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14.01.2009


    
Kleine Fortsetzung von ...

´Blueice´ fällt vom Tuttlinger Himmel - Toller Bolide verzeichnet!

...

Neun rubinrote Lichter wurden vom Boden aus gesichtet, darunter befanden sich die Kontroll-Turmleute der Federal Aviation Administration (FAA, Bundesluftfahrtbehörde) von Boeing-Field. Sie alle sahen die UFOs am Himmel, wie sie hin und her zogen. Nach etwa einer halben Stunden verschwanden sie genauso mysteriös wie sie aufgetaucht waren. Trotz der vielen visuellen Sichtungen konnte die Formation nicht auf dem FAA-Radar aufgezeichnet werden. Der Privatflieger befand sich gerade im Anflug auf die Stadt als er direkt vor sich die neun glühenden Objekte ausmachte. Um einer Kollision zu entgehen, drehte der Mann scharf bei und so wirkte es so, als würden auch die Objekte beidrehen. Der Flieger nahm zunächst an, dass diese Formation eine Reihe von Militärflugzeugen sei, aber von der FAA erfuhr er, das keine militärische Flüge in der Region derzeit stattfanden. Der Pilot sah glühende Objekte von den UFOs nach unten zischen, was ihm den Eindruck vermittelte, als würden ´Raketen´ zum Boden geschossen! Der Privatflieger drehte dann bei und kam unterhalb der Objekte in dieser klaren Mondschein-Nacht. Während dieser Phase strahlte er mit seinem Scheinwerfer einmal ein paar Objekte an, aber dabei zogen sich diese vermeintlich sofort zurück. Nach der Landung stellte der Mann fest, dass zwei Cockpit-Instrumente nun befremdlich reagierten. Der Gyrokompass zeigte einen Abweichungsfehler von 170° und die Uhr war um 22:35 h stehengeblieben. Ein typischer Vorgang von elektromagnetischen Wirkungen und Wechselwirkung, wie es von den UFO-Freunden des Phantastischen als typische UFO-Ausstrahlung so gerne vorgebracht wird? Der Pilot nahm deshalb an, dass die UFOs solide Maschinen waren: "Ich würde es nicht glauben, aber ich sah sie ja selbst." Wie auch immer, vier Monate früher, am 25.März 1968, gab es einen kleinen UFO-Flap in Metuchen, New Jersey, wo es um die 25 Beobachtungsberichte gab - darunter von 4 Polizisten und einem Geistlichen. Der geistliche hatte zuerst ein kurioses, glühendes UFO herabsteigen sehen und die Polizei alarmiert, die zwei Streifenwagen vorbeischickte. Der Geistliche hatte das UFO wie einen orange-roten Ballon bschrieben, der innen zu brenen schien. Als die Beamten erschienen tauchte das Objekt wieder auf und einer der Beamten richtete einen Scheinwerfer darauf während es gleichzeitig rasch aufstieg. Es war eine Art orangener Ball, der schnell aufstieg und davonzog. Als es höher stieg, tauchten zwei Flugzeuge in dem Gebiet auf, aber da flackerte das Ding noch zweimal und verlosch.

Zwei Jahre früher, Ende März 1966, berichteten Hunderte von Menschen im San Gabriel Valley des südlichen Kalifornien von Sichtungen orange-rot-glühender UFOs während einiger Nächte. Manchen Darstellungen nach seien die glühenden Objekte "mit einer fantastischen Geschwindigkeit dahingezogen". Ein paar Leute schilderten sogar einen wimmernden Ton gehört zu haben, als die Objekte vorbeizogen während die meisten Zeugen aber die absolute Geräuschlosigkeit betonten. Einige der Beobachter wollen so nahe an die Objekte herangekommen sein, das sie sogar soetwas wie Parfüm in der Luft rochen! Im September 1967 wurden ähnliche Glüh-UFOs am Nachthimmel von Sharon, Pennsylvania, gesehen. Dreißig Minuten nach ihrem Erscheinen und Verschwinden gab es sogar einen Stromausfall an Ort. Auch hier waren alle Zeugen, ehrliche und intelligente Menschen. Dennoch, alle genannten Fälle hatten eines gemeinsam:

