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03.11.2008


    
Historische Noten der UFOlogie aus dem CENAP-Archiv:

Gegen das Vergessen in der UFOlogie: November-UFO-Meldungen vor 55 bis vor 20 Jahren: Fliegende Untertassen in der Presse

Wer die Gegenwart des UFO-Phänomens verstehen will, der muss seine Vergangenheit kennen...

´Gespenstisches Ereignis - Rasendes rotes Licht´ hieß es am 4.November 1953 in der ´Abendpost´: In der Nacht zum Dienstag wurde, wie dpa meldet, in Saint Angeau bei Angoul?me (Südwestfrankreich) ein seltsames Naturereignis beobachtet. Ein rötliches Licht durcheilte mit unheimlicher Geschwindigkeit in nordöstlicher Richtung ein Tal, ein heftiger Windstoß begleitete die Erscheinung. Mehrere Dächer wurden abgerissen und viele hundert Meter weit geschleudert. Auf einer Seite des Tales wurden alle Bäume ausgerissen, während auf der anderen Seite kein Schaden zu verzeichnen ist. Niemand wurde verletzt.

>"Fliegende Untertassen" unter Kontrolle< meldete am 14.November 1953 die ´Frankfurter Neue Presse´: Kanada hat jetzt, wie die Zeitung Toronto Star meldet, mit dem Bau seiner ersten "Suchstation für Fliegende Untertassen" begonnen. Die Station, die von Elektronen-Ingenieuren in Shirleys Bay, 16 Kilometer nordwestlich von Ottawa, errichtet wird, soll mit den modernsten Mitteln der Technik ausgerüstet werden und dem Zweck dienen, endlich hinter das Geheimnis der sagenhaften "Fliegenden Untertassen" zu kommen.

>"Fliegende Untertassen" psychologisches Problem< meldete UP aus Canberra und die ´Rhein-Neckar-Zeitung´ wußte am 21.November 1953 zu drucken: Der australische Luftfahrtminister William McMahon äußerte am Donnerstag in Beantwortung von Anfragen vor dem Parlament, er glaube, dass "Fliegende Untertassen" eher ein Problem seien, mit dem sich die Psychologen und nicht die Luftfahrtbehörden beschäftigen sollten. Bisher hätten sich alle Berichte über angeblich gesichtete "Fliegende Untertassen" als irrig erwiesen. Es sei möglich, dass sie auf eine "optische Täuschung" zurückzuführen seien.

"Die Untertasse vom anderen Stern - Bemerkungen zu einem amerikanischen Buch über fremde Weltraumbesucher" hieß ein Beitrag vom 14.November 1953 in der ´Frankfurter Neuen Presse´: Bei den letzten Luftmanövern in England berichteten drei Piloten, sie hätten eine Fliegende Untertasse gesehen, die mit riesiger Geschwindigkeit nach Westen geflogen sei. Kurz danach berichteten der Flugkapitän und der Erste Offizier eines Passagierflugzeuges der British European Airways, dass sie bei einem Flug von London nach Paris bei sonnigem Wetter und unbeschränkter Sicht dreißig Minuten lang ein elliptisches Objekt aus hochpoliertem Metall beobachtet hätten, das in einer Höhe von 7000 Meter einen ähnlichen Kurs wie sie selber verfolgte. Sie schätzten die Entfernung des Objektes auf 50 km, es könne sich aber auch um ein außergewöhnlich großes Objekt in einer Entfernung von 150 km gehandelt haben. Das sind die letzten Berichte über Fliegende Untertassen in England. Sie kommen hier allmählich in Mode.Es wäre erstaunlich gewesen, wenn die Manie England nicht ergriffen hätte. Gleichzeitig mit dem Bericht der BEA-Piloten in einem Sonntagsblatt erschien in einem anderen Sonntagsblatt die Aufforderung eines nicht unbekannten Gelehrten an die Leser, ihre praktischen Erfahrungen mit Geistern und Gespenstern mitzuteilen. Der Gelehrte glaubt an Geister und Gespenster. Ebenso gibt es Gläubige, die in ihrer freien Zeit mit Ferngläsern den Himmel absuchen, weil sie an Fliegende Untertassen, an Fahrzeuge aus dem Weltraum glauben. "Venuswesen erbat Filme" Zwischen der Manie der Fliegenden Untertassen in den Vereinigten Staaten und ihrer Ausstrahlung in England besteht ein subtiler Unterschied. Die Amerikaner sind eher geneigt, an feindliche Invasion im Stile von H.G.Well´s "Krieg der Welten" zu glauben, während die Engländer eher auf die Sendboten einer höheren Kultur von anderen Welten warten. Ein soeben erschienenes Buch eines Amerikaners, der am Mount Palomar in Kalifornien sich als Amateur mit Astronomie beschäftigt, setzt die englischen Gläubigen in Aufregung. Es behauptet, die sehnsüchtig erwarteten Sendboten seien eingetroffen. Der Bericht Adamski´s besagt, dass er und einige Freunde ein riesiges, zigarrenförmiges Raumschiff beobachtet hätten. Adamski bat seine Freunde, ihn allein zu lassen, und alsbald löste sich aus dem Raumschiff ein kleineres Fahrzeug wie eine Fliegende Untertasse geformt und landete in einiger Entfernung. Bald darauf wurde Adamski eines menschenähnlichen Wesens in Skihosen und mit langen Haaren ansichtig, das ihm winkte, näher zu kommen. Als er sich näherte, hatte er den Eindruck, einem unendlich überlegenen Wesen gegenüberzustehen, das ihm durch Gedankenübertragung mitteilte, es komme von der Venus, wo man durch Atomexplosionen auf der Erde beunruhigt sei. Einige als Beobachter entsandte Venusbewohner lebten bereits in Verkleidung auf der Erde. Der Verfasser ging mit dem Venuswesen zu dem Fahrzeug zurück, als er sich ihm zu weit näherte, erhielt er einen lähmenden Schlag. Das Venuswesen stieg ein und flog ab, nicht ohne sich von Adamski einige unbelichtete Filme ausgebeten zu haben, und die erste Begegnung mit einem Wesen von einem anderen Planeten war zu Ende. Historisches Datum: 20.November 1952. Am 13.Dezember kam das Fahrzeug wieder und warf die Filme ab. Sie enthalten unentzifferbare Hieroglyphen. natürlich wurde das Fahrzeug fotografiert. Es sieht aus wie der Deckel einer Büchse mit einem ringförmigen Griff oben aus großer Nähe aufgenommen.

