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06.12.2008


    
Heijeijei - Rainer Holbe vom WDR für den ´Kölner Treff´ unnütz ausgegraben

Heute droht der Ufo-Alarm: 100 Himmelslaternen sollen über der Stadt schweben - Eine Sache für die UFO-Phänomen-Erforschung - Klaatu und Jesus: Er kam, sah und starb

Samstag - Nikolaustag, der 6.Dezember 2008. Willkommen mal wieder zur heutigen Lektion in Sachen ´staatsbürgerlicher Bildung´ mit dem Lernziel, mehr über das UFO-Phänomen durch den Blick in den "Werkzeugkasten der Skepsis" zu erfahren.

Was man aber alles erleben/ertragen muss! Zurück zum Freitagabend - im WDR-´Kölner Treff´ war Rainer Holbe als Ex-Ex-Moderator/Spezialist für´s Übersinnliche und ´Phantastische Phänomene´ (die gleichnamige, peinliche Promotion-Reihe als ´Botschaft aus einer anderen Dimension´ lief bei Sat1 von 1992-1993) - siehe http://www.youtube.com/watch?v=Ct3N... - nachhalloweenmäßig ausgebuddelt zu Gast, um sich als ´Journalist´ (und extra ausgewiesen NICHT als ´Experte´ - für mich ist er sowieso nur ein opportunistischer ´Glücksritter´, der sich nur schlechter verkauft als UFO-Uri, weil er es so ganz showmäßig wie jener nicht drauf hat) mit seinen Träumen etwas sinnlos für den Zuschauer vorzustellen. Was dies sollte, dazu noch von einem Ex-Ehemaligen vorgebracht, ist mir nicht - ganz und gar nicht sogar - eingängig. Und als ein ´Journalist´ (einfach auch nur so ein Kniff aus dem Nirgendwo genauso wie die kecke Behauptung aus dem Marketing- und PR-Büro wonach Holbe "ein ausgewiesener Experte rätselhafter Phänomene" sei) war er nie (!) investigativ, gerade auch bei seinen UFO-TV-Sendungen mit populären ´UFO-Gruscht´, unterwegs, naja - was will man von dem schon als Schönfärber erwarten?* Genau - eben, gerade mit seiner spezifischen Historie!!! Was soll das, liebes WDR - welchem WDR-Funktionär fault da gerade der Sack an, und dass die Moderatin der Sendung, Bettina Böttinger, sowieso versagte ist ja auch keine Herausforderung?! Dahinter verbirgt sich selbstverständlich die selbe Art von Denke wie bei Pro7 als man die UFO-Uri-Show selbstgefällig in Gang brachte, um pseudomäßig mit ´Jenseits des Vorstellbaren´ herumzuhampeln! Kurz gesagt: ein totaler Fehlgriff. Dies ist dazu die verborgene Wirklichkeit!

*= So schmeichelte er der ´Branche´ damit: "...Ich glaube an gar nichts, als Journalist darf man man nichts glauben - da muss man wissen und Indizien als Fakten zusammentragen {körpersprachlich sehr interessant anzumerken ist: er beugt sich aber genau in diesem Moment weg!}... man kann soviel glauben, aber {jetzt festschnallen, da dies der Killer für seine früher geförderten und unterstützen UFOlogie-Promoter direkt ist!} NICHT AN FLIEGENDE UNTERTASSEN..." über die er hier sogar lacht! Unglaublich deswegen, weil sich Holbe hier als künstliches Abziehbild zeigt, als ´Gelegenheitstäter´ und einfach nur als Showman offenbarte. Siehe dazu: http://vodpod.com/watch/837471-phan... - http://vodpod.com/watch/837425-phan... - http://vodpod.com/watch/837484-phan... . Unter http://www.radio-journal.de/luxi/54... erfahren wir sogar mehr über Holbe zu seiner Anfängerzeit: "Rainer Holbe ersetze seine Dienstagsendung ´Unglaubliche Geschichten´ durch reale Lebensberatung über Tiere und den Umgang mit ihnen." Heijeijei, welch ein ´Karriere´ frei nach dem Motto: Ich zieh die Kohle mit dem was geht! Soviel also zum Thema verborgene Wirklichkeiten des kurzeitigen Trend-Moderador der Mysterien und Sagenhaften. Schließlich förderte er nur andere Leute wie Johannes von Buttlar, Andreas Schneider, die Fiebag-Brothers, Ernst Senkowski und Elmar Gruber damit. Rätselhaften Phänomenen auf der Spur war er nie, er hat sie nur für sich´ journalistisch´ - so wie es sich das Kommerzfernsehen es sich damals vorstellte - vermarktet. Er erfüllte nur bestimmte Erwartungshaltungen der Rezipienten - was natürlich auch eine Art ´Journalismus´ ist, daher gibt es ja auch Enthüllungsorgane wie die ´Herrenmagazine´. Soweit war dies schon ein besonderer Erfahrungsabschnitt in Sachen ´Wirklichkeit der Medien´ für mich gewesen, siehe dazu auch: http://cenap.alien.de/texte/medien1... .

Nun aber von diesem Dino oder T.Rex (mir ist dabei dieser britische ´T.Rex´ aka Marc Bolan viel, viel lieber: http://www.youtube.com/watch?v=P_Zc... / http://www.youtube.com/watch?v=du7j... - und da kam bei mir damals aber auch sehr gut und viel besser ´Crazy Horses´ - http://www.youtube.com/watch?v=hUo3... - und die scharfe Suzie Q. - http://www.youtube.com/watch?v=lk6k... / http://www.youtube.com/watch?v=7SXW... / http://www.youtube.com/watch?v=ujCB... - an!) der deutschen TV-Unterhaltung mit besonderen ´Fähigkeiten´ sich da und dort verkaufen zu können, zurück in die Aktualitäten, wobei ich mich frage, wo da die ´hot energy´ sein soll, wenn nicht künstlich - wie in der britischen Presse - herbeigekitzelt.