Die gesichteten unidentifizierten fliegenden Objekte waren kleine Heißluftballone aus großen Plastik-Säcken, die von Spaßvögeln aufgelassen worden waren. Die stellte sich in all den genannten Zwischenfällen unzweifelhaft heraus. Bereits die ersten fliegenden geräte der Menschheit waren künstliche Objekte, Ballone mit einer offenen Flamme, die sie nach einem uralten physikalischen Prinzip in die Lüfte schweben ließ. Seither wurde es in moderner Ausführung immer wieder von Jugendlichen angewendet, die ihr physikalisches Wissen testeten. Hunderte von UFOs gehen allein in den USA darauf zurück.

Am Tag nach der Titelschlagzeile des ´Seattle Post-Intelligencer´ brachte dieser eine weitere kleine Meldung auf S.12, um das Geschehen aufzuklären. Ein paar Teenager hatten Plastiksäcke aus der Reinigung mit Kerzen ausgerüstet und aufsteigen lassen, wobei der UFO-Effekt zustandekam. Zusätzlich hatten sie Signalfackeln herabhängen lassen, wodurch der Eindruck noch mehr verstärkt wurde. Diese fielen dann herab und riefen den Eindruck hervor, als würden flammende Raketen nachflammend zu Boden fallen. Tatsächlich, inzwischen fand man die Überreste der Ballons und die Polizei von Seattle staunte nicht schlecht. Ähnlich verlief es auch bei den anderen Vorfällen. Die den UFOs zugesprochenen Effekte haben nichts mit ihnen zu tun und traten unabhängig auf.

"30 Bürger sahen UFO" meldete im Januar 1968 die ´Denver Post´ und berichtete, "das eine der am besten bestätigten UFO-Sichtungen der vergangenen Monate aus Castle Rock berichtet wurde" (eine kleine Gemeinde 30 Meilen südlich von Denver). Allein Deputy Sheriff Weimer erhielt 12 Berichte von einem großen, blasenartigen Objekt, welches zwischen 18:10 und 18:24 h über der Stadt schwebte. Morris Flemming von der Douglas County Civil Defense Agency bekam sogar 30 Berichte zu dieser Erscheinung. Jemand berichtet, dass das Gebilde in unterschiedlichen Geschwindigkeiten etwa 200 Meter hoch dahinzog und mindestens 8 Meter im Durchmesser hatte. Dann zog das Objekt "gerade hoch und verschwand während es ein paar Flammen-Bällen zurückließ", wie ein anderer Zeuge berichtete, der das Objekt auf gar fast 20 Meter Größe schätzte. Einer der Zeugen will so nahe an der Erscheinung gewesen sein, dass Flemming sogar daran denkt, ihm einen Bluttest zu unterziehen, um feszustellen, ob "Strahlung oder unbekannte Sachen in seinem Blut sind". Zwei Tage später berichtete die Zeitung aber unter der Schlagzeile "Mutter zweier Schüler identifiziert UFO": Nachdem es in Castle Rock einige Aufregung über die gemeldete UFO-Erscheinung gegeben hatte, meldete sich Frau Dietrich, um zu berichteten, dass das UFO von ihren beiden Söhnen Tom, 14, und Jack, 16, stammte und es nichts weiter als ein transparenter Plastikbeutel für eine Jacke aus der Reinigung war, den die Jungs als Heißluftballon ausbauten und wie in der Schule im Physik-Unterricht gelernt, dann zur genannten Zeit in der Region aufgelassen hatten.