Weshalb diese Literatur? Der Bericht wird geglaubt. Von wie vielen, die in den Zeitungen darüber lesen, kann man nicht beurteilen. Ein tüchtiger Organisator könnte ihn zur Grundlage einer Organisation, der Gemeinden der Venusfreunde machen. Auch das heilige Buch der Mormonen kam einst undentzifferbar zur Erde, und nur das erkorene Werkzeug, der Prophet, konnte es durch eine Brille entziffern, die Engel ihm überbrachten. Der Bericht gibt vor, ein wahrheitsgetreuer, beschworener Tatsachenbericht über wirkliche Geschehnisse zu sein. Es gibt keine Regel, die dem Verfasser eines fantastischen Romans, von "science fiction", verböte, eine solche Form zu wählen, um mehr Leser zu finden. Mich erinnerte dieser Bericht an einige gute alte Bekannte aus dieser Literaturgattung. Ich erinnerte mich, mit welcher Spannung und Erregung ich in meiner frühen Jugend gelesen hatte, wie der Physiker Dr.Grunthe, in einem Flugschiff der Martier direkt vom Nordpol kommend, ins Arbeitszimmer von Professor Torn in Jena eintritt und Torn hochfährt mit dem jubelnden Ruf: "Sie sind also da, Sie sind da!" und Grunthe bestätigt: "Ja, sie sind da!" - wobei man wissen muß, das Professor Torn der Sohn eines Martiers ist. Sein Vater war bei einem direkten Landeversuch auf die Erde verschlagen worden, und hatte sein Leben in verkleidung auf der Erde beschlossen, nicht ohne die erste interplanetarische Mischehe einzugehen. (Kurt Laßwitz, "Auf zwei Planeten"). Man fühlt sich erinnert, wenn man Adamski´s bericht liest: das Gefühl, einem höheren Wesen gegenüberzustehen, das Fahrzeug, das durch einen Spannungszustand im Äther gesichert ist, die Wesen von anderen Planeten, die verkleidet auf der Erde wohnen. Das sind Motive, die in solchen Romanen immer wiederkehren, die Träume, welche die Sehnsucht nach anderen Welten zu begleiten pflegen. Der Traum, dass der Menschheit Frieden und Erlösung durch überlegene Wesen anderer Sterne kommen könne, ist alt. Die seligen Inseln im Weltraum sind dasselbe wie die Utopien oder wie die politischen Ideenträume. Ich weiß zuviel über diese Literatur, als dass ich mir ernsthaft die Frage stellen könnte, ob Adamski´s Bericht als Tatsachenbericht oder als Roman gemeint ist. Adamski als das erkorene Werkzeug zur Verständigung zwischen Venus und Erde - es klingt etwas inadäquat. Warum gerade Adamski? Das ist wie bei H.G.Wells, wo brave beiläufige Bürger zufällig in so etwas hineingeraten, so wie Bedford ganz zufällig in die Gesellschaft Cavors und damit auf den Mond geriet. (H.G.Wells, "Die ersten Menschen im Mond".)

Als fantastischer Roman aber fehlt dem Buche Adamsk´s Saft und Kraft. Wie anders versteht der englische Schriftsteller C.S.Lewis die Begegnung mit den Geschöpfen der Venus zu schildern! (C.S.Lewis, "Out of the Silent Planet", 1938, "Perelandra, Reise zur Venus", 1943). C.S.Lewis liest in Oxford über englische Literatur, er ist Ehrendoktor der Theologie der St.Andrews Universität. Auch bei Lewis kann man die Herkunft der Gedankenelemente erkennen: die englische Stufenlehre und Engellehre des 18.Jahrhunderts, fantastische noch früher liegende Erzählungen; der Versuch, die Mythologie als die Archetypen des Bewußtseins aller Geschöpfe im Sonnensystem zu behandeln. der kurze Hinweis zeigt, dass es sich um Literatur von ganz anderem Rang handelt. Adamski´s dürftiger Bericht Die beiden Romane von Lewis sind Dissertationen über das Problem des Bösen in der Welt und eine Rechtfertigung der christlichen Anschauungen über das Verhältnis von Gott und Mensch. Der stille Planet ist die Erde, die als Sitz der Erbsünde vom Verkehr der Welten ausgeschlossen ist, die Welt, auf der der Erlöser mit dem Bösen gerungen hat. Malacandra, der Mars, ist der alternde und sterbende Planet, während Perelandra, die Venus, an der Schwelle steht, die durch das Buch Genesis bezeichnet ist. Ein erkorenes irdisches Werkzeug wird von den Wesen, die den tiefen Himmel bewohnen, nach der Venus gebracht, um dort in das Drama der Versuchung Evas durch die Schlange einzugreifen und mit einem vom Bösen dahin gebrachten Werkzeug von der Erde zu kämpfen. Eine glänzend fantasievolle Szene beschließt die moral-philosophische Abhandlung: die Übergabe der Herrschaft an das erste Paar auf der Venus - so wie die Erzählung vom paradies ohne den Südenfall weitergegangen wäre, und damit der Anbruch der Entwicklung, die Hoffnung auch für den schweigenden Planeten enthält. Das ist die ausgeprägteste Form des Traums, der bei aller solcher Literatur im Hintergrund steht, und wie dürftig ist Adamski´s Bericht dagegen. Dieser ausgeprägte Traum appelliert auf das stärkste nicht nur an die Fantasie, sondern auch an Intellekt zum Unterschied von Adamski´s Buch, das sich als Tatsachenbericht gibt und dabei den Intellekt beleidigt.

