen hinter seinem Bungalow zu parken und sich von Erdenbürger Adamski über den Ost-West-Konflikt unterrichten zu lassen. Hoffen wir, dass er trotz des östlichen Namens westlich orientiert ist; der Empfang im holländischen Königshaus beruhigt einigermaßen in dieser Hinsicht.

Verdächtiger ist es schon, dass die Venusier nach Angaben ihres amerikanischen Herbergsvaters inzwischen auch Verbindungen mit den wichtigsten Regierungen auf der Erde aufgenommen haben [dieses die Story interessanter machende Spiel-Element taucht in den späten 80er und 90er Jahren wieder auf, als ebenfalls eine neue Generation von UFO-Abenteurern und-Mystikern den neuen Archetypus der kleinen Grauen einführte und ihnen zuschob, dass diese ebenfalls heimlich in Kontakt mit einigen Regierungen ständen]. Der SPD sei dringend eine Kleine Anfrage im Bundestag empfohlen, warum a) Herr von Eckhardt diesen Staatsbesuch verheimlicht hat, oder warum b) die Bundesrepublik auf der Venus nicht als wichtige Regierung angesehen wird. Da keine westliche Regierung den Empfang venusischer Delegationen gemeldet hat, besteht allerdings der Verdacht, dass die Herren bisher nur in Ländern der Pressezensur gelandet sind. Da dürften die Weltraumler aber von Herrn Adamski fehlgeleitet sein. Wie er sagt, besteht das Leben auf der Venus nur aus Gottesdienst. Auf rhöndorfisch übersetzt heißt das doch wohl, dass es da nichts gibt, wo die Kirche nicht mitredet. Der ideale Bündnispartner für Bonn; wie sollen die Venusier mit solcher Klerikaldemokratie im Ostblock landen?! Ich verstehe, Freunde, dass Ihnen dies alles unglaubhaft erscheint. Aber Herr Adamski hat ja Beweise? Konkrete Tatsachen! So weiß er genau, dass ein besuch der Venusflieger gewöhnlich zwölf Stunden dauert. Das ist doch was Handfestes! Die Reise von der Erde zur Venus, die er mehrmals mitgemacht hat, dauert -Wunder des Kosmos!- ebenfalls runde zwölf Stunden. Wahrscheinlich braucht man auch zwölf Gläschen, um das zu glauben, meinen Sie jetzt! Dabei hat Adamski Reiseandenken von unserem befreundeten Planeten mitgebracht. Wer will, kann sie betrachten - nein, leider nicht in Holland. Er hat, welch dummer Zufall, vergessen, sie mitzubringen. Tut ja auch nichts zur Sache. Es sind schon Behauptungen mit weniger Beweisen aufgestellt - und geglaubt worden. Vielleicht mußte Mister Adamski kommen und die Existenz der Venusregierung klarmachen, wie Herr Gromyko dem Bundeskanzler erst die Realität der Pankower Regierung beweisen mußte...?

"Studentendemonstration im Züricher Kongreßhaus" meldete am 31.Mai 1959 die ´Tat´: Wer sich am Freitagabend im vollen Kongreßhaus über Herrn Adamski und seine Untertassenbericht mit allen Vorbehalten eine persönliche Meinung bilden wollte, kam leider nicht auf seine Rechnung. Was der Besucher jedoch an diesem Abend erlebte, war für Zürich einmalig und spottet jeder Beschreibung. Warum? Eine größere Anzahl Studenten hatten sich, in Gruppen verteilt, in den Saal gesetzt, im Willen, die Versammlung zu stören. Dies gelang gründlich. Es begann mit einem Klatschkonzert, mit Trampeln der Füße, mit Zurufen, Würfen von unzähligen Biertellern, Papierflugzeugen und Ballons unter die Zuhörer. Mitten im Vortrag wurde die Studentenhymne angestimmt. Den Gipfel der Frechheit leistete sich eine Gruppe, die Frösche und Scvhwärmer zur Explosion brachte und dies sogar während des Films im verdunkelten Saal. dass in diesem Moment die Polizei nicht gründlich eingriff und die Schuldigen festnahm, war unerklärlich. Eine beginnende Schlägerei konnte im keime erstickt werden. Die Reaktion auf die inständigen Ermahnungen aus dem Publikum und des Vertreters der Polizei, der das vermißte aktive Eingreifen seiner Truppe mit der Rücksichtnahme auf die anwesenden Damen und den schlechten Eindruck auf das Ausland begründete, war Gejohle und hämisches Lachen. Der Kommentar von herrn Adamski über die Intelligenz und die Kinderstube unserer akademischen Jugend war notwendig, und jeder glaubte, als er sagte, dass ihm solches bisher auf seiner Welttournee noch nicht widerlaufen sei und ihm Stoff für sein neues Buch liefere. Vorzeitig mußte die Versammlung aufgelöst werden, und die jungen "Langhaarigen" bekamen keine schmeichelhaften Worte zu hören. Noch eine Stunde später fanden vor dem Kongreßhaus heftige Diskussionen statt.