Aus dem Archiv von UFO-Forscher Frank B.Salisbury: "Im Januar 1974 fuhren Virginia Lott und ihre 17-jährige Tochter Virginia ostwärts der Randolph-Straße in Wheaton, Maryland, hinunter. Es war kurz nach Einbruch der Dunkelheit. Auf der rechten Seite sah Virginia jun plötzlich etwas gelb-orangenes, flackerndes, schimmerndes Licht genau über dem Schulhof. Aufgeregt machte sie ihre Mutter auf diese seltsame Erscheinung aufmerksam. Beide waren nach kurzer Zeit überzeugt, daß das Licht an der Spitze ein großes, eiförmiges, schwarzes Objekt besaß. Sie fuhren um das Schulgelände herum und beobachteten das Licht und diesen merkwürdigen Gegenstand von der anderen Seite des Geländes aus. Dieses Objekt und sein Licht bewegten sich mit großer Geschwindigkeit in nordwestliche Richtung. Als ich das erstemal von dieser Erscheinung hörte, glaubte ich, es sei der beste Fall, mit dem ich es je zu tun gehabt hätte. Der Standort des Lichts war positiv, es wurde von allen Seiten beobachtet, während Virginia um den Schulhof herumfuhr. Vor allem schien das schnelle Verschwinden eine alltägliche Erklärung unmöglich zu machen. Der große, schwarze Gegenstand gab dem Ganzen noch eine unheimlich interessante Note. Am nächsten Abend, als ich diesen Schulhof zwecks Untersuchung betrat, traf ich auf eine Gruppe Studenten, die damit beschäftigt waren, Heißluftballons herzustellen.

Die Ballons waren so konstruiert, daß ein Bündel Tortenkerzen unter einem durchsichtigen Polyesterbeutel, den sie von der Reinigungsfiliale nebenan bekommen hatten, aufgehängt wurde. Die Flamme in dem Beutel produzierte dieses flackernde, schimmernde, orangegelbe Licht, wie es Virginia beschrieben hatte. Die Studenten bestätigten, daß sie in der Tat am vergangenen Abend zu der bestimmten Zeit einige dieser Heißluftballons losgehenlassen hatten. Das war also der Fall, der in jeder Beziehung so ausgezeichnet sein sollte. Die Angaben waren sicherlich sehr objektiv. Es scheint als hätten Virginia und Virginia sich diesen schwarzen Gegenstand eingebildet (oder es war ein optischer Effekt). Und es sieht so aus, als sei die scheinbare Geschwindigkeit des Wegfliegens dadurch bedingt, daß Virginia die Distanz, in der sich das Licht bewegte, nicht richtig einschätzen konnte. Das war ein Fall, wo die beobachteten Einzelheiten eine nüchterne Erklärung verhinderten. Meine Untersuchungen jedenfalls lassen nur diesen Schluß zu. Es ist wieder nur eine Zufälligkeit; wie wäre ich je hinter das Geheimnis gekommen, wenn sich die Studenten entschieden hätten, an diesem Abend etwas anderes zu tun?

Aber dieser Fall komplizierte sich noch, da sich Virginia weigerte, meine Erläuterungen zu diesem Fall zu akzeptieren, obwohl sie genau wußte, daß meine Erklärung vom Standpunkt der Fakten her unwiderruflich der Wahrheit entsprachen. Sie war völlig überzeugt, diesen schwarzen Gegenstand ebenso gesehen zu haben wie das Licht. Und jede Logik versagte in diesem Punkt, ihr geistiges Bild zu verändern. Sie war eher geneigt zu glauben, daß ein wirklicher Gegenstand mit diesem Licht erschien, als an die vorhandenen Heißluftballons zu glauben. Möglicherweise nur, um sich selbst einen tollen Bericht zu liefern, auch wenn er nicht geglaubt würde." (Quelle: "UFOs - Die unmögliche Wahrheit? - Wissenschaftler schreiben über UFOs", Herausgeber Matthias Engelhardt, raum&zeit-Verlag, Gehrden, 1984, S.116/117.)

