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06.07.2007 |
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FOCUS und DIE ZEIT widmet sich den UFOs zum 60.Geburtstag60 Jahre Ufo - Der Roswell-Mythos
Am Freitag, den 6.Juli 2007, nahm sich der FOCUS-Online dem Thema an, nachdem http://www.focus.de/wissen/wissensc... es eine ´Frage von Tobias Wabbel: Gibt es Ufos?´ gegeben hatte: "Warum erforscht die Wissenschaft nicht ernsthaft das Ufo-Phänomen, wo es doch genügend Hinweise für dessen reale Existenz gibt und sogar Regierungen es ernst nehmen?". Hier erfahren dann dazu:
>Wohl kein unerklärliches Himmelsphänomen ist so umstritten wie die "Unbekannten Flugobjekte" (Ufos), die sich in mannigfacher Form am Himmel zeigen, oder manchmal auch am Boden, sofern man den Augenzeugenberichten glauben kann. Darin aber zeigt sich bereits das Dilemma mit den Ufos. Es gibt zwar Zehntausende Berichte von Menschen, die welche gesehen haben, auch gibt es durchaus Hinweise auf Anomalien am Himmel oder auf Erden im Zusammenhang mit solchen Sichtungen.
Handfeste Beweise für die Existenz von Ufos aber fehlen. Deshalb ist die Ufologie eine Glaubenssache: Den Menschen, die davon überzeugt sind, dass von Zeit zu Zeit Flugkörper unbekannter Herkunft durch die Erdatmosphäre schwirren, steht wohl eine massive Mehrheit gegenüber, die Sichtungsmeldungen als Hirngespinste, Sinnestäuschung oder gar Betrug abtut.
Glühende Scheiben über dem Firmament. Berichte über unerklärliche Himmelsphänomene gab es zu allen Zeiten und aus allen Kulturen. Nur ein Beispiel: Am 4. November 1697 zogen in Hamburg zwei ´glühende Scheiben´ über das Firmament. Ein zeitgenössischer Stich gibt die Szene wieder. Vom Rand der Scheiben gehen Blitze aus, sie sind vielfach größer als der Vollmond, und am Boden stehen Menschen, die aufgeregt auf die später so gedeuteten Ufos zeigen. Der moderne Mythos von Ufos als außerirdischen Raumschiffen begann jedoch im Sommer 1947 mit dem berühmten Roswell-Ereignis. Damals soll nahe der Kleinstadt Roswell im US-Staat New Mexiko ein Raumschiff abgestürzt sein, die außerirdische Besatzung war tot, die Leichen der kleinen grauen Männchen wurden zur Untersuchung in den notorischen Luftwaffenstützpunkt ´Area 51´ in der Wüste Nevadas gebracht. Nach offizieller Lesart hat ein Farmer damals freilich nur die Trümmer eines abgestürzten Wetterballons gefunden. Natürlich, so die Ufo-Gläubigen, sei das nur das übliche Vertuschungsmanöver der Regierung gewesen. In Wahrheit habe es das Raumschiff gegeben, doch die US-Militärs hielten den Vorfall bis heute geheim. Schon zuvor, im Juni 1947, wollte der US-Privatpilot Kenneth Arnold über dem Washingtoner Mt.-Rainier-Gebirgsmassiv ´fliegende Untertassen´ beobachtet haben.
Unheimliche Begegnungen mit Ufos. Seither gibt es immer wieder Sichtungsmeldungen, die sich zu bestimmten Zeiten häuften - so wie 1989, als über Belgien eine regelrechte Ufo-Welle hereinbrach. Augenzeugen beschrieben vor allem riesige, dreiecksförmige Flugobjekte. Selbst Piloten berichteten von unheimlichen Begegnungen mit Ufos. Etwa im August 2001, als sich zwei türkische Kampfflugzeuge eine Verfolgungsjagd mit einer rasenden Lichterscheinung geliefert haben sollen. Über der Provinz Izmir sei ein helles und sehr schnelles Objekt in Form einer Scheibe aufgetaucht, meldeten die Piloten. Das von ihnen alarmierte Frühwarnzentrum konnte jedoch auf den Radarschirmen nichts erkennen. In Mexico City soll im August 1997 ein Ufo um die Hochhäuser gekurvt sein, und im März 2004 filmte die Besatzung eines mexikanischen Militärflugzeuges mit einer Wärmebildkamera erst zwei, später elf leuchtende Kugeln, die in geringem Abstand die Maschine umkreisten und auch vom Bordradar erfasst wurden. Für das Auge blieben die Objekte jedoch unsichtbar. Und schon 1969 sollen die US-Astronauten Neill Armstrong und Buzz Aldrin bei ihrer Mondlandung Ufos gesehen haben.