"Adamski mit Stinkbomben" beworfen meldete aus Zürich UPI und ´Der Tagesspiegel´ schrieb am 31.Mai 1959: Ein Vortrag des "kosmischen" Experten George Adamski in Zürich wurde von der Polizei abgebrochen, als einige Zuhörer begannen, den Redner mit faulem Obst und Stinkbomben zu bewerfen. Es kam zu einem Tumult, als ein Zuhörer gegen Adamskis Behauptung, Kontakt zu Lebewesen auf anderen Planeten hergestellt zu haben, protestierte und ein Saalordner ihn entfernen wollte. Dem Protest schlossen sich andere Zuhörer an, die plötzlich faules Obst und Stinkbomben hervorzogen. Andere warfen Feuerwerkskörper. Adamski rief schließlich die Polizei zur Hilfe.

+ Weitaus weniger dramatisch war da ein UFO-Vortrag am 7.August 1981 in der Wiener Volkshochschule V, angekündigt mit "einzigartige, sensationelle Beweise und von der NASA geprüfte, für echt befundene Fotos von UFOs". Der mehr als überfüllte Vortragssaal erwartete niemand anderen als den Schweizer Eduard "Billy" Meier zum Dia-Abend. Doch Billy konnte nicht kommen und hatte so seinen Vertrauten König und seine Vertraute Bernadette Brand nach Wien geschickt. Wie Horst Paul von INTERKOSMOS in der Vereinsschrift Neuer Kosmos Nr.9 berichtete, erwies sich König als unfreiwilliger Slap-Stick-Situationskomiker ohne Redeerfahrung vor Publikum. Schnell fühlte sich auch das Publikum genarrt und nach fünbfzehn Minuten gab es chaotische, tumultartige Szenen im Saal. Dies konnte sich auch bis zum Ende des Dia-Vortrags nicht mehr legen. "Freiheit", "Skandal" und "Idiotie" hieß es immer wieder, wobei nur jene Phrasen Verwendung fanden, die druckreif schienen. Auch Frau Brand konnte mit ihrer gutmütigen Art die Situation nicht mehr retten oder die Gemüter gar besänftigen. Außer das in diesem Fall keine Stinkbomben flogen und die Polizei gerufen wurde, weist dies doch nach, dass das Publikum irgendwann schon merkt, wenn man es zu sehr an der Nasa herumführt.

"USA: UFOs ´unter der Lupe´ - Experten untersuchten 8128 Meldungen/Keine Beweise", so eine amerikanische Meldung aus Washington, die u.a. der österr. ´Kurier´ am 8.Mai 1964 verwendete: "Gründlich zerstört hat die US-Luftwaffe den Mythos von der Existenz ´Fliegender Untertassen´. Nach einem Bericht aus Washington hat sie in den vergangenen 16 Jahren mehr als 8128 Augenzeugenberichte überprüft, ohne auch nur in einem einzigen Fall Beweise zu entdecken, daß es sich bei den angeblich gesichteten unbekannten Flugobjekten um Sendboten aus dem interplanetarischen Raum handeln könnte. Andererseits gibt die Untersuchungskommission der US-Luftwaffe zu, daß bei 7,7 Prozent der Fälle nicht möglich war, den Sachverhalt zu klären. Und das war die Situation im vergangenen Jahr: Insgesamt wurden 382 Untertassen-Berichte überprüft. In 267 Fällen konnten dann jedoch einwandfrei ein Irrtum erwiesen werden. meist fand man für die Erscheinungen eine natürliche Erklärung. Lediglich in 15 Fällen war es nicht möglich, die Flugobjekte zu identifizieren. Die letzten UFO-Berichte -die US-Luftwaffe bemüht sich derzeit noch um Klärung- kamen aus Socorro im US-Bundesstaat New Mexico. Dort will der 35jährige Flando Galiegos auf freiem Feld in nur 60 Meter Entfernung ein länglich geformtes Objekt gesehen haben. ´Es war so lang wie ein Telegraphenmast´, behauptete er, und hatte einen Umfang von rund fünf Meter. Laut Bericht soll sich das Flugobjekt geräuschlos, aber ´in Flammenstrahlen gehüllt´ vom Boden abgehoben haben und dann schnell verschwunden sein. Eine Kommission von Militärexperten, die knapp danach am Schauplatz eintraf, stellte keilförmige Eindrücke in der Erde fest, die von einem Landegestellt herrühren könnten. Der Boden war eindeutig verbrannt und schwelte noch."

