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28.09.2007


    
286 x : UFOs wie noch nie über Deutschland unterwegs

UFO-Sonderkonferenz deswegen einberufen

Mannheim. Seit vier Monaten - genauer mit dem VfB-Meisterschaftstitel - liegt Deutschland wie im UFO-Rausch. Überall im Land werden geräuschlose orange-rote Lichtobjekte gesehen, die die Zufallsbeobachter als UFOs ansehen. In Wirklichkeit sind diese fremdartig-wirkenden Körper nur kleine Miniaturheißluftballone bzw ´Asiatische Himmelslaternen´. Die Mannheimer UFO-Meldestelle mit ihrem "SOS-UFO-Telefon" 0621-701370 von Hobbyastronom Werner Walter (50) im Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene verzeichnet im üblichen Jahresdurchschnitt gerade einmal 70 UFO-Sichtungsmeldungen pro Jahr. Inzwischen sind es unglaubliche 286 Meldungen - und auf einer Karte übertragen zeigte sich, dass das Ruhrgebiet als Ballungsraum eindeutig zu den Schwerpunkten dieser unheimlichen Partygag-Artikellichter zählt, auch Baden-Württemberg kommt dabei nicht schlecht weg. Warum dem wirklich so ist, kann Walter auch nur ahnen ohne es wirklich zu wissen: "Vielleicht sind die Menschen im Ruhrpott und im Ländle einfach mehr in Partylaune als die anderen Deutschen?"

Wie auch immer, die für deutsche Verhältnisse noch nie dagewesene "UFO-Invasion" ist für alle Mitarbeiter beim CENAP "der absolute Hammer und wir hätten dies nie im Leben erwartet". Die letzte große europäische UFO-Welle aka Massenauftauchen von vermeintlich seltsamen Flugkörpern fand 1989 in Belgien statt, damals waren die Menschen in eine Hysterie verfallen, weil die dreieckig an Flugzeugen angeordneten Scheinwerfer wie komische UFOs im Zeitalter der damals noch geheimen Tarnkappenflugzeuge wirkten.

Um die unerwarteten außergewöhnlichen Himmelsereignisse praktisch auch aufzuarbeiten wird eine UFO-Sonderkonferenz in Cröffelbach, nahe Schwäbisch Hall, veranstaltet. Ein Schwerpunkt ist dabei ein praktisches Feldexperiment, wo die Forscher selbst einmal eine "UFO-Flotte" - so wie sie zigfach in den letzten Monaten quasi durch das ganze Land beobachtet worden ist - mit den ´Asiatischen Himmelslaternen´ in den Nachthimmel schicken werden. In einem ersten Versuch verbrannte sich aber ein Dresdener Mitarbeiter bereits die Finger am heißen, abtropfenden Wachs des im Ballkörper befindlichen Brenners, der auch die Ballonhülle illuminiert. Walter zu dieser einmaligen Art ´Stiftung Warentest für UFOs´: "Ein Spiel mit dem Feuer ist dies also schon, aber wie heißt es so schön: No risk, no fun!"

Weitere Schwerpunkte der Konferenz: ´Erich von Dänikens bestes Bibel-UFO des Propheten Hesekiel auf dem Prüfstand der Wissenschaft´ sowie ´Behauptete UFO-Beweise, Lügen und das gute Geschäft damit´.

Ende

Karte mit der aktuellen Übersicht zur Verteilung der Sichtungen zur freien Verwendung anbei, Quelle: CENAP, Jochen Ickinger.


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