"Elektrische Rakete angekündigt - Oberth gab Interview über Fahrt zum Mond", hieß es am 8.November 1958 in der ´Kasseler Zeitung´ in einem Bericht aus Ludwigshafen. Der gerade aus den USA in die Bundesrepublik zurückgekehrte Raketenforscher Professor Hermann Oberth kündigte in einem Interview eine elektrisch getriebene Rakete an. Die Rakete, an der in Amerika intensiv gearbeitet werde, beruhe auf dem Prinzip des "elektrischen Windes". Oberth nannte eine Ausströmgeschwindigkeit der Rakete von 100 Kilometern je Sekunde, doch dürften 20 Kilometer je Sekunde seiner Ansicht nach genügen. Der größte Vorteil dieser Rakete liege in der verhältnismäßig geringen Beschleunigung bei gleichzeitig langem "Atem". Dies bedeute, dass die Rakete monatelang unterwegs sein könne. Der Raketenforschung ist der Auffassung, dass in etwa fünf Jahren mit dem Flug einer bemannten Rakete zum Mond zu rechnen ist. Oberth hält die Amerikaner den Sowjets an Erfahrung erheblich überlegen. Er betonte auch, dass er an außerirdische Lebewesen glaube. "Wenn man bei den Fliegenden Untertassen alles abstreicht, was sich als Humbug erwiesen hat, bleiben noch etwa zwei Prozent dieser Erscheinungsformen übrig, die sich mit irdischen Mitteln nicht erklären lassen. Ich nenne diese überirdischen Lebewesen Uraniden und glaube, dass es sehr intelligente Lebewesen sind." [Wie sich aus heutiger Sicht herausstellte, lag der große alte Mann der Raketentechnik in fast allen Punkten daneben.]

+ Schifferstadt wurde am 19.November 1958 von der UFO-Lichtbildervortragsreise des Herrn Veit erfaßt, die "lang erwartete" Veranstaltung "war für Schifferstadt ein Ereignis", weil Bürgermeister Teutsch die Veranstaltung im Volksbildungswerk eröffnete! Das Interesse in dieser Kleinstadt "war erstaunlich" und erforderte eine Erweiterung des Angebots durch den Vortragenden, der am abend darauf gleich nochmals seine "Aufklärungsaktion" an Ort wiederholte. Die Veranstaltung ging auf eine Initiative von Redakteur Wilbertz, dem Herausgeber des Schifferstädter Tagblattes und bis spät in den 80er Jahre hinein DUIST-ideologischer Aktivist, zurück. Dieser war bis dahin durch seinen "anerkennenswerten Mut" in seiner Zeitung aufgefallen, große ufologische Aufklärungsartikel über die "unleugbaren Tatsachen der Fliegenden Untertassen" zu drucken. Als Folge der Vortragsveranstaltung übernahm er auch gleich die neugegründete regionale Zweigstelle der DUIST.

+ Bald darauf wurde auch Göttingen, am 27.und 28.November 1958, beglückt, wo "in der weltberühmten Universität" ein Dozend, Prof.Lyra, die Organisation übernommen hatte, der bereits unter den Studenten seit Anfang des Jahres dafür warb. Auch diese Doppel-Veranstaltungen waren überfüllt. Redner Veit wurde "mit wohlwollendem Trampeln seitens der Studenten begrüßt", kein Wunder also, wenn "mit erstaunlicher Aufmerksamkeit und Ruhe die kritische Hörerschaft den nüchternen, wissenschaftlich fundierten Erläuterungen des Vortragenden folgte". Heftiger Applaus und Trampeln beendeten die Veranstaltungen. Lyra sprach sogar voller Dankbarkeit von einem "missionarischen Dienst", den Veit in der "Hochburg der Naturwissenschaften" ableistete. Gleich nach der Veranstaltung wurde am 15.Dezember 1958 die Göttinger UFO-Abteilung der DUIST von Prof.Lyra ins Leben gerufen, der spontan 30 Mitglieder beitraten.