"Flugzeug oder grüne Marsmännchen?" hieß es am 4.Januar 1977 in der ´Rhein-Neckar-Zeitung´: Zu Silvester zeigte sich was Feuriges am Eppelheimer Firmament. Einige Eppelheimer Bürger sahen in der Silvesternacht was Leuchtendes von Horizont zu Horizont fliegen, dessen Zuordnung schwer fällt. Noch zogen kurz nach Mitternacht Raketen ihre feurige Bahn und knatterten die Knallfrösche, als Edmund Wirth vom Boxberg her ein Ding in Richtung Mannheim fliegen sah, das unten halbkugelförmig wie glühendes Metall schimmerte und nach oben sotzzulaufend mit Flammen züngelte. Der Beobachter glaubte die Geschwindigkeit schneller als ein Flugzeug zu erkennen, während es wiederum keineswegs so schnell wie eine Sternschnuppe (und vor allem ohne "Kometen"schweif) dahinzog. Und was das Merkwürdige ist: etwa zehn Minuten später flog ein gleiches Objekt wieder in die derselben Richtung, wobei es auch von Verwandten und anderen Hausmitbewohnern erblickt wurde. Die RNZ-Recherchen erbrachten nichts Handgreifliches: Dr.Möllenhoff von der Landessternwarte konnte für seine "Firma" eine Beobachtung ausschließen und tippte vielleicht doch auf eines der Flugzeuge, die sehr oft nächtens mit vollen Scheinwerfer (nicht nur Positionslichtern!) und stroboskopartigen Beleuchtungseffekten über Heidelberg zögen. Vom amerikanischen Flugplatz Pfaffengrund wurde in der Silvesternacht kein Wetterballon aufgelassen und ein Satellit scheidet wohl aus, da der Himmel zu Silvester bewölkt war. Eine Rückfrage in unserer Mannheimer Redaktion, ob Mannheimer Bürger ähnliches beobachtet hätten, blieb ebenfalls ohne Ergebnis. So bleibt sowohl für die Beobachter aus Eppelheim wie den interessierten Redakteur die resignierende Erkenntnis, dass die Himmelserscheinung ungeklärt bleibt, denn fotografische Dokumente konnten in der kurzen Beobachtungszeit nicht gefertigt werden.

"Waren´s doch die vom anderen Stern?" fragte sich die Zeitung am 5.Januar 1977: Unter der Überschrift "Flugzeug oder grüne Marsmännchen?" berichtete die RNZ in der gestrigen Ausgabe über eine merkwürdige Flugerscheinung über Eppelheim während der Silvesternacht. Ein weiterer Leser meldete sich jetzt, der Ähnliches am 31.Dezember beobachtet hat, allerdings schon um 18 h von Kirchheim aus. Auch er beschreibt das Objekt als rötlich-orangenen Feuerball, der geräuschlos in Richtung Eppelheim flog, dort einige Minuten still stand und dann sich verkleinernd verschwand. Obwohl dieser Leser als ehemaliger Flugzeugführer über besondere Beobachtungsgabe verfügen dürfte, ist ihm die Erscheinung, die auf seinen Hinweis auch von anderen Hausbewohnern gesehen wurde, unerklärlich.

Hierauf versuchte ich Herrn Wirth via Telefonbuch ausfindig zu machen, ich erreichte seine Ehefrau und sie berichtete: "Wir schauten wie die Leute draußen ihr feuerwerk abbrannten und da entdeckte mein Mann vom Balkon aus aus Richtung Leimen kommend dieses Objekt. Er dachte zeurst es wäre ein neuartige Silvesterrakete, aber er wurde stutzig, da das vermeintliche Raketenprojektil relativ lange und ohne Schweif erschien - ein Flugzeug konnte es auch nicht sein, die Wolkendecke stand zu tief, alsdass man sich in dieser Höhe täuschen lassen könnte; unsere Kinder konnten es ebenfalls sehen. So zehn Minuten später wurden wir alle geleichzeitig auf ein gleichartiges Objekt aufmerksam, das aus der selben Richtung kam und dem ersten zu folgen schien. Es war wie ein offener Lampion und hatte einen hell-gelben Kern und einen roten Mantel, wie man sich eine ´Qualle´ von unten betrachtet vorstellen kann, ohne dass das Objekt jedoch pulsierte oder Arme/Fühler zeigte."