´Fliegende Untertassen´ und ihre ´Aliens´ - die Ikonen des UFO-Phänomens

Ist es nicht seltsam, gestern noch behandelte ich als Anti-UFOlogie-Knecht Ruprecht das Thema der ´Fliegenden Untertassen´ als der UFO-Uni-Bluff - und heute wurde bei YouTube eine Fox-Dokumentation über genau solche UFO-Hoaxes eingestellt, am Beispiel - ausgerechnet - ´Billy´ Meier, dem Schweizer UFO-Käseablieferer sowie der ´Alien-Autopsie´ aus dem Santilli-Streifen, um die ´Insassen´ der kosmisch-komischen Tassen auch gleich mit abzufertigen: http://www.youtube.com/watch?v=D9gz... - http://www.youtube.com/watch?v=PMN_... - http://www.youtube.com/watch?v=dPhA... . Und dieses Video hat uns dazu der Nikolaus gebracht, um für schlichtere Gemüter zu erzählen, wie man ´Fliegende Untertassen´-Fotos und -Filme erstellt: http://www.youtube.com/watch?v=54Tg... . ;-)

Ein US-Klassiker aus der ´Fliegenden Untertassen´-Fotoreihe ist der Fall Rex Heflin aus dem kalifornischen Santa Ana vom 3.August 1965. Dazu wurde jetzt auch bei YouTube ein älterer TV-Beitrag mit einem Heflin-Interview eingestellt: http://www.youtube.com/watch?v=YP5y... !

Am Samstagvormittag lagen zwei UFO-Melde-eMails an:

1) ´UFO???´ schrieb Martin M. um 23:36 h: " Als ich heute Abend den Müll rausbrachte, dachte ich, ich sehe nicht richtig! Ich sah ein Gebilde ähnlich wie ein Kreis mit einem Dreieck darüber, welches hell orange leutete! Erst freute ich mich darüber, fand es dann aber komisch wie kontinuirlich vertikal (von links nach rechts) sich das Objekt bewegte, es leuchtete hell orange ohne an Farbe oder Leuchtkraft zu verlieren, letztendes verlor ich es, als es hinter dem mehrstöckigen Nachbarhaus verschwand! Ich wohne in Eichenau bei München, habe das Objekt ca. 23 Uhr gesichtet! Was habe ich da gesehen?"

2) ´UFOs?´ meldete kurz und knapp Uwe P. um 0:24 h: "...heute um ca. 0:10 Uhr habe wir ca. 11 dieser rötlichen Objekte aufsteigend von Westen kommen über Bochum gesehen."

Anrufe hatte es Freitagnacht keine gegeben und wegen der bundesweit verregneten Wetterlage hatte ich auch nichts erwartet. Aber wie man sieht, dort wo was geht, werden die Himmelslaternen auch eingesetzt und sorgen dann für Irritationen, typisch. Manchmal, wenn der Mond noch ins Spiel kommt (siehe hier: http://www.youtube.com/watch?v=gf9r... ), schaut dies dann ganz besonders toll aus. Nach wie vor sind die Dinger neue Mitspieler vor der schwarzen Leinwand des Nachthimmels... - und für einige Leute "müssen" es UFOs sein, auf Knecht Ruprecht oder wer auch immer komm raus:

In einem UFO-I-Net-Klub fand ich den Fall "Leuchtendes Orange überm Nordschwarzwald. Mit Fotos." eingestellt und so dargestellt:

"Hier die Bilder: http://s447.photobucket.com/albums/... - Leider sind die meisten verwackelt, benutzt niemals nen 10fach-Zoom ohne Stativ!!! + Ein optischer Sucher is auch Gold wert... Also, 27.11. gegen 19:30, das war das 1. Mal, das ich sowas gesehen habe. Zuerst sah es fast wie ne Leuchtkugel aus, es schien genau so hell, aber ohne die dabei übliche diffuse Reflektion am Boden. Nach so einer Minute wars dann klar, das kann keine sein, das Ding flog in gleichbleibender Höhe vom Westen kommend auf uns zu, drehte Richtung Norden wo es dann langsam erlosch (offenbar entfernte es sich in diese Richtung). Es dauerte wohl 5 Minuten. Nach ner Viertelstunde wiederholte sich das ganze, exakt dieselbe Flugbahn, und dann nochmal. Könnte natürlich ein Objekt gewesen sein, das einen großen Kreis flog. Höhe & Geschwindigkeit waren unmöglich zu schätzen, schien ähnlich den Flugzeugen, die hier ständig zu sehen sind (Flughafen Stuttgart: 50 KM, Karlsruhe/BadenBaden: 65 KM). Nur sah es viel näher aus, weil wesentlich heller... Und es war absolut nix zu hören, im Gegensatz zu den Flugzeugen... Voll spooky!!! Was war das??? Eine Himmelslaterne jedenfalls nicht!"

Sososo: "Eine Himmelslaterne jedenfalls nicht!" - Doch genauso sehen die entstandenen Bilder aber voll aus! Und es zeigt sich daher, dass die Leute keine wirkliche Ahnung von der ´Dimension´ der Skylaternen haben und nur so aus dem Bauch heraus und aufgrund von Wunschdenken tun, als wenn sie wüssten, von was sie reden. Die andere Variante ist natürlich die ´Vergellerung´, was aber die Sache auch nicht netter macht - und für die ´Klubmitglieder´ nicht durchschaubar ist und sie nur noch mehr in die Irre treibt. Es ist leider so, dass die allermeisten UFO-Interessenten in solchen Foren eben keinen Durch- und Überblick besitzen und meistens ihren eigenen Traumwelten vom "UFO-Phänomen" mit Alien-Besuchen etc pp nachhängen und dann solche ´Geschichten´ entweder Öl ins Feuer gegossen oder Gift für die Seele jener ist. ´Egal´, so oder so: sie können nicht nüchtern und rational - bodenständig einfach - mit dem UFO-Thema umgehen, weil es - um am Leben gehalten werden zu können - schon immer von esoterischen- und verschwörungstheoretischen Elementen besetzt war und ist. Da geht ein vernünftiger Umgang mit gesunden Menschenverstand gar nicht, funktioniert nicht wirklich. Spinnkram zieht durch alle Reihen...