"Das neue Buch" hieß eine Vorstellung von Peter G.Westphal´s Werk ´UFO-UFO, Das Buch von den Fliegenden Untertassen´ aus der Deutschen Verlangsanstalt, Stuttgart, welche sgerade für 8,80 DM erschienen war und in der ´Frankfurter Rundschau´ vom 8.November 1968 besprochen wurde: Man nennt sie schlichtweg und geradeaus "Fliegende Untertassen", aber auch "Unbekannte Flugobjekte", und als solche nimmt man sie ungemein ernst, was hierzulande bedeutet, daß eine Abkürzung ersonnen werden muß: UFO. Ganze Kongresse befassen sich mit ihrer Existenz oder vielmehr Nicht-Existenz; eine Idoelogie ist entstanden; Fanatiker melden sich zu Wort. Peter G.Westphal, der Naturwissenschaftler und Kunsthistoriker ist, hat sich im zweiten deutschen Fernsehen des Themas angenommen. Die Sendung "Invasion aus dem Kosmos?" war wohl weniger eindeutig in der Ablehnung des UFO-Spukes, als man sich das gewünscht hätte, immerhin ließ Westphal keinen vernünftigen zweifel daran, daß er im Grunde den Wissenschaftlern recht gibt, die eine Existenz von UFOs erheblich anzweifeln. Nun hat Westphal sein Material nochmals ausgebreitet, diesmal im Druck. Illustrationen aus dem Film sind in das Bändchen aufgenommen worden, und wer nach der UDF-Sendung noch der Ansicht gewesen sein mag, daß es Westphal doch nicht ganz mit den UFO-fanatikern verderben wollte, wird hier eines anderen belehrt. Dennoch wird immer wieder von Fliegenden Untertassen geredet werden - weil es sich gar nicht um eine rationale Möglichkeit handelt, sondern um Irrationalität, um Wunschdenken, um die Sehnsucht nach dem Unerklärbaren inmitten soviel Exaktheit unserer technischen Welt. - Immerhin dürfte es nach dem Erscheinen dieses Buches für die UFO-Anhänger etwas schwieriger geworden sein, ihren Irrationalismus zu propagieren. Wer die von Westphal zusammengetragenen Argumente unvoreingenommen zur Kenntnis nimmt, wird aufhören müssen, Hirngespinsten von Fliegenden Untertassen weiterhin nachzuhängen.

>Zwei amerikanische Dockarbeiter in "Fliegender Untertasse" untersucht/Fremde Wesen entführten und fotografierten sie/Polizei rätselt< berichteten die Gazetten aufgrund einer dpa-Meldung aus Pascagoula, so auch am 8.November 1973 die ´Badischen Neuesten Nachrichten´: Zwei amerikanische Dockarbeiter, die nach ihrer Behauptung von außerirdischen Lebewesen mit silbriger Haut, großen Augen und langen spitzen Ohren in ein Raumschiff gebracht und dort untersucht und fotografiert worden sein sollen, wurden nach einer Überprüfung in einem US-Luftwaffenhospital entlassen. Die Männer waren trotz ihrer phantasischen Geschichte vorsichtshalber in das Hospital der "Keesler Air Force Base" bei Pascagoula in Mississippi eingeliefert worden, um auf mögliche Strahlungen untersucht zu werden. Nach Angaben der Polizei werden die beiden Männer, der 42jährige Charles Hickson und der 19 Jahre alte Calvin Parker, noch vernommen und werden erst dann öffentliche Erklärungen abgeben. Der Polizei hatten sie erklärt, daß sie am Donnerstagabend beim Fischen an einem alten Pier am Pascagoula-River etwa drei Kilometer entfernt ein seltsames Objekt in der Luft beobachtet hatten, daß einen bläulichen Dunst ausgestoßen habe. Das Flugobjekt sei nähergekommen und habe dann etwa einen Meter über dem Wasser geschwebt. "Dann kamen drei Was-auch-imemr-sie-sind heraus, entweder schwebend oder gehend, und trugen uns in das Schiff", schilderten die Männer der Polizei zufolge. "Die Dinger hatten große Augen, sie hielten uns für etwa 20 Minuten, fotografierten uns und brachten uns dann zurück zum Pier. Das einzige Geräusch, das sie von sich gaben, war ein brummender Summton. Sie verschwanden wie ein Blitz", erzählten die beiden weiter. Die Wesen hätten eine blasse, silbergraue Haut, keine Haare, lange, spitze Ohren und Nasen mit einer mundartigen Öffnung und Hände "wie Krabbenscheren" gehabt.

>US-Küstenwacht verfolgte "geheimnisvolles Objekt"< meldete dpa aus Pascagoula und der ´Mannheimer Morgen´ vom 10.November 1973 übernahm: An der gleichen Stelle am Pascagoula-Fluß in Misssissippi, wo zwei amerikanische Dockarbeiter vor einigen Wochen nach ihrer Behauptung von "seltsamen Wesen" in einem Raumschiff untersucht wurden, hat die amerikanische Küstenwacht ein "nichtidentifiziertes, getauchtes und beleuchtetes Objekt" beobachtet. Der 42jährige Raymond Ryan hatte beim Angeln ein schimmerndes Licht im Wasser entdeckt. Es sei seinem Boot gefolgt und habe sich auch von Schlägen mit dem Ruder nicht vertreiben lassen. Er verständigte die amerikanische Küstenwacht, die in New Orleans berichtete: "Das Objekt befand sich etwa in 1,20 bis 1,80 Meter tiefem Wasser und bewegte sich mit sieben bis elf Stundenkilometern." Mehrere Offiziere beschrieben die ungewöhnliche Erscheinung als "ein nicht zu identifizierendes, untergetauchtes, beleuchtetes Objekt...wie ein Bernsteinstrahl, von zehn bis 15 Zentimetern Durchmesser und an einem hellen Metallobjekt befestigt."

"UFO über Madrid" kam es am 15.November 1973 zum Durchschlag, so auch im ´Mannheimer Morgen´: Über der spanischen Hauptstadt Madrid ist Agenturmeldungen vom Mittwoch zufolge ein unbekanntes Flugobjekt (UFO) gesichtet worden. Die Agentur Cifra berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, das UFO, das einer großen roten Kugel geglichen habe, sei etwa 20 Minuten lang zu sehen gewesen und sei dann in nördlicher Richtung verschwunden. Danach seien drei kleinere unbekannte Flugobjekte aufgetaucht, die etwa zehn Minuten lang sichtbar gewesen seien.

