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05.05.2008


    
Himmelslaternen in Bayern verboten - Massenaufgebot der Lampions...

UFO-Forscher helfen Polizei - Die neuesten UFO-Sichtungsmeldungen

Guten Tag! Haben Sie sich schon einmal überlegt, wie das eigentlich mit der UFOlogie so ist? Die UFOlogie lebt zunächst einmal auf Pump - im Selbstvertrauen darauf, dass sich der eigene Glaube vom Traum ´Die Fliegenden Untertassen sind hier!´ wohl irgendwann einmal bestätigen wird. Ich denke schon seit etlichen Jahren, dass da eigentlich eine Art ´Wertberichtigung´ stattfinden müsste, weil man sonst nach wie als UFOloge abgedreht wirkt. Für das ganze UFO-Thema gab es wegen dem Untertassen-Mythos nie stabile Rahmenbedingungen, schon gar nicht in Richtung "wissenschaftliche Herausforderung". Ist es so, oder ist es nicht so? UFO-Realisten wie wir sollten dazu die lachenden Dritten sein. Doch wird sind es nicht!

Einige der verbliebenen UFOlogen zeigen zwar soetwas wie Kampfgeist, aber der geht NICHT in Richtung UFO-Phänomen-Erforschung, sondern in der Verteidigung der fundamentalistischen Überzeugung. Ein Manko, weil es da an eine rganz wichtigen Sache fehlt: souverän, abgebrüht und ohne Huschi-Huschi-Nebenbei-Bedeutung mit dem Thema im lustigen UFOtainment-Bereich umzugehen. Kompetenz ist wirklich noch seltener im UFO-Feld zu finden, als Fälle mit dem Kennzeichen "near UFO". Es ist einfach schon immer so gewesen, dass die allerwenigsten UFO-Fans auch mit Kenntnis und Wissen qualifiziert etwas von sich geben. Stammtisch-Gequatsche ist die Regel, davon habe ich längst die Nase ultra-voll. Da gibts auch keine Streicheleinheiten von mir. Für was und warum auch? Neoliberales Schönfärbergequatsche liegt mir einfach nicht und ich mache mir auch keinerlei stundenlages Kopfzerbrechen darüber, wie ich meine Äußerungen nett lesbar machen kann, um durch Unverbindlichkeit ja niemanden zu verärgern und überall ´falsche´ Freunde zu finden.

Mit Erheiterung nahm ich zur Kenntnis, wie sich UFO-Freunde gegenseitig Sand in die Augen streuen. Gerade nach der DEGUFO-Konferenz zu Erfurt wurde noch erklärt, es habe keine konkreten Projekte-Beschlüße gegeben und plötzlich ist das Gegenteil wahr: Es wurde ein erstes gruppenübergreifendes Forschungsprojekt initiiert, das hauptsächlich von der DEGUFO und der GEP bearbeitet werden wird (wo bleiben MUFO-CES und die Exos?). Inhalt dieses Projekts ist eine sozialwissenschaftliche Analyse des Diskurses um den allseits bekannten Roswell-Zwischenfall. Ideengeber, Initiator und Hauptverantwortlicher ist Ingbert Jüdt, sowohl DEGUFO- als auch GEP-Mitglied, der sich von der gemeinsamen Arbeit am Projekt gruppenübergreifend konstruktive Ideen, Hinweise und Kritik erhofft. Mich wundert beträchtlich, das nur ein Mitglied der DEGUFO soetwas anregt und nicht die Chefs von dort selbst und dann noch in einer "sozialwissenschaftliche Analyse" des Falls Roswell, wo doch schon klar ist, dass das ganze Unternehmen eben nicht in die Richtung geht, die die DEGUFO gerade auszeichnet - der menschlichen Psychologie. Genau solch ein Projekt gehört doch in die Hände von GfA und GEP sowie CENAP, wobei schon sehr und mehr als interessant ist, dass die MUFON-CES selbst schon davon ausgestiegen ist! Es wird doch niemand erwarten, das außer von Jüdt alleinig vernünftiges von anderen DEGUFO-Mitgliedern eingebracht wird. Zudem wundert mich ein Umstand, Uli Thieme als zweifelsfrei DER deutsche Roswell-Spezialist wird ebenso erst gar nicht ins Spiel gebracht - ist doch alles ideologisch bedinger Kindergarten im Sinne von Schönfärberei für die Dummen, mit denen man es ja machen kann (übrigens ein Wort Thieme´s, wenn ich mich recht entsinne in der ´Frankfurter Rundschau´ einst). Was soll ein Diskurs ohne den Fachmann schlechthin? Kurzum: hier wird sinnbildlich nur aus falscher Freundlichkeit heraus Perlen den Säuen vorgeworfen. Und das MUFON-CES als die Truppe der Akademiker, die an Fliegende Untertassen glauben, hier außen vor steht (scheinbar fehlt es bei den ´Wissenschaftlern´ dazu an Personal) ist schon alles sagend. Eigentlich genug Grund die Taschentücher zum Abheulen herauszuholen und die Schande des Versagen des Projektes an sich schon an der Basis. Das jetzt noch zu bejubeln ist total falsch - aber gut, vielleicht schwebte mrgen schon ein echter blauer Elefant auf nem roten fliegenden Teppich über Mannheim durch den Himmel. Denken kann man es, aber es ist nicht wahrscheinlich - und immer nur auf echte Unwahrscheinlichkeiten zu setzen ist auch ein Hämmerle für sich.

