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29.05.2007


    
Pfingsten 2007: Nach dem Unwetter, "UFO"-Leuchtkörper unterwegs

Phänomale Erscheinungen über Königswinter, Bochum, Wuppertal, Senftenberg, Biere und Hildesheim

Dieses Jahr war das Pfingstwochenende bundesweit keineswegs schön ausgefallen, wahrhaft ins Wasser gefallen - Gewitter, Sturm und ´Stark-Regen´ nach der drückenden Schwüle der vorausgegangenen Tage. Keine ´Zeit´ für UFOs, normaler Weise - da diese eigentlich Schönwetter-Erscheinungen sind.

Doch nach den auch die Atmosphäre säubernden Unwettern und aufgrund der Schwüle wollten die Leute scheinbar frische Luft durchatmen. Der Reihe nach. Am Sonntagmorgen des 27.Mai 07 erreichte mich Irene W. mit der eMail und dem Betreff: "Habe ich UFO´s gesehen oder nur ein erklärbares, mir unbekanntes Phänomen?". Sie berichtete: "Als ich heute gegen Mitternacht nach Hause fuhr, sah ich über dem Drachenfels in Königswinter bei Bonn 4 mir unbekannte Lichtobjekte am Himmel, sie sahen fast aus wie riesige Sterne, waren aber orange-rot-gelblich und sahen fast formatiert aus, eines bewegte sich langsam auf ein anderes zu, Flugzeuge und Hubschrauber bei Nacht kenne ich und die haben blinkende Lichter beim Flug im Dunklen und bewegen sich schneller und anders, könnte es sich um irgendeine Art von beleuchteten Ballons oder Ähnlichem handeln, Ufo´s stelle ich mir auch anders vor, aber es läßt mir keine Ruhe, ich möchte zu gerne wissen, was ich da gesehen habe, zumal ich tatsächlich daran glaube, dass es wohl Leben auf anderen Planeten geben wird, in welcher Form auch immer." Über die Meldung war ich reichlich verdutzt - eben aufgrund des krassen Wetters ab späten Nachmittag bis in den Abend. Der Darstellung nach aber sollten da mal wieder MHBs unterwegs gewesen sein. Aber gegen Mitternacht könnte die Luft wieder rein gewesen sein...

Also stellte ich mal in diverse Foren eine Nachfragen in Sachen "Komisches über Drachenfels, Königswinter" ein und erhielt bald von einem Bonn-Bad Godesberger User von Wetterzentrale.de diese Nachricht: "Es war ja vorher die Gewitterfront, welche hier gegen 20:40 einsetzte (hab auf die Uhr geschaut) und etwa eine Stunde andauerte. Verbunden damit war ja erst ein wenig Hagel, danach starker Regen. In der Zeit dürfte sich keiner getraut haben, ein Feuerwerk abzuschiessen. Gegen das Feuerwerk am Himmel kommt sowieso keines von Menschenhand ran. Der Drachenfels soll der meistbesuchste Berg Deutschlands sein. Herrlicher Blick auf´s Rheintal, nach Bonn und bis nach Köln rüber. Auf dem Drachenfels gibt es die bekannte Ruine, ein Hotel und etwas weiter unterhalb steht die Drachenburg, wo ebenso wie auf dem benachbarten Petersberg manchmals Promi-Parties stattfinden. Da kann es schon sein, dass dazu es ein Feuerwerk gibt, welches oft vom (linksseitigen) Mehlemer Rheinufer abgeschossen wird. Manchmal gibt es von den Höhen auch bengalisches Feuer wie beim Rhein in Flammen. Hier in Bad Godesberg hörte ich nach dem Abzug der Gewitterfront (und es war auch nach dem Ende des Pokalfinales), wie irgendwo ein Feuerwerk abgeschossen wurde. Habe mit der Nachbarin gesprochen, die hat zwar Blick auf den Petersberg, aber das Feuerwerk auch nur gehört. Es muss nach 23:00 und vor 24:00 Uhr stattgefunden haben." Demnach gab es zur Sichtungszeit wieder soweit gutes Wetter, um selbst ein Feuerwerk noch zu veranstalten. Das war ja interessant, da man da ja auch Miniatur-Heißluftballone z.B. von demerwähnten Hotel aus anlässlich vielleicht eines Geburtstag oder einer Hochzeitsfeier auflassen kann.*

*= Erst am 21.Juli 07 fand ich bei YouTube ein Video dazu, welches am 3.Juni 07 dort aufgespielt worden war = http://www.youtube.com/watch?v=cu2M...