Der amerikanische UFO-Flap vom Herbst 1973 brachte die außerirdische UFO-Lösung/-Erklärung wieder ins öffentliche Bewußtsein zurück, und zwar sich recht ernsthaft anhörend: "Weltweiter UFO-Alarm: Die Untertassen fliegen wieder!" titelte Nr.48/1973 die ´Bunte´. Charles Hickson und Calvin Parker erklärten: "Wir wurden ins Raumschiff verschleppt!" Und Dr.James Harder und der Astronom Professor Allen Hynek vernahmen die in Hypnose (welche ein Mythos für sich als "Mittel zur Wahrheitsfindung" ausbildet, auch wenn sie es nicht ist!) versetzten Werftarbeiter (´also solche Leute wie wir und nicht solche komischen Kautze wie Wörner und Co´, muß sich der Leser denken) Hickson und Parker. Beide Wissenschaftler sind überzeugt, daß die Männer, was ihr Erlebnis mit einem UFO betrifft, "kein Anglerlatein erzählt haben". Alle Beteiligten werden aus der Anonymität herausgerißen und großformatig im Bilde vorgestellt, sie kommen uns damit als lebende Menschen näher und werden damit ´real´. Dies scheint uns schon psychologisch bedeutsam zu sein, da ansten UFO-Zeugen und sonstige Beteiligte der Debatte nur als Textzeilen ´entfremdet´ begegnen. Der Mensch ist eben auch ein Augentier, welches optische Anhaltspunkte braucht. Gerade auch im Umgang mit Menschen, auch wenn diese Begegnung (immer noch entpersonalisiert) nur in den bunten Blättern oder auf der Mattscheibe stattfindet. Die Bunte wußte auch mit dem ugandischen Staatsoberhaupt, ein blutrünstiger Diktator, General Idi Amin als UFO-Zeugen aufzuwarten. Aber auch John Gilligan, als Governeur des US-Staates Ohio, wird genannt, weil er zusammen mit seiner Frau Katie auf dem nächtlichen Heimfahrt ein bernsteinfarbenes Gebilde am Himmel stehen sah und sicher war: Dies ist kein Flugzeug und auch kein Vogel. (Der Mars stand gerade auffallend am Nachthimmel, wer denkt aber schon daran?) Da fehlten nur noch die Wissenschaftler der sowjetischen Gorki-Universität, die "mehrmals täglich und regegelt Funksignale aus der Atmosphäre" empfingen und die amtliche Nachrichtenagentur TASS deswegen zugestand: "Es ist nicht auszuschließen, daß sie von einer technisch entwickelten außerirdischen Zivilisation ausgesandt wurden." Naja, später widerrief TASS, aber wem fällt dies im Begeisterungsjubel schon auf? Abgerundet wird die Reportage mit einem großformatigen Foto aus dem US-Staat Ohio, wo nahe Columbus 150 Anrufer der Polizei gemeldet hatten "Wir haben ein UFO gesehen!" und einem Amateurfotografen der fotografische Nachweis hierfür gelang. Eine Langzeitbelichtung des Nachthimmels mit langgezogenen Sternbahnspuren, unterbrochen durch durchziehende Wolken...

"Angeblich UFO über Österreich" meldete dpa aus Wien und u.a. berichteten die ´Badischen Neuesten Nachrichten´ am 20.November 1973 davon: Ein unbekanntes Flugobjekt (UFO) wollen zwei Forstleute über Niederösterreich gesehen haben. Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete, meldeten Oberförster Franz Handl und Forstarbeiter Josef Teufel ihre Beobachtung der Gendarmerie. Sie hätten das in niedriger Höhe fliegende kugelförmige Objekt im Gebiet der Gemeinde St.Anton an der Jechnitz im Bezirk Scheibbs gesehen. Es sei orange bis feurig rot gewesen und habe einen hell leuchtenden Schweif nachgezogen. Nach etwa zehn Sekunden sei das Objekt in nordwestlicher Richtung verschwunden. [Die kurze Sichtungsdauer und der Schweif des Körpers lassen durchaus den Schluß Feuerball-Bolide zu.]

"Fischer berichteten von UFOs - Merkwürdige Erscheinungen an der Adria unaufgeklärt" meldete ´Frankfurter Rundschau´-Korrespondent Horst Schlitter in der Zeitung aus Rom am 14.November 1978: Die Adria-Fischer zwischen Pesaro und Pescara berichten seit Tagen über seltsame Vorgänge in ihren Fischfanggebieten. Da schwebten einmal lautlos grell leuchtende Flugkörper über den Köpfen der erschreckten Männer. Da erhoben sich bei sonst glatter See meterhohe Wellen und verschwanden wieder nach wenigen Minuten. Da spielten anderswo die Meßinstrumente einschließlich der Radargeräte verrückt. Die Fischer sind an sich keine ängstlichen Leute. Diesmal aber riefen sie die Behörden auf, den merkwürdigen Erscheinungen nachzugehen. Die Schlagzeilen in den Zeitungen ließen nicht auf sich warten. Die Hafenpolizei wollte sich nicht mit Vermutungen zufriedengeben. Von den Häfen San benedetto und Pescara aus erweiterte sie ihre sonst schon üblichen Kontrollfahrten. Doch auch von dieser Seite kam keine Erklärung. Im gegenteil. Das Polizeiboot CP 2018 bemerkte in der Höhe des Städtchens Silvi (Provinz Teramo) Vorgänge, welche die Aussagen der Fischer bestätigten: Etwa vier Seemeilen von Silvi erhob sich plötzlich ein breiter Lichtstrahl von der Wasseroberfläche und stieg bis zu einer geschätzten Höhe von 600 Metern. Als die Polizisten zum "Tatort" kamen, fanden sie nichts Auffälliges - aber kurz darauf war ihr Radargerät gestört. Das Marinekommando von Ancona ist auch nicht schlauer und verlegt sich deshalb auf vermutungen. Kapitän zur See Lucio Ferri: "Die Fischer sind sicher Opfer von ungewöhnlichen Lichtreflexen geworden, und daß ein Radarschirm schlecht funktioniert, kommt täglich vor." U-Boote jedenfalls seien in dem betreffenden Gebiet nicht eingesetzt worden. Immerhin sollen die Bürger das Gefühl haben, daß seine Streitkräfte jeder Gefahr begegnen. In den nächsten drei Nächten werden deshalb einige Minenräumboote vor der Küste kreuzen.