Die Crux der Ufologie. Diese verwirrende Vielfalt von Erscheinungen ist die Crux der Ufologie. Zum einen handelt es sich um Leuchterscheinungen, die einzeln oder in Gruppen auftauchen, am Firmament rasante Manöver vollziehen und wieder verschwinden. Daneben werden Ufos als scheiben- oder zigarrenförmige solide Flugobjekte beschrieben, die teilweise mit irrwitziger Beschleunigung durch die Luft zischen. Manche Zeugen vermeldeten auch Begegnungen mit gelandeten Ufos und teilweise auch deren Besatzungen. Vor einigen Jahren häuften sich Berichte über Entführungen durch die Außerirdischen. Sie sollen die Opfer in ihre Flugmaschinen gebracht und dort an ihnen Experimente - teilweise auch sexueller Natur - durchgeführt haben. Angeblich wurden manchmal Menschen bei den Begegnungen verstrahlt, es gab magnetische Anomalien, durch die gerne auch die Autos der Zeugen stehen blieben, in einigen Fällen erzeugten die Ufos Radarechos, in anderen Fällen aber nicht. Es ergibt sich also kein zusammenhängendes Bild, das auf eine einzelne, klar definierte Ursache des Phänomens hinweisen würde.
Gegen die Hypothese, Ufos seien außerirdische Raumschiffe, spricht außerdem, dass die allermeisten Sichtungen höchst irdische Erklärungen finden. Oft stecken Wetter- oder Partyballons, hochfliegende Vogelschwärme, astronomische Objekte wie der Abend- und Morgenstern Venus, Flugzeuge, von der Sonne beleuchtete Satelliten, Manövermunition, Auto- bzw. Flugzeugscheinwerfer oder Reflexionen von Disko-Scheinwerfern hinter den Beobachtungen.
Unerklärliche Sichtungen. Dennoch: Einige Sichtungen bleiben auch bei genauer Analyse des vorliegenden Materials, gründlicher Zeugenbefragung oder Untersuchung von Foto- oder Filmmaterial unerklärbar. Dies macht sich die Ufo-Gemeinde zunutze. "Das Ufo-Phänomen ist real, und es lässt sich wissenschaftlich belegen. Unklar ist jedoch, woher die Ufos kommen, wer sie steuert und warum sie hier sind", meint etwa Illobrand von Ludwiger, ein durchaus renommierter Physiker und Systemanalytiker, der zugleich Vorsitzender der Ufo-Forschungsvereinigung MUFON-CES ist.
So ähnlich sahen es wohl auch die Regierungen vieler Länder, die eigens Ufo-Forschungsgruppen einrichteten oder zumindest systematisch die Beobachtungen sammeln ließen. Viel kam aber auch dabei nicht heraus, zumindest nicht offiziell. Deshalb gaben einige Länder die mit der Ufo-Forschung verbundene Geheimhaltung auf. In Großbritannien veröffentlichte das Verteidigungsministerium im Mai 2006 einen offiziellen Ufo-Bericht. Darin hieß es, bei den zahlreichen Sichtungen, die es in den vergangenen 30 Jahren über der Insel gab, sei keine einzige als eine echte fliegende Untertasse zu identifizieren gewesen.