Völlig verblüfft bleibt das Publikum ob solcher Darstellungen zurück, gerade auch weil der Socorro-Fall hier völlig falsch dargestellt wurde. Weder stimmte der Zeugenname, der Mann hieß in Wirklichkeit Lonnie Zamora und war Polizeibeamter, noch stimmte die Objektdarstellung, noch stimmten die Angaben zu den Spuren: Die Eindrücke waren schaufelförmig und der Boden war nicht verbrannt, sondern ein paar Büsche hatten während der Beobachtung leicht Feuer gefangen, also schwelte auch nichts mehr am Boden, als die Air Force-Crew ankam. Dieses Muster der abenteuerlichen Aufpeppung werden wir im Zuge der Zeit immer wieder antreffen. Dies ist insofern bemerkenswert, weil dadurch natürlich ein dramatisiertes Bild in der Öffentlichkeit entsteht.

In der BILD-am-Sonntag vom 5.Mai 1974 wurde die Leserfrage "Glauben Sie an UFOs, Herr Däniken?" von dem Erfolgsschriftsteller, der ein paar Jahre vorher mit "Erinnerungen an die Zukunft" neue Spekulativ-Impulse setzte, selbst beantwortet: Im NASA-Zentrum Huntsville nahm er den Bericht von der Entdeckung unbekannter Flugobjekte auf Tonband auf. Damals war er auf einer Vortragsreise in den Vereinigten Staaten gewesen, um sein präastronautische Götter-Theorie zu vermarkten. So hatte er auch im Space-Center der NASA gesprochen - vor einem bis auf den letzten Platz gefüllten Auditorium, wohlgemerkt. Alle NASA-Größen waren erschienen, sodaß er mit seinen neuen Freund Josef Blumrich voller Stolz in dessem Heim sich einige Whiskys hinter die Binde kippte. Im TV gab es gerade eine Talkshow, in der es um UFOs ging. Dr.Sagan vertrat das Contra, Dr.Hynek das Pro. Und der Pilot eines amerikanischen Armeehelikopters schilderte sein UFO-Erlebnis (Fall Coyne). Dessen Schilderung nahm EvD in der privaten Wohnung von Blum via Tonband vom Fernsehgerät her auf. Und nicht wie in der Unterschlagzeile zu vermuten, direkt im NASA-Zentrum selbst während einer Funkübertragung einer laufenden Mission aus dem Weltraum. Dies ist schon qualitativ ein Unterschied. Genauso wenn Hesemann berichtet, in der UNO UFO-Vorträge gehalten zu haben. Auch hier hat Hesemann nicht vor der UNO-Hauptversammlung oder so gesprochen, sondern in einem Raum im UNO-Gebäude vor einem interessierten kleinen Kreis von auch-UNO-Mitarbeitern, die sich auch für UFOs privat interessieren. EvD, der sich heute immer wieder als "nicht-UFO-Mann" ausgibt, aber laufend herzlich gerne vor die TV-Kameras wegen UFOs tritt und auch in der Presse gerne als UFO-Experte zitiert wird, verzerrt und verstümmelt den Coyne-Zwischenfall in seinen originalen Details bei der BamS völlig und datiert ihn sogar falsch auf 1972, obwohl er 1973 passierte.

Zudem darf man nicht vergessen, daß die junge Generation damals unter dem historisch-prägenden Eindruck der amerikanischen, bemannten Mondlandungen stand und damit soetwas wie einen ´Kultur-Schock´ damit erfuhr. Man vergegenwärtige sich: Dem seit zehntausenden von Jahren auf Erden verwurzelten Homo sapiens war es ierstmals gelungen die irdische Schwere zu überbrücken und auf einem anderen Himmelskörper zu gelangen. Dies sollte man nicht zu gering schätzen, wenn man sich mit der Psychologie des Menschen auseinandersetzt, um verstehen zu lernen, wieso die UFO-Idee zu einem ganz bestimmten historischen Zeitpunkt besonders gut greifen konnte und ihren Weg für die UFOlogie von heute beschritt und freimachte.