Erstaunt nahm ich über Astrotreff.de dann weitere Neuigkeiten zur Kenntnis. Hier meldete eine Beobachterin: "Ich habe gestern Nacht (27.5.2007 gegen 00:15 h) in Bochum die gleiche Beobachtung gemacht. Es schien so, als stiegen von irgendwoher viele orange/rote, leicht flackernde Punkte auf und zogen parallel in einer Geschwindigkeit eines Vogels vorüber (vielleicht nicht ganz so schnell). Die Punkte waren verhältnismäßig tief und lautlos. Da gestern Gewitter war und der Himmel dementsprechend verhangen war, konnten es sich weder um Sterne noch um ein Flugzeug handeln. Aber die Punkte sahen schon so wie große Sterne (ähnlich wie der Abendstern) aus. Es waren mindestens 30 bis 40 vorüberziehende Punkte in einem schönen orange. Vielleicht waren es sog. Partylichter aus Papier. Allerdings flogen diese Punkte sehr gleichmäßig und parallel zueinander.... Wer weiß mehr?" Daher hakte ich nach und wollte mehr zum Wetter wissen: "Ab ca. 22 h tobte für ein bis anderthalb Stunden ein Gewitter mit ordentlich Regen über uns. Da ich bei diesem Wetter nicht ´raus wollte, hatte ich gewartet, bis er aufhörte. Da muss so halb zwölf/zwölf gewesen sein. Jedenfalls spricht ja für die Party-Ballons oder ein chinesisches stillen Feuerwerk, dass die Leute, die es haben steigen lassen, ebenfalls auf besseres Wetter gewartet haben. Es war jedenfalls trocken und wolkenverhangen. Die Objekte waren unterhalb der Decke und verschwanden auch nicht in den Wolken. Irdendwann konnte wir sie nicht mehr sehen, da Bäume im Weg waren." Ein anderer User berichtete darüber hinaus von einer Wahrnehmung nach dem Feiern gegen 1:30 h aus Wuppertal: "Bei mir waren die Punkte hell wie der Polarstern in etwa. Leicht orange gefärbt vielleicht." Ein User meinte zu all dem: "Augenscheinlich fällt mir da nur ein Formationsflug von Hubschraubern ein. Solchen flügen sind nur mit BIV-Brille (Nachtsichtgerät) möglich und daher sind die Blinklichter (Anticollisions Light=Anticoll) wegen der Blendgefahr ausgeschaltet. Meist ist der Landescheinwerfer auf Infrarot (IR) umgeschaltet. Bei genauem hinsehen unter ungünstigen Wetterverhältnis (hohe Luftfeuchtigkeit) kann man diesen als roten Punkt erahnen. Auch beim abblenden mittels einer IR Streuscheibe (gold verspiegelt) könnte dieser etwas leuchten." Mir hingegen kam dies alles wie die deutsche Wiederholung der Ereignisse aus dem britischen Dorset aus der vorausgegangenen Donnerstag-Nacht vor - und ich war ziemlich perplex. Deswegen stellte ich hier auch gleich mal den entsprechenden CENAP-Newsticker-Artikel-Link ein, da dort ja auch die Videolinks ausgeführt waren. Dazu gab es dann jene Reaktionen:

"...du scheinst den richtigen Riecher gehabt zu haben. Wollen wir mal hoffen das die Luftfahrt dadurch nicht behindert wird. Erst recht nicht wenn es sich um Rettungsflüge handelt." - "Bei den YouTube-Videos war eins dabei, welches ein ähnlichliches Phänomen zeigte (UFOs spotted UK). Leider war die Qualität sehr schlecht. Wir waren deshalb so irritiert, weil die Objekte so gleichmäßig formatiert zogen ohne zu wackeln. Aber von der Windrichtung her kommt alles hin." Eine Userin reichte dann noch ihre eigene Beobachtung dort im Forum sowie parallel auch als eMail (´Rote Lichter gestern abend´) an mich nach: "Ich habe gestern abend gegen 22:30 Uhr mit einer Freundin in Senftenberg (Lausitz/Brandenburg) die gleichen Lichter gesehen, wie es die anderen beschrieben haben. Es waren insgesamt 8 rote Lichter, die langsam aufstiegen, eine Formation bildeten und sich sehr langsam bewegten. Erst stiegen 3 Punkte auf, die parallel zueinander waren, dann kamen leicht versetzt 2 Lichter, dann nochmal 2 und zum Schluss ein letztes... Wir konnten uns auch nicht erklären was es sein sollte... Flugzeuge hätte man gehört.... Und komischerweise, flog etwa eine halbe Stunde später ein Militärflugzeug über unser Wohngebiet und das sehr tief!"