Wie gesagt, die Idee Jüdt´s ist klasse und unterstützenswert, nur dazu muss er sich die richtigen Mitspieler im ´Sandkasten´ heraussuchen und sich nicht an falschen ´Sandburgen´-Mitbauern orientieren von denen eh nichts zu erwarten ist. Ich lass mich aber gerne jenseits der großen Worte mal gerne überraschen, hoffendlich einmal positiv! Der ´Spalter-Man´, der einfach nur den größeren Überblick hat und die Situation kennt.

Montag, der 5.Mai 2008 - der Tag beginnt mit einer Himmelslaternen-Extrem-Meldung, zu den Geistern die ich rief. Die ´Fränkischen Nachrichten´ berichteten unter der Schlagzeile "Genüsse für Gaumen, Ohr und Auge - Becksteiner Winzerfest: Von Mittwoch bis Sonntag war im Weinort viel geboten / Himmelslaternen und Fackeln setzten Lichtzeichen" ( http://www.fnweb.de/regionales/laud... ) von einem verblüffenden Ereignis:

>...Die Wahl einer Becksteiner Weinkönigin, das 1. Becksteiner Oldtimertreffen sowie der Start hunderter Himmelslaternen stellten neue und besondere Highlights im Programm dar. ...Besonders viele Attraktionen bot der Samstag: ... Für Stimmung waren an diesem Abend die "Impfinger Musikanten" zuständig. In den frühen Nachtstunden boten die Veranstalter eine ganz außergewöhnliche Attraktion: Fackelwanderer zogen durch die Weinberge, und vor der Halle durften die Festbesucher eigenhändig große Himmelslaternen steigen lassen. Über 800 Leuchtkörper stiegen auf. Sie setzten zusammen mit den Fackeln eindrucksvolle Lichtzeichen über dem Weinort und begeisterten die Menschen...<

Da hüpft doch der ´Bocksbeutel´..., auch weil vielleicht dies den Franken nicht geläufig war, was ich hier jetzt vom 4.März 08 als Pressemitteilung des Landratsamtes Cham nachreiche, in der es klare Aussagen ohne viele Wenn und Aber gibt, die zu keinerlei absurden Mutmaßungen und neoliberalen Verwaschungs-Effekt-Interpretationen führen können und ein klares Wort - wie den Menschen aufs Maul geschaut - beinhalen:

>Himmelslaternen in Bayern verboten

Das Landratsamt warnt vor einem neuen Party-Gag. Im Internet werden kleine Heißluftballone unter verschiedenen Bezeichnungen angeboten (Himmelslaterne, Skyballon, Skylaterne, Fluglaterne und ähnliche Namen), die offensichtlich zunehmend auch in den Landkreis verkauft werden. Bei einer "Himmelslaterne" handelt es sich um eine Art Lampion, der aus Papier besteht und der an der Öffnung durch ein Drahtgestell aufgespannt wird. Mit Hilfe eines Brennkörpers an der Öffnung entzündet man ein Feuer, das den Ballon von innen beleuchtet, die Luft im Ballon erhitzt und ihn aufsteigen lässt. In der Nacht wird der Ballon so über weite Strecken sichtbar; er kann bis in eine Höhe von mehreren hundert Metern aufsteigen.