"Roter Feuerball über Leopoldshöhe - Nächtliche Entdeckung eines Gastwirts" meldete am 10.Mai 1979 die ´Neue Westfälische Zeitung´: Günter Steinborn glaubte seinen Augen nicht zu trauen. Am frühen Morgen des gestrigen Mittwochs erblickte der Gastwirt aus Leopoldshöhe einen sonnengroßen roten Feuerball, der langsam wie ein Fesselballon gen Bielefeld-Brackwede schwebte. das jedenfalls berichtete er in einem Gespräch mit der NW-Lokalredaktion. Ein meteorit, ein UFO oder gar daas Weltraumlabor ´Skylab´? Bis gegen drei Uhr hatte Steinborn mit zwei Freunden in seiner Gaststätte Teppichboden verlegt, als plötzlich Steine an die Wirtshausfenster flogen und, in der Luft ein lautes Brummen wie von einem Flugzueg lag. Gleich darauf sei seine Frau in den Raum gestürzt gekommen und habe berufen, "Da ist ein Feuerball am Himmel". Sofort stürzten sie nach draußen. Günter Steinborn: "Wir glaubten zuerst, wir träumten, aber wir haben den Ball alle gesehen." Gegen 3:45 h rief Günter Steinborn bei der Telefonzentrale der NW an. gegen 3:50 h ging ein Anruf aus Bad Salzuflen und gegen 4 h aus Bielefeld-Sieker ein. Bei der Einsatzleitstelle der Polizei war allerdings von solch mysteriösen Erscheinungen am nächtlichen Firmament nichts bekannt. Da ist sich Polizei-Hauptmeister Adolf Meyer, der in der betreffenden Nacht mit zwei weiteren Kollegen Dienst hatte, völlig sicher: "Wenn ein solcher Anruf bei uns eingegangen wäre, hätte das sofort die Runde gemacht." Professor Heinz Kaminsky, Direktor der Sternwarte in Bochum, tippt auf einen großen Meteoriten, der vom Himmel gefallen sein könnte. Nach den Schilderungen sei dies das Wahrscheinlichste. Der Professor hat jedoch arge Bedenken, was die rätselhafte Erscheinung angeht: "Normalerweise gehen bei uns nach solchen Vorkommnissen gleich 20 bis 30 Anrufe ein. In diesem Fall war nur einer." Der von Günter Steinborn, Gastwirt aus Leopoldshöhe. Oder waren noch mehr NW-Leser Zeuge dieses nächtlichen Schauspiels?

"CIA zur Herausgabe von UFO-Geheimakten gezwungen/Fan-Gruppe ´Untertassen-Bodenwache´ will weiteres Material/US-Luftwaffe war relativ hilflos" hieß es bei Reuter aus Washington und am 14.Mai 1979 schrieb so die ´Frankfurter Rundschau´: In den USA geht wieder einmal das UFO-Fieber um. Schuld daran ist eine hartnäckige Gruppe von UFO-Gläubigen, die den Auslandsgeheimdienst CIA zur Herausgabe von bisher geheimen Akten über unbekannte fliegende Objekte (kurz: UFOs) zwangen. Aus den Papieren geht hervor, daß Ende 1975 mehrere Luftstützpunkte und Atomwaffensilos "Besuch" von Flugobjekten bekamen, die sich allen Identifizierungs- und Verfolgungsversuchen entzogen. Obwohl die UFOs Düsenflugzeuge mehrfach glatt abhängten, werden sie den Akten zufolge - wohl nach der Devise: Was nicht kann sein, das nicht sein darf - von der CIA als "Hubschrauber" geführt. Die UFO-Gruppe - sie heißt "Ground Saucer Watch" (etwa: Untertassen-Bodenwache) und hat ihren Sitz im Bundesstaat Arizona - ist trotz ihres Anfangserfolges beim Einklagen von CIA-Akten überzeugt, daß der Geheimdienst nur einen Teil seiner Unterlagen über mögliche Besucher aus dem Weltraum herausgegeben hat und will deshalb erneut vor Gericht ziehen. Daß die CIA nicht mit offenen Karten spielt, könnte sich bewahrheiten: Das Verteidigungsministerium (Pentagon) in Washington - ansonsten allzu neugierigen Besuchern von streng geheimen Anlagen gegenüber gar nicht gleichgültig - gab sich entgegen allen Erfahrungen nach außen hin in auffälligem Maße unbesorgt. "Wir behandeln diese Vorfälle genauso, als ob wir es mit einem betrunkenen Autofahrer zu tun hätten, der in die Tore eines Stützpunktes gekracht ist", sagte ein Sprecher des Pentagon. Er fügte hinzu, die Luftwaffe gehe davon aus, daß es sich bei den unbekannten Flugkörpern um "Hubschrauber" ungeklärter Herkunft gehandelt habe. Gegen die Helikopter-These spricht allerdings einiges:

Laut den CIA-Akten entdeckte die Wachmannschaft des Luftwaffenstützpunktes Wurtshmith im Staate Michigan in der Nacht vom 30.auf den 31.Oktober 1975 einen "unbekannten Hubschrauber", der über den Waffenbunkern schwebte. Ein im Anflug befindliches Tankflugzeug vom Typ KC-135 wurde angewiesen, den Eindringling zu stellen. Der "Hubschrauber" erwies sich aber als unerwartet schnell: beim Herannahen der Maschine verschwand er blitzschnell vom Schirm des Bordradars der KC-135. Wenig später hatten die Soldaten des Stützpunktes Malmstrom in Montana ihre unheimliche Begegnung der dritten Art: Ein "großes Flugzeug" schwebte drei bis fünf Meter über dem Raketensilo. Es klang den Angaben zufolge wie ein Hubschrauber, Zwei nahegelegene Silos berichteten, in der gleichen Nacht Lichter über den Verteidigungsanlagen gesehen, aber keine Geräusche gehört zu haben. Gleich mehrere UFOs statteten dem Luftwaffenstützpunkt Loring in Maine einen Besuch ab. Die Objekte waren auf den Radarschirmen und mit bloßem Auge zu sehen. Eine weitere KC-135 nahm die Verfolgung auf, wurde von den UFOs aber ebenfalls abgehängt. Da die unbekannten Objekte in Richtung Kanada verschwanden, wurden dort Abfangjäger in Alarmbereitschaft versetzt. Die eigenartigen Flugobjekte wurden aber nicht mehr gesichtet.

Daß das Verteidigungsministerium durchaus an dem Phänomen interessiert war, geht deutlich aus den CIA-Akten hervor: So forderte das Pentagon 1976 Einzelheiten über einen Bericht aus Iran an, wonach zwei Jagdbomber vom Typ F-4 "Phantom" zur Überprüfung eines helleuchtenden Objektes von der Größe eines Verkehrsflugzeugs bei Teheran entsandt wurden. Als die Maschinen sich dem unbekannten Flugkörper näherten, stellten die Piloten Störungen der elektrischen Systeme fest. Als einer der Jagdbomber auf ein kleines Objekt schießen wollte, das sich von dem größeren gelöst hatte, versagte die gesamte Waffentechnik. Zur Entschuldigung der unliebsamen Besuche und der relativen Hilflosigkeit der Luftwaffe führte ein US-Sprecher an, die Sicherheitsvorkehrungen seien in einigen der älteren Stützpunkte in den letzten Jahren gelockert worden. Deshalb sei es vielleicht möglich, ein Flugzeug zu mieten und die Silos in Augenschein zu nehmen, ohne daß Abfangjäger herbeibeordert würden. Für die Geschwindigkeit der "Hubschrauber" hatte auch er keine Erklärung. Nach ihrem Anfangserfolg will "Ground Saucer Watch" die CIA zur Herausgabe allen Materials über UFO-Sichtungen veranlassen. Ein Gericht machte es dem Geheimdienst zur Auflage, Einsicht in alle UFO-Unterlagen der letzten 30 Jahre zu geben. Das, so glaubt die Gruppe, hat die CIA nicht getan. Vor Gericht wollen die UFO-Fans jetzt die ganze Wahrheit über die Besucher aus dem Weltall einklagen.

"UFO über Höster - ein Jux" meldete am 29.Mai 1984 BILD: Ein Witzbold hielt die Bewohner von Höxter, Lüchtringen und Holzminden zum Narren: Er ließ einen dicken Ballon mit einer Aluminiumschale, in der ein Feuer zündelte, in die Luft gehen. Vier Bürger glaubten an ein brennendes UFO, alarmierten die Kripo.