Irre war dies schon - und das nach der Nacht des VfB-Stuttgart-Sieges eine Woche zuvor, wo es im ganzen Schwaben-Ländle ebenfalls zigfach UFO-Alarm wegen einzelnen MHBs gegeben hatte. Offenkundig waren spätestens jetzt die "Asiatischen Himmelslaternen" über den Ärmelkanal auch bei uns angekommen - oder auch möglich, dass das ´Stille Feuerwerk´ mit heliumgefüllten Kinderballonen und angehängten bzw angeklebten Leuchtmitteln wie LED-Blinklichter etc eingesetzt wurde. So verfasste ich eine PM (>Kamen nach dem Gewitter "UFO-Flotten"? Neue Party-Scherze aus Asien sorgten für Irritation<) und verschickte jene um kurz nach 14 h auf der ´normalen Tour´. Sicherheitshalber setzte ich sie knapp eine Stunde später auch noch bei PR-Inside.com auf - siehe http://www.pr-inside.com/de/kamen-n... - nachdem ich zu meinen ersten Schwung keinerlei Reaktionen wie Rückrufe erfuhr.

Am Pfingsmontag meldete dann auch noch Hans-Werner Peiniger von der GEP, Lüdenscheid, von bei ihm aufgelaufenen Meldungen dieser Art: "26.05.2007, 22:55 MESZ, 39221 Biere: In südlicher Richtung erschienen 6 orange leuchtende Punkte, die sich über einen Zeitraum von etwa 10 Minuten in südwestliche Richtung bewegten." - "27.05.2007, 0:05 MESZ, 44799 Bochum: Mit sieben Personen wurden 30 bis 50 orange-gelb leuchtende Lichter beobachtet, die über einen Zeitraum von 10 bis 15 Minuten aus südlicher Richtung fliegend in Richtung Westen verschwanden. Mit dem Handy wurden mehrere Fotos gemacht."

Update vom 30.Mai 07:

UFOS oder Party-Gag? - Anruf aus Königswinter bei der UFO-Meldestelle

Königswinter. (mel) Angst und bange werden konnte es einem am Abend des Pfingstsamstags beim Blick aus dem Fenster. Der Himmel wurde plötzlich rabenschwarz, als ein Gewitter über dem Siebengebirge aufzog.

Am Sonntagmorgen ging beim Mannheimer UFO-Meldezentrum CENAP ein Anruf aus Königswinter ein. Das Centrale Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene setzt sich nach eigener Einschätzung kritisch mit der UFO-Problematik auseinander. Anruferin Irene W. hatte kurz nach Mitternacht über dem Drachenfels angeblich "vier unbekannte Lichtobjekte" gesehen. Die UFOs hätten wie riesige Sterne ausgesehen, wären allerdings orange-rot gewesen und gemächlich und geräuschlos in Formation am Nachthimmel dahingeglitten.

Wenig später erreichte die Mannheimer ein weiterer Anruf aus Bochum, wo gleich 30 bis 40 flackernde Lichtkörper, so hell wie ein Abendstern, gesichtet worden waren. Bis Montagabend gingen weitere Meldungen aus Wuppertal und Senftenberg in der Lausitz ein. Videokamera oder Fotoapparat hatte allerdings keiner der Beobachter zur Hand gehabt, um das ungewöhnliche Erlebnis dokumentieren zu können. Werner Walter vom CENAP verweist darauf, dass sich seit Jahresende ähnliche Meldungen in England gehäuft hätten, wo die "UFOS" auch gefilmt worden wären. Doch der Amateurastronom gibt Entwarnung. Bei den Himmelserscheinungen handele es sich höchstwahrscheinlich um so genannte "Asiatische Himmelslaternen", Feuerwerkskörper, die in Asien hergestellt würden, und an Miniaturheißluftballonen langsam zur Erde schweben würden. Besonders bei Partys komme das "Stille Feuerwerk" gerne und gehäuft zum Einsatz.