Das Landratsamt weist darauf hin, dass es nach der (bayerischen) Verordnung über die Verhütung von Bränden unter Bußgeldandrohung verboten ist, solche Ballone aufsteigen zu lassen. Das Risiko, einen Brand auszulösen, ist sehr groß, wenn diese Papier-Ballone auf ihrem Flug in Brand geraten und brennend - möglicherweise noch über einem Wald - herabstürzen. Auch derzeit schon sind die Wälder so trocken, dass eine erhebliche Brandgefahr besteht. Denjenigen, der einen solchen Ballon steigen lässt, trifft auch die volle Haftung für eventuell verursachte Schäden.<

Nach: http://www.landkreis-cham.de/presse...

Was am Dienstag in der ´Heilbronner Stimme´ zu lesen sein würde, konnte man bereits unter http://www.stimme.de/nachrichten/he... am späteren Montagnachmittag nachlesen:

>Ufo-Forscher helfen Polizei

Schon wieder: Am Samstag haben mehrere Menschen rund 20 orange-rote Lichter am Nachthimmel gesehen, die von Osten nach Westen über Weinsberg hinweg gezogen sind. Einzelne Zeugen haben daraufhin bei der Polizei angerufen, weil sie sich das Himmelsphänomen nicht erklären konnten. Dort wiederum rief man am Sonntagmorgen {15:30 h ist bei mir Nachmittag!} bei der Ufo-Meldestelle in Mannheim an. "Die Kollegen waren sich eigentlich sicher, dass es keine Ufos waren", sagt Polizeisprecher Rainer Köller und lacht - der Sache auf den Grund gehen wollten sie natürlich trotzdem {??? - was soll dies, ist ja widersprüchlich im Versuch es nur wegen eigener Ohnmacht besser anhören zu lassen}. Ufo-Forscher Werner Walter aus Mannheim, der dem Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) angehört, verbreitet nun im Lande voller Stolz {in gewisser Weise klar, wenn man ´Deinem Freund und Helfer´ selbst helfen kann - aber deswegen platzt mir jetzt keineswegs das Hemd}, dass er der Polizei bei ihren Ermittlungen hat helfen können. Er spricht von einer bundesweiten Ufo-Nacht im XXL-Format. Hier seine Erklärung des Phänomens: "Es handelt sich um sogenannte Himmelslaternen, kleine Modell-Heißluftballons, die zu einem Spottpreis zu erwerben sind und die alten Silvesterraketen so nach und nach ablösen. Da die praktisch kaum jemand kennt und niemand weiß, um was es sich dabei handelt, wenn man ihnen am Himmel begegnet, kommt es jetzt verstärkt und wie niemals zuvor in Deutschland zu Ufo-Beobachtungen." Vor allem im Mai - dem Hochzeitsmonat.<

An diesem Tag besuchte mich ein Zeitungsredakteuer in Sachen der momentanen UFO-Welle. Eigentlich wollte er zwei Stunden bleiben, daraus wurden 3 Stunden. Dazu wird dann demnächst auch ein Artikel erscheinen, wohl aber nicht vor kommenden Samstag.

Außerdem gab es noch UFO-Sichtungs-Meldeeingänge:

Gegen 13 h meldete sich Renate R. aus Bodenwerder, die sich wunderte, das über nicht nur ihre Beobachtung von "seltsamen Lichtern am Himmel" gegen 23 h in der Samstagnacht nichts in den Zeitungen stand. Sie war an diesem Abend mit einigen Freunden in einer Gaststätte in der Stadt gewesen und war mit ihrem Freund zum Rauchen vor die Türe gegangen. Schon nach kaum dem ersten Zug kam bei den Leuten vor der Türe Unruhe auf, weil da "so um die zehn Lichter" am Himmel hintereinander her zogen, einfach lautlos gerade aus, um nach 1 1/2 Minuten außer Sicht über der Stadt zu verschwinden. Sofort ging das Wort "von den UFOs" um, weil die Lichter alle tiefrot glühten und nichts zu hören war. R. war sich sicher, dass diese Lichterkette schließlich über die ganze Stadt gezogen sein muss und deswegen war sie sich wieder sicher, dass dazu heute was in der Zeitung stehen würde. War aber nicht der Fall. Im Geschäft nutzte sie den I-Netzugang ihres Rechners, fand mich da und rief in ihrer Mittagspause mich sofort an...