"UFO über Saaldorf" meldete am 25.November 1978 das ´Reichenhaller Tagblatt´: Freilassing. Bei einer Fahrt mit dem Streifenwagen auf der Kreisstrasse Saaldorf-Laufen, etwa auf Höhe der Raiffeisenbank, sahen zwei Beamte der Polizeiinspektionm Freilassing kurz nach 21 h seitlich über sich ein feuriges Gebilde, es sah aus wie Flammen mit einer Art Geflecht drumherum. Die nächtlichen Beobachter dachten zuerst an einen Heißluftballon, doch waren in der Nacht Umrisse nicht zu erkennen. das seltsame Ding entfernte sich gleich darauf und verschwand am nächtlichen Himmel. Sie meldeten den Vorfall der Inspektion, die damit so wenig anzufangen wußte wie die Beobachter selbst. Vielleicht hat noch jemand anderer die nächtliche Erscheinung gesehen? Vielleicht gibt es dafür auch eine natürlich Erklärung außer der, dass es sich um ein unbekanntes Flugobjekt (UFO) gehandelt haben könnte.

"Auch Zahnarzt-Familie hat UFO gesichtet" meldete dann am 29.November 1978 das ´Reichenhaller Tagblatt´: Die Zahnarztfamilie Petram in Saaldorf erzählte es Bekannten. Die Reaktion ging von belustigtem Schmunzeln bis zu lauthalsem Lachen. Sie hätten ein unbekanntes Flugobjekt gesehen, darin waren sich Zahnarzt Petram, seine Frau, deren Sohn und dessen Freundin einig. Als sie am Samstag in unserer Zeitung von der seltsamen Erscheinung lasen, die zwei Beamte eines Streifenwagens der Polizeiinspektion Freilassing nachts um 21 h gesehen hatten, fühlten sie sich bestätigt. Der Saaldorfer erzählte uns folgende Begebenheit: So etwa gegen 21 h habe die Freundin des Sohnes aus dem 1.Stock des Wohnhauses der Zahnarztfamilie in Saaldorf geschaut und scherzend gesagt: "Möchst ein UFO sehn?" Der Sohn habe zum fenster in den nachtdunklen Sternenhimmel geschaut und tatsächlich ein helles Gebilde gesehen. Die Jungen begaben sich in das Erdgeschoß und alarmierten das Ehepaar, gemeinsam traten sie auf die Terrasse. Der Zahnarzt holte ein Fernglas. Er glaubte, etwa 100 m über Saaldorf ein flackerndes Licht zu erkennen, um das eine Art gestänge war. Plötzlich setzte sich die Erscheinung in bewegung, das Flackern verstärkrte sich zu einem gleichmäßigen Leuchten, das unbekannte Objekt entfernte sich äußerst schnell und geräuschlos in Richtung Bad Reichenhall. Petram dachte zuerst an einen Heißluftballon, doch die ganze Art der Erscheinung schloß eigentlich einen solchen Flugkörper aus. So weit die Darstellung des Saaldorfers. Zur Presse scherzte er: "Vielleicht war einer drin, der Zahnweh hatte." Als wir Zweifel anmeldeten, dass es sich bei dieser Lichtquelle um ein UFO gehandelt haben könnte, versicherte Petram: "Auf meine Augen kann ich mich verlassen."

"Fernsehen interviewte UFO-Beobachter - Bouelevard-Presse machte aus nächtlichem Vorfall eine Sensation" berichtete am 30.November 1978 das ´Reichenhaller Tagblatt´ weiter: "Da oben ist was zu sehen, das schaut aus wie ein UFO", sagte der Beifahrer im Funkstreifenwagen der Polizeisinspektion zum Fahrer, als sie in Saaldorf auf einer nächtlichen Kontrollfahrt kurz nach 21 h von einer untergeordneten Seitenstrasse auf die Kreisstrasse Saaldorf-Laufen einbiegen wollten. Der Fahrer sah das seltsam leuchtende Ding am sternenklaren, aber nachtdunklen Himmel zuerst nicht, weil der Streifenwagen an der Einmünmdung schräg nach unten stand. "Das muß ich mir ansehen", sagte er und stieg kurz aus. Nun sah auch er in unbestimmter Entfernung ein flackerndes Licht, das von einer Art Geflecht umgeben schien. Beide Beamte versehen seit Jahrzehnten Dienst bei der Polizei und sind als äußerst zuverlässig bekannt. Sie beobachteten beide, wie sich der Feuerschein dann plötzlich so geräuschlos, wie er am Himmel über Saaldorf gestanden hatte, in nördlicher Richtung entfernte (wobei die beiden Beamten nachher einräumten, es sei nachts schwer, genau Entfernung und Richtung zu bestimmen). Zur gleichen Zeit schaute die Freundin eines Zahnarztsohnes aus Saaldorf zufällig zum Fenster hinaus und entdeckte ebenfalls das merkwürdige Licht. Sie rief ihren Freund, der im abgedunkelten Zimmer im 1.Stock beim Fernsehen saß. Gemeinsam beobachteten sie dann mit den Eltern des Zahnarztsohnes von der Terrasse im Erdgeschoß aus den unbekannten Flugkörper, der sich nach Aussage des Zahnarztes dann in Richtung Bad Reichenhall fortbewegte; hier also ein kleiner Widerspruch in den Aussagen der Polizeibeamten und der Privatleute (wir berichteten über beide Beobachtungen).