Die Öffnung der Ufo-Archive. Meistens habe es sich um ´bunte Lichter, manchmal Formen´ gehandelt. Im März dieses Jahres stellte die französische Raumfahrtorganisation CNES, die für ´extraterrestrische Ereignisse´ zuständig ist, ihr Ufo-Archiv ins Internet. Für die Unterlagen interessierten sich sehr viele Menschen: Nur kurze Zeit nach der Ankündigung kollabierten die CNES-Computer wegen der hohen Zahl der Besucher. Das Resultat weicht von dem der Briten in überraschender Weise ab. In Frankreich war eine erste Ufo-Sichtung 1937 gemeldet worden. Seit den 50er-Jahren gab es einen Schub bei der Beobachtung scheinbar unerklärlicher Himmelsphänomene. Die CNES-Studiengruppe für Ufos gibt es seit 1977. Auf ihrer Internetseite listet sie 6000 Personen auf, die in Frankreich insgesamt 1600 Ufo-Beobachtungen gemacht haben wollen. Videos und Fotos müssen allerdings noch digitalisiert werden und stehen voraussichtlich erst gegen Ende des Jahres zur Verfügung. Bei rund der Hälfte der Vorfälle fanden die CNES-Forscher rasch eindeutige Erklärungen. Bei etwa 36 Prozent waren die Ursachen weniger klar. Doch in 13,5 Prozent der Fälle fand sich keine rationale Erklärung. Dies brachte den früheren Leiter der Gruppe, Jean-Jacques Velasco, zu der Aussage: "Ja, Ufos existieren. Und sie sind außerirdischen Ursprungs".
Woher stammen die Außerirdischen? Wenn es die außerirdischen Besucher in ihren hypertechnischen Fluggeräten aber wirklich gibt - woher kommen sie dann? Dazu entwarfen die Ufologen drei Hypothesen. Die erste ist die klassische ´Extraterrestrische Hypothese´: Die Ufos sind Raumschiffe, die von einer außerirdischen, technisch sehr weit entwickelten Zivilisation gebaut werden und von deren Heimatplaneten durch das Weltall zur Erde fliegen. Möglicherweise sind die fliegenden Untertassen auch ´Landungsboote´ eines großen Mutterschiffs, das draußen im Sonnensystem oder auf dem Mond verborgen ´vor Anker´ liegt. Gegen diese Idee lassen sich viele Einwände vorbringen. So ist überlichtschnelle Raumfahrt nach heutigem Wissen nicht möglich, und auch unterlichtschnelle Reisen durch das All werfen gewaltige Probleme auf. Sie dürften auch für fremde Intelligenzen, die uns technisch weit überlegen sind, nicht ohne Weiteres lösbar sein. Deshalb ersannen die Ufologen ihre Hypothese Nummer zwei: Die Fluggeräte stammen aus der Zukunft, und ihre Insassen sind Zeitreisende. Dieser Idee hängt auch Ufo-Altmeister von Ludwiger an. Die dritte Hypothese schließlich siedelt die Heimatwelten der Besucher in Paralleluniversen an. Es soll ihnen durch eine uns völlig unbekannte Physik gelingen, die Dimensions-Barriere zwischen unserem und einem weiteren Universum in unserer Nähe zu durchdringen. Hauptverfechter dieser Hypothese ist der französische Physiker Jacques Vallée.
Spekulative Theorien. Warum aber gibt es keine seriösen wissenschaftlichen Bestrebungen, das Ufo-Phänomen zu erforschen? Die Antwort ergibt sich zum Teil aus dem vorher Gesagten. Es gibt keinen materiellen Beweis für die Existenz der fremden Raumschiffe, etwa in Form eines abgestürzten oder technisch defekten Ufos, das nicht mehr von der Erde wegkommt (die Verschwörungstheorien lassen wir hier einmal außer Acht), an den sich anknüpfen ließe. Weiter sind die Theorien zur Herkunft der Ufos äußerst spekulativ, vor allem aber sind wir mit unseren technischen und wissenschaftlichen Methoden weit davon entfernt, sie verifizieren zu können. Niemand weiß, ob Zeitreisen wenigstens prinzipiell möglich sind, ebenso ist völlig unklar, ob es Paralleluniversen überhaupt gibt. Deshalb lassen seriöse Forscher die Finger davon, denn Leute, die sich mit solchen ´Spinnereien´ befassen, haben rasch ihren Ruf verloren. Der aber zählt in der wissenschaftlichen Gemeinde besonders viel. Auch wäre es rein technisch gesehen schwierig, Ufos, die ja äußerst flüchtige Erscheinungen darstellen, dingfest zu machen. Sie tauchen zu unvorhersehbaren Zeiten in verschiedenen Teilen der Welt auf und verschwinden rasch wieder, auch können sie jedes Flugzeug ausmanövrieren. Um ihre Existenz zu dokumentieren, bräuchte es ein weltweites Netz von Messstellen mit Kameras, Magnetometern, Radarantennen und so weiter. Das ist immens teuer, und den Regierungen fehlt nach den weitgehend ergebnislosen Ufo-Berichten ihrer Experten wohl auch die Motivation, ein solches Netz einzurichten, zumal die Ufos und ihre Besatzungen die nationale Sicherheit offenbar nicht bedrohen.