Georg T. aus Freising meldete sich gegen 15:30 h. Weil er am frühen Sonntagabend noch eine Fahradtour mit seiner Frau "raus nach Weihenstephan" gemacht hatte. Gegen 22:30 befanden sie sich auf dem Rückweg und wollten noch in einem Biergarten kurz "etwas Zischen gehen, erstmals in diesem Jahr". Kurz zuvor sahen sie aber noch drei "orangene Kugeln" durch den Himmel genau in jene Richtung (Weihenstephan) ziehen, aus der sie gerade herbeigeradelt waren. Halbmondgroß würde T. diese langsam in nicht ganz perfekter Dreiecksgestalt dahinziehenden "leicht pulsierenden" Lichter (nicht ganz perfekte Kugeln, eher wie ´gequetsche Eier´) einschätzen. Er und seine Frau stiegen sofort ab und schauten den Lichtern nach, sie befanden sich in absolut ruhiger Gegend und konnten gar nichts hören. Mehr als halbhoch am Himmel zogen diese Dreiergruppe dahin, zog sich aber dabei immer mehr auseinander, sodass diese einfach hintereinander dahinflogen. In dem Moment kam ein Rollerfahrer auch schon aus Richtung "Biergarten" daher und rief ihnen lachend zu, "den UFOs nachzufahren". Die T.´s stiegen so wieder auf und setzten ihren Weg zur Kneipe fort, Zwei Minuten später kamen sie auch an und merkten, "dass über die UFOs alle sprachen". Wenn auch amüsiert, das Wort von "durchgegangenen Lichtballons des THW" oder sowas ging aber ebenso um. Vom Rollerfahrer war nichts mehr zu vernehmen gewesen, was jetzt aber auch nicht wundern darf, weil der Biergarten um 23 h schloß und die T.´s sowieso nur eine Halbe "zischten" und dann wieder heimfuhren. Außerdem war´s inzwischen doch schon frisch geworden.

Der 43jährige Herr Sch. (ehemaliger NVA-Jägerpilot) aus Halberstadt meldete sich am späteren Nachmittag, weil er am 30.April 08 zusammen mit seinem Vater vom Garten aus gegen 21:30 h ein geräuschloses gelblich-oranges Lichtobjekt "größer als jeder Stern" unterhalb der leichten und niedrigen Wolkendecke dahinziehen sah, bis es nach 1 1/2 Minuten außer Sicht verschwand. Sch. konnte noch ein Fernglas für die letzten paar Sekunden der Observation herbeiholen und es darauf einstellen, "was aber nicht mehr erbrachte, da war es wohl schon zu weit weg". Er meinte ein Flugzeuglicht zu sehen und schätzte die Objektgeschwindigkeit auf 800 km/h ein, einfach so aufgrund dessen, was er an Flugzeugen in seiner Gegend und aus seiner Fliegererfahrung heraus kennt. Komisch kam ihm aber selbst vor, dass die ganze Beobachtung a) geräuschlos verlief und b) unter den Wolken. Aber er kannte selbst seinen Irrtum, nachdem ich ihm den MHB in seinen wirklichen Dimensionen vorstellte. Für Sch. war es daher ganz klar, dass er sich wegen dem bisher für ihn unbekannten MHB "in allen Dimensionen total verschätze" und jetzt wieder alles stimmig wurde.

Via eMail erreichte mich aus Konstanz dies durch Alaxandra G.: "My boyfriend and I live in Konstanz (german/swiss border) and saw 12 flying objects on friday night at 10.30 p.m.  We were scared - they were each as bright as a star and globe like - didn´t look like planes, hovering above hte lake.  Do you know if there was any military activity there?  Attached is a photo {totales Schwarzbild, schwarz wie sprichwörtlich die Nacht} i took on my digital camera - which is really bad - got to get a new camera.  When the flash went off suddenly all objects disapeared in an instance."

Und aus dem texanischen Stephenville sowie der MUFON-PK zum Schlußbericht hört man immer noch nichts...und die UFO-Gemeinde kümmert es nicht. Was auch nachweist, dass die ganze Geschichte nur ein schnelllebiger ´Durchlauferhitzer´ zwecks geiles kurzweiliges UFOtaintment ist und die allerwenigsten UFOlogen wirklich ernsthaft am Thema interessiert sind. Soviel also auch zur ´Ernsthaftigkeit´. Es ist wie bei den allermeisten Männern und ihr wahres Verhältnis zum Thema Sex: Abspritzen und fertig.

Externe Links

http://www.fnweb.de/regionales/lauda_koenigshofen/20080505_srv0000002536042.html
http://www.landkreis-cham.de/pressenetz/pressearchiv/08030401.asp
http://www.stimme.de/nachrichten/heilbronn/art16305,1236878

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