Wir haben damit die Darstellungen der nächtlichen UFO-Beobachter wiedergegeben. In einer kurzen Meldung in unserer Ausgabe vom vergangenen Samstag schrieben wir abschließend: "Vielleicht gibt es dafür auch eine natürliche Erklärung außer der, dass es sich um ein unbekanntes Flugobjekt (UFO) gehandelt haben könnte." An dieser Stelle ist anzumerken, dass UFO alle unbekannten Flugobjekte genannt werden, also ohne weiteres auch irdische, die meisten Menschen aber darunter Flugobjekte von außerhalb der Erde verstehen, was falsch ist. Dass die Boulevard-Presse unsere Kurzmeldung aufgreifen und daraus eine Sensation machen würde, war vorauszusehen. Zwei Tage später war in einem Münchner Massenblatt nachzulesen: "Polizisten sahen ein UFO über Freilassing schweben. Ein Zahnarzt bestätigt: Unheimlicher Feuerball!" So sensationell war den beiden Polizeibeamten die Erscheinung nicht erschienen. Sie hatten auch nicht im Sinn, eine Sensation daraus zu machen. Mehr zufällig erfuhren wir von ihrer Beobachtung, die sie zwar auch nicht zu deuten wußten, von der sie aber annahmen, dass sie natürlichen Ursprungs sein könnte. Die Meldung in unserer Zeitung und der sensationelle Nachdruck in der Boulevardpresse rückte sie ungewollt ins Rampenlicht der Öffentlichkeit mit ihrer nächtlichen Beobachtung. Am Dienstag kam sogar das Bayerische Fernsehen in die Polizeiinspektion Freilassing, um mit übergeordneter Genehmigung die beiden "amtlichen" Beobachter zu interviewen. Fernsehreporter Erich Braunsperger, selbst skeptisch in Sachen UFO-Erscheinungen, hielt sich an die Tatsachen und ließ lediglich die Beamten zu Wort kommen. Ob es auf sein Konto kam, dass in der Abendschau von Bayern III als zweite Beobachtergruppe von einer Arztfamilie aus Freilassing (richtig: Zahnarztfamilie auis Saaldorf) die Rede war, wissen wir nicht, könnte aber aus der Eile entschuldigt werden, mit der der Fernsehkurzfilm von der Aufnahmezeit gegen 15 h bis zur Sendung um 18:50 h transportiert und zubereitet werden mußte. Von Bedeutung war diese Einzelheit ohnehin nicht.

In der Interview-Kolumne der Musikzeitschrift ´Fame´ für Oktober-November 1983 tauchte Nina Hagen als UFO-Enthusiastin auf: "Sie erzählt, was wir alle gerne hören - schöne Geschichten. Über UFOs, Außerirdische, Jesus, gute ´vibrations´, Numerologie..." und sie ist der Star der Storys, witzig, ironisch, selbstkarikierend, sehr verspielt. Man muß wissen, dass Nina Hagen im Sternzeichen des Fisches geboren ist. Fische sind sensible Menschen, die es nicht leicht mit der Realität haben und sich deshalb ihr eigene Welt bauen. So sind sie gute Märchenerzähler - besonders, wenn es um ihre Person geht. Und sie leben ganz gut in ihrer Welt! Nina H.: Ich bin Sternenkind, habe ich herausgefunden. Ich bin ein Kind der Star People, die Jahrhunderte zuvor von außerirdischen Männern mit irdischen Frauen entstanden sind. Is´ ne ganz alte Geschichte. Daraus entstand eine hochentwickelte Rasse, die, wie wir es auch machen werden, von der dritten in die vierte Dimension übergehen konnte. Manchmal werd eich abgeholt, z.B. in Träumen, und es geht zu einem Platz, den ich gar nicht hier unten beschreiben kann mit Worten, das kann ich gar nicht, mein Denken geht nicht so weit. Ich weiß aber, dass ich da war und es ganz anders ist, und farbenfroh, und ganz peaceful. Mit Landschaft und Idyllen, mit Hügel wie hier. Fame: Meinst Du, dass das die vierte Dimension ist, die Du erlebt hast? Nina H.: Ja, es gibt einen Platz, der ist ähnlich wie dieser hier unten, nur da oben ist alles geordnet. Fame: Du meist vielleicht eine Parallelwelt? Nina H.: Ja klar... Es ist mein Wunsch gewesen, hierher zu kommen, um zu lernen. Fame: Willst Du für später lernen, für den Übergang in die vierte Dimension? Nina H.: Ja klar, man muß ja Kontakt aufnehmen mit den Wesen der anderen Dimension, oder von den UFOs. Bisher konnte die sich uns nicht zeigen... Fame: Wir wir unterentwickelt sind? Nina H.: Ja, weil wir Angst haben, denn die sehen so verschärft aus, dass wir mit unseren Gewohnheitsaugen die als Reptilien und Amphibien sehen. Vor ein paar Jahren habe ich mein erstes UFO gesehen. Wir waren auf einem Bauernhof in der Nähe von Hamburg in einer ziemlichen Einöde. Und wir haben auch von UFOs gesprochen. Ich lag im Bett und konnte nicht schlafen, wegen der UFOs draussen. Und Du mußt wissen, dass in der Einöde es stockfinster ist. Und die sind draußen rumgeflogen, mit Licht und allem und ich saß mit ´nem Horror im Bett, denn damals war ich im Horror irgendwie in meiner aufgebauten Gedankenwelt. Das nächste UFO war in Malibu, nach einer schwangeren Tournee 1981 durch Europa und Deutschland blabla - tourniert habe. Da war mir ständig schlecht die ersten drei Monate Schwangerschaft, jeder Geruch war mir die Hölle... FA-Seife, die ich im Osten vergöttert habe, konnte ich nicht mehr riechen, es war zum Kotzen, den ganzen Tag. Eines Tages, nachts, hängt es über mir. Der Moment ist so umwälzend gewesen, dass ich nur dastand mit runterhängender Kinnklappe - ohne was sagen zu müssen. Sie haben Farbenspiel gemacht, türkis, gelb, pink, und dann konnte ich reingucken und da liefen freundliche, in ganz irrsinnig spacige Stoffe gehüllte Wesen mit freundlichen Gesichtern, obwohl ich gesichter nicht richtig erkennen konnte, mit Frisuren... so irgendwie komfortabel... eher wie im Video. Fame: Gibt´s denn außer UFOs noch was, worauf Du total abfährst? Nina H.: Ja, Jesus, der ist ein ganz süßer Spirit. Fame: Ich interessiere mich auch für UFOs, aber bis jetzt ist mit keins begegnet. was habe ich denn falsch gemacht? Nina H.: Du mußt UFO-Bücher lesen, eine UFO-Gruppe gründen, mit Medien sprechen, die schon Kontakt hatten... die trifft man nur, wenn man will.