Noch krasseres als die Nordschwarzwald-Sichtung gefällig? Bitteschön: Die GEP-Kollegen bekamen gerade die Geschichte "Lichtkugelsichtung" zugespielt. Die überzogene Story lautet in etwa so: "Als ich die Lichtkugel am Donnerstag den 27.11.2008 sah - vom fahrenden Auto raus in Schloß Holte-Stukenbrock (Liemke) - stand diese die ganze Zeit an der selben Stelle, ohne sich einen Zentimeter zu bewegen. Daneben ist ein Wald, wo die Bäume ungefähr 20 Meter hoch sind. Die Kugel war so 10-20 Meter über den Bäumen. Ich fuhr dann links auf der Liemkerstraße ab, 100 Meter weiter zum Parkplatz meiner Firma. ... Es war schon hell um 7.50 Uhr, das Ganze dauerte ca. 5 Minuten, die Kugel war mehr Orange als Gelb und es flackerte nicht, da bin ich mir ganz sicher. Es war keine Fluglaterne!!!!!!!! Die Größe war wie ein Fußball und sie war starr am Himmel. Blöderweise ging ich dann zur Firma und ein Haus versperte mir die Sicht, als wieder freie Sicht war, war die Lichtkugel nicht mehr da!!!! Ich bin der Meinung das war nichts Menschliches, 100%tig auch keine Laterne, das hätte ich aus 50 Meter Entfernung sehen müßen!!! ... Ich hoffe es melden sich noch andere Leute zur Lichtkugelsichtung am 27.11.2008 in Liemke!!!!! Einen alleine kann man kaum glauben, ich weiß was ich gesehen habe. Es waren auch andere Autos auf der Straße, Fußgänger habe ich nicht gesehen. Ich glaube das wir schon solange wie es Menschen gibt von anderen Welten beobachtet werden. Diese Lichtkugel die ich gesehen habe ist ein Tor zu einer anderen Welt gewesen, wodurch wir beobachtet werden. Es ist maßlos zu Glauben wir wären die einzigen im Universum!!!! Ich bin mir sicher das diese Lichtkugel so eine Art Guckloch ist und diese überall sind, aber unsichtbar!!!!!! Ich habe jetzt zufällig eins geshen, was die bestimmt garnicht wollten, das war ein Versehen. Es kann ja auch sein das nur bestimmte Menschen diese Lichtkugeln ab und zu sehen können, weil sie vom Kopf her das zulassen!"

Beobachtung ist eine Sache, aber dann gleich mit so einer ganz spezifischen und ganz speziellen Interpretation vom ´Stargate´ mit esoterischer Orb-Interpretation gemischt zu kommen ist einfach wieder etwas anders in Sachen Vorbelastung - und hier sogar mit dem Faktor ´Ich bin ausgewählt´ extrabelastet. Im Grunde ein von sich aus und in sich schon ´verbrannter Fall´..., aber wir können uns die Meldewirklichkeit nicht aussuchen - es kommt so, wie es kommt. Nur die Melder, die können sich aussuchen, an wen sie sich mit welcher Intention (die uns nicht immer zugänglich sein muss und sogar verborgen gehalten bleibt!) auch immer dahinter wenden, gezielt wenden. Natürlich steht der Wunsch am Ende dahinter, die Geschichte als "unerklärt" von der GEP unter Ha-We Peiniger abgestempelt zu bekommen, da ja seit Hesemann´s Zeiten die GEP den Ruf "der guten Skeptiker" ab hat, weswegen ja auch nur wir die "Spalter" sind. Diese Lagerbildung hat nun schon Tradition und es ist auch schwer (eigentlich unmöglich - und mir es es auch wurscht) auszuhebeln. Unter Umständen muss man auch daran denken, dass da ´innenpolitische Gründe´ dahinterstecken.

Starker Tobac, der meines Erachtens nach auch nicht von irgendeinem Zufallszeugen stammt, sondern mit Absicht hier plaziert wurde. Es ist sowieso bemerkenswert, dass die GEP-Kollegen gerade in letzter Zeit allerhand ´komische Fälle´ bekommen, die aus dem eigentlichen Alltag ausbrechen. Einer dieser Foto-Fälle ging auch parallel an uns, wo ein Urlauber auf Grönland eben einen netten weißen Hasen am Felshang fotografierte während unbemerkt am darüber sichbaren Himmelsausschnitt verwaschen ein UFO erschien, was der Fotograf aber nicht gesehen hatte - offenkundig ein ´eingeforener Vogel´. Der Melder bekam dies auch vermittelt, woraufhin er unwirsch reagierte: 1) die Aufnahme habe sein Chef vom Job gemacht und er habe es nur eingereicht das Bild, außerdem sei 2) die Erklärung unmöglich, weil es auf Grönland keine Vögel gäbe! Basta, damit hatte er seinen Seelenfrieden und sein Privat-´UFO´ kann er sich jetzt ins Herz schließen. Aber dies ist es ja nicht nur, sondern viel wichtiger für uns als UFO-Phänomen-Erforscher ist, was die Leute sich pseudomäßig im Nachhinein einfallen lassen, um sich ihr Wunsch-´UFO´ irrational zu erhalten, auch wenn natürlich auch nach einiger Überlegung die Erklärung jedem plausibel erscheinen müsste!

Grob sei auch der GEP-Fall ´Ufo-Foto aus Russland´ vom frühen Abend des 19.10.2008 angeschnitten: "...meine Schwägerin versicherte mir das sie das Ufo während der Aufnahme nicht bemerkte...in dem Dorf Pawlovka nahe der Stadt Ufa im Ural/Russland diese Stelle gilt seit sehr langer Zeit auch als magischer Ort es werden dort auch schon seit Jahren Ufos gesichtet." Wenn man dies so zuerst hört, denkt man an einem Fall aus der Kategorie ´unerwartete Foto-Objekte´ wie durch Insekten, Vögel oder ´Orbs´. Doch darum geht es hier gar nicht, weil die Aufnahme einfach eine Spiegelung von einer prachtvollen, mehrarmigen Halogen-Deckenlampe im Fenster zeigt und sogar noch die erhellte Decke sich mit abbildet, es fehlte praktisch nur noch ein herunterbaumelndes Preissschild daran. So ´dumm´ kann man gar nicht auch im hinteren Ural sein, um dies nicht zu erkennen - hier wurde mit Absicht und Vorsatz die GEP-Veräppelung durchgeführt. Wenn es ´nur´ aus Spass war, ´gut´ - aber sollte tatsächlich dies eine ernstgemeinte Verarschung gewesen sein, um die GEP-Kollegen auf die ´falsche Bahn´ zu bringen, dann schaut es schon anders aus, obwohl es dem Einsender schlußendlich egal sein dürfte. Ein Kollege aus dem WDR-Land {sic!} übrigens zu dieser Geschichte:

"Wirklich das Foto des Jahrhunderts. Adventszeit ist bekanntlich auch närrische Saison. Ja demnächst dreh ich mal den Freßnapf von unserm Dackel um, beleuchte ihn mit blauem Studiolicht, bearbeite das ´n bißchen mit Photoshop auf neblig-mystisch. Dann verpaß ich mir´n Pseudonym und stells zusammen mit dämonisch dreinblickender Geheimwissenschaftler-Physiognomie ? la JvB auch als angebliches ´Phänomen´ ins Netz. Wir sind doch eigentlich alle doof, daß wir nicht unter die Sektengründer gehen und mit der erwähnten´Dummheit der Leute´ noch schön Geld verdienen. Rente kriegt unsere Generation ja eh keine mehr,  während Gellers Uri  Millionen einsackt und der ewig jugendliche Herr Busacker auch ganz gut lebt. Was haben wir nur falsch gemacht? - Apropos ´magischer Ort´: das erinnert mich an Colin Goldners Story über den Betriebs-Klodeckel des ´Forum kritische Psychologie´, den Colin in Begleitung eines Kamerateams des bayrischen Rundfunks auf einer Münchner Esoterikmesse einer ´Aurafotografin´ vorgelegt hat mit der Frage, ob sich darauf evtl. auch ´Aura´ sichtbar machen lassen könne. Antwort: sicher, die Aura des letzten, der draufgesessen hat. Soweit zu ´magischen Orten´."