Vielleicht haben auch zwei Anrufer bei der Königswinterer Feuerwehr am Samstagabend derartige Objekte gesehen. Sie meldeten Lichterscheinungen im Bereich des Petersberges und der Drachenburg. Die Feuerwehr rückte aus, aber wenig später unverrichteter Dinge auch wieder ein. "Es hätte sich ja um Blitzeinschläge handeln können", sagt Feuerwehrsprecher Lutz Schumacher. UFOS seien bei der Feuerwehr im übrigen noch nie gemeldet worden. Die Anruferin aus Königswinter, die sich direkt an die Experten gewandt hatte, kannte sich also offensichtlich aus.

Quelle: ´Bonner General-Anzeiger´ vom 30.5.07 - http://www.general-anzeiger-bonn.de...

Auch in Hildesheim gab es entsprechenden ´Aufruhr´, wie die ´Hildesheimer Allgemeine Zeitung´ ebenso vom 30.Mai 007 berichtete:

Hildesheim - Sind die Ufos aus Papier und kommen aus Fernost?

Sonnabend, 22.47 Uhr: Die Gäste des Jazztime-Nachtprogramms im F 1 des Stadttheaters wundern sich: Unbekannte Lichter am Himmel fliegen in Formation über das Theater hinweg. HAZ-Fotograf Andreas Hartmann drückt selbstverständlich auf den Auslöser - bevor der Spuk verschwindet.

(ph) "Wir hatten so ein komisches Gefühl dabei." Darin sind sich alle Beteiligten einig. Kein Wunder, wenn man nachts über Hildesheim etwas sieht, das ganz wie ein Ufo aussieht.

Freitag gegen 23 Uhr. Anja Hennecke sitzt mit ihrem Freund auf der Dachterrasse in der Wollenweberstraße. Plötzlich sehen die beiden am Himmel sechs goldgelbe Lichter, die sich aus Richtung Norden nähern und Richtung Südost fliegen. "Schnell wie ein Satellit," schildert die Frau. Und die Lichter halten die Formation zweier Dreiecke genau ein. Das Ganze sieht fast aus wie zwei Flugzeuge, die nah beieinander fliegen. Nur: Völlig lautlos, denn ein Motorengeräusch hört das Paar nicht. Außerdem blinken die Lichter nicht. Wie hoch fliegen sie" Schwer zu schätzen, wie immer in solchen Fällen in der Dunkelheit. Aber da die Lichter abrupt verschwinden, könnten sie etwa in Wolkenhöhe geflogen sein.

Anja Hennecke greift zum Telefon und ruft bei der Polizei an. "Sie sind nicht die Ersten," bestätigt der Diensthabende in der Einsatzzentrale. Tatsächlich: Auf dem Heimweg von einem Konzert stutzt Ursula Stöhr, die mit ihrem Auto im Pfaffenstieg fährt. Sie sieht mehrere große Lichter am Himmel, die sich in Richtung Westen bewegen, aber nur wenige Minuten lang. Ihre Freundin Ursula Engelhardt, die mit im Auto sitzt, beobachtet ebenfalls die eigenartigen Lichter, die sich alle in die gleiche Richtung bewegen. Die beiden Frauen haben den Eindruck, dass die Lichter unterhalb der niedrigen Wolkendecke fliegen, "es waren aber definitiv keine Flugzeuge." Ursula Stöhr: "Das sah ein bisschen aus wie die Tannenbäume" (die an Schirmen hängenden Markierungsbomben im Krieg). Lichter beobachtet an diesem Abend auch noch die Besatzung eines Rettungswagens der Feuerwehr.

Flugobjekte am Himmel sind Sache der Flugsicherheit. Der Hildesheimer Flugplatz schließt um 20 Uhr, der in Hannover beobachtet nur Objekte, die niedriger als 10 000 Fuß fliegen (etwa 3000 Meter). "Zur fraglichen Zeit gab es nur zwei einfliegende Flugzeuge nach Hannover, beide aus Richtung Süd," sagt ein Sprecher der Flugsicherheit in Hannover. Er schließt aber Überflüge in wesentlich größeren Höhen nicht aus, etwa reguläre Passagiermaschinen in Nord-Süd-Richtung. Positionslichter von Flugzeugen sind in Dreiecksform angeordnet, haben aber unterschiedliche Farben. Militär ist nach seinen Erfahrungen am Wochenende nicht unterwegs.

Ähnliche Beobachtungen gibt es auch aus der Nacht zum Sonntag, also 24 Stunden später. Wieder niedrig fliegende Lichter, 150 bis 200 Meter hoch, wieder in Formation, wieder in Nord-Süd-Richtung. Eine 50-Jährige: "Es waren 30 bis 35 sehr helle goldgelb leuchtende Lichter. Das sah richtig unheimlich aus."