Lohnende Forschung. Gleichwohl könnte sich die Ufo-Forschung lohnen. Zwar wurde es in jüngster Zeit ruhig um die fliegenden Untertassen. Doch Sichtungen gibt es weiterhin, auch wenn kaum welche an die große Glocke gehängt werden. In seiner Schrift ´Das Studium der physikalischen Aspekte des UFO-Phänomens´ argumentiert der mittlerweile emeritierte Physik-Professor Auguste Meessen von der Katholischen Universität Leuwen (Belgien) dass sich die Wissenschaft durch die Untersuchung des Ufo-Phänomens fortentwickeln könne. Er glaubt, das Phänomen sei nicht irrational, Ufos seien vielmehr physikalisch real und damit der Forschung zugänglich. Ähnlich argumentiert der US-Astrophysiker Bernhard Haisch, der mit drei Kollegen 2005 eine Denkschrift verfasste, in der er weitere ufologische Forschungsarbeiten fordert. Neue physikalische Erkenntnisse, so Haisch, lassen interstellare Raumfahrt nicht so unmöglich erscheinen wie bislang gedacht. Deshalb hält er es für möglich, dass die Außerirdischen längst hier sind - auch wenn sie sich aus einer Reihe von Gründen nicht klar zu erkennen geben. Es wäre nur logisch, nach Beweisen für ihre Besuche zu fahnden, denn nur so könnten wir erkennen, ob wir nicht längst zum ´galaktischen Club´ gehören (also eine Art Superzivilisation, bestehend aus vielen Einzelzivilisationen, die sich über die ganze Galaxis erstreckt), ohne es zu ahnen.
Berechtigte Zweifel. Am einfachsten wäre es natürlich, ein Ufo in flagranti zu erwischen und mit den Insassen zu reden. Die Chancen dafür, fürchte ich, stehen aber schlecht. Denn auch bei den Sichtungen, die der Ufo-Gemeinde als bislang stärkste Indizien für die Existenz fremder Raumschiffe gelten, gibt es mittlerweile Zweifel. Die Meldungen aus Belgien von 1989 beispielsweise könnten {aber nur wirklich SEHR SEHR KÖNNTEN, da die ganze Geschichte noch simpler ist, siehe die entsprechende CENAP-Berichterstattung unter der Abteilung "X-Akten" auf der CENAP-Kern-URL!} in Wahrheit auf US-Tarnkappenbomber zurückgehen (etwa vom Typ B2), die damals geheim erprobt wurden und auch europäische Nato-Stützpunkte anflogen. Dies würde auch die Dreiecksform der beobachteten Objekte erklären. Den Lichtertanz {`Tanz´ für eigentlich bewegungslose Objekte?} über Mexiko von 2004 im Infrarotbild {FLIR-Wärmebildsystem!} des Luftwaffenaufklärers halten Experten der Ufo-Forschungsstelle CENAP in Mannheim für das Artefakt eines Sensors, der an der Flugzeug-Unterseite angebracht wird. Er habe die Außenlichter des Flugzeugs als Wärmequellen registriert {?}. Der Beweis: Als der Pilot nach einer Weile die Lampen ausschaltete, um sich vor den vermeintlichen Verfolgern zu schützen, verschwanden auch die Lichter vom Bildschirm. Die Radarechos sind damit natürlich nicht erklärt. {Und der Schreiber ist da nicht richtig informiert bzw hat da wie viele UFO-Freunde des Fantastischen nur halb hingelesen!} Doch diese wurden - anders als die Infrarotaufnahmen - laut CENAP nie veröffentlicht, konnten also auch nicht analysiert werden. Ein Teil des Geheimnisses bleibt uns also erhalten. {Aber auch nur unter einer solchen Berichterstattung!}<
FOCUS-Online-Redakteurin Angelika Sanktjohanser nahm die Leseranfrage zum Anlass, um einen größeren Artikel für den Bereich ´Wissen-Geschichte´ beizusteuern und am 6.Juli 07 zu veröffentlichen ( http://www.focus.de/wissen/bildung/... ), nachdem sie sich mit mir längere Zeit zum Komplex unterhielt (vielleicht 20 Prozent davon flossen in den umgesetzten Beitrag ein - da hätte noch einiges mehr geschrieben werden können ;-) ):