Wie Sie sehen - die moderne (unpopuläre, genau deswegen gibt es {heutzutage} kaum noch echte engagierte und motivierte UFO-Phänomen-Erforscher und die meisten machen lieber auf den allgemeinen UFO-Interessenten in der zweiten Garnitur wie am Stammtisch!) UFO-Phänomen-Erforschung der Neo-UFOlogie ist eben nach wie vor kein Ponyhof und hat immer wieder etwas an sich wie eine Art ´UFO-Biathlon´, also eine mehr oder minder zivile ´Kombinationssportart´ für die man konsequent Ausdauer durch das ganze Jahr benötigt. Und die gelegentlich auch zu verbalen ´Schießereien´ wie bei allen herzhaften Streitthemen führt, es gehört halt auch zum ´Regelwerk´. Keine Ehe bleibt irgendwann ohne Szenen wo die Fetzen fliegen, innere Disziplin hin oder her, und dies ist auch kein Skandal, sondern normals als Szenen einer Ehe.

UFO-Meldungen von diesem Samstag

Ehrlich gesagt, ich hatte wegen der bundesweiten miesfischigen Wettervorhersage und der grafischen Wetterkarte voller Wolken, Unwetterwarnung wegen erwarteter Strassenglätte aufgrund von Regen- und Schneeniederschlägen eigentlich Ruhe erwartet! Aber es kam etwas anders. Um etwa 20:45 h klingelte es erstmals und ein Mann aus Duisburg berichtete, was er eine halbe Stunce vorher ausmachte, nachdem er gerade auf einem Parkplatz der Stadt ankam und ausstieg - da schwebte ca eine Minute lang ein "feuerfarbener Feuerball" geräuschlos und hoch am Himmel horizontal einfach in der Ferne davon, "sah schon wahnsinnig aus". Auch weil es gar keinen Schweif gab, keinen Rauch - "das das Ding einfach beständig blieb und dann noch so ruhig wegflog ist schon unglaublich gewesen, ich bin deswegen jetzt immer noch durch den Wind". Bei ihm in Duisburg war zu der Zeit nach wie vor fast sternklarer Himmel mit einigen Wolkenfetzen.

Kurz vor 21:30 h meldete sich aus Driedorf in Mittelhessen ein Herr, der gegen 21 h zwei hintereinander dahinziehende ´Feuerbälle´ für 1 1/2 Minuten am einigermaßen bedeckten Himmel sah, die dann kurz anhielten und verloschen. Er fragte nach, was das "für komische Lämpchen" waren, da er früher bei der Luftwaffe war, konnte er ausschließen, dass dies Flugzeuge gewesen sind. Also erklärte ich es ihm, jedenfalls versuche ich es und schon nach einigen Sätzen von mir wurde er ausfallend und beschimpfte mich, was ich da für einen Sch... erzählte und er ja kein kleines Kind ist, um sich soetwas Verrücktes wie über Laternen am Himmel anhören zu müssen - und hängte als ehemaliger Luftwaffen-Angehöriger ein. Da hat er Pech gehabt und eine Erklärung wollte er offenkundig gar nicht wirklich hören, auch wenn er darum brav der Form halber und Rhetorik wegen nachfragte. Trotzdem sieht man hier wieder einmal die Überheblichkeit von Menschen, die zwar der Überzeugung sein mögen, dass sich alle anderen in Sachen UFO-Wahrnehmung täuschen, sie selbst aber nie und nimmer - und denken alles zu wissen und sie sich selbst damit narren. Vielleicht steckt einfach nur die Angst vor der eigenen Courage dahinter..., schwache Charaktere.

Ansonsten gilt auch hier, dass die Versuche sich bestimmten Leuten (die man sich wie hier nicht aussuchen kann und die sich ja auch nicht gleich als hartnäckige uneinsichtige Fans outen) mit überzeugenden Argumenten anzunähern, manchmal vergebene Liebesmühe ist und nicht funktioniert. Genauso sinnlos ist es sich mitunter mit religiösen Fundamentalisten oder Sektenmitgliedern zu unterhalten, die von sich selbst wähnen, im Besitz einer sicheren Wahrheit zu sein. Ein erfolgreiches oder auch nur konstruktives Gespräch kommt mit ihnen nicht zustande. Das Quantum Trost ist aber auf dieser Ebene, dass dies bei UFO-Meldern wirklich eher selten ist während in der ufologischen Szene selbst Standard. Weit eher wird man von UFO-Meldern veräppelt! Ob dies nun ein größerer Trost ist, glaube ich aber ehrlich gesagt auch nicht wirklich! Kurzum: Es bleibt schwierig...

Danach ging ich erstmals an diesem Abend auf den Balkon, um eine Schmauchen zu gehen - eine 6/8tel-Bewölkung, durch die sogar das Mondlicht schimmerte. Nach der ´Tagesschau´-Wetterkarte von kurz vor 20:15 h sah dies wirklich noch nicht aus!

Um kurz vor 22 h meldete sich Gerno P. als Leser der ´Nordsee-Zeitung´ aus Otterndorf, weil er "schon wieder seltsame Lichtobjekte am Himmel sah, gestern waren auch solche da". Die gestrige Sichtung war gegen 18 h gewesen, als zwei orange-rote Glimmlichter in der Ferne für zwei/drei Minuten immer weiter in die Ferne hinein zogen. Heute sah er zusammen mit seiner Frau um 21 h aber gleich "ein Dutzend oder etwas mehr" davon viel näher, einiges größer und wieder für 2-3 Minuten lautlos durch den Himmel - hier sternklar ohne Wolken - zum einen in den Himmel hinein schräg hochsteigen und davonziehen. Dann gingen sie einfach so untereinander aus. Er hatte von den Himmelslaternen in der Zeitung gelesen, hatte soetwas aber auch noch nie gesehen und heute erstmals davon gehört, das es soetwas überhaupt gibt. Erstaunt nahm er entgegen, dass das von ihm beobachtete Schauspiel genau auf solche ´Spielzeuge für Erwachsene´ zurückgeht - staunend kam ein "So sehen die also aus, gewaltig! Da wäre ich nie darauf gekommen! Ist ja eigentlich auch was für Silvester..." Schon wieder dieser Satz - und ich gehe alle Wette ein, etliche Menschen im Land werden genau dies schon längst für sich gedacht haben. Machen wir uns also auf was in ca 3 Wochen gefasst!