Das meint auch Andrea Hallmann, die ebenfalls am Sonnabend von der Beethovenstraße aus acht Lichter am Himmel beobachtet hat. "Das erinnerte zunächst an eine Hubschrauberstaffel im Formationsflug," schildert sie, "nur viel höher."

Arndt Latußek ist ein Hildesheimer Astronom, der nicht an Ufos glaubt und sich am Himmel gut auskennt. Er tippt auf Papierballons aus Fernost. Eine neue Marotte, unter Sekten wie als Partygag zu finden: Die Papierballons mit einem Durchmesser von mehr als einem Meter werden mit Heißluft in den Himmel befördert. Die erzeugt ein kleines Feuerchen, das im Korb brennt. Dieses Feuer wiederum erleuchtet den Ballon, der bis zu 200 Meter hoch steigt, vom Wind weggetragen wird und etwa eine halbe Stunde sehr hell leuchten kann. "Viele Ufo-Sichtungen in letzter Zeit lassen sich auf solche Ballons zurückführen," sagt der Fachmann. Zumal, wenn es Abend ist und wenn viele Ballons gleichzeitig gestartet werden.

Die Hildesheimer Ufos als Sektenspektakel oder Studentenulk? Muss wohl so sein, denn die beiden Flugplätze Hildesheim und Hannover bestätigen: Eine Start- oder Landegenehmigung für Ufos gab es in der fraglichen Nacht nicht.

Nach: http://www.hildesheimer-allgemeine....

Am 31.Mai 07 berichtete dann die ´Hannoversche Allgemeine´ unter http://www.haz.de/niedersachsen/297... weiteres:

Niedersachsen: Rätsel um Ufos über Hildesheim gelöst

Der Spuk über Hildesheim ist vorbei: "Ufos" oder andere leuchtende Objekte wurden in der Nacht zu Mittwoch nicht mehr am Himmel gesehen. Die hellen Erscheinungen am Abendhimmel waren Papierballons mit Heißluftantrieb.

"So etwas ist uns noch nie untergekommen", sagte ein Polizeisprecher. Am Wochenende hatten sich etliche Bürger nach den rätselhaften Fliegern erkundigt. Es könne sich, wie ein Astronom vermutet hatte, um Papierballons gehandelt haben, meinte der Polizeisprecher. Die Stadt sei jedenfalls glimpflich davongekommen: "Hildesheim steht noch. Wir sind nicht bombardiert worden." Möglicherweise werden solche "Ufos" bald häufiger zu sehen sein. Denn Papierballons mit Heißluftantrieb werden als Partyknüller und Gastgeschenke beworben. Die aus Asien stammenden "Himmelslaternen" böten sich als Mitbringsel zu Richtfesten oder mit Liebesgrüßen beschriftet als origineller Gruß zum Valentinstag an, heißt es seitens der Vertreiber im Internet. "Der schöne Effekt der aufsteigenden Lichtpunkte am Himmel kommt in seinem feierlichen Glanz fast einem Feuerwerk gleich." Die Handhabung soll einfach sein. Ein Brennkörper wird mit einem Feuerzeug entzündet, bis zu 500 Meter hoch soll der Ballon dann steigen. Einer Genehmigung dafür bedarf es nicht, in der Nähe von Flughäfen oder bei starkem Wind dürfen die auch Skylaternen genannten Flieger aber nicht gestartet werden.

Möglicherweise war es ein Dutzend solcher Papierballons, die Evelin Reutter im Februar in Fuhrberg bei Hannover beobachtet hat: "goldgelb, sehr schnell, nicht blinkend und eindeutig keine Flugzeuge." Die Geologin, die nicht an Ufos glaubt, hat allerdings Zweifel: "Wie sollen Ballons eine Formation bilden?" Nun sorgt man sich in der Landesregierung, die Laternen könnten sich als Partygag verbreiten. "Wenn es wieder trockener wird, steigt die Brandgefahr", sagte ein Sprecher von Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen.

Gabriele Schulte

Externe Links

http://www.youtube.com/watch?v=cu2MNZs_lnI
http://www.pr-inside.com/de/kamen-nach-dem-gewitter-ufo-flotten-neue-party-scherze-aus-...
http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=news&itemid=10001&detailid=316974
http://www.hildesheimer-allgemeine.de/index.php?urlart=993
http://www.haz.de/niedersachsen/297905.html

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