"Falscher UFO-Alarm: Ballon war explodiert" berichtete am 30.Mai 1984 die ´Abendpost´: UFO-Alarm bei der Polizei in Bad Homburg. Zahlreiche Anrufer meldeten bereits am Samstagabend, sie hätten über der Saalburg einen Flugapparat explodieren und abstürzen sehen. "Routinemäßig", so ein Polizeisprecher, liefen Anfragen bei der Flugsicherung und der Luft-Suchzentrale im fernen Friesland an. Science-Fiction-Freunde glaubten schon an eine erfolgte Landung Außerirdischer, zumal man trotz tagelanger intensiver Suche keine Spur des Fluggerätes fand. Am Dienstag endlich löste sich das Rätsel. Ein Anrufer meldete, er sei wohl als Verursacher des "UFO-Fiebers" zu betrachten. Bei einem Strassenfest in Bad Homburg habe er einen Heißluftballon (Durchmesser 1,80 Meter) gestartet. Das Fluggerät aus Papier sei durch widrige Winde zur Saalburg getrieben worden und dort verbrannt...

"Harte Zeiten für die grünen Männchen/UFO-Sichtungsermittler Horn nimmt unbekannten Flugobjekten den falschen Mythos" meldete das ´Darmstädter Echo´ vom 3.Mai 1989: Unbekannte Flugobjekte behalten nur selten den Mythos Fliegender Untertassen. Zu 99 Prozent lassen sie sich wissenschaftlich oder technisch identifizieren. Zu dieser Aufklärungsquote tragen UFO-Sichtungsermittler bei, die seltsame Erscheinungen im Luftraum rational und mit bekannten Ursachen zu erklären suchen. Im Odenwald hat sich dieser Aufgabe der 26 Jahre alte Roland Horn verschrieben, der von der Erbacher Pfarrgasse 7 aus den grünen Männchen den Garaus macht. Er ist sicher, daß auch das noch verbleibende eine Prozent nich definierbarer Vorkommnisse keineswegs auf Außerirdische zurückgeht. Die Dunkelziffer am Nachthimmel führt Roland Horn vielmehr auf ungenaue oder falsche Schilderungen zurück. Normalerweise aber platzt die vermeintliche Beobachtung eines Besuchs vom fremden Stern bei näherer Analyse wie eine Seifenblase, zumindest aber wie ein Heißluftballon. Solche aufgelasenen Kunststoffhüllen, die gerne als Partygag verwendet werden, lösen die häufigsten UFO-Alarme aus. Für ein mysteriöses Flugobjekt wird aber auch oft die gute alte Venus gehalten, deren Leichtkraft viele verblüfft. Unbekannte Flugobjekte erweisen sich aber auch als Satelliten, Raketenteile oder Meteoriten, im ordinärsten Fall als Hubschrauber oder Flugzeug. Für den Erbacher UFO-Sichter gilt es, über Südhessen oder den angrenzenden Regionen ausgemachte Himmelserscheinungen in eine der genannten Kategorien einzuordnen. Dafür bedient er sich eines Fragebogens, der das Geschehene in ein bestimmtes Raster bringt, das Rückschlüsse auf eventuelle Ursache erlaubt. Die Grundlage für das Hobby bieten dem Krankenpfleger seine astronomischen Kenntnisse.

Weiter geknüpft wird das Netz, in dem sich scheinbare Gäste aus dem Weltall verfangen, durch den Erfahrungsaustausch unter den Sichtungsermittlern: Horn gehört sowohl der Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens in Lüdenscheid als auch dem Zentralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene in Mannheim an. Besonders rege Kommunikation ermöglichen die jährlichen Tagungen der Gesellschaft. In diesem Herbst soll die Zusammenkunft für 1989 in Erbach stattfinden. Dem Austausch von Beobachtungen und Erkenntnissen dient zudem die Verteilung von Fachzeitschriften. Zur Erklärung unbekannter Flugobjekte gehört schließlich die eigene Recherche bei Polizei, Sternwarten, Flugplätzen und anderen Stellen. Bisher allerdings blieben all diese Ermitttlungsformen für Horn mehr oder minder Trockenschwimmübungen: Aus dem Odenwald ist ihm nicht eine außergewöhnliche Himmelserscheinung bekannt geworden. Er fordert deshalb die Bevölkerung auf, sich bei solchen Beobachtungen nicht mit der Ungewißheit zufriedenzugeben, sondern ihn unter der Telefonnummer 06062/61853 anzurufen.

Externe Links

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