Gleich darauf Mariane K. aus Liesborn, die mich via I-Net fand und noch einigermaßen aufgeregt ausführte, was sie gegen 20:30 h über dem Ort gesehen hatte als sie gerade mit ihren Hund Richtung Wohnung zurückkehrte: Etwa zehn übergroße gelb-goldene "helle Sterne mit rötlichem Touch" schwebten wie ein "merkwürdiges Sternbild" minutenlang quer über sie durch den Himmel, "einmal für Sekunden fast über mir" (der Hund hat gar nicht darauf reagiert), um dann wegen der Häuser außer Sicht zu verschwinden. Unsicher fragte sie nach, ob dies nun "wirklich UFOs waren, obwohl ich mir sowas ganz anderes aus den Filmen darunter vorstelle, aber solche Sachen habe ich noch nie gesehen und halte sowas eigentlich auch für bekloppt, nur jetzt habe ich selbst vielleicht sowas gesehen - oder?" Sicher, bis jetzt war ja subjektiv dies auch richtig, aber durch unser Gespräch wurden daraus IFOs. Jetzt kennt auch die K. die Himmelslaternen und konnte sich bei YouTube mit den dortigen Videos einen unterhaltsamen Abend machen, nachdem im TV nur Käse kam.

Um 22:45 h meldete eine Frau ´Schmidt´ aus Lorch, um 21 h auf den Balkon gegangen zu sein, um eine Zigarette zu rauchen. Dabei tauchten erst 3 feuerfarbige Lichtkügelchen auf, die in den nächsten Minuten lautlos hintereinander gar nicht mal "so hoch" linear durch den Himmel zogen, dann gingen sie "einfach aus, irgendwie". So sieht ansonsten nichts aus, was sie am Abendhimmel kennt und jemals sah - "und ich bin 61 Jahre alt". Als die Frau dann wieder gerade kehrt machen wollte, um in die Wohnung zurückzukehren, "kamen nochmals ne ganze Menge von denen nach - es können 20 gewesen sein". Jetzt brauchte sie nochmals eine Zigarette, "obwohl ich nur etwa zehn am Tage rauche, aber Sie hören es ja, ich rauch´ schon wieder!" Der ganz Schwarm zog insgesamt zwar etwas unruhig leichtansteigend dahin, "blieben aber insgesamt zusammen und flogen weit über die Himmelsmitte hinaus, blieb dann irgendwie stehen und die einzelnen Lichter verteilten sich". Auch dies war absolut lautlos geschehen. Etwas furchtsam ging die Frau in die Wohnung zurück - obwohl die Lichter noch am Himmel waren (! - dies ist ja auch äußerst selten), wurde aber dann doch noch einigen Minuten doch neugierig und ging wieder raus, aber da war nichts mehr davon zu sehen. Da für sie dies so "unheimlich" war, ging sie ins I-Net und suchte erstmals nach Himmelsphänomenen. Schließlich fand sie meine Rufnummer und rief auch gleich an. Sie saß noch vor dem Rechner und so gab auch ich ihr einfach mal den Suchbegriff bei YouTube mit "Hameln, Langer Lulatsch" durch. Als sich dies dann aufbaute, kam ein "Genauso sah dies aus!" (nächste Zigarette von ihr angezündet) und sie fragte nach dies ist - und jetzt erklärte ich es ihr und bot ihr an, sich weiter mit dem Suchbegriff "Himmelslaternen" bei YouTube zu informieren. Sie bedankte sich, und gestand ein nicht ´Schmidt´ sondern Anja D. zu heißen, "ich habe dies nur vorgeschoben, weil ich ja nicht weiß, welcher ´Typ´ {es wurde ein anderes und herberes Wort verwendet} da am anderen Ende sitzt, entschuldigen Sie." Jemand der sich mit UFOs beschäftigt, aber auf dem man dann doch aktuell zurückgreifen muss, hat trotzdem ein negatives Image - verständlicher Weise... Genau deswegen haben wir bei der CENAP-Gründung auch das UFO-Kürzel bei der Namensfindung herrausgehalten!

Für mich hieß es jetzt aber: Aus die Maus, Nikolaus und hängte den Hörer aus!

In der deutschen Presse...

Heute begrüßte die ´Nordsee-Zeitung´ ihre Leser mit dem Artikel ´Bremerhaven: Heute droht der Ufo-Alarm - Aktion auf dem Weihnachtsmarkt: 100 Himmelslaternen sollen über der Stadt schweben´:

>Bremerhaven (maf). Heute dürfte Werner Walters Telefon wieder klingeln - so wie immer, wenn irgendwo in Deutschland Himmelslaternen aufsteigen. Walter ist Chef der UFO-Meldestelle Mannheim und verflucht längst den Renner von Party und Hochzeiten. Vom Weihnachtsmarkt sollen heute um 18 Uhr gleich 100 solcher Laternen aufsteigen.

Die Werbe-Gemeinschaft City-Skipper hat die einen Meter hohen Reispapierbeutel samt Drahtgestell und Bambusstäbchen gekauft. Sie sollen für einen ganz besonderen Nachthimmel sorgen. Einziger Haken: Der Wind darf Stärke zwei nicht überschreiten, denn dann kann das Laternchen zum gefährlichen Brandsatz mutieren. Seit der Partyspaß immer beliebter wird und Discounter Laternen schon für weniger als einen Euro verkaufen, klingelt am Flughafen Luneort regelmäßig das Telefon. Denn auf der Packung steht, dass der Flug angemeldet werden muss. Allerdings nicht im Fischereihafen, sondern bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) mit Sitz in der Nähe von Frankfurt. Weil die Lampions so populär geworden sind, hat die Flugsicherung mittlerweile eine eigene Abteilung dafür eingerichtet. "Die Anfragen haben sich vervierfacht", weiß DFS-Sprecher Axel Raab. "Wir beantworten rund 100 am Tag." Aber die Flugaufsicht muss auch aufgeregte Anrufer beruhigen, dass keine Invasion kleiner grüner Männchen droht.