Während eines weiteren Telefongesprächs kam zudem heraus, dass das zweite Objekt "etwas langsamer flog und auch von der Nachbarsfamlie Kohler, einem Ehepaar mit zwei Kindern, mitverfolgt werden konnte". Zunächst wandte sich Herr Wirth an die Landessternwarte, aber wegen den dortigen Ferien dann an die Zeitung. Später teilte uns Herr Wirth mittels Fragebogen mit, dass das Innere der Feuerqualle "ähnlich einer flackernden Kerzenflamme" ausschaute. Als Folge nahm ich mit dem verantwortlichen Redakteur Verbindung auf um die Ereignisse in Mannheim-Wallstadt zu schildern, weswegen er am 20.Januar 1977 nach Mannheim kam und uns anhörte, aber auch die Adressen weiterer Zeugen aus dem Heidelberger Raum mitbrachte. Am selben Tag berichtete der ´Mannheimer Morgen´ unter der Schlagzeile "UFOs über Saarbrücken?" von weiteren Erscheinungen, weswegen wir hier langsam ins rotieren kamen. Friseurmeister R.K. hatte also von Wiesenbach aus am 31.Dezember 1976 zwischen 18 und 19 h ebenfalls ein nicht näher zu definierendes, orangen-leuchtendes Gebilde ausgemacht, welches von einer idealen Beobachtungsstelle aus mit wunderbarem Panoramablick gesehen wurde - in vielleicht 1000 Meter Höhe in der Größe eines Pfennigstücks bei ausgestrecktem Arm und ein paar Minuten lang horizontal dahinziehend. In Heidelberg-Pfaffengrund sah Franz Thorbecke (der genannte Flugzeugführer) zusammen mit der ihn besuchenden Familie Apfel kurz vor 18 h ein "pulsierendes, verschwommen erkennbares orangegelbes Licht mir rötlicher Tönung" über den gegenüberliegenden Hausdächern auftauchen, vielleicht 300 Meter hoch. Bei ausgestrecktem Arm mag es groß wie ein 1-Dm-Stück gewesen sein - mit der Distanz schrumpfte der Körper bis auf Sterngröße zusammen. Die Sichtung hatte vielleicht vier Minuten gedauert. Herr Thorbecke betonte, dass das Objekt eindeutig selbstleuchtend war und deswegen sei jeglicher Ballon auszuschließen. Kurz nach Mitternacht sahen die Zeugen wieder eine Erscheinung dieser Art vorbeiziehen, wenn auch nur für 1/2 Minuten, da sie zu sehr vom laufenden Feuerwerksspektakel abgelenkt wurden.