Auch der ´Musik Expres´s vom November 1983 griff sich die Story: "Nina: Ich mache weiter englische und deutsche Texte - ooh, und französische Texte narrtürlisssch!" Und je better mein Französisch wird, desto better werden meine Texte. In Frankreich, in der Süd-Provence gibt´s ein Dorf, das hat sehr viel mit den UFOs zu tun. Da geht´ ich sowieso mal hin. Die Zeit, dass sich die UFOs zeugen und mit den Regierungen Kontakt aufnehmen, ist ja schon da. Jetzt liegt es an dir, sie willkommen zu heißen oder in Angststellung zu bleiben. Die sind doch ganz total friedlich. Die wollen friedlichen Kontakt mir uns schließen. Man kann sich ja informieren in den Büchern von den Leuten, die schon Kontaktpersonen sind. So bei mir: Als ich so 1980 rum mit ein paar Berliner Leuten in der Babylon-Forschung drinsteckte, haben wir in so einer Farm in der Nähe von Hamburg, bei Hans-Otto Mertens, gelebt. Dieser Bauernhof ist 100 Meter vom nächsten entfernt, da gibt es nachts kein Licht. Und da flogen die ganze Zeit Lichter ums Haus rum - und die Jungs, Leffy hieß einer, hat gesagt: ´Das war ein UFO.´ Das war ihm ganz klar. Und er konnte sich nicht mehr bewegen oder so. Das war sehr interessant für mich. Aber als die UFOs soum das Haus rumflogen, hatte ich unheimlichen Schiß und konnte die ganze Nacht nicht schlafen, habe immer Schatten die Wand langfahren sehen durch die Gardinen, brrr, da hatte ich Angst. Da war ich noch nicht ready für die UFOs.

"UFO-Baby bei den Sowjets - Weinte nicht - Lachte nicht - keine Haare - Violette Augen" berichtete am 14.November 1983 BILD auf der Einser ganz groß aufgemacht (in 5,5 cm hohen Lettern): Sowjetische Wissenschaftler sollen angeblich aus einem abgestürzten UFO ein Baby geborgen und 11 Wochen am Leben gehalten haben. Das UFO-Baby hatte nach einem Bericht der US-Zeitschrift National Enquirer kein einziges Haar. Seine Augen leuchteten violett, es weinte nicht, es lachte nicht. Wie es auf der Erde angeblich gelebt hat lesen Sie auf der letzten Seite:

Professor Kaminski bezweifelt UFO-Baby: Der National Enuqirer berichtet: 14.Juli 1983, abends gegen acht. In einem Feuerball verglüht über der kirgisischen Hauptstadt Frunse ein UFO. Ehe es durch die Reibung in der Erdatmosphäre gänzlich zerstört wird, stößt es eine Kapsel ab. Suchhubschrauber finde nur noch Asche. Aber wenig später wird die Kapsel gefunden: eiförmig, etwa einen Meter lang. Im Medizinischen Institut von Frunse öffnen laut Enquirer Ärzte die Kapsel vorsichtig. Aus wimperlosen Augen starrt sie ein Baby an. Eine Krankenschwester: "Das Kind schloß die Augen nie, auch nicht, wenn es schlief. Es versuchte auch nie zu krabbeln oder zu gehen. Es verzog das Gesicht nicht, schrie nicht, sprach nicht." Einzige Reaktion: "Wir fütterten es mit Spinat - den spuckte es wieder aus." Ein Arzt der das etwa ein Erdenjahr alte Baby betreut haben soll. "Röntgenaufnahmen zeigten den Körperbau und die inneren Organe eines irdischen Menschen. Das Herz war etwas größer, die Gehirnströme normal - nur die Aplhawellen waren stärker ausgeprägt. Das bedeutet: Das Kind war zur Gedankenübertragung und zur Telekinese fähig, das heißt, es hätte mit Willenskraft Gegenstände bewegen können." Nach elf Wochen sei das UFO-Baby mangels eigener Abwehrkräfte an einer Infektion gestorben. Weltraum-Professor Kaminski zu dem Enquirer-Bericht: "Völlig unmöglich. Ein solches UFO müßte von einem Planeten mit erdähnlichen Bedingungen kommen. Solche Bedingungen sind aber nachweislich innerhalb von 40 Lichtjahren von der Erde ausgeschlossen. Ein solches UFO hätte also mit Lichtgeschwindigkeit mindestens 40 Jahre zur Erde unterwegs sein müssen. Ich halte nichts von solchen Fiktionen."

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