Das sagt auch Werner Walter seinen Anrufern. Er hat vor 30 Jahren die UFO-Meldestelle in Mannheim eingerichtet und geht seitdem ehrenamtlich unerklärlichen Himmelsphänomenen nach: "In drei Jahrzehnten hatten wir insgesamt 1400 Meldungen", hat Walter ausgerechnet. Doch in diesem Jahr allein seien es bereits 1500.<

Soweit eine kurze Darstellung im Online-Angebot der Zeitung und dem Vermerk: "Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der NORDSEE-ZEITUNG."

Das ´Schwäbische Tagblatt´ ( http://tagblatt.de/2769947/Nachrich... ) berichtete aus dem Steinlachtal:

>UFO in Sicht: Unglaubliches ereignete sich kürzlich im Steinlachtal, zumindest berichtete uns die Mössingerin Eva Schultz davon. "Als ich heute mit meinen zwei Hunden Gassi ging, da dachte ich, wow, was für ein schöner Abend. Doch plötzlich, um 18.40 Uhr, änderte sich das." Es sei merklich kälter geworden "und die Luft schien zu vibrieren". Es sei ganz still geworden - "und dann sah ich es: Ein Ufo! Es war etwas dreieckig und hatte unten Lichter. Es drehte sich im Kreis. Ungefähr zwei Minuten später verschwand es ganz plötzlich!" Weil wir keine weiteren Ufo-Meldungen bekamen, gehen wir mal davon aus, dass es sich bei der Erscheinung um eine dieser Lichtballons aus Papier handelte {welch krude Logik, könnte schier ufologische Denke sein _ aber gehen wir mal davon aus, dass der Bericht an die Redaktion weitere entsprechende Hinweise enthielt, wodurch sich diese ´Feststellung´ rechtfertigte!}, die zur Zeit groß in Mode zu sein scheinen. Sie fliegen eine kurze Strecke und leuchten dabei, weil sie mit einer Kerze ausgestattet sind. Ganz ungefährlich sind diese schwebenden Lichter übrigens nicht: Beim Landen kann leicht ein Feuer entstehen.<

Jesus, Klaatu und der Film "Der Tag, an dem die Erde stillstand"

Unter dem Link http://www.jesus.ch/index.php/D/art... bekommen Sie eine neue Perspektive auf dem am kommenden Donnerstag in den Kinos starteten Film:

>Im Dezember kommt der Film "The day the earth stood still" mit Keanu Reeves in einer der Hauptrollen ins Kino. Er erzählt die Geschichte von Klaatu (Keanu Reeves), der als Gesandter einer gigantischen Allianz fremder Planeten auf der Erde erscheint. Die Geschichte erinnert an einen anderen, der ebenfalls als Gesandter auf die Erde kam: Jesus Christus.

Klaatu (gespielt von Keanu Reeves) landet mit einem riesigen Raumschiff in Washington D.C.. Aber nicht, um auf der Erde Urlaub zu machen und die Sehenswürdigkeit der amerikanischen Hauptstadt anzuschauen. Klaatu hat eine Botschaft an alle Regierungen der Welt. Doch aus politischen Gründen lässt sich kein Treffen organisieren. Zusammen mit der Biologin Helen (Jennifer Connelly) taucht der wie ein Mensch aussehende Klaatu unter. Aber dann scheint die Mission gescheitert: Klaatu wird erschossen.

Er kam, sah und starb

Das erinnert stark an das Leben und Sterben von Jesus Christus: Er kam ebenfalls mit einer Botschaft auf diese Erde, ebenfalls gesandt, von einer mächtigen, ausserirdischen Allianz. Durch ihn wurde Gott Mensch. Auch seine Worte galten jeder Person und gerade auch für die Führungsschicht von damals wäre seine Message grundlegend und wegweisend gewesen. Jesus zeigte, wie man untereinander in Frieden leben kann, wie man aufbaut, statt zerstört, er bewies, was echte Liebe ist und er zeigte den Weg zu Gott auf. Eigentlich hätte man für seinen unermüdlichen Einsatz bereits damals den Friedensnobelpreis erfinden müssen. Stattdessen wurde Jesus hingerichtet.

Er kam, sah und auferstand

Beide Geschichten, die der Bibel und auch "Der Tag, an dem die Erde stillstand" führen in den Tod. Aber sie enden nicht dort. Der tote Klaatu wird in seinem Raumschiff wiederbelebt. Wie seine Geschichte weitergeht, soll hier - dem Kinobesucher zuliebe - nicht vorneweg genommen werden. Auch Jesus kehrte ins Leben zurück. Nicht um einen Rachefeldzug durchzuziehen. Im Gegenteil, sterbend am Kreuz wich seine Liebe nicht, er betete zu seinem Vater: "Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!" Daran änderte sich nach seiner Auferstehung nichts: Als er zurück im Leben war, machte er deutlich, dass er sein Friedensangebot jedem einzelnen Menschen anbietet.<

Mythos ´Neuschwabenland´ in der WELT-Online aufgearbeitet

Unter dem Link http://www.welt.de/wissenschaft/his... finkdet sich der ´Nikolaus-Tags´-Artikel ´Als Hitlers Hakenkreuzfahne am Südpol wehte´ von Ulli Kulke:

>Vor 70 Jahren startete die "Schwabenland" Richtung Antarktis, um das südlichste Gebiet der Erde zu besetzen. Die Expedition bietet bis heute Stoff für Legenden. Eine besagt gar, Hitler hätte dort nach dem Krieg Zuflucht gesucht. Oder: Mit "Reichsflugscheiben" hätte er sich auf den "sicheren Endsieg" vorbereitet.