>60 Jahre Ufo - Der Roswell-Mythos
Es ist der 24. Juni 1947. Kenneth Arnold überfliegt in seinem Sportflugzeug den US-Bundesstaat Washington, als ihm neun in der Sonne glitzernde, sichelförmige Objekte ins Auge fallen, die in circa 20 Kilometern Entfernung an ihm vorbeirasen. Er schätzt ihre Geschwindigkeit auf ungefähr 2600 km/h, als ungefähr dreimal so schnell wie jedes andere Flugobjekt zu dieser Zeit fliegen kann. Auch aus anderen Teilen Amerikas wird von ähnlichen Phänomenen berichtet. Im Juli 1947 veröffentlichen die Militärbehörden eine Pressemeldung, die ungefähr so anfängt: "Die vielen Gerüchte um unbekannte Flugobjekte wurden Wirklichkeit, als ein Nachrichtenoffizier der 509. Bomberdivision des 8. Luftwaffenstützpunkts Roswell das Glück hatte, einer der Scheiben habhaft zu werden." Die Zeitungen titelten: ´Fliegende Untertasse von der Air Force gefangen.´ 24 Stunden später dementierte das Militär und erklärte, dass das, was man für ein Ufo gehalten habe, in Wirklichkeit ein Wetterballon gewesen sei, der in einen nahe gelegenen Bauernhof gestürzt war. Zu spät, der Roswell-Mythos war geboren.
30 Jahre später veröffentlichte Charles Berlitz, der Autor des ´Bermuda-Dreiecks´ gemeinsam mit dem ehemaligen Postangestellten William Moore, der vorgab, vormals für den CIA gearbeitet zu haben, das Buch ´Der Roswell-Zwischenfall - Die Ufos und der CIA´. Die Verschwörungstheorien erhielten neue Nahrung und wurden in den Folgemonaten von den Medien entsprechend mystisch verklärt. Überreste von Aliens seien von Rosswell zum militärischen Sperrgebiet Area 51 im südllichen Nevada gebracht worden, hieß es plötzlich. Manchmal mit, manchmal ohne Augenzwinkern verstiegen sich Fernsehen und Magazine zu Berichten über die Entführung von Menschen durch Aliens und umgekehrt. Die Ufo-Hysterie befand sich auf ihrem Höhepunkt.
Heute ist das Roswell-Ereignis vor allem ein Riesengeschäft für die Stadt. Ein eigenes Museum sowie ein sich jährlich im Juli wiederholendes Festival zieht Tausende von ´Ufo-Gläubigen´ aus aller Welt nach Roswell.
Himmelslaternen - Ufos heute
Es ist der 30. Juni 2007. Amateurastronom Werner Walter, Gründer des Centralen Erforschungsnetzes außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP), sitzt gemütlich in seinem Fernsehsessel, als das von ihm eingerichtete Ufo-Telefon klingelt: Ein aufgeregter Autofahrer berichtet von zwei Flotten unbekannter Flugobjekte, die er gerade am Himmel von Hamburg gesichtet habe. Um 1.30 Uhr in der Nacht klingelt das Telefon erneut. Werner Walter, der zufällig noch wach ist, kann den Mann beruhigen. Inzwischen weiß er, dass auch dieser nächtliche Himmelbeobachter einem Phänomen aufgesessen ist, dass im Jahr 2007 bereits häufig beobachtet wurde. Bei dem leuchtenden, nächtlichen Himmelsballett handelte es sich um eine neue Partyattraktion, kleine Heißluftballons. Sie sind den asiatischen Himmelslaternen nachempfunden, die Buddhisten in die Luft steigen lassen, wenn sie jemanden beerdigen. Seit die dekorativen Leuchten nach dem Tsunami auf allen Fernsehkanälen zu sehen waren, werden sie in Deutschland häufig als Attraktion bei Festen gen Himmel geschickt. Und sorgen für neues Leben am Ufo-Telefon von Werner Walter, um das es in den letzten Jahren eher ruhig geworden ist.