Da standen wir nun, schauten uns dumm an und...wußern auch nicht weiter. Nun zu dem was aus Saarbrücken von dem freien Mitarbeiter des ´MM´, Dr.Adolf Müller vom Saarländischen Rundfunk, berichtet wurde: Der Saarländische Rundfunk saß am Dienstagabend entweder einem Scharlatan auf, oder er stellte einen ausgesprochenen Glückspilz vor. Im Fernseh-Regional-Programm zeigte Gerhard Fischer aus dem Saarbrücker Stadtteil Dudweiler eine Aufnahme eines unbekannten Flugobjektes, die er in der Silvesternacht über seiner Heimatstadt aufgenommen haben will. Das Dia ließ deutlich eine funkensprühende rote Linie erkennen, die - nach Angaben des Fotografen - das gesamte runde Flugobjekt umgab. Fischer war, seinen Angaben zufolge, gerade dabei, das Silvesterfeuerwerk kurz nach Mitternach aufzunehmen, als sich von Süden her, relativ niedrig, ein Objekt näherte, das weder Rakete noch Flugzeug noch Wetterballon sein konnte. Es schwebte fast lautlos über der Stadt, in der Mitte auf kleiner Fläche hell erleuchtet, der Rand von einem roten Flammensaum umgeben. Amateurfotograf Fischer wechselte die Optik und fing mit dem Teleobjektiv tatsächlich ein zweites unbekanntes Objekt ein, das dem ersten im Abstand weniger Minuten folgte. Fischer machte seine Beobachtung in Dudweiler publik und fand in wenigen Tagen eine Reihe von Zeugen im Raum Saarbrücken, die ebenfalls die fliegenden rotrandigen Scheiben gesehen hatten. Aus den Beobachtungen errechnete Vermessungsingenieur Fischer eine Flughöhe der unbekannten Flugobjekte ("UFOs") von etwa 1800 Meter bei einer Wolkendecke von rund 3000 Meter und eine Fluggeschwindigkeit zwischen 180 und 250 Stundenkilometern. Die amerikanische Radarstation der US-Forces Ramstein hatte nach Auskunft der Presestelle in der Silvesternacht nichts Ungewöhnliches bemerkt.

Ich rief Herrn Dr.Müller an und dieser bestätigte mir nochmals alle Angaben und gab mir die Adresse des Hauptzeugen Fischer, den ich sofort anschrieb. Er antwortete alsbald zurück und schickte mir seinen Bericht nebst beigelegten s&w-Fotos. Hiernach hatte die Beobachtung insgesamt sieben Minuten gedauert. Wie er jedoch berichtete hatte sich aufgrund einer Meldung der Studiowelle Saar vom 7.Januar 1977 jemand (Herr Wolf) gemeldet, der ebenso das Phänomen gesehen hatte und als "Heißluftballon" bezeichnete. Über Herrn Fischer kamen wir an weitere Zeugen dieser Erscheinung heran, wonach der Durchgang dieser Erscheinungen ebenso bestätigt worden waren. Das Bildmaterial dagegen war wenig nützlich und überhaupt nicht aussagekäftig, da es sich um mehr oder minder verwackelte Langzeitbelichtungen handelte und außer verzerrten hellen Lichtspuren nichts zu sehen war. Später erhielt ich auch ein paar Farbfotos, die schon besser waren, aber außer einer im Kern gelben Lichtspur mit einem roten Saum auch nicht mehr hergaben. Aus heutiger Sicht ist es kaum mehr verständlich, dass wir bei diesen Fällen nicht weiterkamen und sie als "echte UFO-Berichte" einstuften. Gerade auch in den Fällen rund um Heidelberg und Saarbrücken hätte uns aufgrund des Falls Ansbach ein Licht aufgehen müßen - tat es aber nicht, da wir die reale nächtliche Erscheinungsform eines Miniatur-Party-Gag-Heißluftballons nicht kannten. Es ist eine Sache namentlich etwas zu kennen, wirklich aber deswegen auch sich vorzustellen wie jene Erscheinung am Himmel in all ihrer Pracht und Spannbreite wirken kann wieder eine andere. Und genau dieser Punkt macht es für viele schwierig den Dingen auf den Grund zu gelangen, wie ich aus heutiger Perspektive es erkennen kann. Man kann als Neuling sich einfach nicht vorstellen, wie dieser oder jener UFO-Stimulus tatsächlich unter diesen oder jenen Gegebenheiten ausschaut. Dass die UFOs von Heidelberg und Saarbrücken Miniatur-Heißluftballone waren haben wir alsbald ausfindig machen gekonnt als wir a) diesen Stimulus selbst kennenlernten und b) verstärkt auf diesen Auflöser in UFO-Meldungen stießen. Etc pp - alles wiederholt sich immer wieder, und zwar rund um den Globus in der einen wie anderen Form und zu anderer Zeit.


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