Kapitän Alfred Ritscher hatte vieles vor, als er vor fast genau 70 Jahren mit seinem Motorschiff "Schwabenland" und 82 Mann Besatzung vom Hamburger Hafen ablegte, Richtung Südpol. Eine wissenschaftliche Expedition sollte es werden, er hatte den Befehl, die Position der deutschen Walfangflotte vor der Antarktis zu stärken sowie einen Teil von ihr mit Hakenkreuzfahnen für das Reich zu annektieren. Auch sollte er strategische Erkundungen anstellen über Inseln im Südatlantik, ob sie als Stützpunkte dienen könnten für deutsche U-Boote. Es war Ende 1938, Deutschland lag auf Kriegskurs und Ritscher war im Auftrag von Hitlers Beauftragtem für den Vierjahresplan, Hermann Göring, unterwegs. Eines aber konnten Ritscher und seine Männer nicht ahnen: Dass die Expedition der "Schwabenland" nach dem Krieg, als Deutschland in Trümmern lag, Kulisse werden sollte für die bizarrsten Legenden, Gerüchte, Gespenstergeschichten aus jener Zeit, die sich noch viele Jahrzehnte halten sollten: Dass Hitler noch lebe, dass er sich mit einer Truppe ausgewählter Elite-Nazis in der Antarktis auf den sicheren Endsieg vorbereite. Mit "Reichsflugscheiben" (Ufos) zum Beispiel. Aber auch mit Gewehren, die um die Ecke schießen konnten. Martin Bormann soll dabei gewesen sein, klar, er galt ja als vermisst und war Hitlers Privatsekretär. Auch Eva Braun, die Ehefrau, war mit von der Partie. In einem Versteck in weit verzweigten Tunnelsystemen im antarktischen "Neuschwabenland", geschützt durch das ewige Eis.

21 Seiten langer Aufsatz

Abwegig, damals wie heute, keine Frage. Doch noch in unseren Tagen erhält, wer die Internet-Suchmaschine Google mit der Kombination "Hitler" und "Antarktis" füttert, je nach genauer Wortwahl Hunderttausende bis über eine Million Hinweise auf Texte, Chats und Blogs. Vielfach mehr auf Englisch als auf Deutsch. Auch in Berlin etwa trifft sich laut Zeitungsberichten alle zwei Wochen ein "Neuschwabenland"-Kreis, in dem gegen die Hochfinanz gewettert, und die Hoffnung wachgehalten wird, dass Reichsflugscheiben und wackere Landsleute am Südpol schon alles richten würden. Wie virulent und verbreitet vor allem im angelsächsischen Raum die Geisterdebatte noch immer ist, mag man daran ablesen, dass erst vor einem Jahr in der angesehenen Wissenschaftszeitschrift "Polar Record" aus dem englischen Cambridge ein mit 21 Seiten außergewöhnlich langer wissenschaftlicher Aufsatz erschien ("Hitler´s Antarctic base: the myth and the reality"), dessen Autor, der Meeresforscher Colin Summerhayes, es für angebracht hielt, die Legenden Stück für Stück zu zerpflücken. Dass in dem englischen Titel nicht nur von Mythos, sondern auch von Realität die Rede ist, mutet zunächst befremdlich an. Und doch gibt es Tatbestände, an denen all die Buchautoren aus der rechten bis zur neo- und kryptonazistischen Szene, ihre Leser abholen, um sie in ihr Spukhaus zu locken.

Dazu zählt Ritschers Antarktisfahrt. Am 17. Dezember stach die "Schwabenland" in See. Nach außen hin versah man sie mit dem Etikett der Dritten deutschen Forschungsexpedition. Die Vorläufer wie Eduard Dallmann, der im Jahre 1866 als erste auf Wrangel-Land gelandet war, sowie Wilhelm Filchner, der 1911/12 - dem Jahr, als Amundsen als erster den Pol erreichte - weite Strecken des antarktischen Festlandes kartografierte, zählten in den großen Jahrzehnten der deutschen Wissenschaft zu den Pionieren in dieser Weltengegend. 1938 sorgte sich Auftraggeber Göring indes weniger um die deutsche Grundlagenforschung als um die Rohstoffversorgung im Kriegsfall. Dabei spielte der Walfang eine nicht unbedeutende Rolle. Immerhin fünfzig Fangschiffe gingen damals für Führer und Reich auf Jagd im Südmeer. Öl, Schmierstoffe, Margarine und nicht zuletzt Glyzerin zur Herstellung von Sprengstoff hatten sie beizubringen für die grundstoffarme Heimat. Dafür sollte Ritscher Land gewinnen in der noch herrenlosen Antarktis, damit der Walfang quasi vor deutschem Grund und Boden stattfinden könnte und nicht - wie im Gebiet der vielen britischen Inseln des Südatlantiks - hohe Gebühren an London zu entrichten wären.

Flugboote per Katapult hochgeschossen

Bald schon nach ihrer Ankunft Ende Januar 1939 rammte die Besatzung an der Küste Pfähle mit Hakenkreuzfahnen in den eisharten Boden wie einst Kolumbus in der Karibik - mit dem Unterschied, dass in der Antarktis allenfalls Pinguine zusahen. Noch bizarrer gestalteten sich die Manöver, mit denen die Besitzrechte im Hinterland reklamiert werden sollten. Dazu hatte man eigens zwei große Flugboote - Dornier "Wal" - an Deck verzurrt, die mit Katapulten in den Himmel geschossen werden konnten. Mit an Bord bei ihren Erkundungsflügen über Tausende von Kilometern waren stets kleine Fähnchen, die die Besatzung an markanten Stellen weit im Inland abwarf. War das eine Landnahme, mit gültigen völkerrechtlichen Ansprüchen? Noch gab es keinen Antarktisvertrag wie heute, der solche Ambitionen grundsätzlich ausschloss. Die Debatte über die Konsequenzen der eingepflanzten oder abgeworfenen Reichsflaggen wurde noch in den 50er-Jahren geführt. Im Bundesanzeiger reklamierte der damalige Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Walter Hallstein, 1952 zwar die Gültigkeit von knapp 100 Namensgebungen von Berg und Tal, Inseln und Halbinseln nach deutschen Polarforschern, die die Besatzung der "Schwabenland" damals in dem noch anonymen Teil des Südkontinents vorgenommen hatte. Darunter auch das gesamte Territorium als "Neuschwabenland". Von Ansprüchen an das Gebiet war nicht die Rede.