Die Greifswald-Flotten. Das letzte bedeutende Ufo-Ereignis in Deutschland, so der Ufologe, waren die so genannten Greifswald-Flotten. Im Sommer 1990, ein Jahr nach dem Mauerfall, gab es viele Touristen an der deutschen Ostsee. Eines Abends beobachteten, fotografierten und filmten viele von ihnen eine besondere Attraktion: 15 Minuten lang vollführten orangefarbene, flimmernde Lichtreflexe am Horizont über dem Meer einen geräuschlosen Tanz und gaben den Beobachtern an Land Rätsel auf. Es dauerte lange, bis die Experten der Ursache auf die Spur kamen, wahrscheinlich weil es so einmalig war: Die Flotten des Warschauer Pakts vollzogen eine letzte Übung für ein Seemanöver, in dem sie große Mengen Signalfackeln an Fallschirmen in den Himmel schickten. Der Schein war vom Land aus als diffuses Gelichter zu sehen. "Ufos {ich sagte ´Fliegende Untertassen´!} gehören in die Welt der Science-Fiction", sagt der langjährige Sternengucker Walter. "Aber ich möchte nicht ausschließen, dass es doch irgendwo im Kosmos außerirdisches Leben gibt."
Forschung sucht weiter nach Aliens. Auch wenn der Mythos des intelligenten Außerirdischen in der Öffentlichkeit derzeit kaum mehr eine Rolle spielt, setzen Astronomen die wissenschaftliche Suche nach Leben im All unvermindert fort. So soll im nächsten Jahrzehnt ein gewaltiges Radioteleskop aus Tausenden Einzelantennen, das ´Square Kilometer Array´ (SKA), errichtet werden. "Sollte es irgendwo in der Milchstraße außerirdische Intelligenz geben, von deren Planeten Radarsignale gesendet werden, könnte das SKA sie entdecken", betont Norbert Junkes vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn. Die US-Weltraumbehörde Nasa plant mit dem ´Terrestrial Planet Finder´ (TPF) ein Teleskop aus bis zu sechs im All schwebenden Einheiten, wie Axel Quetz vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg erklärt. Die Europäische Raumfahrtagentur ESA arbeitet mit dem System ´Darwin´ an einem ähnlichen Projekt.<
Begleitet wurde der Artikel von meiner Bild-Kollage der MHB-´Flotte´ am Himmel, wie erstmals auch in der SWR3-Sendung ´Kaffee oder Tee´ gezeigt: >Zauberhaftes Himmelsschauspiel: Große Laternen wurden von vielen Menschen bereits mit Ufos verwechselt< Einem Bild aus einem der Greifswald-Filme: >Die Ufo-Flotten von Greifswald: Was wie eine Formation Außerirdischer aussah, waren in Wirklichkeit an Fallschirmen befestigte Signalfackeln<.
Auch ´Die Zeit´ nahm sich an diesem Tag dem Thema unter http://www.zeit.de/news/artikel/200... an und griff die entsprechende DPA-Meldung vom vorausgegangenen Montag dazu genauso wie ´Der Tagesspiegel´ ( http://www.tagesspiegel.de/weltspie... ) auf: "Der Absturz von Roswell: 60 Jahre "fliegende Untertassen"
Am 8. Juli 1947 ging eine Meldung um die Welt: In der Nähe eines US-Luftwaffenstützpunktes sei ein Ufo abgestürzt, verkündeten die Radio- und Fernsehsender. Kurze Zeit später dementierte die Armee, doch es war zu spät. Der Roswell-Mythos war geboren.
Am 8. Juli 1947 ging eine wahnwitzige Meldung um die Welt: In der Nähe eines US-Luftwaffenstützpunktes sei eine "Fliegende Untertasse" abgestürzt, verkündeten die Radiostationen und Fernsehsender aufgeregt. Wenige Stunden später wurde die Erklärung eines übereifrigen Pressesprechers der Luftwaffe von der Armee dementiert - doch es war zu spät: Der Roswell-Mythos war geboren. Für die Stadt selbst wurde die Saga zum lukrativen Geschäft. Sie errichtete ein Museum und feiert das Ereignis alljährlich mit einem Festival, zu dem tausende "Gläubige" aus aller Welt anreisen. In diesem Jahr findet das "Amazing Roswell UFO-Festival" vom 5. bis 8. Juli statt.