Ehrfurcht vor Hermann Göring

Im Jahr 2004 erklärte das Außenministerium auf Anfrage des Buchautors Heinz Schön: "Das frühere Deutsche Reich hat Gebietsansprüche in der Antarktis nicht erhoben". Schön schildert in seinem Bildband "Mythos Neuschwabenland" die Expedition zwar minutiös. Allerdings riecht es bei ihm zwischen den Zeilen stark nach Ehrfurcht vor Figuren wie Hermann Göring. Das einzige, was für ihn spricht, ist, dass er der Theorie "Hitler lebt am Südpol" wenig abgewinnen kann, und er sein Buch nicht dem Führer gewidmet hat. Warum Hitlers Regierung seinerzeit keine Ansprüche auf den regelrechten Besitz von Neuschwabenland erhob, ist nie mit Sicherheit geklärt worden. Vor Abreise der "Schwabenland" war dies noch die Agenda. Offensichtlich hatten norwegische Walfänger vor Ort die Ankunft der "Schwabenland" nach Oslo gemeldet, woraufhin die dortige Regierung sofort, noch vor der Ankunft der Deutschen, ihrerseits auf dasselbe Gebiet Hoheitsrechte geltend machte. Dagegen protestierte man in Berlin zwar, verzichtete aber fortan selbst auf formale Inbesitznahme. Möglicherweise aus taktischer Rücksichtnahme gegenüber Norwegen vor dem Krieg. Nur etwa drei Wochen lag die "Schwabenland" vor Antarktika, mit ihrem Hauch von Nazi-Pest an Bord. Keine Zeit, in der die Besatzung größere infrastrukturelle Maßnahmen auf oder unter dem Festland hätte vornehmen können für die Geschichten, die dem Kontinent später angedichtet wurde.

Wunderwaffen im Petto

Angefangen hatte all das mit zwei deutschen U-Booten, die erst Monate nach Kriegsende, im Juli und sogar August 1945 einzeln im argentinischen Hafen Mar del Plata eingelaufen waren, wo sich deren Wehrmachts-Besatzungen den Behörden ergaben. Wo aber waren die Boote in der Zwischenzeit? Schnell tauchte in Südamerika, wo in der Zeit viele Größen des untergegangenen Reichs eintrafen, das Gerücht auf, die Tauchboote hätten gleich nach der Kapitulation am 8. Mai große, geheime Konvois von noch geheimeren Nordseehäfen in die Antarktis begleitet, wären vor dem Packeis auf Tauchfahrt gegangen, bis zum Festland, wo die Nazigrößen mit ihren Stäben an Land gegangen und sich sogleich in jenen Tunneln eingerichtet hätten, die die "Schwabenland"-Besatzung zuvor gegraben hätte. Das nächste Puzzlesteinchen kam 1947 hinzu, als in den USA die ersten Flugzeug-Piloten anfingen, von Ufo-Sichtungen zu berichten. Hatten die Nazis nicht noch Wunderwaffen in petto gehabt? Raketen, Jets? - Ufos? Die unmittelbare Nachkriegszeit war wie geschaffen für derlei Gerüchte. Technisch hatte der Krieg Ungeahntes geschaffen. War nicht gerade erst die neuartige Atombombe gefallen?

Andererseits war man längst gewohnt, dass alles und noch viel mehr geheim war. Und wenn dann der Begriff "Reichsflugscheibe" auftauchte, klang der nur allzu logisch, so dass er schnell von einem zum anderen Buch abgeschrieben wurde, insbesondere in den USA. Übrigens leistete auch die Sowjetunion solchen Gerüchten Vorschub, betonte man doch dort ein ums andere Mal, dass man sich keinesfalls sicher sei, den wirklichen Hitler als Leiche vor dem Führerbunker gefunden zu haben. Frei erfundene Zitate machten plötzlich die Runde durch mehrere Neuerscheinungen: Wenn wir uns hier nicht mehr verteidigen könnten, soll Hitler kurz vor Schluss gesagt haben, dann eben aus dem Ausland. Den Ursprung der Quelle fand man nie, doch waren die U-Boote und die Ufos, überhaupt die Antarktis nicht Beweis genug?

Militärmanöver in der Antarktis

Dann wurde es ernst: Die Amerikaner starteten 1946/47 ihre "Operation Highjump" - Militärmanöver in der Antarktis, um ihr US-Kriegsgerät in extremer Kälte zu testen, gerade hatte der Kalte Krieg begonnen. Doch das waren für die immer umfangreicher werdende Verschwörungsgemeinde nur vorgeschobene Gründe. Für sie ging Highjump gegen Hitler und Neuschwabenland. Als die US-Army abzog, konnte es nur heißen: "Hitler lebt weiter". 1958 explodierten drei Atombomben 1760 Kilometer südwestlich von Südafrika. Es waren die einzigen geheimen unter den Atomtests, die je in der Atmosphäre durchgeführt wurden - und deshalb ein leichtes für die Neuschwabenland-"Solidarität" in aller Welt, die Explosionen auf der Landkarte Tausende Kilometer weit über die Nazi-Stellungen zu verschieben. Natürlich konnten für sie auch die Massenvernichtungswaffen dem Führerbunker im Eis nichts anhaben. Für sie rundete sich das Bild ab mit jeder Nachricht, die es eigentlich unweigerlich verblassen ließ.

Eines zeigt die Angelegenheit Neuschwabenland und ihre Verbreitung im Internet: Nationalsozialistische Gedanken wirken weit über die politischen und gesellschaftlichen Positionen der Rechtsextremen hinaus. Im Blick zurück verschwimmen - auch bei angeblich ungefährdeten Gemütern - bisweilen die Grenzen zur Verschwörung. Es sind ja nur Gedankenspiele. Schaurig, aber faszinierend. Und gefährlich.<

Externe Links

http://www.youtube.com/watch?v=Ct3NwKRakYE
http://vodpod.com/watch/837471-phantastische-phaenomene-01
http://vodpod.com/watch/837425-phantastische-phaenomene-02
http://vodpod.com/watch/837484-phantastische-phaenomene-03
http://www.radio-journal.de/luxi/54_00clubjournale1983.htm
http://cenap.alien.de/texte/medien1.htm
http://www.youtube.com/watch?v=P_Zct4yMUJQ
http://www.youtube.com/watch?v=du7jfDYe5LI
http://www.youtube.com/watch?v=hUo3qp7Y0Jg
http://www.youtube.com/watch?v=lk6kvVGPURA
http://www.youtube.com/watch?v=7SXWgC0SLCA
http://www.youtube.com/watch?v=ujCB13OksyE
http://www.youtube.com/watch?v=D9gzQDY8sgM
http://www.youtube.com/watch?v=PMN_U5-sXEk
http://www.youtube.com/watch?v=dPhAabvqgXg
http://www.youtube.com/watch?v=54TgQ7eDhxk
http://www.youtube.com/watch?v=YP5y5jlqFmA
http://www.youtube.com/watch?v=gf9r7_iQOJM
http://s447.photobucket.com/albums/qq198/Marty_Crabneck/
http://tagblatt.de/2769947/Nachrichten/Steinlachtal
http://www.jesus.ch/index.php/D/article/24-Spiritualitaet/44892-Der_Tag,_an_dem_die_Erd...
http://www.welt.de/wissenschaft/history/article2834129/Als-Hitlers-Hakenkreuzfahne-am-S...
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