Ufo-Meldungen füllten Nachrichtenloch
Als der voreilige Sprecher sein UFO-Statement abgab, hatten sich die Medien schon den gesamten Frühsommer über mit vermeintlichen Sichtungen "Fliegender Untertassen" beschäftigt. Der Hobbyflieger Kenneth Arnold hatte am 24. Juni jenes Jahres den US-Bundesstaat Washington überflogen und anschließend berichtet, neun in der Sonne glitzernde, sichelförmige Objekte seien in etwa 20 Kilometern Entfernung an ihm vorbei gerast. Schon diese Nachricht rauschte durch den Blätterwald. "Es gab ein sommerliches Nachrichtenloch und das Düsenflieger- und Raumfahrtzeitalter hatte gerade begonnen", erklärt Amateurastronom Werner Walter, Gründer des Centralen Erforschungsnetzes außergewöhnlicher Himmelsphänomene (CENAP) und des UFO-Telefons Mannheim.
Viele Menschen hätten damals noch gelaubt, dass in den vermeintlichen Kanälen auf dem Mars "kleine grüne Männchen" wohnen. "Es war noch unklar, dass die Kanäle nur eine optische Täuschung sind." Unterstützt wurde die Hysterie Walter zufolge vom Aufkommen Helium gefüllter Ballons, die vor allem bei Rodeos gen Himmel geschickt wurden und von etlichen Menschen als mysteriöse helle Scheiben wahrgenommen wurden. "Damit blieben die "fliegenden Untertassen" in den Schlagzeilen und der Begriff saß endgültig fest."
Dann kam es zum Vorfall von Roswell: Nachdem ein Fabrikant demjenigen eine Belohnung versprochen hatte, der ihm eine fliegende Untertasse bringe, gab ein Schafzüchter an, auf seinem Feld ein entsprechendes Gerät entdeckt zu haben. Ein Meteorologe habe das aus Folie, Klebebändern und Bambusstöcken bestehende "Gerümpel" rasch als Überbleibsel eines Wetterballons unbekannter Bauart identifiziert, sagt Walter. Ohne die Meldung des Armeesprechers wäre das Ereignis wohl nie bekannt geworden.
Auch so flaute die Aufregung zunächst rasch ab. "Das hat erst mal nicht weiter interessiert. Erst 30 Jahre später ist die heute bekannte Roswell-Geschichte entstanden." Ein Buch von Charles Berlitz und William Moore rief den Fall 1980 ins Gedächtnis der Öffentlichkeit zurück und der Vorfall wurde im Fernsehen und in Magazinen so mystisch verklärt wie kaum ein anderes Ereignis der Menschheitsgeschichte. Überreste von Aliens seien von Roswell zum militärischen Sperrgebiet Area 51 im südlichen Nevada gebracht worden, hieß es plötzlich.
Etliche Filme und Bücher nahmen sich des Themas an, die Gemeinde der UFO-Gläubigen wuchs rasant obwohl mittlerweile als gesichert galt, dass die 1947 gefundenen Überreste zu einem neu entwickelten Fernaufklärungsballon gehörten, dessen Existenz zu Hochzeiten des Kalten Krieges unbedingt geheim bleiben sollte.
Gewaltiges Radioteleskop geplant
Auch wenn der Mythos des intelligenten Außerirdischen in der Öffentlichkeit derzeit kaum mehr eine Rolle spielt, setzen Astronomen die wissenschaftliche Suche nach anderen Horten des Lebens im All unvermindert fort. So soll im nächsten Jahrzehnt ein gewaltiges Radioteleskop aus Tausenden Einzelantennen, das "Square Kilometer Array" (SKA), errichtet werden.
"Sollte es irgendwo in der Milchstraße außerirdische Intelligenz geben, von deren Planeten Radarsignale abgestrahlt werden, könnte das SKA sie entdecken", betont Norbert Junkes vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn. Die US-Weltraumbehörde Nasa plant mit dem "Terrestrial Planet Finder" (TPF) ein Teleskop aus bis zu sechs im All schwebenden Einheiten, wie Axel Quetz vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg erklärt. Die Europäische Raumfahrtagentur Esa arbeitet mit dem System "Darwin" an einem ähnlichen Projekt. Externe Linkshttp://www.allmystery.de/themen/uf28955-30http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/odenwalds_universum/tid-6763/odenwalds-universu... http://www.focus.de/wissen/bildung/Geschichte/tid-6762/60-jahre-ufo_aid_65660.html http://www.zeit.de/news/artikel/2007/07/06/2334351.xml http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Kurioses-Roswell-Cenap-Ufo-Area-51;art2654,2334351 Hypnose NTE/OBE Frankfurt |
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